russischer Pianist (1816-1883). Eigenh. Brief mit U. Gmunden. 18.09.1873. 2 ½ SS. 8vo.
350 €
(934620/BN934620)
An einen unbekannten Adressaten: "Der Fürst und die Fürstin von Lieven, sowie ich, haben uns sehr erfreut an den schönen Sachen aus Ihrem Verlag die Sie neulich ihnen sandten und ich freue mich sehr mit Ihrem ausgezeichneten Compositionstalent endlich Bekanntschaft gemacht zu haben. Morgen oder Uebermorgen werden Sie wahrscheinlich einen Besuch der Durchlauchten haben, und ich bitte Sie (unter uns!): Falls sie nach Liedern von mir fragen, ihnen, wie Sie auch welche vorräthig hätten, keine zu geben, auch keine zu verschicken [...]".
- Der polnische Klaviervirtuose Mortier de Fontaine war nach beruflichem Wirken in St. Petersburg 1860 nach Westeuropa zurückgekehrt, wo er sich in München, Paris und später in London niederließ..
Pianist und Komponist (1816-1883). 3 eigenh. Brief mit U. und ein Telegramm mit U. München. 4 SS. auf 2 Doppelbll. und 2 Einzelbll. 8vo und 4to. Mit Eingangsvermerken des Empfängers verso. Ein Brief auf Briefpapier mit Trauerrand, ein anderer mit einer hübsch gestochenen Ansicht der Eisenbahnbrücke über die Isar in München nach K. Gunkel.
450 €
(88375/BN58217)
An Bartholf Senff, Musikverleger und Herausgeber der "Signale für die musikalische Welt" in Leipzig, über Veröffentlichungen im In- und Ausland sowie persönliche Schicksalsschläge. - Mit Dank für eine günstige Rezension und dem Angebot mehrerer Werke zum Druck: "Von einem Ausfluge [...] zurückgekehrt finde ich [in] München das Signal, worin Sie meiner wohlwollend gedenken. Ich danke Ihnen dafür! und da Ihnen meine Programme gefallen so füge ich dieses einliegend meinen Zeilen bei, mit dem Bemerken dass 'im Falle Ihnen einige meiner Curiositäten (darunter sehr wertvolle, schöne Sachen!) genehm wären, ich sie Ihnen mit Vergnügen zum Druck überlassen würde [...]" (7.
IV. 1863). - Über den Tod seiner Frau sowie Publikationen in Moskau und Paris: "Vor mehreren Monaten erhielt ich den Correcturabzug und müsste mich sehr schämen so lange auf dessen Rücksendung gebraucht zu haben, wenn der erfolgte Tod meiner theuren Frau mich nicht einigermaßen entschuldigte. Ich bin bis jetzt so tief von diesem harten Verlust gebeugt, dass es nicht wenig Anstrengung mir kostet zu arbeiten oder überhaupt an etwas anderes zu denken [...] Für Russland habe ich die bewußte Partitur dem Nachfolger Schildbachs in Moskau zugedacht. Die Pariser Ausgabe möchte ich Frau Wilhelmine Clauss Szarvady widmen, vielleicht würden Sie die Güte haben von diesem Vorhaben genannte Dame gelegentlich zu unterrichten und zugleich um einen dortigen Verleger mir Winke geben zu wollen [...] (14. IX. 1864). - Das Telegramm an denselben: "Warum so schweigsam? [...]" (November 1864). - Beiliegend die handschriftliche Abschrift einer Rezension aus der Musikbeilage zu Nr. 331 der Allgemeinen Zeitung..

