Max von Millenkovich

Millenkovich, Max von

österreichischer Musikschriftsteller und von 1917 bis 1918 Direktor des k.k. Hofburgtheaters (1866-1945). Eigenh. Brief mit Unterschrift. „Spital“. 30.11.1893. 8vo. 2 pp.
180 € (62889)

An den österreichischen Musikschriftsteller Theodor Helm (1843-1920) in einer musikalischen Angelegenheit. - Max von Millenkovich war der Sohn des Schriftstellers Stephan von Millenkovich und der Bruder von Benno von Millenkovich. Er arbeitete als Beamter im Kunstministerium und als Schriftsteller unter dem Pseudonym Max Morold. Im Jahr 1917 wurde er als Nachfolger von Hugo Thimig zum Direktor des k.k. Hofburgtheaters ernannt. Erwähnenswert aus seiner kurzen Direktionszeit ist das Engagement des Volksschauspielers Alexander Girardi an das Burgtheater.

1918 führte er mit Girardi als Fortunatus Wurzel erstmals an der Burg Ferdinand Raimunds Der Bauer als Millionär auf. Kaiser Karl I. hatte dem Burgtheater eine besondere kulturelle Rolle bei seinem Wunsch nach einem Zusammenhalt des Vielvölkerstaates zugedacht. Der deutschnational gesinnte Millenkovich wurde deshalb abgesetzt. Seit 1930 war Millenkovich Wiener Korrespondent des Völkischen Beobachters. 1931 wurde er Vorstandsmitglied im völkisch gesinnten, antisemitischen Kampfbund für deutsche Kultur, Landesleitung Österreich. Nach eigenem Bekunden gehörte er seit 1932 der österreichischen NSDAP an. Nach dem Parteiverbot 1933, wurde er Mitglied im Reichsverband Deutscher Schriftsteller. In der Zeit bis 1938 schrieb er ein Werk über Cosima Wagner. Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich publizierte er die Bücher Richard Wagner in Wien und Dreigestirn (Wagner – Liszt − Bülow)[2] 1941 publizierte er seine Memoiren unter dem Titel Vom Abend bis zum Morgen, worin er Adolf Hitler als „Verkörperung dessen, was wir selbst, zwischen Ahnung und Erkenntnis, ersehnten und erstrebten“ bezeichnete. Im selben Jahr wurde er mit der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet..

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Millenkovich, Max von

Musikschriftsteller und Direktor des Wiener K. K. Hofburgtheaters (1866-1945). Eigenh. Brief mit U. Berlin. 15.05.1929. 1 S. 4to.
150 € (937902/BN937902)

An eine Dame: "Tiefbewegt habe ich die Kunde von dem Hinscheiden Ihres edlen Gatten erhalten, der mir ein sehr lieber Freund war, dessen Krankheit mich schon seit langem mit Besorgnis erfüllte [...] Zu meinem großen Schmerze kann ich der Bestattung nicht beiwohnen - ich schreibe diese Zeilen in Berlin, auf der Reise nach Danzig [...]". - Seit 1915 Mitglied der Kunstkommission, war der Sohn des Schriftstellers Stefan von Millenkovich 1917/18 Direktor des Wiener Burgtheaters. "Danach schrieb [er] Musik- und Theaterkritiken, propagierte als Redner bei völkischen Veranstaltungen sein 'großdeutsches Bekenntnis' und hatte den Vorsitz der deutschnationalen 'Morold-Runde'.

Bekanntheit erlangte er durch seine Opernbücher (u. a. 'Klopstock in Zürich', 1893) sowie als Verfasser zahlreicher Musikerbiographien (u. a. 'Cosima Wagner', 1937). Als Herausgeber der Anthologie 'Dichterbuch. Deutscher Glaube, deutsches Sehen und deutsches Fühlen in Österreich' (1933) schuf er erstmals einen Überblick über das Spektrum der konservativ bis nationalsozialistisch gesinnten Autoren (DBE). - Auf Briefpapier mit gestemp. Briefkopf..

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Millenkovich, Max von

Musikschriftsteller und Direktor des Wiener K. K. Hofburgtheaters (1866-1945). Eigenh. Portraitpostkarte mit U. [Wien]. 29.05.1923. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
90 € (937903/BN937903)

An Hans Nüchtern: "Verehrungsvollen und innigen Glückwunsch!" - Seit 1915 Mitglied der Kunstkommission, war der Sohn des Schriftstellers Stefan von Millenkovich 1917/18 Direktor des Wiener Burgtheaters. "Danach schrieb [er] Musik- und Theaterkritiken, propagierte als Redner bei völkischen Veranstaltungen sein 'großdeutsches Bekenntnis' und hatte den Vorsitz der deutschnationalen 'Morold-Runde'. Bekanntheit erlangte er durch seine Opernbücher (u. a. 'Klopstock in Zürich', 1893) sowie als Verfasser zahlreicher Musikerbiographien (u.

a. 'Cosima Wagner', 1937). Als Herausgeber der Anthologie 'Dichterbuch. Deutscher Glaube, deutsches Sehen und deutsches Fühlen in Österreich' (1933) schuf er erstmals einen Überblick über das Spektrum der konservativ bis nationalsozialistisch gesinnten Autoren (DBE). - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern (1896-1962) war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar..

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Millenkovich, Max von

Musikschriftsteller und Direktor des Wiener K. K. Hofburgtheaters (1866-1945). Gedr. Rede mit eigenh. U. [Wien. 1 S. 8vo. auf Doppelblatt.
50 € (943203/BN943203)

Gedr. Festrede zu seinem 70. Geburtstag, signiert "Max Millenkovich-Morold": "Es ist kein Verdienst, sondern eine Gnade, wenn einer mit gesunden Sinnen und ungebeugter Seele sein 70. Jahr vollendet hat. Solcher Gnade muß man sich würdig erweisen. Und dazu bedarf es der Helfer. Wenn es mir vergönnt ist noch heute in leiblicher Frische und geistiger Kraft an den Dingen mitzuwirken, die für mich ein Teil meines Wesens sind, so wäre dies nicht möglich ohne den ermunternden Zuspruch und die befeuernde Anerkennung, die mich in meinem Leben stets begleitet und immer wieder vorwärts getrieben haben, ohne die wahre Freundschaft so vieler Weg- und Kampfgenossen, deren Sinn dem meinen verwandt ist und deren echte Treue mich für meine Arbeit reichlich belohnt, für alle Mühen und manches Leid vollauf schadlos hält […]".

- Millenkovich war als Beamter in der politischen Verwaltung Kärntens, später im Unterrichtsministerium in Wien tätig. Seit 1915 war er Mitglied der Kunstkommission, 1917/18 Direktor des Wiener Burgtheaters. Danach schrieb Millenkovich Musik- und Theaterkritiken und hatte den Vorsitz der deutschnationalen "Morold-Runde". Bekanntheit erlangte er durch seine Opernbücher sowie als Verfasser zahlreicher Musikerbiographien..

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Millenkovich, Max von

Musikschriftsteller und Direktor des Wiener K. K. Hofburgtheaters (1866-1945). Eigenh. Brief mit U. Wien. 16.03.1941. 1½ SS. 4to.
120 € (943220/BN943220)

Kondoliert dem Schauspieler Paul Pranger (1888-1961) zum Tod dessen Gattin: "Erfreuliches und Unerfreuliches, mein festlicher Geburtstagsrummel und dann eine schwere, nicht zu benennende Grippe meiner Frau, all die damit verbundenen Plagen und Sorgen - das sind vielleicht ausreichende Entschuldigungsgründe dafür, dass ich erst heute Zeit und Ruhe finde, um Ihnen in unser beider Namen den schmerzlichsten Anteil an Ihrem tragischen Verluste auszusprechen. Das Sie so früh und unverhofft die teure Gefährtin, die treueste Genossin verloren mussten - ein Stück von Ihnen, ohne das wir Sie uns kaum denken können! […]".

- Millenkovich war als Beamter in der politischen Verwaltung Kärntens, später im Unterrichtsministerium in Wien tätig. Seit 1915 war er Mitglied der Kunstkommission, 1917/18 Direktor des Wiener Burgtheaters. Danach schrieb Millenkovich Musik- und Theaterkritiken und hatte den Vorsitz der deutschnationalen "Morold-Runde". Bekanntheit erlangte er durch seine Opernbücher sowie als Verfasser zahlreicher Musikerbiographien..

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