Thomas Mann

Schriftsteller, 1875-1955

Thomas Mann war ein deutscher Schriftsteller und einer der bedeutendsten Erzähler des 20. Jahrhunderts. Seinem 1901 erschienenen ersten Roman „Buddenbrooks“ folgten Novellen und Erzählungen wie „Tonio Kröger“, „Tristan“ und „Der Tod in Venedig“. Im 1924 veröffentlichten Roman „Der Zauberberg“, mit dem er die Tradition des europäischen Bildungsromans fortführte, zeigt sich Manns Gestaltungskunst voll ausgeprägt. Für die „Buddenbrooks“ erhielt Thomas Mann 1929 den Nobelpreis für Literatur.

Quelle: Wikipedia

Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Ms. Brief mit eigenh. U. Pacific Palisades. 1 S. 4to.
1.500 € (13116)

An Shirley Lawrence, die sich ihm als Übersetzerin vorstellig gemacht hatte: „[…] As far as my assurance is concerned that I would call your name to the attention of the gentlemen who compiles the book to which the Moses story is to be the introduction, I have to tell you that he had arranged for the translation beforehand; consequently I could not exert any influence upon the choice of the translator. I hope that I have not raised false expectations and want you to know that your name and address remains in my files, so that I may refer to it if an opportunity arises in the future […]”.

– Die „Moses story”, d. i. die Erzählung „Das Gesetz”, war eine Auftragsarbeit, die Thomas Mann im Frühjahr 1943 für einen von Armin L. Robinson herausgegebenen Erzählungsband „The Ten Commandments: Ten Short Novels of Hitler’s War Against the Moral Code” verfaßt hatte; in dem im Sommer/Herbst des Jahres bei Simon & Schuster erschienenen Band, der auch Beiträge von u. a. Rebecca West, Franz Werfel, Andre Maurois und Sigrid Undset umfaßt, ist Thomas Mann Erzählung in einer englischen Übersetzung von George R. Marek unter dem Titel „Thou shalt have no other gods before me“ zu finden; zwei Jahre darauf veröffentlichte sie Alfred A. Knopf in einer Übertragung von Manns bevorzugter Übersetzerin Helen Tracy Lowe-Porter (1877–1963) unter dem Titel „The Tables of the Law“. – Thomas Mann hatte Miss Lawrence schon in einem Brief v. 15. Januar des Jahres für ihm zugesandte Übersetzungsproben gedankt und ihr empfohlen, sich an einen großen Verlag wie Alfred A. Knopf in New York zu wenden, „der ihr am besten sagen könne, welche Wege sie einschlagen soll, um Berufs-Übersetzerin zu werden“ (Regesten und Register Bd. II, 43/22, S. 702); am 19. Februar dankte er ihr für eine Übersetzungsprobe aus dem „Tod in Venedig“ und versprach zu versuchen, „ihr den Übersetzungsauftrag für die Moses-Novelle zu verschaffen“ (ebd., 43/46, S. 708). – Nicht in: Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register. Hrsg. v. Hans Bürgin und Hans-Otto Mayer. Bearb. und hrsg. unter Mitarbeit von Yvonne Schmidlin. Bd. II. 1934–1943. Frankfurt a. M., S. Fischer, 1980. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf..

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Ms. Brief mit eigenh. U. Pacific Palisades. 1 S. Gr.-4to. Mit ms. adr. Kuvert.
3.800 € (13344)

An Franklin Rouda von der Harvard University mit „some information about the chapters which puzzle you“: „You ask me whether the author is willing to vouch for the reality of the scene in question. Of necessity, the answer to that must be somewhat fluid and follow a middle course between yes and no which will perhaps not be to your liking. When I wrote those chapters of the Magic Mountain I was under the influence of personal experiences which I had had at the occultistic experimental sessions of the famous late occultist, Dr.

Schrenk-Notzing in Munich. Personally, I have learned that there is something true and undeniable to the occult sphere which does not prevent me, however, from regarding it as spiritually uninteresting and unworthy of human exploration. I have expressed this attitude also in an essay wherein I give a detailed account of these experiences to which I have referred. The article is published in English under the title ,Experiences in the Occult’ in a volume ,Three Essays’, brought out by A. Knopf. The hero of my novel stumbles into this dubious atmosphere influenced by the rather unsympathetic figure of Dr. Krokowski, and you have seen how he finally reacts to it – with a certain moral indignation he interrupts the session and walks out. There may be something like a temporal television in what he has seen, namely, the vision of his cousin with the equipment of the then still imminent World War I, which I do not consider as theoretically altogether unthinkable […]“. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; alt auf Trägerpapier montiert..

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). 2 ms. Briefe mit eigenh. U. München. Zusammen (¾+¾=) 1½ SS. auf 2 Bll. Gr.-4to.
3.000 € (20765)

An den Historiker Friedrich Max Kircheisen (1877–1933), der ihn um einen Beitrag für eine geplante Festschrift zum 50. Geburtstag von Gustav Stresemann gebeten hatte: „[...] die Angelegenheit des Geburtstagsbuches für den Aussenminister hat mein Interesse. Ich würde gar nicht ungern einen kleinen Beitrag, wenn es auch nicht viel mehr wäre, als der Ausdruck der Sympathie für sein internationales Wirken, für das Buch stiften. Aber ich bin zur Zeit etwas in Bedrängnis, weil ich Vorträge vorzubereiten habe, die ich in den nächsten vierzehn Tagen im Rheinland halten muss [...]“ (Br.

v. 26. November 1927). – „Die Stresemann-Angelegenheit ist in meinen Gedanken durch Reisen und eine grosse, dringliche Arbeit etwas zurückgedrängt worden. Ich habe sie von Anfang an nicht so aufgefasst, als ob ich [...] einen Artikel im eigentlichen Sinne des Wortes schreiben sollte und könnte. Ich habe dazu den Kopf und die Hände nicht frei. Es kann sich nur um einige Zeilen des Glückwunsches und der Sympathie-Äusserung handeln, das ist alles, was meine grosse Belastung mich wird zustande bringen lassen [...]“ (1. Februar 1928). – Thomas Mann war zu jener Zeit mit der Arbeit an der Roman-Tetralogie „Joseph und seine Brüder“ beschäftigt. – Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und einigen kleinen e. Korrekturen; der Br. v. 1. II. 1928 mit einem kleinen Eckausriß..

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Ms. Brief mit eigenh. U. München. 1 S. Gr.-4to.
950 € (20766)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten über seine geplante USA-Reise, zu der er von der Columbia University eingeladen worden war: „Unsere Briefe haben sich gekreuzt, aber ich möchte, he[u]te in den Besitz des Ihren gekommen, doch noch einmal erklären, dass ich mit Ihren meine Reise betreffenden Vorschlägen einverstanden [bin] und also die Reise für den Herbst 32 bestimmt in Aussicht nehme. Was den Herrn Alber betrifft, so kann ich Sie versichern, dass ich niemals mit ihm abgeschlossen habe.

Er war wohl, wie mehrere andere Agenten, bei mir und hat mir den Plan einer Tourné entwickelt, aber ich bin, wie jedes Mal, vor dem Stil dieser Manager-Tourneen zurückgeschreckt, wie ich Ihnen ja schon erzählte, und von Abmachungen auch nu[r] halbwegs bindender Art ist nicht die Rede. Das hindert ja nicht, dass ich von der freundlichen Erlaubnis Ihrer Universität, nach Erledigung der Universitätsvorträge weitere Privateinladungen anzunehmen, unter Umständen in Grenzen Gebrauch machen werde [...]“. – Am oberen Rand gelocht (keine Textberührung); mit starken Randschäden und wie oben ergänzten Fehlstellen; einige kleine e. Korrekturen..

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Brief mit eigenh. U. Pacific Palisades. 1 S. 8vo. Mit gedrucktem Briefkopf. Mit Briefumschlag. Gebräunt.
550 € (2579)

An Gwennyth Mann mit einer Absage: „[…] Many thanks for your letter of June 6th. I remember my correspondence with Dr. Heubner very well and I am convinced that he deserved any assistance in his endeavour to broaden his horizon through a trip abroad. However, much as I would like to be helpful in this matter, I am unfortunately not in a position to do so, as the demands made upon my helpfulness are already surpassing my ability […]”.

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Ms. Brief (Durchschlag) mit eigenh. U. (Bleistift) Princeton, N. J. 1 S. Gr.-8vo.
3.500 € (47067)

An Emmi Peter Akeret: „[...] Haben Sie vielen Dank für Ihre interessante Sendung. Ie Uebersetzungen nach Carossa zu beurteilen, fallt mir schwer, da ich mit der englischen Sprache nicht so vertraut bin, um lyrische Gebilde darin nach ihrem sprachlichen Wert abschätzen zu können. Die Uebersetzung von Lyrik ist unter allen Umständen eine höchst schwierige Aufgabe, aber ich habe das Gefühl dass die Liebe und Bewunderung, die Ihre Freundin, für Carossas Dichtungen hegt, ihr eine starke Hilfe gewesen ist, die poetischen Werte des Originals im Enlishen möglichst genau nachzubilden.

Die Frage nach der Berechtigung von Uebersetzungen lyrischer Sammlungen ist sehr einfach zu beantworten. Wenn in den Insel-Büchern ein Copy Right vermerkt ist, so muss sich die Uebersetzerin wegen der Autorisation an den Verlag wenden; findet sich kein solcher Vermerk so bedarf es keiner Genehmigung. Das Hans Carossa noch lebt, ist mir bekannt, und er ist sicher durch den Insel-Verlag in Leipzig zu erreichen. [...]“. – Mit Lochung am linken Rand. - Dazu zahlreiche Korrekturen (wohl nicht von Manns Hand). Am oberen linken Rand mit „Copy“ gekennzeichnet..

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Mann, Thomas

Schriftsteller (1875-1955). Eigenh. Briefentwurf. Princeton. 4to. 1 S. Auf der Rückseite seines gedruckten Briefpapiers.
2.500 € (48543)

An „Dear Sir“, der ihm das 1943 erschienene Buch „The Complete Life“ des amerikanischen Schriftstellers John Erskine zugesandt hatte. „[…] ich danke ihnen bestens, daß Sir mir Gelegenheit gaben, wie den vielen Lesern, die es gewiß finden wird, seine Bekanntschaft zu machen. Es ist das an gutem Rate reiche Werk eines Weisen, wie er deren nicht viele mehr gibt, eines herzlich mitteilsamen Menschenfreundes, der es selbst verstand, sein Leben auf eine würdige Weise zu vertiefen und zu bereichern und mit Geist und Wärme von seinen Erfahrungen berichtet, um auch anderen zu einem vernünftigen und gebildeten Lebensgenuß zu verhelfen […]“

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Brief mit eigenh. U. Pacific Palisades. 1 S. 4to. Mit gedr. Adresse und Kuvert.
1.300 € (5182)

An Jan Gerkema, einen holländischen Übersetzer des Tonio Kröger, der sich um eine Veröffentlichungserlaubnis bemüht hatte: „[…] Ich zweifle nicht, dass Sie eine sorgfältige und stimmungsvolle Übersetzung angefertigt haben, und würde Ihnen gerne die Ermächtigung zur Veröffentlichung geben. Nur bin ich nicht absolut sicher, ob nicht schon eine holländische Übersetzung dieser Erzählung vor Jahren erschienen ist […] Wenn das Buch noch frei ist, so müssten Sie sich mit einem holländischen Verlag in Verbindung setzen, der mir, wenn er sich für den Gegenstand interessiert, seine geschäftlichen Vorschläge machen müsste […]“.

– Mit kleinen eh. Verbesserungen im Text durch Thomas Mann..

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Mann, Thomas

writer and Nobel Prize Laureate (1875-1955). Typed letter signed „Thomas Mann". Pacific Palisades, California. 4to. 1 page.
4.800 € (60450)

To a Mr McNitt, with a few corrections in Mann's hand. Mann clarifies two remarks from a recent interview with McNitt: "I would rather not mention the treaty of Versailles to which the American people is anyhow inclined to attach exagerated [sic] importance, but I only wanted to express that the German people is afraid of being "annihilated" in the case of defeat and that it should be told that nobody on earth is thinking of doing so. The annihilation of other nations is a nazi concept which is absolutely repulsive for the democracies.

Another trifle are the 'twenty rooms' in our new home. This number gives an exagerated idea of the modest house we are building, and I would appreciate it if you omit this detail. It was a pleasure for Mrs. Mann and me to meet you....".

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Brief mit eigenh. U. München. 1 S. Gr.-4to.
1.250 € (7453)

An Eugen Pinner vom Berliner „Fontane-Abend“, den Druck seines Vortrags „Theodor Fontane“ betreffend: „[…] Verzeihen Sie, dass sich die Übersendung des kleinen Manuskriptes infolge von Arbeitsüberlastung wieder verzögert hat! Ich sagte Ihnen schon, dass mein Berliner Fontane-Vortrag im Wesentlichen aus der Einleitung bestand, die ich für die Reclam’sche, im Februar erscheinende Ausgabe seiner Werke geschrieben habe, und es kommt hinzu, dass auch das Reclam’sche ‚Universum’ im Januarheft den Aufsatz zu bringen beabsichtigt.

Ich möchte Ihnen doch noch einmal zu überlegen geben, ob es lohnt, den Vortrag unter diesen Umständen für Ihre Mitglieder als Privatdruck herzustellen, aber ich gebe Ihnen das nur zur Erwägung, denn mir persönlich würde der Druck natürlich Vergnügen machen […]“. - Auf Briefpapier mit gedrucktem Briefkopf..

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Brief mit eigenh. U. München. 1/3 S. Gr.-4to.
800 € (7455)

An Eugen Pinner vom Berliner „Fontane-Abend“: „[…] Vielen Dank für die freundliche Übersendung der Ehrenkarten für den Fontane-Abend am 29. November. Aber, wie Sie sehen, bin ich zur Zeit nicht in Berlin und werde auch am 29. leider nicht anwesend sein können […]“. - Auf Briefpapier mit gedrucktem Briefkopf.

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Mann, Thomas

deutscher Schriftsteller und einer der bedeutendsten Erzähler des 20. Jahrhunderts (1875-1955). Albumblatt mit eigenh. Unterschrift. Basel. 8vo. 1 p.
550 € (76807)

Albumblatt mit Namenszug unterhalb seines Portraits. - Mit dem Zusatz seines Geburtsdatums. Geschrieben „anläßlich eines Vortrages über Goethe“ in Basel.

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Mann, Thomas

dt. Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift. Princeton. 4to. 1 p. Auf seinem Briefpapier. Leicht fleckig und knittrig. Kleinere Randeinrisse.
1.200 € (80554)

An den Journalisten Alfred Joachim Fischer, der trotz seiner antifaschistischen Gesinnung von Großbritannien in ein australisches Internierungslager deportiert worden war. „[…] We realize how particularly hard it is for the men who were evacuated to Australia and Canada. It would be unfair for me to hold out hope that it will be possible to do very much in the immediate future for you all, as for the time being effort is necessarily being devoted to attempts to rescue the anti-fascist men and women who were left in such great danger due to the collapse of France.

You may rest assured, however, that you will not be forgotten, and that your fortitude and courage under this new trial has aroused great admiration and gratitude in everyone who is interested in your welfare. […]“ Thank you for sending me complete biographical details about yourself and Dr. Bachrach“ [Jacques Bachrach]; „these I am sending on at once where they may be of service to […]“ Registerwerk zu den Briefen Thomas Manns, Band 2 Nr. 40/556..

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Mann, Thomas

Schriftsteller, Nobelpreisträger (1875-1955). Korrespondenzarchiv. Pacific Palisades, Los Angeles, New York. 3 ms. Br. m. U. von Thomas Mann. 27. VIII. 1946; 1. XI. 1946; 21. III. 1948. Zus. 3 SS. 4to. Dabei: 1 eigenh. Br. m. U. von Katia Mann (1883-1980). 29. VIII. 1946. 1 S. 4to. 1 eh. Briefkonzept m. U. (18. III. 1948; 2½ SS. auf 2 Bll., 8vo) und 1 ms. Briefd.
6.500 € (31733/BN19790)

Interessante Thomas-Mann-Korrespondenz- und -Ephemera-Sammlung, zusammengestellt von Doris Dana, der langjährigen Lebensgefährtin der Nobelpreisträgerin, Dichterin, Pädagogin, Feministin und chilenischen Diplomatin Gabriela Mistral (eigtl. Lucila de María del Perpetuo Socorro Godoy Alcayaga, 1889-1957), deren Lyrik Dana übersetzte und herausgab. Die vorliegende Sammlung dokumentiert die Freundschaft, die Dana in den späten 1940er Jahren mit der Familie Mann unterhielt, und betrifft auch häufig ihre Freundschaft zu Gabriela Mistral.

Im ersten Korrespondenzdokument, am 27. August 1946 abgefaßt, dankt Thomas Mann "Miss Dana" für ihren "touching letter of August 15th" (hier nicht vorliegend) sowie für die "hours we spent with you. - Particularly, I want to express to you, though belatedly, my appreciation of the excellent English translation of the article by Gabriela Mistral. I was deeply moved and surprised about the truly generous warm-heartedness with which this woman comments on my work and existence. Strangely enough: nowadays it is not seldom that people write about me in this tone and style to which I formerly was hardly used. It proves that one only has to persist long enough and people will begin to realize what one means to them." In einem zwei Tage später abgefaßten eigenh. Brief fügt Katia Mann ihren Dank für ein César-Franck-Plattenalbum hinzu, wie auch für "the lovely little Mexican box which arrived two days ago" (Quittung in der Ephemera-Slg. enthalten). Wenige Tage später (Br. v. 16. X. 1946) schickt Dana den Manns ein Carol-Bruce-Album mit Mahlers "Liedern eines fahrenden Gesellen" und erwähnt die Pläne des War Department, ihre Kurzgeschichte "My Soul To Take" in der "Neuen Auslese" abzudrucken, "a magazine published in Germany and circulated through all four zones of Germany, and Austria, as part of the reeducation program for the occupied areas [...] It is an immense satisfaction and privilege for me to be given a hearing in this way [...] - particularly since it stresses for me the functional aspect of writing [...] Thank you particularly for your appreciation of the article by Gabriela Mistral. To translate such an article was a privilege for me [...], and also a vicarious way of expressing my own feeling on your existence, your work and the things you represent." Mann antwortet am 1. XI.: "It is amazing that Mahler's musical personality is so completely expressed in these early compositions. The reproduction is excellent, and even the German pronunciation of the singer leaves hardly anything to desire [...] I am working hard on my novel [d. i. Doktor Faustus] which, if I stay well, I hope to finish in the first months of the coming year [...]". Nach einer Pause, während derer Dana in Kontakt mit Monika Mann steht, nimmt sie den Briefverkehr im März 1948 wieder auf: "I have just received a very warm letter concerning you from Gabriela Mistral [...] As you know, her tribute to you, which I had the honor of translating, appeared in 'The Stature of Thomas Mann.' The letter which she now writes to me expresses a profound appreciation of you + of your work [...] She tells me that she will be in Los Angeles for a short time at the end of March + asks me if it might be possible for you to see her briefly. Believe me, if it is possible for you to see her I know that it will be a mutually happy meeting - for she is a poet of great genius + strength + magnitude. Monika tells me that you have broken your shoulder recently + suffered badly with it for awhile [...] I am looking forward eagerly to the appearance of the English translation of Dr. Faust. The enthusiastic responses I have heard from my friends who know German, is enough to make me most envious of their knowledge of your language. They say it is by far the best thing you have done. Oh - why have I not learned German! I am impatient to read this new work of yours [...]". Mann antwortet am 21. März, daß er Gabriela Mistral unmittelbar geschrieben habe, "asking her to give me a wring [!], when she comes to Los Angeles. I am looking forward to having her as a guest in our home [...] My arm is doing allright, and I think, in a few weeks I may forget about it [...]". - Die Korrespondenz mit Monika umfaßt drei Briefe; im ersten bittet sie Dana "to have dinner with me one convenient evening soon - and I wanted to ask you whether it would be possible for you to arrange for me a one week's stay at your country place (from about 15.-23.) [...] It's very important for me!" Charakteristischerweise gibt sie den Absender noch als "Monika Lanyi Mann" an - 1940, im Jahr nach ihrer Heirat, war ihr Ehemann, der Kunsthistoriker Jenö Lányi, ertrunken, als ein deutsches U-Boot das Schiff, auf dem das Paar nach Kanada emigrierte, versenkte (Monika war unter den wenigen Überlebenden). Auch schreibt sie Danas Namen falsch "Denah". - Enthält auch vier unveröffentlichte Typoskripte von Monika Mann: "Betsy" (5½ SS.), "Circus" (7½ SS.), "Pet Tells his Story" (9½ SS.) und "Racine on the Chief" (5 SS.). Sie dürften im Jahre 1947/48 entstanden sein, als sich Monika erstmals ernsthaft um eine Existenz als Berufsschriftstellerin bemühte - sehr zum Unwillen ihrer Eltern, die nicht an ihr Talent glaubten und fürchteten, die wenig geliebte Tochter könnte Familiendetails an die Öffentlichkeit zerren. - Die Sammlung wird ergänzt von mehreren Ephemera um Thomas-Mann-Vorträge, bei denen Dana (teils stenographische) Mitschriften anfertigte (unter Bezugnahme auf Nietzsche, Hitler, Roosevelt, die "nobleness of life", welche die Kultur ausmacht, und deren Beziehung zu Kunst und Instinkt etc.)..

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Mann, Thomas

Schriftsteller (1875-1955). 3 ms. Briefe mit eigenh. U. und 1 eh. Postkarte mit U. Nordwijk aan Zee, Pacific Palisades und Princeton. Zusammen 3½ SS. auf 3 Bll. Gr.-4to und qu.-8vo.
4.500 € (33295/BN28312)

An den Schriftsteller Friedrich Heydenau (1886-1960), u. a. über dessen "interessanten Roman" (4. Juni o. J.) und seine "Okkulten Erlebnisse", die er für Dr. Scherlag signiert hatte (9. II. 1946): "Herzlich willkommen in diesem Land! Wir sind sehr froh, dass Sie alle Fährnisse hinter sich haben und wohlgeborgen bei Ihrem Bruder sind [...]" (28. I. 1941). - Friedrich Heydenau war 1939 nach Schweden und 1940 in die USA emigriert und sollte 1947 aus New York nach Wien zurückkehren. - Die Briefe auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; etwas knittrig und angestaubt und mit Randläsuren.

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). 2 eigenh. Briefe mit U. Bad Gastein und Zürich. Zusammen (1+1½ =) 2½ SS. auf 2 Bll. Mit 2 eh. adr. Kuverts. Gr.-8vo.
8.500 € (48405/BN30848)

An Paul Arthur Loos, den Verfasser einer vielbeachteten Wagner-Biographie ("Richard Wagner. Vollendung und Tragik der deutschen Romantik", Bern 1952): "Tausend Dank für Ihren guten Brief, den ich nur aufs Dürftigste beantworten kann. Die Kur hier strengt mich sehr an, und ich bin trotzdem genötigt, zu arbeiten. In München war ich nur anderthalb Tage, dann am Wolfgangsee und in Salzburg. Von hier gehen wir wieder in die Schweiz, und so bitte ich Sie, Ihr Wagner-Buch, auf das ich mich freue, c/o Europa-Verlag, Zürich, Rämistraße 5, zu adressieren.

Ratzeburg, da war ich öfters als Junge auf Schulausflügen. Dank also nochmals für alles, was Sie mir Freundliches und Freundwilliges sagen, im eigenen Namen und stellvertretend für andere. Ich mache den Mensch viel lieber Freude, als daß ich sie ärgere,- was aber doch nicht immer ganz zu vermeiden war [...]" (Bad Gastein, 22. VIII. 1952). - "Lassen Sie mich kurz sein, ich bin reduzierter Verfassung, erkältet, übermüdet, wenig tauglich zur Arbeit und selbst zum Briefschreiben. Dafür stecken wir in den Vorbereitungen zum Einzug in unser neues Heim in Erlenbach, und es herrscht die Verwirrung des Überganges in eine neue äußere Lebensform. Aber Dank gebührt Ihnen, ein recht herzlicher, für Ihren Brief und besonders natürlich für das Wagnerbuch, mit dem ich mich stundenweise immer wieder beschäftige. Es weiss viel von seinem enormen Gegenstand, Gutes und Schlimmes, - viel vom Zauber des Schlimmen. Am meisten liebe ich bisher und schätze am höchsten den IX. Abschnitt, wo vom Künstler-Magier, vom domteur d'âmes, vom Mythos und vom Märchen die Rede ist. Das ist vorzüglich, und am dankbarsten bin ich Ihnen für die beschreibende Verherrlichung des Lohengrin-Vorspiels, eines Mirakels tatsächlich, das ich immer als den Gipfel und die Erfüllung aller Romantik empfunden habe [...]" (9. XII. 1952)..

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Eigenh. Brief mit U. Kilchberg. 1 S. 8vo.
4.500 € (47237/BN31998)

Einer der letzten Briefe Thomas Manns. - An den Münchener Verleger Kurt Desch (1903-1984), für dessen Anthologie "Die schönsten Erzählungen der Welt" (München 1955) er ein Geleitwort verfassen sollte: "[...] ich höre über Herrn Mundt [d. i. Hans Josef Mundt, 1914-2002, Cheflektor und Verlagsleiter bei Kurt Desch), daß der 'Schönsten Geschichten [sic] der Welt' I. Plan fertig abgesetzt sind. Sobald ich in Holland zur Ruhe komme, will ich das Vorwort schreiben. Daher wäre es sehr erwünscht, die Texte vor Augen zu haben [...] Seien Sie so gut, mir die Bogen zu schicken - nicht nach hierher - sondern nach Noordwijk, Huis ter Duin [...]".

- Mann reiste im Juli 1955 gemeinsam mit seiner Frau Katia in das holländische Nordseebad Noordwijk. Am 17. Juli begann er dort mit der Arbeit an dem Vorwort, das er am 21. beendete. Eine schwere Krankheit zwang ihn nur zwei Tage später zur vorzeitigen Rückkehr nach Zürich, wo er am 12. August verstarb. Das "Geleitwort" wurde so zu seinem literarischen Vermächtnis. - Etwas lichtrandig..

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Eigenh. Zitat mit U. O. O. u. J. ¾ S. 4to.
8.500 € (49301/BN33635)

Der Anfang seines 1933 enstandenen, berühmten Essays "Leiden und Größe Richard Wagners". - Wenige kleine Verwischungen; gelocht.

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Eigenh. Briefentwurf. [Princeton. 2½ SS. auf 2 Bll. Gr.-4to.
6.500 € (60768/BN33674)

An den Vorstand der "League of American Wrighters", dem US-amerikanischen Schriftstellerverband, zu dessen Ehrenpräsidenten Thomas Mann im Juni des Jahres ernannt worden war. - Im November erschien im Bulletin der League der Artikel "France today" von Elliot Paul, den Thomas Mann verwundert "als Letzter und nur zufällig zu sehen" bekam. - "Aber der Aufsatz selbst stellt eine nur zu überzeugende Rechtfertigung dieser Notmaßnahmen dar, denn er beweist die völlige Abhängigkeit des internationalen Kommunismus von der russischen Macht- und Bündnispolitik, er dient nicht etwa sachlicher Information, sondern ist ein Akt stalinistischer Kriegssabotage, eine politische Kampfhandlung gegen die Demokratien zugunsten Hitlers und Stalins".

- Besonders diesen Absatz hat Mann in dem Entwurf stark überarbeitet, eine erste Fassung wurde nach zahlreichen Änderungen vollkommen gestrichen und auf dem zweiten Blatt neu begonnen. Auch diese Fassung weicht von der gedruckten Fassung in einigen Passagen und Formulierungen ab. - "Zwischen dieser Gesinnung [seiner eigenen, "anti-totalitären und demokratischen Überzeugung"] und der einer Vereinigung, aus der Manifeste wie der Artikel ›France today‹ hervorgehen, besteht eine solche Übereinstimmung aber offenbar nicht, und so kann ich die mir freundlichst übertragene Ehrenstellung nicht länger als gerechtfertigt ansehen". - Da ihm "laute Demonstrationen widerstehen", bittet er, seinen Namen von dem ihm eingeräumten Ehrenplatz zu streichen [...]". Auch hier finden sich im Entwurf zahlreiche Streichungen und Änderungen. - Der Entwurf entstand wohl noch am 17. November, denn bereits am 18. November diktierte er seiner Frau Katja die endgültige Fassung, am 24. November wurde das Schreiben übersetzt und dürfte kurz danach abgeschickt worden sein. - Für Thomas Manns politische Stellung in seiner Exilzeit und seine Sicht auf das Verhältnis der westlichen Welt zum stalinistischen Russland von ganz enormer Bedeutung. Durch die zahlreichen Bearbeitungen hat der Briefentwurf Manuskriptcharakter. - Gelocht und mit Abdruck einer Büroklammer. Vom Vorbesitzer ehemals im Rahmen präsentiert, daher im Passepartoutausschnitt leicht gebräunt. - Mit Bleistiftanmerkung zum Empfänger und dem Hinweis "Geschenk von Frau Mann 1970". - Thomas Mann, Briefe 1937-1947, SS. 134/135..

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Ms. Brief mit eigenh. U. München. 1 S. Gr.-4to.
2.000 € (49467/BN33861)

An die namentlich nicht genannte Schriftstellerin Lisa Tetzner (1894-1963): "Das 'Berliner Tageblatt' hat mir Ihre Betrachtungen anlässlich meines Offnen Briefes übersandt und bringt also damit zum Ausdruck, dass es Ihnen nicht opportun erscheint, ihn zu veröffentlichen. Das ist gewissermaßen schade, denn Ihr Aufsatz ist ja sehr hübsch und würde auch im Druck noch viel Vergnügen gemacht haben, aber schliesslich muss ich zugeben, dass die Veröffentlichung nicht unbedingt nötig ist, wie ja denn überhaupt nicht alles Gute unbedingt gedruckt werden muss [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; einige leicht Knickfalten und ein kleiner Einriß im rechten Rand.

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Ms. Brief mit eigenh. U. München. 1 S. 4to. Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
1.200 € (942139/BN942139)

An die RAVAG, die erste österreichische Rundfunkgesellschaft: "Sehr geehrte Herren: Aus Ihrem Schreiben vom 22. ersehe ich, dass aus einer Vorlesung im Radio gelegentlich meines Aufenthaltes in Wien für diesmal nichts werden kann. Denn als einzige Möglichkeit schlagen Sie mir den Abend des 3. November vor an dem ich, wie ich Ihnen geschrieben zu haben glaubte, im Kulturbund spreche [...]". - Mit einem kleinen Randeinriss, Faltspuren und einem zeitgenöss. Eingangsvermerk in Rotstift; der untere Teil des Blattes ist abgeschnitten.

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D. 1 S. 4to.
6.500 € (942140/BN942140)

Ein Dialog aus dem ersten Akt von Manns einzigem Theaterstück "Fiorenza": "Fiore: Du bist kein Held; du bist nur stark. | Und du langweilst mich. | Piero: Nur stark? Nur stark? Ist denn, wer | stark ist, kein Held?! | Fiore: Nein. Sondern wer schwach ist, aber so | glühenden Geistes, | daß er sich dennoch den | Kranz gewinnt, - der ist ein Held".

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Eigenh. Brief mit U. Gastein. ¾ S. Gr.-8vo.
1.500 € (59695/BN44178)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Habe leider kein Bild bei mir, sende Ihnen aber mit eigener Hand einen freundlichen Gruss. Das Frei-Couvert war unglücklich placirt; es musste unvermeidlich beim Oeffnen des Briefes mit durchschnitten werden [...]".

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Mann, Thomas

writer (1875-1955). Autograph letter signed. Küsnacht. Large 4to. 2 pp.
8.500 € (59709/BN44221)

In German, to Hedwig Fischer, widow of Samuel Fischer who was Mann's publisher, on his name-imprinted stationery. He writes in part: "I just want to send you a greeting, nothing more. Hardly a day has gone by since we got the death notification in Basel, after the return trip from Lugano, without our speaking of you and your husband, and the shock that we felt at the time continues to reverberate and will for a long time. One had to be braced for this farewell, indeed, ultimately one almost had to be for it; and yet I cannot say how it moved me when it became reality.

Nearly four decades of cooperation! I was very attached to the deceased. There was a placid cordiality between us, the way I have rarely experienced it in relationships with people, and hardly ever was there a superficial clouding or disgruntlement. Our characters were compatible, and I always felt that I was the born author for him and he my born publisher. I hinted at some of this in the memorial article, which probably came to your attention in the Sunday supplement of the Basler Nachrichten. It is indeed strange the way I rein in my feelings on such occasions, involuntarily suppressing them and growing cold for the sake of psychology and characterization. I'm just not a poet, but must resort to objectivity and distancing. I wouldn't be surprised if this were painful to you in this case. I am myself more satisfied with the two short pages I sent even now for the [Deutsche] Rundschau's memorial issue for [Peter] Suhrkarnp. May this issue turn out to be a very beautiful monument! From Reisiger, who will be coming to visit us in a few days, we heard that the end was gentle and without consciousness. That's fine and well. And you? How has your heart taken the separation? When one has been living side by side for so long and has shared everything! As soon as one starts thinking about life, the tears start to come. Your publishing house has brought out many beautiful and interesting things recently. Extremely interesting the book on Charlemagne. Döblin is planning an essay on it for the Sammlung, I hear, although emigrants otherwise don't like to mention German books, i.e., published in Germany. But what I read from start to finish and with quite unusual interest, was [Martin] Gumpert's Hahnemann, a life I knew hardly anything about and which in this presentation moved me deeply. Farewell, and be comforted! Give my regards to your children and grandchildren, and regards to you"..

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Mann, Thomas

writer (1875-1955). Typed letter signed. Princeton, New Jersey. 4to. 1 p.
1.800 € (59711/BN44223)

In German, to Mr. Silverman: "An unusually intimate knowledge of my writings speaks from the lines of your letter, and I believe I can assume that it is based not only on purely artistic, but also on human and spiritual, not to mention moral grounds. Empathy and spiritual friendship have become rare commodities in these times, and so I shake your hand as an ally in the struggle for Good in the world".

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Mann, Thomas

writer (1875-1955). Autograph letter signed. Pacific Palisades, California. 4to. 2 pp.
9.500 € (59712/BN44224)

In German, to Mr. Motschan, on imprinted stationery of the Library of Congress, Consultant in Germanic Literature: "It has been a long time since I received your kind letter of June in which you remembered my birthday with so much affection. But I did receive it and cannot understand why the earlier letter got lost It cannot be the old address which caused it, for I receive many letters that get delivered to Princeton first... It has been a long time since we have lived in Princeton. Actually, my time as a visiting professor there had already run out after one year but was extended for another year as an exception.

But every year we are here on the West Coast, and we like it so much that after renting for quite a while we built our own home here in the country, in a beautiful area near Westwood and Santa Monica, and not far from either Hollywood or Los Angeles. It is the fourth house in my life - and I think it will be my final residence. For what it will be like in Europe after this mess - if I live long enough to see it - God knows. Which does not mean that I say Hitler will be able to win this war. I was very happy to hear so much good news from you and I congratulate you on your studies. I can understand that St[efan] Zweig s death affected you so deeply. I cannot approve of his decision - hiding, by the way, an incurable illness of his wife is supposed to have contributed to it - because of the discouraging effect it may have on his companions in misfortune. And yet at the same time he was so much better off than most of them. He was much too soft a person, absolutely peace loving and his attitude was completely in favor of intellectual free trade and he is said to have made a gloomy impression since quite some time ago. R.I.P But he should not have permitted the Nazis this triumph. If he had hated and despised them more, he would not have done it Received my best wishes and let us hope that Switzerland will get through this turmoil safe and sound again!" - Thomas Mann had supported the first World War, which led to a break with his pacifist brother, novelist Heinrich Mann. Thomas had lived mostly in Munich until 1933, when he moved to neutral Switzerland. In 1936, he emphatically disassociated himself from Nazism with an open letter. Then in 1938, Mann came to Princeton as a visiting Professor, and settled in California in 1941. At the time of this letter, Mann was finishing his tetrology, Joseph and His Brothers, and began work on Doctor Faustus. Stefan Zweig, a man of Jewish descent, had developed pacifist views with the advent of World War I, when he moved to Switzerland from his native Vienna so that he could express those views. Between the wars he lived in Salzburg, then emigrated to Brazil in 1938. The horrors of World War II were too much for him to bear, causing him to commit suicide in 1942..

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Mann, Thomas

writer (1875-1955). Typed letter signed. Princeton, New Jersey. 4to. 2 pp.
3.800 € (59713/BN44225)

In English, to Dr. Frank Kingdon, President of the University of Newark, on his imprinted stationery: "This is to tell you how happy I am that you accepted the chairmanship of the American Committee for Moral Aid to the other Germany. The idea of contacting the German people directly with the help of such writers, artists, scientists, men of the church who were loved and trusted in pre-Hitler-Germany without ever having been political figures and without having therefore lost part of their prestige, as did all former party leaders, appealed to me from the very beginning.

Let me tell you, however, that your acceptance, the certainty of your active participation is giving me a great deal of hope as for the success of our efforts. Letters of invitation to join our German Committee (of which I may serve as something like a Chairman, while my daughter Frik will be its Secretary) are being sent to the following friends and colleagues: Wilhelm Dieterle, Bruno Frank, Professor James Frank, Leonhardt Frank, Lotte Lehmann, Heinrich Mann, Dr. Hermann Rauschning, Ludwig Renn, Professor Max Reinhardt, Renen Schieckele, Professor Erwin Schrödinger, Professor Paul Tillich, Fritz von Unruh, Franz Wefel, Stefan Zweig. As for the American Committee I should wish to leave all decisions to your own judgement [sic]. I would, however, be very glad to discuss details with you as soon as possible. Could you arrange to come here in the near future? Realizing how busy you are I would, of course, be willing to meet you in New York, if this should be more convenient for you. Since, very much to my deep satisfaction, Mr. Paul Willert, President of Oxford University Press has agreed to be the American Committee s treasurer, it might be useful to invite him also to the meeting. All the more so, since, unfortunately, the financial question will be somehow in the foreground of our discussion. On the other hand, there can be no doubt that our chances to really accomplish important effects by what we are trying to do, are much greater than the financial risk involved. Erika is translating this letter for me and although I have full confidence in her ability of making herself understood, I beg your pardon, in case these lines are lacking some qualities of style and language. They are supposed to convey nothing more but my gratitude for your acceptance and my hopes to see you soon"..

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Mann, Thomas

writer (1875-1955). Typed letter signed. Pacific Palisades, California. 4to. 2½ pp.
2.800 € (59715/BN44227)

In French, to the (unnamed) French conductor Pierre Monteux: "I feel the need once again to express our appreciation for countless hours that your great artistic interpretation has given us Saturday afternoons. Experiencing the work of an accomplished conductor is one of the most beautiful and greatest things in this world, and it is this experience we have felt in hearing this music so characteristic of the musical genius of the Russian people".

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Mann, Thomas

writer (1875-1955). 2 typed letters signed. New York and Pacific Palisades, California. 8vo and 4to. Together 3 pp.
3.500 € (59716/BN44228)

In English, both to Jerome Bengis, on imprinted stationery of the St. Regis: "Although I have myself recently become a musician of sorts, music is not really my field and as a critic of the type of book the author of which you are I am hardly competent" (8 May 1949). On 21 January 1950 he writes: "I have now occupied myself with your play, and although I feel on quite uncertain ground in the dramatic field, I dare say quite generally that your idea is original and its treatment effective and poetic in parts.

Of course, the obstacles to a performance are quite obvious to me, for the Church more influential than ever in this country will certainly not tolerate the person of the Redeemer to be brought on the stage, even though the action takes place in pre-evangelic times"..

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Mann, Thomas

writer (1875-1955). Typed letter signed. Pacific Palisades, California. 4to. 1 p.
3.800 € (59718/BN44230)

In English, to Dr. Andor Klay, on his imprinted stationery: "But isn't it a strange and characteristic phenomenon of the mental condition of the German of today that the author feels he must apologize for me because of my letter to Molo and even because of my broadcast during the war? He says that, after all, one cannot expect me to possess the qualities of a political fighter, - and all the while I had imagined to have indeed been something like a political fighter during the last two decades".

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Mann, Thomas

writer (1875-1955). Typed letter signed. Pacific Palisades, California. 4to. 1 p.
2.500 € (59719/BN44231)

In English, to Charles L. Wallis, on his imprinted stationery: "In my latest novel entitled Doctor Faustus which was recently published also in the English language, my hero, a musician, composes several English poems in the original text. The choice of these poems would indicate that I love these particular pieces above all others in the wide field of English poetry".

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Ms. Brief mit eigenh. U. Erlenbach, Zürich. 1½ SS. 4to.
3.800 € (59720/BN44232)

An eine Dame: "Es war etwas leichtsinnig von Ihnen, mir unangemeldet Ihr Manuskript zugehen zu lassen. Solche Sendungen erhalte ich in allzu grosser Zahl, und es würde meine keineswegs unbegrenzten Kräfte übersteigen, mich auch nur flüchtig damit zu beschäftigen, sodass ich gezwungen bin, sie einfach zurückzuschicken. In Ihrem Falle aber, da Sie sich auf unsere liebe alte Freundin Frau Reiff beriefen und auch noch mit dem Hinweis auf Tolstoi an mein Gewissen appellierten, habe ich doch, sowie ich eine freie Stunde hatte, Ihre ja nicht sehr umfangreiche Arbeit gelesen.

Ich nehme an, Sie möchten meine ehrliche Meinung hören, die aber keineswegs durchaus positiv ist. Wenn Sie daran denken, die Novelle zu veröffentlichen, so müsste sie jedenfalls sprachlich noch gründlich durchgearbeitet werden, vor allem auch die erstaunlich willkürliche Interpunktion [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf..

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Ms. Brief mit eigenh. U. München. ¾ S. 4to.
1.500 € (60913/BN44812)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Es ist wirklich keine Respektlosigkeit vor Ihren zweifellos sehr edel gemeinten jugendlichen Bemühungen, die mich zu einer Absage (ich glaube, ich erteilte Ihnen schon einmal eine) bestimmte und vorläufig weiter bestimmen muss. Solche Absagen muss ich alle Augenblicke viel würde- und anspruchsvolleren Organen erteilen, einfach weil mein Kopf nicht frei ist, jeden Wunsch nach einem Beitrag zu erfüllen [...]". - Mit gedr. Briefkopf und einem kleinen Randeinriss.

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Sammlung von über 90 frühen meist eigenh. Briefen, Postkarten u. a. an Otto Grautoff. Verschiedene Orte. Zusammen ca. 260 SS. Meist 8vo. Die Karten mit eh. Adresse, manche Briefe auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Mit einigen unveröffentlichten Grußkarten, Briefen an Erna Grautoff und Karl Federn. Meist München und Rom, einige Schreiben aus Neapel, Unterac.
300.000 € (60930/BN44886)

Die nach Umfang und Inhalt wohl bedeutendste Sammlung von Briefen Thomas Manns, aus seiner frühesten und zugleich produktivsten Schaffenszeit, an seinen Jugendfreund Otto Grautoff (darunter elf unveröffentlichte Schreiben). Mann kommt u. a. auf den Zeitgeist der Jahrhundertmitte zu sprechen, der in den "Buddenbrooks" behandelt wird, auf den Umfang des Buchs und seine Pläne zu dessen Fertigstellung, gibt eine ausführliche Darstellung seines Verständnisses des germanischen und wagnerianischen Wesens, äußert sich über Goethe (mit Zitaten aus "Alles Vergängliche" ["Faust"]), Shakespeare ("Hamlet" und "Romeo und Julia"), Wagner ("Tristan und Isolde"), Turgenjew, Nietzsche, seinen Bruder Heinrich, Balzac, Dehmel, Fontane und viele andere Schriftsteller, ebenso über seinen Verleger Fischer, den "Simplicissimus" und die "Neue Deutsche Rundschau", und berichtet auch viel von seinen Reisen nach Italien (meist nach Rom in den Jahren 1895 bis 1897).

Die Sammlung enthält weiters zwei eigenhändige Gedichte Manns: "Weihnacht" ("O festlich Sternenzelt!") und, in einem Brief aus dem Jahre 1898, das offensichtlich neu entstandene "Nur Eins" ("Wir, denen Gott den trüben Sinn gegeben"). Zudem finden sich Transkriptionen des Liebesduetts aus "Tristan und Isolde" ("Bricht mein Blick sich ...") und aus "Romeo und Julia" ("Komm, Nacht ... Verhülle mit dem schwarzen Mantel mir") sowie Gedichte von August von Platen und anderen. - Nach Grautoffs Tod im Pariser Exil erwarb der Verleger Kurt Leo Maschler (1898-1986) die Korrespondenzsammlung von dessen Witwe Erna Grautoff; nach Maschlers Flucht aus Österreich 1938 wurde der zurückgelassene Bestand von der Gestapo der ÖNB überstellt und von dieser in deren Autographensammlung einsigniert. 1949 wurde die Sammlung an Maschler rückgestellt (vgl. ÖNB, Allg. Verwaltungs- u. Korrespondenzakten 00/1949 A); erworben aus dem Nachlaß Maschler, Sotheby's 28.5.2015, lot 167. - Detaillierte Verlistung auf Anfrage..

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Mann, Thomas

Schriftsteller (1875-1955). Eigenh. Postkarte mit U. (Initialen). "München, Café Central. 1 S. und Adresse. Bleistift. 8vo.
3.500 € (60982/BN44988)

An seinen Jugendfreund, den späteren Kunsthistoriker und Romanisten Otto Grautoff (1876-1937): "Lieber Grautoff / Eben habe ich Deinen lieben Brief mit großem Wohlgefallen gelesen und danke Dir, indem ich den Empfang bescheinige, herzlich dafür. - Um die Universitätsferien schere ich mich den Teufel. Ich reise, wenn ich Lust habe. Wahrscheinlich schon im Juli, spätestens Anfang August. Du scheinst zu meiner Genugthuung nun selber anzunehmen, daß Du dann noch in - ach so. - Ich hoffe, daß ich bald Muße finden werde, Dir auf den Brief ausführlich zu antworten [...]".

- Nach Grautoffs Tod im Pariser Exil erwarb der Verleger Kurt Leo Maschler (1898-1986) die Korrespondenzsammlung von dessen Witwe Erna Grautoff. Nach Maschlers Flucht aus Österreich 1938 wurde der zurückgelassene Bestand von der Gestapo der ÖNB überstellt und von dieser in deren Autographensammlung einsigniert (am unteren Rand der Adreßseite die ÖNB-Signatur von 1939: Autogr. 141/58-11). 1949 wurde die Sammlung an Maschler rückgestellt (vgl. ÖNB, Allg. Verwaltungs- u. Korrespondenzakten 00/1949 A); erworben aus dem Nachlaß Maschler..

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Mann, Thomas

Schriftsteller (1875-1955). Eigenh. Brief mit U. ("Thomas Mann"). München. 3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Auf Briefpapier des "Simplicissimus" - Albert Langen Verlag.
19.500 € (61019/BN45025)

An seinen Jugendfreund, den späteren Kunsthistoriker und Romanisten Otto Grautoff (1876-1937): "Lieber Grautoff: besten Dank für Deinen letzten Brief, in dem wieder interessante Dinge standen. Du thust, als ob ich von der Assistentenangelegenheit schon etwas gewußt hätte. Keineswegs! Du hattest mir das letzte Mal nur den Namen des Professors K. genannt, nichts weiter. Aber es wäre wahrhaftig aller Ehren werth. K. Bibliotheksassistent! Gehören dazu nicht überhaupt 'studirte' Leute? Ich bin schon lange erstaunt und erfreut über Deine Entwicklung.

Auch Deine 'Vorträge', Dein 'Buch' etc. machen mir starken Eindruck. Hast Du Dich etwa auch äußerlich so verändert? Wahrscheinlich hast Du einen großen Backenbart und eine goldene Brille? [...] Hattest Du das Gedicht, das schöne Momente hat, für den Simplicissimus berechnet? Ach, dazu ist es zu melancholisch und zu persönlich. 'Wir' brauchen aufgeweckte und überlegene Sachen ... was aber 'mich' nicht hindert, ebenfalls hie und da Verse zu schreiben, wie die, welche ich Dir, trotz ihrer Unfertigkeit, vielleicht beilegen werde. - Mit meiner Prosa geht es mir besser. Fischers Rundschau bringt nächstens wieder einmal eine Novelle von mir, und auf jeder Karte 'erwartet' Dr. Bie 'in voller Spannung' meinen Roman. Sein Wohlwollen und Interesse rührt ganz einfach, und ich kann ihn nur bitten, es nicht erlahmen zu lassen, denn er muß sich noch gedulden; es fehlt noch etwa ein Drittel des Buches. Gestern Abend habe ich übrigens einen neuen Abschnitt im Familienkreise vorgelesen [...]". - Am ersten Blatt verso, um 90 Grad nach rechts geneigt, Manns von Platen beeinflusstes, vom Verfasser nicht veröffentlichtes Gedicht "Nur Eins": "Wir, denen Gott den trüben Sinn gegeben / Und alle Tiefen wies, wo Scham und Graun / Sind ewig fremd den Fröhlichen im Leben, / Die harmlos auf des Daseins Spiele schaun. // Und weil der Menschen Seele zu ergründen / Hohnvoll auch mich der Drang gefangen hält, / Will ich es euch mit schwerem Worte künden: / Erkenntnis ist die tiefste Qual der Welt. // Denn Eines ist es, was in allem Leiden / Uns stark erhält und aufrecht fort und fort, / Ein trostreich Spiel voll höchster, feinster Freuden / Den Unglückseligsten: Es ist das Wort." Unbedeutende Randeinrisse. - Nach Grautoffs Tod im Pariser Exil erwarb der Verleger Kurt Leo Maschler (1898-1986) die Korrespondenzsammlung von dessen Witwe Erna Grautoff. Nach Maschlers Flucht aus Österreich 1938 wurde der zurückgelassene Bestand von der Gestapo der ÖNB überstellt und von dieser in deren Autographensammlung einsigniert (am unteren Rand die ÖNB-Signatur von 1939: Autogr. 141/58-42). 1949 wurde die Sammlung an Maschler rückgestellt (vgl. ÖNB, Allg. Verwaltungs- u. Korrespondenzakten 00/1949 A); erworben aus dem Nachlaß Maschler..

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Mann, Thomas

Schriftsteller (1875-1955). Eigenh. Brief mit U. (Initialen). München. ½ S. Gr.-4to. Auf Briefpapier mit Briefkopf "Thomas Mann".
5.600 € (61034/BN45040)

An seinen Jugendfreund, den späteren Kunsthistoriker und Romanisten Otto Grautoff (1876-1937): "Lieber, Du wirst freundlichst gebeten, morgen, Sonntag, mit uns in der Herzog-Straße ein Stück belegtes Abendbrodt zu essen. Es wäre mir lieb, wenn Du schon vorher, um 5 oder ½6 Uhr zu mir in die Feilitzsch-Str. kommen könntest. Den Nachmittag mit dem guten Holitscher zu 'verbringen' bin ich gar nicht aufgelegt. Wenn Du ihn siehst, sage nur, daß ich mich unwohl fühle, was ja nicht gelogen ist.

Übrigens werde ichselbst ihn noch schreiben [...]". Kl. Randeinrisse und -ausbrüche (keine Textberührung). - Nach Grautoffs Tod im Pariser Exil erwarb der Verleger Kurt Leo Maschler (1898-1986) die Korrespondenzsammlung von dessen Witwe Erna Grautoff. Nach Maschlers Flucht aus Österreich 1938 wurde der zurückgelassene Bestand von der Gestapo der ÖNB überstellt und von dieser in deren Autographensammlung einsigniert (am unteren Rand die ÖNB-Signatur von 1939: Autogr. 141/58-58). 1949 wurde die Sammlung an Maschler rückgestellt (vgl. ÖNB, Allg. Verwaltungs- u. Korrespondenzakten 00/1949 A); erworben aus dem Nachlaß Maschler..

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Mann, Thomas

Schriftsteller (1875-1955). Eigenh. Brief mit U. (Initialen). München. ½ S. Gr.-4to. Auf Briefpapier mit Briefkopf "Thomas Mann".
6.000 € (61035/BN45041)

An seinen Jugendfreund, den späteren Kunsthistoriker und Romanisten Otto Grautoff (1876-1937): "Lieber, ich bin dies Mal nicht ins Revier 'aufgenommen' worden, vielmehr hat man mir anbefohlen, den Fuß nachts mit feuchten Umschlägen zu behandeln, tags aber 'Dienst zu machen'. Ich muß nur abwarten, was Hofrath May für mich thun kann und wird. Morgen werde ich wegen Zeitmangels vor Abend die Kaserne nicht verlassen können; aber sei doch übermorgen, ungefähr 3/4 1 Uhr im 'Gisela' [...]". Kl.

Randeinrisse und -ausbrüche (keine Textberührung). - Nach Grautoffs Tod im Pariser Exil erwarb der Verleger Kurt Leo Maschler (1898-1986) die Korrespondenzsammlung von dessen Witwe Erna Grautoff. Nach Maschlers Flucht aus Österreich 1938 wurde der zurückgelassene Bestand von der Gestapo der ÖNB überstellt und von dieser in deren Autographensammlung einsigniert (am unteren Rand die ÖNB-Signatur von 1939: Autogr. 141/58-59). 1949 wurde die Sammlung an Maschler rückgestellt (vgl. ÖNB, Allg. Verwaltungs- u. Korrespondenzakten 00/1949 A); erworben aus dem Nachlaß Maschler..

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Mann, Thomas

Schriftsteller (1875-1955). Eigenh. Brief mit U. (Initialen). München. 2 SS. Gr.-4to. Auf Briefpapier mit Briefkopf "Thomas Mann".
7.800 € (61041/BN45047)

An seinen Jugendfreund, den späteren Kunsthistoriker und Romanisten Otto Grautoff (1876-1937): "Lieber G.: Besten Dank für das Börsenblatt mit Deinem artigen Aufsatz [d. i. "Die Ex-libris-Sammlung des Grafen zu Leuningen-Westerburg" im Börsenblatt f. d. dt. Buchhandel 68 (1901), S. 1421-24]. Ich werde mich aber besinnen, ob ich Paul Ehrenberg damit ennuyiren soll; ich fürchte, all diese anspruchsvolle und graue Theorie würde ihn nur verwirren und kopfscheu machen. Laß ihn aus! Er wird schon in netter Weise etwas Hübsches zustande bringen.

Was er ungefähr machen soll, muß er sehen; das Dociren ist da nicht am Platze. [Zwei Wörter getilgt] Übrigens will ich ihn fürs Erste nicht mahnen, sondern warten, bis er von selbst auf die Sache zurückkommt. - Nein, meine Laune war nicht schlecht, als ich gestern nach Hause ging. Ich hielt es kurz nach 11 Uhr nur vor Müdigkeit nicht länger aus und verabschiedete mich. Übrigens hatte ich Dich ja auf mein Verschwinden vorbereitet. Ich war lange Zeit mit Ehrenbergs, Junghans [der Kunstakademieschüler Julius Paul Junghanns] und den Amerikanern zusammen. Junghans ist ein sehr angenehmer Mensch: das Genre Paul Ehrenberg, soweit ich gesehen habe, nur viel stiller. Bist Du schließlich noch einmal mit Ehrenbergs zusammengetroffen? Ich konnte mich bedauerlicher Weise nur von Carl verabschieden, der am Tische saß, während Paul, den ich vergebens gesucht hatte, sich gerade auch seinerseits auf der Suche nach mir befand [...] Herr Gott, nein, ich verachte Dich nicht! Wie kommst Du darauf! Wenn Du mir einen großen Gefallen thun willst, so sprich nur von dem pfiffigen kleinen Geschöpf, das von Deinem schönen Herzen Besitz ergriffen hat, nicht mehr als von 'Deinem Mädel'. Denn erstens ist diese Bezeichnung ja nicht zutreffend und zweites wirkt sie auch gar zu zusammenziehend. Im Übrigen bin ich überzeugt, daß Du Dich kolossal falsch benommen hast. Die Franzosen sagen: Wenn der Deutsche graziös sein will, so springt er zum Fenster hinaus. Etwas Ähnliches gilt meistens auch von 'uns Todten', wenn wir 'erwachen', d. i. wenn wir einmal Menschen sein möchten. Meistens! Es gehört sehr viel Geschmack und Stilgefühl dazu, da nicht zu outriren, sich nicht zu verzerren. Na, Stil ... es weiß eben nicht Jeder, was das ist: nicht einmal alle Mitarbeiter des Börsenblattes für den deutschen Buchhandel. Ehrlich: (und Du weißt das ja auch) Du machst mich nervös, wenn Du Fasching spielst, und schon darum bin ich froh, daß der Fasching vorüber ist. Nervös machtest Du mich zum Beispiel (und augenscheinlich nicht nur mich) durch das blöde Gekreisch, mit dem Du gestern im Café L[uitpold] Paul Ehrenberg empfingst. Es ist dumm und roh, zu glauben, daß dies, selbst in der Fastnacht, die richtige Art ist, ihm zu begegnen. Dir kann es ja gleichgültig sein, was er von Dir denkt, da hast Du Recht. Ich fürchte nur, daß er manchmal nicht weiß, was uns - Dich und mich - eigentlich verbindet. - Nichts für ungut übrigens! Wir haben schließlich Aschermittwoch. Und damit, daß am Sonntag der Carneval bei meiner Schwester [Julia Löhr] noch ein kleines Nachspiel haben soll, bin ich durchaus einverstanden [...]". Kl. Ein- und -ausrisse (ohne Textverlust). - Nach Grautoffs Tod im Pariser Exil erwarb der Verleger Kurt Leo Maschler (1898-1986) die Korrespondenzsammlung von dessen Witwe Erna Grautoff. Nach Maschlers Flucht aus Österreich 1938 wurde der zurückgelassene Bestand von der Gestapo der ÖNB überstellt und von dieser in deren Autographensammlung einsigniert (am unteren Rand die ÖNB-Signatur von 1939: Autogr. 141/58-65). 1949 wurde die Sammlung an Maschler rückgestellt (vgl. ÖNB, Allg. Verwaltungs- u. Korrespondenzakten 00/1949 A); erworben aus dem Nachlaß Maschler..

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Mann, Thomas

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Ms. Brief mit eigenh. U. (New York). 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
800 € (79025/BN50626)

An einen Mr. Malkin: "You[r] letter of April 20 reached me only now, and, leaving for Europe tomorrow, I hasten to tell you that I am full sympathy with your aims. Therefore I shall gladly endorse the statement you plan [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Hotel Carlyle in New York.

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Mann, Thomas

Originalphotographie mit eigenh. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Thomas Mann (1875–1955), Schriftsteller. Originalphotographie mit eigenh. U. Zürich, 29. [?] Oktober 1952. 169:119 mm. – „Dedicated to the Book-Mart of the Utica, N. Y. Branch of the American Association of University Women”. – Hübsche S/W-Aufnahme des Zürcher Photographen Ernst Koehli mit dessen Stempel verso. – Mit einigen kl. vertikal durchlaufenden Knickfalten.


Mann, Thomas

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Thomas Mann (1875–1955), Schriftsteller. E. Brief mit U. Pacific Palisades, 12. Oktober 1951. 1½ SS. Gr.-8°. Mit e. adr. Kuvert. – An Dieter Wolfram, einen jungen, politisch engagierten DDR-Bürger, der ihm einige Verse zum Gedenken an den im Jahr zuvor verstorbenen Heinrich Mann geschickt hatte: „[...] Die Worte, die Sie zu Ehren meines verewigten Bruders gesprochen haben, gereichen Ihnen selbst zur Ehre. Gedichte in irgendeinem künstlerischen Sinn sind es freilich nicht, die Sie da geben, sondern politische Rufe eines gläubigen jungen Menschen; und jede Gläubigkeit hat ihre Schönheit. Ich verstehe sehr wohl, dass Ihr forsches Pionierlied Beifall und Annahme gefunden hat. Nicht vergessen kann ich dabei, dass es in der Welt, in der Sie leben, nicht nur ‚Freude, Frohsinn, frohes Lachen’, sondern auch viel Grässliches gibt, und dass dort vieles geschieht, von dem man sich sagen muss: ‚So geht es nicht.’ Aber mit Ihnen bin ich überzeugt, dass der Friede das eine grosse Gebot der Weltstunde ist, und dass ein neuer Krieg jede Entwicklung zum Besseren bei Ihnen und bei uns auf unabsehbare Zeit zerbrechen und zerstören würde [...]“. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. – Der Umschlag gelocht, der Brief wohlerhalten.


Mann, Thomas

Eigenh. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An Lothar Tews in Radebeul bei Dresden: „Ich richte diese Zeilen an Sie, weil ich den Nachnamen Ihres Freundes [...] beim besten Willen nicht lesen kann. Sonst hätte ich doch lieber ihm geantwortet, der mir geschrieben hat und zwar von Ihnen und Ihrem Verhältnis zu meinen Schriften. Er schlug mir vor, Ihnen ein Wort über die Schwierigkeiten dieses Verhältnisses zukommen zu lassen, ein begütigendes womöglich, und das versuche ich nun, auf die Gefahr hin, sehr erstaunter Miene zu begegnen [...] Es tut mir immer weh, wenn ich bemerken muß, daß ich Unordnung angerichtet habe [...] Abgerechnet, daß das schlecht wäre, widerspricht es auch meinen Instinkten und Bedürfnissen. Diese sind durchaus auf Ordnung gerichtet; immer wenn ich ‚rede’, ist mir um das Ordnen der Dinge zu tun, keineswegs darum, meine Dialektik glänzen zu lassen und ‚Charakterumschichtungen’ damit zu beschönigen [...] Indem ich ‚rede’ lege ich Rechenschaft ab über den Gang meines Geistes – ohne Anspruch auf Nachfolge, aber in der nachgerade bewährten Überzeugung, daß dieser Gang in einem gewissen, bescheidenen nationalen Sinn [...] ‚repräsentativ’ ist [...]“. – Erwähnt Gustav Stresemann und Walther Rathenau. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; mit kleineren Randläsuren und Einrissen im Mittelfalz. – Vgl.: Abgedruckt in: Thomas Mann. Briefe. Bd. III. 1924-1932. Ausgew. und hrsg. v. Thomas Sprecher u. a. Frankfurt a. M., S. Fischer, 2011, S. 427f. (= Große kommentierte Frankfurter Ausgabe. Werke - Briefe - Tagebücher. Hrsg. v. Heinrich Detering u. a., Bd. 23.1). - Vgl. auch: Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register. Hrsg. v. Hans Bürgin und Hans-Otto Mayer. Bearb. und hrsg. unter Mitarbeit von Yvonne Schmidlin. Bd. I. 1889–1933. Frankfurt a. M., S. Fischer, 1977, S. 566, Nr. 29/174.


Mann, Thomas

E. Brief mit U.
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Thomas Mann (1875–1955), Schriftsteller. E. Brief mit U. („Ihr T. M.“). Küsnacht-Zürich, 6. März 1936. 2 SS. Gr.-4°. – Großer, unveröffentlichter Brief an den Schriftsteller Ferdinand Lion (1883-1968): „Lieber Lion, Ihr Brief hat mich recht melancholisch berührt, diese höfliche Einsamkeit, und darin immer nur Döblin – was gewiß nicht wenig ist, im Gegenteil, ich bin etwas beunruhigt, daß Sie im Umgang mit ihm beschließen, er sei doch der Eigentliche und wieder ganz zu ihm übergehen. Vielleicht wäre es das richtige Jahr für diese Rückkehr. – Sie sehen, ich bin eifersüchtig. Und da denken Sie noch, ich hätte Sie vergessen. Wie könnte dem nur wohl sein. Ich denke natürlich nicht immer an Sie, aber recht oft und jedesmal mit Sympathie, Hochachtung und Erkenntlichkeit. Ach, es kann leicht sein, daß ich’s zu wenig geäußert und es habe fehlen lassen. Wo nur im Verhältnis zu wem lasse ich’s denn nicht fehlen! Glauben Sie mir, es ist nicht Undankbarkeit, sondern die reine Insuffizienz. Der Joseph ist so verdammt und verflucht schwer – amüsant freilich auch, aber so blödsinnig schwer, weil so neu, verrückt und vorbildlos, daß ich die Welt aus tiefstem Busen hasse, weil sie mir beständig mit mehr oder weniger schwer abzuweisenden, oft notwendig zu erfüllenden Ansprüchen dazwischenplatzt, andrerseits aber auch an schlechtem Gewissen leide ich nur den Freunden gegenüber, die mit Recht dies und das von mir erwarten und meine Gedanken, meine Aufmerksamkeit für sich verlangen, die einfach aus Spielsorge, Müdigkeit, Besetztheit, Verflogenheit nicht disponibel sind. Wäre nicht meine Frau, es stünde noch schlimmer; aber auch sie ist nicht die Jüngste mehr und ist überlastet. Fürsprache bei meinen ausländischen Verlegern – gewiß, solche Briefe hätte ich ihr diktieren können und will es tun, sobald sie zurück ist. (Sie ist einige Tage bei Erika in Arosa.) – Besprechung Ihres Geschichtsbuches – das sagen Sie so als ob ich das so aus dem Ärmel schüttelte und nicht auf mindestens 8 Tage den Roman einpacken, mich unter Qualen aufs kritische umstellen und ganz in Gedanken an das Objekt leben müßte. Niemand verstehe ich besser als Mosen mit seinem ‚Herr, ich habe einen blöden Mund, lass meinen Bruder Aaron reden!‘ Blödigkeit, Abwesenheit, Gedankenlosigkeit – ich komme nicht auf den Gedanken der Wichtigkeit und Erfreulichkeit meines Wortes für den ‚Betroffenen‘; das muß mir immer wieder eingebleut werden, und sofort vergesse ich’s wieder und glaube nicht mehr daran. – Und nun gar das das Geschenk einer Photographie! Als ‚Auszeichnung‘! Ich komme nicht auf den Gedanken. Ungebeten jemandem mein Bild schenken – ich käme mir unaussprechlich albern vor. Aber Sie sollen was haben, ich werde nach New York schreiben, wo das präsentabel = repräsentativste gemacht worden ist, im Atelier der ‚N. Y. Times‘, und auch an Jaq[u]ard von Gallimard soll geschrieben sein, ebenso an Knopf und auch an Melantrich=Prag wegen des Buches. Ich lege eine Besprechung bei, die Sie vielleicht nicht zu sehen bekämen. Sie hat mich gefreut. Mehr noch ist das Lob Neumanns, Webers und Carossas wert und sollte Ihnen den Nacken steifen. Es wäre noch viel zu besprechen, aber ich kann nicht mehr schreiben. Könnten Sie doch hier leben. Wenn wir nach Wien zögen, kämen Sie dann auch dorthin? Es ist doch so billig. Man hat mir die Einbürgerung angeboten – schon der zweite Staat. Aber die Schweiz ‚kommt nicht auf den Gedanken‘ Ihr T. M.“ – Das erwähnte „Geschichtsbuch“ ist vermutlich Lions im Jahr zuvor erschienene Essaysammlung „Geschichte biologisch gesehen“. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. – Mit kl. Einr. im Querfalz; die Recto-Seite am rechten oberen Rand gering angeschmutzt. – Nicht in: Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register. Hrsg. v. Hans Bürgin und Hans-Otto Mayer. Bearb. und hrsg. unter Mitarbeit von Yvonne Schmidlin. Bd. II. Briefe 1934–1943. Frankfurt a. M., S. Fischer, 1980.


Mann, Thomas

E. Brief mit U.
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Thomas Mann (1875–1955), Schriftsteller. E. Brief mit U. Zürich, „Hotel Baur au Lac“, 19. Mai 1950. 2½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8°. – Unveröffentlichter Brief an den Publizisten Melvin Lasky (1920–2004) mit Dank „für Ihren wichtigen und interessanten Brief über den geplanten ‚Congress for Cultural Freedom’. Auf Ihre Frage nach meinem Verhalten zu den Problemen, die dieser Congress behandeln soll, gibt es nur eine fix- und fertige Antwort: Es ist der Vortrag ‚Meine Zeit’, den ich in der Universität von Chicago, in New York und in Stockholm, abgekürzt auch in der Pariser Sorbonne gehalten habe und am 5. Juni hier halten werde. Er stellt, nach vielen Missverständnissen, meine Haltung in der gegenwärtigen Weltlage vollkommen klar, indem er nämlich mit einer entschiedenen, moralisch begründeten Absage an den totalen Staat und die dogmatische Diktatur ein warmes Plaidoyer für den Frieden verbindet [...]“. – Der US-amerikanische Publizist Melvin Lasky war während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland und in Frankreich stationiert und blieb nach dessen Ende als Kulturoffizier der US-amerikanischen Streitkräfte in Berlin, wo er später auch als Korrespondent für amerikanische Zeitschriften wie „The National Interest“ tätig war. Bei dem von Thomas Mann angesprochenen „Kongreß für kulturelle Freiheit“, der im Monat darauf im Titania-Palast in West-Berlin gegründet werden sollte, „forderte er [d. i. Lasky] ‚freie Wahlen und die Verwirklichung der Menschenrechte in Osteuropa’. Von Kulturschaffenden und Intellektuellen wie den Philosophen Hannah Arendt sowie Karl Jaspers und den Schriftstellern Albert Camus, Golo Mann und George Orwell erhielt er dafür Unterstützung“ (Wikipedia, Abfrage v. 27. November 2008). – Vgl.: Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register. Hrsg. v. Hans Bürgin und Hans-Otto Mayer. Bearb. und hrsg. unter Mitarbeit von Yvonne Schmidlin. Bd. III. Briefe 1944–1950. Frankfurt a. M., S. Fischer, 1982, S. 737f., Nr. 50/223. – Leichte Knitterspuren, sonst wohlerhalten.


Mann, Thomas

E. Brief mit U.
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Thomas Mann (1875–1955), Schriftsteller. E. Brief mit U. Küsnacht-Zürich, 23. März 1936. 1½ SS. Gr.-4°. – Schöner, unveröffentlichter Brief an den Schriftsteller Ferdinand Lion (1883–1968): „Lieber Lion, ich weiß nicht, ob Niehans Ihnen die Besprechungen Ihres Buches [d. i. „Geschichte biologisch gesehen“] schickt: Hier ist eine, die ich hübsch finde. Ich sah mehrere Schweizer Aeusserungen, und alle waren sie wärmer und sogar klüger als die unseres Freundes Korrodi, der übrigens natürlich auch gegen Bermanns Niederlassung agitiert. Melantrich hat geantwortet – leider mit Nein. Er selbst sagt auch ‚leider‘. Er habe das Buch schon gekannt und bewundere es. Aber sein Verlagsprogramm sei ohnedies schon überlastet, er könne nicht mehr auf sich nehmen. Nun hoffe ich auf Jaq[u]ard. Waren Sie bei ihm? Haben Sie das Buch von Mittner gesehen, bei Sperling&Kupfer? Es scheint mir nicht dumm, aber nicht zu vergleichen an Esprit und Finesse mit dem vorerwähnten. Ich habe interessant gearbeitet: Ein großes Liebeskapitel der sonderbarsten Art ist gemacht. Und was sagen Sie zur hohen Politik? Meine ganze Sympathie und Besorgnis ist bei Frankreich. Das englische Benehmen kann man wohl unter der Formel ‚Rache für Laval‘ zusammenfassen. Aber da das inferiore Monstrum in Berlin die Völkerbundsvorschläge unmöglich annehmen kann und überhaupt nie irgendwie europäisch einzufügen sein wird, so werden die Engländer wohl kaum um das Militärbündnis mit Frankreich herumkommen. Im Ganzen glaube ich nicht, daß à la longue der elende Erpresser gut abschneiden wird. Die englische öffentliche Meinung, auf deren Urtheile er spekuliert, ist schließlich belehrbar. Grüße von mir und meinem Haus! Ihr T. M.“ – Pierre Laval (1883–1945), 1935 zum zweiten Mal als Ministerpräsident amtierend und gleichzeitig das Außenministerium leitend, hatte 1936 der von Mussolini beabsichtigten Besetzung von Abessinien zugestimmt. Nachdem aber die britische Regierung das Abkommen verworfen hatte, mußte Laval zurücktreten. In den folgenden Jahren plädierte er – der so die Möglichkeit eines französisch-italienischen Bündnisses gegen das NS-Regime durch Großbritannien vereitelt sah – für eine Verständigung mit Hitler. – Nicht in: Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register. Hrsg. v. Hans Bürgin und Hans-Otto Mayer. Bearb. und hrsg. unter Mitarbeit von Yvonne Schmidlin. Bd. II. 1934–1943. Frankfurt a. M., S. Fischer, 1980. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. – Mit kleinem Einriß im Querfalz, sonst sehr wohlerhalten.


Mann, Thomas

Ms. Brief mit eigenh. U.
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An den im amerikanischen Exil lebenden Kunsthistoriker Wolfgang Born (1893–1949): „Vielen Dank für Ihren Brief. Ich habe das statement gleich diktiert und hoffe, dass es Ihnen nützlich ist. Mir geht es gut, in den Grenzen des beschwerlichen Greisenalters. Ich arbeite an einem neuen Roman [wohl „Doktor Faustus“], denn der Joseph ist längst fertig und auch die Moses-novelle [!] längst abgeliefert. Wir haben einige Hoffnung, dass der Schlussband des Joseph noch im Spätherbst erscheinen kann. Die deutsche Ausgabe wird in Stockholm gedruckt [...].“ – Nicht in: Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register. Hrsg. v. Hans Bürgin und Hans-Otto Mayer. Bearb. und hrsg. unter Mitarbeit von Yvonne Schmidlin. Bd. II. 1934–1943. Frankfurt a. M., S. Fischer, 1980. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. – Stellenweise leicht fleckig und mit kleinen Faltspuren, sonst wohlerhalten.


Mann, Thomas

Eigenh. Brief mit U.
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Unveröffentlichter Brief an Regierungsrat Bernhard Witte (geb. 1878), den späteren Reichsbahnpräsidenten: „Nehmen Sie meinen herzlichsten Dank für Ihr liebenswürdiges Anerbieten, mich am 9. und 10. zu beherbergen! Aus Ihren Zeilen geht hervor, daß diese freundliche Einladung schon früher, wahrscheinlich in den Anfängen meiner Korrespondenz über die jetzt aktuell werdende Reise, indirekt, von dritter Seite, an mich ergangen ist [...] Das Arrangement einer solche Reise (ich besuche 11 Städte) ist ein kompliziertes Ding, und ich war an jene frühe und unpersönliche Vereinbarung nicht mehr erinnert worden. Daß ich von Ihrer gastfreien Unterbringung keinen Gebrauch machen kann, thut meiner Dankbarkeit gewiss keinen Abbruch [...]“. – Die besagte Lesereise führte Thomas Mann vom 2. bis zum 20. November d. J. ins besetzte Rheinland und ins Ruhrgebiet, wo er aus dem „Zauberberg“ und aus Novellen las; in Elberfeld war er zu Gast bei Ernst Bertrams Mutter, deren Einladung er schon vor längerer Zeit und uneingedenk jener noch zuvor von Bernhard Witte ausgesprochenen angenommen hatte. – Nicht in: Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register. Hrsg. v. Hans Bürgin und Hans-Otto Mayer. Bearb. und hrsg. unter Mitarbeit von Yvonne Schmidlin. Bd. I. 1889–1933. Frankfurt a. M., S. Fischer, 1977. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. – Beiliegend vier Zeitungsausschnitte zu Thomas Mann.


Mann, Thomas

Ms. Brief mit e. U.
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Thomas Mann (1875–1955), Schriftsteller. Ms. Brief mit e. U. Nidden, 28. Juli 1932. 1 S. und 1¼ Zeilen. Gr.-4°. – An den Theologen und Schriftsteller Hans Dittmer (1893–1959), der ihm einen seiner Romane im Manuskript zur Begutachtung übersandt hatte: „Trotz dem wundervollen Wetter, dessen in all diesen Wochen dieser Landstrich sich erfreut, habe ich mir das freundlichst übersandte Manuskript zu Gemüte führen können, was kein schlechter Ausdruck für die Empfindungen ist, mit denen ich es tat. Wirklich spricht es stark und rührend zum Gemüt [...] Dabei wird eine gewisse poetische Weichheit, die nicht nach dem Geschmack rauherer Seelen sein möchte, korrigiert und aufgewogen durch die jägerisch sach- und fachkundige Männlichkeit, die unbedingt, wenn die Geschichte öffentlich erscheint, ihre Spezial-Freunde finden wird; und die andächtige Natur-Freundschaft und -Freude, die das Ganze erfüllt, stellt auch wieder zwischen Weichheit und Härte den rechten Ausgleich her. Kurzum, ich bin überzeugt, dass das Büchlein herzlich teilnehmende Freunde finden wird [...] und wünsche Ihrem warmherzigen Werk, sehr verehrter Herr Pfarrer, den Dank der Tier- und Naturfreunde [...]“. – Geschrieben während des letzten Aufenthalts in Nidden, in dem Thomas Mann u. a. die Polemik „Was wir verlangen müssen“ wider den nationalsozialistischen Terror und die Regierung Papen verfaßte (abgedruckt im „Berliner Tageblatt“ v. 8. August d. J.); im September verließ er Nidden, im Jahr darauf Deutschland. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und mit kleinen e. Korrekturen.


Mann, Thomas

Eigenh. Brief mit U.
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An den aus Berlin stammenden Schriftsteller Eric (Haller-)Munk (1902–1991) in Zürich, der ihm brieflich ein theatergeschichtliches Werk vorgestellt und ihn um Hilfe bei der Verlagssuche in den USA gebeten hatte: „Ihr Brief war mir sehr interessant, aber ich fürchte, ich kann Ihnen schlecht raten und helfen. Was Sie mir von Ihrem Werk berichten, ist außerordentlich anziehend. Es ist der Typus eines Buches, das im alten Kultur-Deutschland einen großen Erfolg hätte haben können. Daß ist [!] etwas für Amerika ist, muß ich bezweifeln. Ich glaube nicht (und auch Bermann-Fischer glaubt es nicht), daß sich leicht ein amerikanischer Verleger bereit finden wird, ein so großes und teures Buch über europäisches Theater zu bringen. Die erste Schwierigkeit ist, daß kein englisches Manuskript vorliegt. Auf der anderen Seite wäre, aufs Geratewohl eine Übersetzung herstellen zu lassen, eine allzu gewagte Investierung. Auf den Versuch, ein größeres englisches Exposé abzufassen und dies hier vorzulegen, könnte man es vielleicht ankommen lassen [...]“. – Auf bläulichem Papier mit gedr. Briefkopf.


Mann, Thomas

Eigenh. Brief mit U.
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Wohl unveröffentlichter Brief an die Münchner Buchhändlerin Mabel Jaffe: „Verzeihung, dass ich für Ihre Karte und den liebenswürdigen kleinen Aufsatz so spät danke, aber die Sendung ist mir verspätet zu Händen gekommen. Das Unglück will, dass ich mit der Münchener Presse, insonderheit mit den ‚Neuesten Nachrichten’ auf gar keinem guten Fuße stehe, und dass meine Empfehlung dort wenig verfangen würde. Ich habe aber auch die Empfindung, dass die kleine Betrachtung, die nach Diktion und Inhalt eminent englisch ist, durch die Übersetzung um ihr Bestes kommen würde. Sie wird auch englisch weitaus am besten wirken, und darum würde ich raten, sie einem englischen Blatte anzubieten. Jedenfalls danke ich Ihnen sehr für das Vergnügen, das mir die Lektüre bereitete und begrüße Sie [...] in [...] beständiger herzlicher Erinnerung an die Persönlichkeit Ihres Gatten [d. i. der Buchhändler Heinrich Jaffe, 1862–1922] [...]“. – Thomas Mann verbrachte die Zeit von Mitte Oktober bis Anfang November in Gries bei Bozen, wo er in fröhlicher Runde mit Gerhart Hauptmann zusammentraf und ein unverfilmt gebliebenes Drehbuch zu „Tristan und Isolde“ verfaßte. – Nicht in: Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register. Hrsg. v. Hans Bürgin und Hans-Otto Mayer. Bearb. und hrsg. unter Mitarbeit von Yvonne Schmidlin. Bd. I. 1889–1933. Frankfurt a. M., S. Fischer, 1977. – Etwas angestäubt und gebräunt und mit kleinen Einrissen in den Faltungen.


Mann, Thomas

Eigenh. Widmung mit U. in: Ders.: Der Tod in Venedig. 8. Auflage.
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Die knapp ganzseitige, mit München, Juli 1917 datierende Widmung an einen Günther Jordan: „,Die Schönheit des Geschöpfs | Ist nur ein bloßer Steg, | Der uns zum Schöpfer selbst, | Dem Schönsten zeigt den Weg’ (Angelus Silesius) [...]“. – Vorne gering fleckig.


Mann, Thomas

E. Brief mit U.
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Thomas Mann (1875–1955), Schriftsteller. E. Brief mit U. München, 17. Dezember 1904. 3¾ SS. auf Doppelblatt. Mit e. adr. Kuvert. 8°. – An Siegmund Elfeld, den Sohn von Ernst Elfeld, dem Urbild des Bendix Grünlich aus Thomas Manns „Buddenbrooks“: „Es bedarf schon Ihrer Nachsicht und Entschuldigung für das lange Schweigen, das ich Ihrem freundlichen Schreiben und der dasselbe begleitenden interessanten Sendung habe folgen lassen. Eine oder die andere Erklärung für dieses Schweigen ließe sich freilich [...] anführen, so zum Beispiel daß ich seit kurzem verlobt bin (mit der Tochter eines hiesigen Universitätsprofessors) und außerdem eine größere litterarische Arbeit bis zu einem nahen Termine fertig zu stellen verpflichtet bin. Auf keinen Fall mag ich es länger verschieben, Ihnen meinen herzlichsten Dank zu sagen; wenn ich mich auch heute kurz fassen muß, so werden Sie das angesichts der eben erwähnten Umstände begreiflich finden. Mit aufrichtiger Bewegung habe ich gelesen, was Sie mir über Ihren bisherigen Lebensgang mittheilten. Jetzt, da Sie nach menschlichem Ermessen das Schlimmste an Mühsal hinter sich haben, werden Sie, denke ich, ohne Bitterkeit auf die zurückgelegte Wegstrecke blicken. Dem Künstler ziemt vor allem Anderen das ‚amor fati’: wir müssen das Erlebnis selbst und an sich lieben, wie immer es sei; und ich glaube mit Ihnen an das Leiden als an eine Schule, aus der wir wissender, einsichtiger und mit einer andern, einer tieferen Art der Heiterkeit hervorgehen [...]“. – Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.


Mann, Thomas

Ms. Brief (Durchschlag) mit eigenh. U.
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An die Übersetzerin Edith Abercrombie Snow, die sich wegen eines Vorwortes für ihre Übertragung von Gedichten Carossas an ihn gewandt hatte: „[...] Die Uebertragung von Lyrik in eine andere Sprache ist ja eine beinahe unlösbare Aufgabe, aber aus dem beigelegten Gutachten geht hervor, dass es Ihnen wirklich gelungen ist, die sprachlichen Reize des Originals zu bewahren. Das gewünschte Vorwort kann ich leider nicht schreiben, aus verschiedenen Gründen. Rein äusserlich bin ich für die nächsten Monate mit dringender Arbeit überlastet, dazu im Begriff, meinen Wohnsitz nach Californien zu verlegen, und würde für absehbare Zeit zu einer solchen Arbeit gar nicht kommen. Hinzukommt, dass mir das lyrische Werk Carossas nicht so nahe steht, dass ich mich zu einem solchen Vorwort besonders berufen fühlte. Schliesslich muss ich sagen, dass mich die menschlich-politische Haltung Carossa’s, den ich in Deutschland gut kannte und persönlich schätzte, einigermassen enttäuscht hat. Weit entfernt sich, wie Sie annehmen, im Gefängnis oder Lager zu befinden, hat er mit den herrschenden Mächten in Deutschland seinen Frieden gemacht, Auszeichnungen von Herrn Göbbels angenommen und mit weit weniger Charakter an den Tag gelegt als etwa Ricarda Huch oder Ernst Wichert [...]“. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und mit einer kleinen Rostspur am oberen Blattrand; beiliegend vier hinzugehörige Blatt mit meist ms. Briefen bzw. Briefabschriften, darunter auch der Brief der Übersetzerin, der Thomas Manns Brief vorangeangen war.


Mann, Thomas

E. Albumblatt mit U.
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Thomas Mann (1875–1955), Schriftsteller. E. Albumblatt mit U. Bad Tölz, Oktober 1909. 1 S. Visitkartenformat. – „Die Kunst wächst auf einem Reis, | heißt Übung, Müh’ und Fleiß | (Hans Sachs) [...]“. – Etwas nachgedunkelt und fleckig.


Mann, Thomas

Eigenh. Brief mit U. und Portraitphotographie.
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Zusammen unter Passepartout auf Kartonage montiert. Schreiben an den ungarischen Pianisten Andor Foldes (1913-92), von dem Th. Mann zuvor einen Artikel über die Zensur von Schullehrbüchern und Schulunterricht erhalten hatte. - ".. Ihr Artikel hat meine volle Zustimmung, und wenigstens mündlich habe auch ich schon oft der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, dass eine internationalen Ueberwachung der Schulbücher für den Geschichtsunterricht eine Notwendigkeit ist und auf der kommenden Friedenskonferenz beschlossen werden sollte. Am besten wäre wahrscheinlich ein von einem internationalen Historiker-Comité gebilligtes Einheits-Geschichtsbuch." – Die Photographie zeigt ein Brustporträt von Thomas Mann, der dem Betrachter, ein Buch in den Händen, sein markant ausgeleuchtetes Profil zuwendet.


Mann, Thomas

Eigenh. Briefkarte mit U.
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An den - wie umseitig vermerkt - Linzer Buchhändler Robert Steurer: "Ich habe mit großem Vergnügen die beiden schmucken Bücher erhalten, die Sie mir sandten, und sage Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit meinen verbindlichsten Dank [...]". - Mit Eingangsstempel.


Mann, Thomas

Eigenh. Brief mit U.
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An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Verzeihen Sie, daß ich Ihnen für Ihr Buch noch nicht gedankt habe! Ich bin ein überlasteter, von allen Seiten in Anspruch genommener Mensch und komme eben, ermüdet und an einer sehr schmerzhaften Ischias erkrankt, von einer Amerika-Reise zurück, die ich nicht im eigenen Interesse unternahm, sondern im Wunsch der Emigration und der freien deutschen Kultur. Soviel über meinen Sinn für die Gundlagen des Zusammenlebens. Ihr Brief war mir sehr interessant und anregend. Ohne eine Technik der Massenbehandlung wird man auch nach Überwindung der Charlatane nicht mehr auskommen. Es kommt auf den Verlauf an, in welchem Geiste die Propagandamittel gehandhabt werden. Zum einläßlichen Studium Ihres Werkes wird die Stunde kommen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung); mit einigen tls. größeren Randeinrissen.


Mann, Thomas

Portraitphotographie m. e. U.
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Thomas Mann (1875-1955), Schriftsteller u. Nobelpreisträger. Portraitphotographie mit e. U. recto, o. O. u. D. [ca. 1950], 9 x 14 cm. Hübsches Altersporträt von vorn mit verschränkten Armen.


Mann, Thomas

Eigenh. Korrekturblatt.
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Wohl zu seinem Roman "Der Zauberberg", dessen erste Auflage am 28. November 1924 in zwei Bänden erschienen und sehr bald schon vergriffen war: "Zu verbessern Bd. I S. 559 Z. 14 von oben ragione (statt raggione) Bd. II S. 13 Z. 7 v. u. Rhätikon (statt Rätikon) Bd. II S. 208 Z. 13 v. u. Davvero (statt Da vero) [...]". - Aus der Sammlung des Theologen Hermann Dembowski (1928-2012).


Mann, Thomas

Ms. Brief mit eigenh. U.
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Dankt Herrn Fortin für einen "warmherzigen und sympathischen Brief": "[...] Es hat mir Freude gemacht, dass Sie den 'Doktor Faustus' mit dem 'Glasperlenspiel' zusammen nennen. Es sind in Wahrheit brüderliche Bücher. Freilich können Brüder ja sehr verschieden aussehen, sind aber doch eines Blutes. In Europa werden heute, wie es scheint, die lesenswerten Bücher von älteren Herren gemacht. Mit der Jugend ist vorläufig nicht viel los [...]". - Aus der Sammlung des Theologen Hermann Dembowski (1928-2012).


Mann, Thomas

Eigenh. Brief mit U.
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An eine namentlich nicht genannte Dame: "Fischer verhält sich gegen 'Empfehlungen' erfahrungsgemäß absolut kalt und würde das in unserem Falle desto sicherer thun, als ich ihm ja wirklich gar keine bestimmten Garantien für Ihre Übersetzungskunst bieten kann. Das Ganze ist eine Glücksfrage, - wenn Fischer gerade einen Übersetzer brauchen kann, wird er mit Vergnügen zugreifen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse; leicht angestaubt und fleckig.


Mann, Thomas

Eigenh. Postkarte mit U.
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An die „Redaktion der ‚Wiener freien Presse’“: „[…] Ich erhielt Ihr Telegramm von gestern und teile mit, dass ich den versprochenen Beitrag für die Weihnachtsnummer im Laufe der nächsten Woche, also bis spätestens Samstag, senden werde […]“.


Mann, Thomas

Ausführliche eigenh. Widmung mit U. (München, Juli 1917). In: Buddenbrooks. 62. Auflage.
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"Dreierlei ist mir eins und bildet meinen Begriff von Humanität: Musik, Pessimismus und Humor. Man findet reichlich davon in diesem Buch, welches ein rechtes Kind des 19ten Jahrhunderts ist - und auch im 20ten, in der 'neuen Zeit', sich Freunde erhalten und gewinnen möge." Gewidmet Herrn Alfred Kaufmann, möglicher Weise der Theologe und Orientalist, dessen spätere Publikationen über Ägypten Thomas Mann für Details in seinen "Joseph"-Romanen nutzte. - Einband leicht berieben. Ehemals Sammlung H. D. E. Holzhausen mit dessen Exlibris am vorderen Innendeckel. Schöne Widmung in Thomas Manns erstem, seinen literarischen Weltruhm begründenden Roman.


Mann, Thomas

Eigenh. Brief mit U.
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An die Witwe des 1913 verstorbenen Textildesigners und Schriftstellers Gerhard Ouckama Knoop: "Ich finde keine Briefe Ihres verewigten Gatten. Ich muß gestehen, daß mein Briefarchiv nie das ordentlichste war. Einmal während des Krieges, als Makulatur gebraucht wurde, ist eine ganze Menge aufbewahrter Korrespondenz eingestampft worden, die nicht besser gesichtet zu haben ich bereuen muß. Es ist möglich, daß sich diese oder jene Zuschrift von Ouckama Knoop darunter befunden hat, aber so gut wie sicher ist, daß es sich nicht um geistig irgendwie wichtige Äußerungen gehandelt haben kann, die ich gesondert aufgehoben haben würde, sondern nur um kurze sachliche Mitteilungen, deren Verschwinden wohl ein Verlust, aber kein allzu schmerzlicher Verlust ist [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; etwas gebräunt und mit Einriß im Mittelfalz; die rechte untere Ecke ausgerissen; die leere Verso-Seite von Bl. 2 mit stärkeren Abklatschspuren.


Mann, Thomas

Typed letter signed.
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In English, to David Ewen, editor of Musical Facts, on his imprinted stationery: "Briefly, in answer to your enquiry as to what my reactions to music are and in what way it has been a force in my life. All my life music has excited feelings of deepest interest and enjoyment in me. Its melodic beauty has had a distinct effect on my work, as I am a man upon whom the sensations of sound have had influences far surpassing those of vision. I might say that I am a man of the ears and not of the eyes. Music, with its rhythmic flow and rich cadence of sound, may be considered to have influenced the literary form of my writings, and to have become interwoven with the thoughts and ideas to which I sought to give expression".


Mann, Thomas

Typed letter signed.
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In English, to Mildred Gustafson, on his imprinted stationery: "Your gracious manner of welcoming me as a fellow-citizen moved me deeply. My citizenship is very dear to me, and I think that my kind of Germanism fits very well into the cosmopolitan and democratic universe that is America".


Mann, Thomas

Eigenh. Gedichtmanuskript „Aus Tod in Venedig“ m. U.
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„Glück des Schriftstellers ist der Gedanke, der ganz Gefühl, ist was Gefühl, was ganz Gedanke zu werden vermag!“ - Von Mann mit „aus Tod in Venedig“ bezeichnet. Mit einer kleinen Abänderung zur gedr. Version. Mann schrieb „was ganz Gedanke zu werden vermag“. Gedr. „das ganz Gedanke zu werden vermag“.


Mann, Thomas

Eigenh. Bildkarte mit U.
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An den Philosophen und Hochschullehrer Walter Solmitz: "Dank für Ihren Brief! Es freut mich, dass Sie anlässlich einer Fontane-Lektüre so hübsche Betrachtungen über den 'Joseph' anstellten. Fontane ist ja eine alte - eine Jugend-Liebe von mir, 'und diese Liebe möcht' ich nie besiegen'. Aber Warburgs Ausspruch 'Ja, Fontane, da haben Sie die Menschheit' kommt mir zu grossartig vor [...]". - Die Bildseite mit einer Ansicht des Mannschen Hauses in Los Angeles.


Mann, Thomas

Eigenh. Brief mit U.
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An ein namentlich nicht genanntes Fräulein: "Recht vielen Dank für Ihren Brief. Es freut mich, dass Sie sich beim Lesen des 'Erwählten' 'grossartig unterhalten' haben. Beim Schreiben habe ich das auch getan und wollte, jeder täte es. Es ist ein heiteres kleines Buch und treibt viele Scherze, aber ein blosser Ulk ist es auch wieder nicht. Die Leute, die es nach Ihrer Meinung zu ernst nehmen, sind wohl identisch mit denen, die eine frivole Profanierung der alten Legende darin sehen. Theologische Kritiker haben sich sehr ernstlich und ohne sich von jenen Scherzen täuschen zu lassen mit seinem religiösen Gehalt beschäftigt. Es ist eine frohe Erzählung und gibt zu lachen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.


Mann, Thomas

Portraitphotographie mit eigenh. U.
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Studioportrait von Thomas Mann mit dessen eh. Signatur. - Ohne Angabe des Photographen. - Unterrand unregelmäßig beschnitten. - Auf Karton mont. u. teilw. abgelöst, mit leichtem Einriß am linken Rand. - Etwas wellig u. schwach fleckig, rechts leicht geknittert. – Unter Glas gerahmt.