König von Bayern (1845–1886). Eigenh. Billett mit Unterschrift. O. O. u. D. (1871?). 4to. 1/2 p. Leicht gebräunt. An den Rändern fleckig.
4.500 €
(100414)
„Warum hat [Name getilgt] seine Anfragen, die er bezüglich der Gottesdienste (außer der Stunde) an mich stellen wollte, unterlassen? | Ludwig.“ Anmerkung von fremder Hand am Fuß: „E | Trauergottesd f 6. März 71“ (Blei). - Beiliegend 2 Portraitphotographien.
König von Bayern (1845-1886). Eigenh. Brief mit U. [Wien. 8vo. 1¼ SS. auf Doppelblatt. Beiliegend eine Portraitpostkarte (beschnitten).
14.000 €
(87737)
"Sorgen Sie dafür, dass ich sehr bald seine Werke über den Styl Louis XV. (Rococo) erhalte, welche ich voriges Jahr hier u. dieses Jahr in Berg betrachtete. Was Seitz nicht hat, wird Hafner aufzutreiben wissen. Die Angelegenheit des Kabinetssekretärius betreffend liegt mir so sehr am Herzen, daß ich es für angemessen erachte, ein eigenhändiges Schreiben an einen d. Minister zu richten, worin ich ihn u. seine Collegen ernstlich auffordere dafür mit aller Kraft einzustehen u. festzuhalten. Keinesfalls bin ich gehalten nachzugeben. Ich sehe alsbaldigen Vorschlägen von Ihrer Seite in dieser Angelegenheit entgegen".
König von Bayern (1845-1886). Eigenh. Brief mit U. ("Ludwig"). O. O. 1 S. 4to.
12.500 €
(82571/BN53742)
Befehl, seine Räte möchten ermitteln, ob Memoiren bestimmter französischer Minister vorlägen; auch solle sein Hofsekretär Lorenz Düfflipp am 13. des Monats die Komödie "Der kleine Richelieu oder Der erste Waffengang" (von Bayard) aufführen und am Vortag entweder die Wagner-Oper "Das Rheingold" oder Julius Leopold Kleins Lustspiel "Die Herzogin" zur Aufführung bringen lassen: "Befehlen Sie für morgen Nachmittag Mohl, Braun, Pfeuffer heraus. Wollen Sie sich erkundigen u. zwar bald ob Mémoiren vom kgl.
franz. Minister Maurepas od. v. dem Minister Maupeou od. Terray (alles Zeit Louis XV) existieren; schreiben Sie sofort Düfflipp u. befehlen Sie in meinem Namen auf den 13. den ersten Waffengang, dieses Stück muss an diesem Tage gegeben werden. Macht sich die Herzogin für den 12. besser als 'Rheingold' so soll dieses heute zur Aufführung kommen [...]". - Leicht braunfleckig..
König von Bayern (1845-1886). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. 8vo. ¾ S. auf Doppelblatt.
10.000 €
(82654/BN53938)
"Wollen Sie Perfall sagen, daß ich es sehr anerkenne, daß er heute die 'Erz. v. K. u. N.' einschob, daß ich aber dennoch erwarte, das Stück im März sehen zu können, da ich mich heute, wie Sie vom Vortrage her wissen, sehr unwohl fühle. Im März also das oben erwähnte Stück, dann den Ludwig XI., Henriette V. England etc. etc. etc".
König von Bayern (1845-1886). Eigenh. Brief mit U. O. O. 8vo. ½ S. auf Doppelblatt.
10.000 €
(82655/BN53939)
"Kommen Sie Sonnabend den 6. Juni Abends zum Vortrage nach Hohenschwangau. Lieb wäre es mir, könnten Sie bis dahin den Auszug Brochier's aus den Dramen Shakspear's mitbringen [...]". - Mit einem kleinen Fleck im rechten unteren Eck.
König von Bayern (1845-1886). Dokument mit eigenh. U. München. 1 S. Folio.
2.500 €
(82656/BN53940)
Dekret für den Regierungsrat Anton von Ulsamer (1842-1917): "Nachdem wir uns allergnädigst bewogen gefunden haben, beginnend mit dem 1. Mai laufenden Jahres den geheimen Sekretär in Unserm Staatsministerium der Finanzen Anton Ulsamer zum Regierungsrathe mit dem Gehalte von jährlich viertausend fünfhundert sechzig Mark und mit der Bestimmung seiner ferneren Verwendung in Unserm Staatsministerium der Finanzen zu befördern, so lassen wir demselben zu seiner Legitimation hierüber das gegenwärtige [...] Dekret zustellen".
- Nachdem er 1867 den juristischen Staatskonkurs bestanden hatte, wurde von Ulsamer 1870 Ratsakzessist bei der Regierung in Niederbayern. 1874 in das Münchner Ministerium einberufen, stieg er vom Regierungsassessor über den Regierungsrat und Oberregierungsrat rasch zum Ministerialrat (1889) auf. 1904 wurde er der 10. Präsident des Bayerischen Obersten Rechnungshofes..
verkauft
Brief mit eigenh. Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Der junge König beauftragt den bayerischen Kultusminister Nikolaus von Koch (1807-1866), den vakanten Ministerstuhl des Inneren zu vertreten: „Nachdem der Staatsminister des Inneren, Herr von Neumayr (Max v. Neumayr, 1808-1881), aus Gesundheitsrücksichten um Enthebung von der Leitung des Staatsministeriums des Inneren gebeten hat und Ich seinem Gesuche stattzugeben beschlossen habe, beauftrage Ich Sie mit der interimistischen Leitung der Geschäft dieses Ministeriums […]“. - Neumayr war am 4. November zurückgetreten; der noch am 7. in Füssen aufgegebene Brief ging am 8. in München ein, am 10. übernahm Koch die Geschäfte.
Brief mit eigenh. Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
An den kürzlich zum Innenminister ernannten bayerischen Kultusminister Nikolaus v. Koch (1807-1866): „[…] Nachstehend theile Ich Ihnen Abschrift eines an das Generalsekretariat des Staatsrathes erlassenen Handschreibens mit. Ich freue mich, Sie von nun an auch an der Spitze des Staats-Ministeriums des Inneren zu wissen. Gerne bewillige ich Ihnen […] von heute an bis zum Jahresbeschlusse Urlaub, damit Sie Sich vollständig zu erholen vermögen, und beauftrag mit der Verwesung des Staatsministeriums des Innern […] während dieser Zeit den Staatsrath von Fischer (wohl Joseph Anton v. Fischer, 1792-1877), den Sie hiervon in Kenntnis setzen wollen […]“. Rückseitig die oben genannte Abschrift von Ludwigs Schreiben des Generalsekretariat, das auch die Erhöhung von Kochs Gehalt betrifft.
Brief mit eigenh. Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
An die Witwe des Kultus- und Innenministers Nikolaus von Koch (1807-1866): „[…] Mit herzlichster Theilnahme habe Ich von dem Hinscheiden Ihres Gemahls […] gehört […] Ich erkannte sehr wohl die guten und treuen Dienste, welcher Ihr Gemahl Meinen Vorfahren auf dem Throne gleichwie Mir selbst geleistet hat, und setzte große Hoffnungen von ihm noch auf die fernste Zukunft […]“.
Eigenh. Anordnung mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
An einen namentlich nicht genannten Adressaten: „Lassen Sie [...] einen ausführlichen Auszug der Briefe Malzens [?] aus Arabien schreiben; – besorgen Sie die Angelegenheit bezüglich des Erzbischofs gewissenhaft u. meinem Willen gemäß [...]“. – Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.
Dekret mit eigenh. Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Beförderungsurkunde für Wilhelm Kilian zum „Sous-Brigadier in Unserer Leigarde“.
Sammlung von 2 eigenh. Instruktionen mit U. ("Ludwig").
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Bislang unveröffentlichte Schreiben an seinen engsten Vertrauten, den Marstallfourier Karl Hesselschwerdt, mit detaillierten Anweisungen hinsichtlich amouröser Zusammenkünfte Ludwigs mit begehrten jungen Männern: "Lieber Karl! Nachts gedenke ich zur Burg zu fahren, besorge dort Alles wie sonst, ich will aber mit Dir sprechen; sorge für Beleuchtung, Champagner, Vanille, Getränke, Musikkästen, auch muß es warm dort sein; wenn ich ankomme, muß die Laterne am Fuß der Treppe stehen, Du aber bleibe im Vorzimmer vor dem Arbeitszimmer (wo die Anderen stets warten), bis ich Dich vom Arbeitszimmer aus rufe. Auf dem Toilettetische im Schlafzimmer soll ein mit Wasser gefülltes Glas stehen [...]" (9. Januar 1884). Das undatierte Schreiben lautet: "Sage Ihm, daß ich Ihn so liebe, so an Ihm hänge, daß ich im Stande wäre Ihm einen Fußfall zu machen, wenn es gelten würde Ihn zu bitten, mir Seine Gesinnungen u. Gefühle immer treu zu bewahren u. damit stets Sein Herz mir zugewendet bleibt. Ich sende Ihm tausend Grüße [...]". - Hesselschwerdt (1840-1902) war schon 1864 in den königlichen Hofmarstallstab eingetreten; als Günstling des Königs avancierte er bald zu seinem De-facto-Haushofmeister. Trotz des in ihn gesetzten Vertrauens, an dem Ludwig bis zuletzt festhielt, bewahrte er dessen belastende Dokumente auf, paktierte mit den Kräften, die den König zu entmachten strebten, und war den Ärzten, die per Ferndiagnose dessen Regierungsunfähigkeit bescheinigen sollten, einer der wichtigsten Belastungszeugen. Die delikaten Handschreiben allerdings blieben im Familienbesitz: "Bis 1930 gehörten sie [Hesselschwerdts] Sohn Ludwig [...], dann bis 1942 seiner Tochter Josepha Kress, welche die Briefe - es waren über hundert - ihrer Enkelin vermachte. In den achtziger Jahren veräußerte die Urenkelin Karl Hesselschwerdts die Schriften an verschiedene Erwerber, unter anderem an einen Autographensammler, der 1996 verstarb" (Holzschuh, S. 137). Erst 1999 gelangte aus dieser letzteren Erbmasse ein Teil der Korrespondenz des Märchenkönigs mit seinem Faktotum in den Handel: Das vom Erwerber publizierte Konvolut von 27 Briefen belegte erstmals öffentlich die intime Rolle Hesselschwerdts nicht nur hinsichtlich Einrichtungsplänen, Geldsachen und anderen offiziösen Angelegenheiten, sondern auch bei der Orchestrierung der königlichen Erotik. - Spuren senkrechter Mittenfaltung. Wohlerhalten.
Eigenh. Brief mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
An Marstall-Offiziant Karl Hesselschwerdt, seinen Vertrauten: „[…] Sehr eilt es mit den neuen Vorschlägen von Soldaten für die Kammer. Den Weber mag Ich nicht mehr und der Neue (Birner) paßt ganz u. gar nicht. - Jetzt noch dieß. - Unter den 3 Hirten die in der Halbammer waren heißt einer, mit dem ich allerdings nur ein paar Worte sprach u. der Mir wegen seines frischen Wesens gefiel: Georg Sanktjohannser. Such ihn ohne Aufsehen kennen zu lernen (vielleicht ist er noch dort er ist aus Kohlgrub) vielleicht paßt er hierher, aber als Hirt, etwas anderes wäre schade. - Hoffentlich kann Ich bis zum 7ten neue Soldaten bekommen u. Die Geldbotschaft sicher am 9ten spätestens 10ten […]“ Am Schluß eine Nachschrift in Bleistift: „Feine Manieren müssen die Neuen haben, Briner hat keine solchen.“ - Chevauleger Alfons Weber und Georg Sanktjohanser waren letzte Günstlinge des Königs. Im nördlichen Ammergebirge - im Tal der Halbammer beim Wilden Jäger - befand sich ein Jagdhaus Ludwig II. Heute steht auf den Fundamenten die Hubertuskapelle.
Gedr. Ernennungsurkunde mit eigenh. U. „Ludwig“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Beförderungsurkunde für „den bisherigen Vice-Corporal vom 11. Infanterie-Regiment […] Maximilian Schmid […] zum Unterlieutentant im 15. Infanterie-Regiment“. Mit Randläsuren und stärkeren Faltspuren.
Gedr. Ernennungsurkunde mit eigenh. U. „Ludwig“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Beförderungsurkunde für „den bisherigen Unterlieutentant vom 15. Infanterie-Regiment […] Maximilian Schmid […] zum Oberlieutentant im 3. Infanterie-Regiment“. Mit leichten Randläsuren und Faltspuren.
Eigenh. Brief mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
An Lorenz von Düfflipp (1820-1886), der von 1866 bis 1877 Kabinettssekretär des Königs war: „Ich finde die Sandalen für Hornstein doch zu einfach, besorgen Sie mir schönere zur Ansicht.“ - Der Komponist Robert von Hornstein (1833-1890) war mit Wagner befreundet und zählte zu seinen frühen Interpreten. Hier handelte es sich wohl um ein Geschenk für den Komponisten, möglicherweise im Rahmen einer Musikaufführung, die Hornstein leitete.
Eigenh. adressiertes Kuvert.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
An Elisabeth von Österreich „Sisi“ gerichteter Briefumschlag. „Ihrer Majestät | der Kaiserin von | Österreich, Königin von Ungarn | Possenhofen“. Sehr selten in dieser Form.
Original-Photographie (Albumin-Abzug) von Joseph Albert im Kabinett-Format mit rückseitiger eigenhändiger Unterschrift von Ludwig II.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Hübsches, weichgezeichnetes Portrait des jungen Königs, den Blick leicht zur rechten Seite gewandt. Photographie: J. Albert, ohne Jahr (ca. 1865). Mit schwungvoller Unterschrift des jungen Königs. Foto leicht verblasst.
Schriftstück mit eigenh. Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Ludwig als „Ludwig II. von Gottes Gnaden König von Bayern, Pfalzgraf bei Rhein Herzog von Bayern, Franken und in Schwaben“ versetzt den „bisherigen Unterarzt im 12. Infanterie Regiment König Otto von Griechenland Dr. Friedrich Gerber auf in ihn gesetztes Vertrauen und Glauben an seine Uns geleistete Eidespflicht zum Bataillonsarzt im genannten Regimente allergnädigst zu befördern […]“
Eigenh. Unterschrift auf Beförderungsurkunde auf Papier mit lithogr. Kopf.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Beförderung des Oberbaurates Bernhard Herrmann von Herrmann (1808-1898) zum Oberbaudirektor bei der obersten Baubehörde. Mit papiergedecktem Siegel. – Mit Faltspuren und leicht fleckig.
Eigenh. Unterschrift auf Beförderungsurkunde auf Papier mit lithogr. Kopf.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Ernennung des Oberbaudirektors Bernhard Herrmann von Herrmann (1808-1898) zum königlichen Geheimen Rat. – Mit Faltspuren, gering fleckig, gleichmäßig leicht gebräunt.





