Otto Frh. von Lerchenfeld-Aham

Lerchenfeld-Aham, Otto Frh. von

Kämmerer (1817-1884). Eigenh. Brief mit U. München. 4 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
160 € (92489/BN61780)

An den namentlich nicht genannten Historiker Leopold von Ledebur: "Ich gehe seit längerer Zeit mit dem Gedanken um, eine Geschichte meiner Familie zu schreiben u. habe bereits ein sehr umfassendes Material dazu gesammelt. Der in Ihrem Adelslexikon erwähnte Johann Friedrich von Lerchenfeld ist ungefähr um das Jahr 1640 oder 1642 von Bayern auf die Universität nach Wien u. von dort nach dem damaligen Polen gegangen u. lebte daselbst noch 1690. Als Richter zu Hoppenbruch bei Danzig u. als 'advocatus Olivensis et Peplinensis' hat er sich namentlich in den Kriegen mit Schweden derart ausgezeichnet, daß er von König Johann III.

von Polen für sich u. seine Erben das polnische Indigenat erhielt. Das betreffende Adels-Diplom ist in lateinischer Sprache abgefaßt u. besitze ich eine, leider nicht beglaubigte u. etwas fehlerhaft abgeschriebene Abschrift desselben, welche gläublich 1745 in die Hände meines Urgroßvaters gelangt u. welcher ziemlich ausführliche Familien-Notizen von 1670 bis 1745 beiliegen [...]". - Otto von Lerchenfeld war königlicher Oberststallmeister von Ludwig II., der ihn allerdings Ende 1865 entlassen hatte, weil Lerchenfeld einen Reitknecht, der als Liebhaber des Königs galt, bei der Staatsanwaltschaft wegen eines angeblichen Sittlichkeitsvergehens angezeigt hatte. - Beiliegend ein alter Sammlungsumschlag..

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