Max Klinger

Klinger, Max

Maler (1857–1920). Eigenh. Brief mit U. ("M. Klinger"). Leipzig. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert.
850 € (35057)

An Rechtsanwalt Otto Georgi, wohl der ehemalige erste Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Otto Georgi (1831–1918): "Besten Dank für Ihre Karte. Sonnabend d. 1. übermorgen werden einige Bekannte bei mir sein so wie Sie es kennen, wollen Sie von der Partie sein? [S]o gegen 8 [...]".

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Klinger, Max

Maler und Bildhauer (1857-1920). Eigenh. Brief mit U. ("M. Klinger"). Wohl Paris. 1 S. Gr.-4to.
680 € (48336/BN30769)

An die Herren Gerlach und Schenk, Kunstverlag, Wien: "Wären Sie so freundlich mir auf meinen seinerzeit mit den Blättern für Ihre 'Allegorien & Embleme' zugegangenen Vorschlag, den Zahlungsmodus betreffend, Ihre gef. Antwort zu ertheilen! [...] Mein Vorschlag ging dahin, daß Sie mir die beiden Originale - unter Zusicherung Ihnen das alleinige Vervielfältigungsrecht zu überlassen - mit je 50 Mk - von den mir noch bei Ihnen zustehenden Mk 250.- in Abzug zu bringen und mir die Blätter hierher zusenden [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; mit kleinen Randläsuren und zeitgen. Eingangsvermerk.

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Klinger, Max

Maler und Bildhauer (1857-1920). Eigenh. Brief mit U. Paris. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
900 € (48337/BN30770)

An die Herren Gerlach und Schenk, Kunstverlag, Wien: "Unter heutigem Tage gehen die letzten zwei Zeichnungen 'Witz' und 'Anarche' an Ihre Adresse ab. Entschuldigen Sie, daß ich den von mir selbst gesetzten und versprochenen Termin nicht einhielt, das Blatt 'Witz' hat mir äusserst viel Arbeit gemacht [...]". - Stellenweise gering fleckig und mit Faltspuren; mit einigen zeitgen. Eingangs- und Redaktionsvermerken.

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Klinger, Max

Maler und Bildhauer (1857-1920). Eigenh. Brief mit U. Paris. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
950 € (48338/BN30771)

An die Herren Gerlach und Schenk, Kunstverlag, Wien: "Ihren Brief soeben empfangend, theile ich Ihnen mit, daß ich mich sehr wohl meiner Unterredung mit Herrn Gerlach entsinne. Derselbe empfahl mir, für 'Witz und Satyre' nur Raum für c. 1/3 Seite einzunehmen, für welchen meine Zeichnungen auch berechnet sind. Er stellte mir jedoch frei Monarchie-Republik und Despotie Anarchie auf 2 Blatt zu bringen, wobei er allerdings zufügte, daß es ihm angenehmer sei wenn die 4 Gegenstände auf 1 Blatt gingen [...] Über Ihr Anerbieten betreff Erwerbung des Werkes kann ich mich noch nicht schlüssig machen, umso mehr als ich den Preis nicht kenne und durch die Preisreduction schon beträchtlich verliere [...]".

- Mit zeitgen. Eingangsvermerk; Faltspuren..

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Klinger, Max

Maler und Bildhauer (1857-1920). Eigenh. Brief mit U. Paris. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
850 € (48339/BN30772)

An die Herren Gerlach und Schenk, Kunstverlag, Wien: "In Beantwortung Ihres geschätzten Schreibens von voriger Woche theile ich Ihnne mit, daß von den bestellten Blättern zwei 'Despotie' und 'Satyre' beendet sind zwei andere angefangen. Ich hätte Ihnen dieselben schon geschickt, doch möchte ich auf alle Fälle erst noch das Gegenstück 'Satyre' - 'Witz' vollenden. Entschuldigen Sie, verehrter Herr, daß ich trotz meiner Versprechungen bisher noch nichts von mir hören liess, doch beschäftigte mich die Herausgabe meines letzten Radierungswerks auf das dringendste und die Unruhe die die Umsiedelung nach Paris mit sich brachte, liess mir wenig als vielmehr keine Stimmung zur Arbeit übrig [...]".

- Mit zeitgen. Eingangsvermerk; Faltspuren..

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Klinger, Max

Maler und Bildhauer (1857-1920). Eigenh. Brief mit U. Berlin. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
550 € (48340/BN30773)

An die Herren Gerlach und Schenk, Kunstverlag, Wien: "Entschuldigen Sie, daß ich bis heute auf Ihre Schreiben nicht antwortete, durch sehr dringende Arbeiten fand ich immer Abhaltung. Ich wollte Ihnen hiermit mitteilen, daß ich Ihnen bis zum Ende nächster Woche meine Blätter 'Witz u. Satire' zuschicken werde". - Mit zeitgen. Eingangsvermerk.

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Klinger, Max

Maler und Bildhauer (1857-1920). 5 eigenh. Briefe mit U. (Wohl) Paris und Berlin. Zusammen 10 SS. Gr.-4to und 8vo.
6.500 € (47157/BN31819)

An die Herren Gerlach und Schenk, Kunstverlag, Wien, über Verkauf und Abrechnung von Zeichnungen (I), die Zusendung von zwei Zeichnungen (II), Vorbereitung und Arrangement einiger Arbeiten zur Publikation (III), das Voranschreiten seiner Arbeit (IV) und über die Zusendung neuer Blätter (V). - I: "Wären Sie so freundlich mir auf meinen seinerzeit mit den Blättern für Ihre 'Allegorien & Embleme' zugegangenen Vorschlag, den Zahlungsmodus betreffend, Ihre gef. Antwort zu ertheilen! [...] Mein Vorschlag ging dahin, daß Sie mir die beiden Originale - unter Zusicherung Ihnen das alleinige Vervielfältigungsrecht zu überlassen - mit je 50 Mk - von den mir noch bei Ihnen zustehenden Mk 250.- in Abzug zu bringen und mir die Blätter hierher zusenden [...]" (Wohl Paris, 16.

XI. 1883). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; mit kleinen Randläsuren und zeitgen. Eingangsvermerk. - II: "Unter heutigem Tage gehen die letzten zwei Zeichnungen 'Witz' und 'Anarche' an Ihre Adresse ab. Entschuldigen Sie, daß ich den von mir selbst gesetzten und versprochenen Termin nicht einhielt, das Blatt 'Witz' hat mir äusserst viel Arbeit gemacht [...]" (Paris, 1. X. 1883). - Stellenweise gering fleckig und mit Faltspuren; mit einigen zeitgen. Eingangs- und Redaktionsvermerken. - III: "Ihren Brief soeben empfangend, theile ich Ihnen mit, daß ich mich sehr wohl meiner Unterredung mit Herrn Gerlach entsinne. Derselbe empfahl mir, für 'Witz und Satyre' nur Raum für c. 1/3 Seite einzunehmen, für welchen meine Zeichnungen auch berechnet sind. Er stellte mir jedoch frei Monarchie-Republik und Despotie Anarchie auf 2 Blatt zu bringen, wobei er allerdings zufügte, daß es ihm angenehmer sei wenn die 4 Gegenstände auf 1 Blatt gingen [...] Über Ihr Anerbieten betreff Erwerbung des Werkes kann ich mich noch nicht schlüssig machen, umso mehr als ich den Preis nicht kenne und durch die Preisreduction schon beträchtlich verliere [...]" (Paris, 15. IX. 1883). - Mit zeitgen. Eingangsvermerk; Faltspuren. - IV: "In Beantwortung Ihres geschätzten Schreibens von voriger Woche theile ich Ihnne mit, daß von den bestellten Blättern zwei 'Despotie' und 'Satyre' beendet sind zwei andere angefangen. Ich hätte Ihnen dieselben schon geschickt, doch möchte ich auf alle Fälle erst noch das Gegenstück 'Satyre' - 'Witz' vollenden. Entschuldigen Sie, verehrter Herr, daß ich trotz meiner Versprechungen bisher noch nichts von mir hören liess, doch beschäftigte mich die Herausgabe meines letzten Radierungswerks auf das dringendste und die Unruhe die die Umsiedelung nach Paris mit sich brachte, liess mir wenig als vielmehr keine Stimmung zur Arbeit übrig [...]" (Paris, 2. IX. 1883). - Mit zeitgen. Eingangsvermerk; Faltspuren. - "Entschuldigen Sie, daß ich bis heute auf Ihre Schreiben nicht antwortete, durch sehr dringende Arbeiten fand ich immer Abhaltung. Ich wollte Ihnen hiermit mitteilen, daß ich Ihnen bis zum Ende nächster Woche meine Blätter 'Witz u. Satire' zuschicken werde" (7. V. 1889). - Mit zeitgen. Eingangsvermerk..

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Klinger, Max

Maler und Bildhauer (1857-1920). Eigenh. Brief mit U. ("M. Klinger"). Bagnères-de-Bigorre. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
850 € (49366/BN33744)

An Carl Moll: "Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr. Wie geht es mit meinen Sachen? Ich werde allerdings erst in 14 Tagen davon erfahren, denn meine Angelegenheiten ermöglichen es mir [...] ein paar Tage hier in Biarritz, Pan, jetzt momentan Bagnères Bigorre theils für das Geschäft theils um Luft zu schnappen herumzulaufen. Ausser dem prachtvoll ruhigen [?] Meer gestern in Biarritz habe ich die Pyrenäen noch nicht gesehen obgleich ich mitten drin bin. Wolkenschleier bis ganz unten. Es ist doch sehr schön auf der Welt, man muß sich nur von allerhand angeborenen und zugetragenen Dummheiten frei machen [...]".

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Klinger, Max

Maler und Bildhauer (1857-1920). Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D. 1 S. Empfehlungswünsche auf Visitkarte.
350 € (944299/BN944299)

"Mit Empfehlungen an Frau Gemahlin und Frl. Tochter / ergebenst / d[er] O[bige]".

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Klinger, Max

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Max Klinger (1857–1920), Maler. E. Brief mit U. [Leipzig, 5. November 1913]. 1 Seite 4°. Mit e. adr. Kuvert. – An den Kunsthändler Otto Hermann Claass in Königsberg: „Gern werde ich Ihnen eine Zeichnung senden, doch bitte ich sich noch einige Tage zu gedulden, da die wenigen, die ich noch habe, zur Ansicht versendet sind. Ich muß Sie darauf aufmerksam machen, daß ich nur Kreide-Studien noch zur Verfügung habe (Akte, Gewand, Köpfe) etc. An Federzeichnungen gar nichts außer einem ganzen aber sehr theuren Cyklus, für den eine Galerie bereits Vorkaufsrecht hat. Ist Ihnen mit Studien gedient (der Preis pro Blatt ist zwischen 150–250 MK) so bitte ich mich zu benachrichtigen, Sie würden dann in 8–10 Tagen einige zur Auswahl erhalten [...]“. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; mit kl. Randläsuren.


Klinger, Max

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Max Klinger (1857–1920), Maler. E. Brief mit U. Groß-Jena, 23. Februar 1917. 2/3 S. 4°. – An den Maler Max Liebermann: „Herzlichsten Dank für Ihre Wünsche [zu Klingers 60. Geburtstag]! Ich hoffe wir können noch lange wie bisher zusammen arbeiten! [...]“. – Auf Briefpapier mit gedr. Initialen.


Klinger, Max

Eigenh. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An den namentlich nicht genannten Georg Stern: „Ich bedaure sehr Ihrer Bitte nicht entsprechen zu können. Der eingesandte Druck ist ein Auflagedruck die ich principiell nicht unterzeichne, da Unterschrift nur bei Probedrucken gebräuchlich ist [...]“. – Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm; mit kleinen Randläsuren und kleinen Spuren alter Montage.


Klinger, Max

5 eigenh. Briefe mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Hübsche Korrespondenzsammlung, sämtlich an den Wiener Juristen Josef Reitzer, Rechtsvertreter der Erben nach Johannes Brahms: "[...] Durch Herrn Artaria erfuhr ich gestern, daß die Erben des Nachlasses 'Johannes Brahms' die Zeichnungen 'Titelblätter zu Liedern Sonaten Sinfonien' und 'Skizzen zur Brahmsfantasie' in Besitz haben und zur Zeit in Wien und Berlin zur Ausstellung bringen werden. Gestatten Sie mir anlässig dieses Umstandes einige Bemerkungen: Obige Zeichnungen waren Geschenke die ich seiner Zeit dem Verewigten sandte. Um etwaigen Irrthümern und damit verbundenen Unannehmlichkeiten vorzubeugen möchte ich constatiren, daß sämmtliche Reproduktionsrechte, welcher Art Wiedergabe es auch sei, mein ausschließliches Eigenthum sind, und ich keineswegs gewillt bin, dieses aufzugeben [...] An die Ausstellung der Arbeiten selbst knüpfe ich nachstehende dringende Bitte, von der ich hoffen kann, daß ihr Rechnung getragen wird [...] Die Bitte ist, die Ausstellung in Wien durch Herren Artaria u. Co. veranstalten zu lassen, in Berlin aber bei Herren Amsler und Ruthardt [...] Wollen Sie nicht übel aufnehmen, daß ich auf Ihre letzten geschätzten Vorschläge, meine Briefe an Brahms betreffend, mich nicht geäußert habe. Die Erfüllung der von Ihnen verlangten Formalitäten würde mir zuviele Schwierigkeiten bereitet haben und so verzichtete ich schweigend [...]" (28. X. 1902). - "Soeben erhalte ich Ihr Schreiben vom 7. Nov. und kann nicht umhin die getroffenen Entscheidungen lebhaft zu bedauern soweit es die Ausstellung meiner Sachen in Berlin angeht. Ich muß da eine in Ihrem Schreiben enthaltene Äußerung richtig stellen. Sie theilen mir mit: daß Sie die Herren ersucht hätten sich vorher über meine principielle Geneigtheit Gewißheit zu verschaffen und setzen hinzu daß 'nachdem ich diese ausgesprochen habe' die Abmachungen getroffen worden seien. Demgegenüber möchte ich feststellen daß die Herren Kappstein und sonstige Brahms'schen Erben sich keinesfalls in irgendwelcher Sache an mich gewendet haben und daß ich ihnen keinerlei principielle Geneigtheit, weder mündlich noch schriftlich, ausgesprochen habe [...] Wegen des Brahms-Exlibris habe ich vor einigen Tagen bereits mit Herrn Artaria gesprochen und ein Abkommen getroffen [...]" (8. XI. 1902). Beilage: Abschrift eines Telegramms Klingers, "Bin mit Ausstellung einverstanden" (18. XII. 1902) sowie die Bemerkung, es sei Klinger von Artaria zuvor bekanntgegeben worden, "dass Dr. R. die Ausstellung bei Artaria in Wien nur unter der Bediungung gestattet habe, dass dieselbe sohin auch in Berlin bei Amelang stattfindet". - "Unter Bezugnahme auf unsere bisher gepflogene Correspondenz in Sachen Amelang (resp. Brahms Erben) gestatte ich mir heut Ihre Gefälligkeit in Anspruch zu nehmen. Sie formulieren in Ihrem derzeitigen Schreiben die Angelegenheit dahin, Entweder ich gebe die Einwilligung zur Ausstellung der Zeichnungen bei Artaria (Wien) und Amelang (Berlin) und es wird mir dafür Reproduktionsgelegenheit der Blätter von den Brahms'schen Erben gegeben Oder Beide Ausstellungen unterbleiben und die Brahms'schen Erben verweigern mir die Reproduktionsgelegenheit. Ich habe mich seinerzeit zur ersten Frage zustimmend geäußert, und die Ausstellung hat demzufolge bei Artaria stattgefunden. Meine Zeichnungen werden auch nunmehr bei Amelang in Berlin ausgestellt werden. Somit glaube ich meinerseits die acceptirten Bedingungen erfüllt zu haben. Meine Bitte an Sie, verehrter Herr, geht nun dahin veranlassen zu wollen, daß die Brahms'schen Erben in nächster Zeit, vor Eröffnung oder nach Schluß ihrer Ausstellung, die betr. Blätter sämmtlich einer von mir näher zu bezeichnenden Firma (voraussichtlich Hanfstängl in München, der aber die Aufnahmen in Berlin jedenfalls veranlassen würde) für die Zwecke einer guten Reproduktion auf einige Tage zur Verfügung zu stellen [...]" (27. XII. 1902). - "Ihr voriges Geschätztes blieb vorläufig unbeantwortet, weil in diese Tage eine andere schwierige und aufregende Angelegenheit fiel, nach deren Erledigung ich dringend einige Tage völliger Ruhe bedurfte [...] Leider bin ich materiell nicht in der Lage den einen Ihrer Wünsche zu befriedigen. Die sehr kleine Edition der 'Brahmsfantasie' ist völlig vergriffen. Und die im Handel nur noch gelegentlich erhältlichen Exemplare haben einen Preis von 800-1000 Mk. Ich selbst bin nur mehr im Besitz meines Handexemplares, welches ich nicht veräußere. Ich muss Sie also bitten, eine andere Wahl zu treffen [...] Wenn Ihnen dagegen mit einem Exempl. einer anderen Arbeit von mir, z. B. 'Vom Tode II' (6 Stiche), die einen gleichen Handelswerth wie die Brahmsfantasie hat, gedient ist, so stelle ich Ihnen dieses gern zur Verfügung [...] In Sachen der Reproduktion werde ich mich sofort mit meinem Verleger in Verbindung setzen [...]" (30 I. 1903). - Drei Jahre später besuchte Reitzer Leipzig, wo er wieder mit Klinger Verbindung aufnahm. Der Künstler schrieb ihm ins Hotel: "Wenn das Hamburger Brahmsdenkmal Sie interessiert bitte ich Sie entweder heut Montag gegen 5 zu kommen oder morgen gegen 11. Später wird es aus technischen Gründen umgelegt [...]". Wahrscheinlich ein bei dieser Gelegenheit überreichtes Geschenk Klingers an Reitzer ist das der Sammlung beiliegende Brahmsportrait: ein Jugendbildnis, verso datiert und mit der (demnach an Klinger gerichteten) humorvollen Widmung des Komponisten: "Die Photographie ist zwar sehr zerschunden, / Ich hab aber leider ka bessere g'funden / Und da sie schon vorn so abgenutzt / Hab ich sie auch rückwärts mit Versen beschmutzt."