Gustav Klimt

Maler, 1862-1918

Gustav Klimt ist einer der bekanntesten Vertreter des Wiener Jugendstils, auch Wiener Secession genannt. Er ist zweifellos der bedeutendste Künstler des Jugendstils in Österreich, nimmt aber auch im internationalen Maßstab eine Spitzenstellung ein. Dennoch wurde sein Werk besonders in der deutschsprachigen Kunstkritik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts teilweise völlig ignoriert oder als reine Dekorationsmalerei abgetan. Erst später wurde seine statische Flächenhaftigkeit und seine ornamentale Abstraktion als richtungsweisend für die Entwicklung der modernen Malerei erkannt (Kubismus, abstrakte Malerei).

Quelle: Wikipedia

Klimt, Gustav

Maler (1862-1918). Eigenh. Brief mit U. Wien. 10.12.1894. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.
22.000 € (78425)

An den Maler Karl Haunold (1832-1911) in Wien, bei dem er sich für das Verbummeln einer Einladung entschuldigt: "Es geht nun einmal nicht anders, ich muß die Wahrheit unverblümt sagen, ich habe vergessen, Ihrer für mich so schmeichelhaften Einladung für Freitag Folge zu leisten, ich habe nicht einmal die Entschuldigung durch wichtige Angelegenheiten anderweitig in Anspruch genommen gewesen zu sein, sondern ich hatte nur einen kleinen Gang zu thun und verbummelte die andere Zeit des Abends in gewöhnlichster Weise, als ich um halb zehn Uhr nach Hause kam war ich verwundert empfangen, da ich ja doch bei Onkel Haunold sein sollte.

All der Schrecken der mir in die Glieder führ, änderte an der Sache nichts mehr, ich konnte auch nicht wagen 10 Uhr Abends das Versäumte nachzuholen. Ich stehe da, als reuiger Sünder! [...]". - Tadellos erhalten..

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Klimt, Gustav

Maler (1862-1918). Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. Wien. 130 : 198 mm auf Trägerkarton (283 : 178 mm).
75.000 € (84082)

Das Brustbild im Profil zeigt laut „Kulturpool, Österreichs Portal zu Kunst, Kultur und Bildung“ Gustav Klimt im Alter von 55 Jahren vor seinem Atelier in der Feldmühlgasse 11 in Wien. Es sei eines der letzten Aufnahmen des Künstlers. Aufgenommen wurde sie von Moritz Nähr (1859 - 1945). Mit Widmung „Wien 1917 | Frau Johanna Staude zur freundlichen Erinnerung von Gustav Klimt“. Gustav Klimt hat die charismatische Persönlichkeit von Johanna Staude (1883-1967) in den Jahren 1917/17 im berühmten Gemälde „Johanna Staude“ festgehalten.

Das Brustbild blieb unvollendet. Johanna Staude stand nicht nur Klimt sondern auch Egon Schiele Modell. Klimt hat Johanna Staude wohl auch Arbeit beim Schriftsteller Peter Altenberg verschafft, der sie als „modernen Engel“ beschrieb. Klimts Farbpalette hatte sich mit dem Tod seiner Mutter 1915 verdüstert. In Johanna Staudes Bildnis setzt Klimt auf das beherrschende blaue Kleid und den orangeroten Hintergrund. Auch wenn Johanna Staudes Mund unvollendet ist, wird der Betrachter doch von ihrem Gesicht angezogen. Der Fotograf Moritz Nähr war es auch, der im Mai 1911 das weltberühmte Foto von Gustav Klimt mit Katze auf dem Arm aufgenommen hatte. Nähr war ein umtriebiger und origineller Fotograf im Wien des Fin de Siècle. Mit Klimt verband ihn eine jahrelange Freundschaft mit täglichem gemeinsamem Frühstück. Das Atelier war der Ort an dem Gustav Klimt von 1911 bis zu seinem Tod 1918 einige seiner wichtigsten Werke schuf. Er arbeitete hier an mehr als 50 Gemälden, darunter weltbekannte Bilder wie „Adele Bloch-Bauer II“, „Friederike Beer“, „Die Braut“ und „Adam und Eva“. Am 6. Februar 1918 starb Gustav Klimt im Alter von nur 55 Jahren an den Folgen eines Gehirnschlags. Zu Beginn seiner Karriere widmete sich Gustav Klimt dem „Historismus“, einer Stilrichtung, die er lange an der Kunsthochschule studiert hatte. Ein Beispiel hierfür sind seine Wand- und Deckenmalereien und Portrait-Arbeiten. Trotz dieser Erfolge brach er mit dieser Tradition und wandte sich dem Jugendstil zu und gründet deren „Hochburg“ - die Wiener Secession. Durch die Auseinandersetzung mit dem Jugendstil fand er seinen eigenen persönlichen Ausdruck und gilt heute als der bedeutendste Maler seiner Stilepoche. Typisch für den Jugendstil, ließ sich Klimt von der Natur inspirieren. Seine Werke sind geprägt von floralen Motiven und Ornamenten. Seine zweidimensionale Flächenkunst wird durch die fließenden Linien, Ornamente und geometrisch-spiralförmigen Formen charakteristisch. Durch diese Art der Linienführung entsteht in seinen Bildern ein Eindruck von Lebendigkeit. Traum und Symbolbilder kommen in seinen Bildern zum Ausdruck. Durch die Verwendung von Symbolen hatte Klimt die Möglichkeit, die alte Tradition in die neue Kunstrichtung zu integrieren. Klimt setzte sich mit existenziellen Fragen auseinander. Der zentrale Punkt in seiner Kunst war um Freude zum Leben. Dabei gab er dem Leben einen erotischen Ausdruck. Klimts Hauptaugenmerk lag auf Figuren- und Landschaftsbildern. Am liebsten malt er Menschen, und ganz besonders Frauen. In vielen seiner Bilder stehen erotisch dargestellte und nackte Frauen im Mittelpunkt – wohl im Streben danach, den Mythos der Frau zu ergründen. Moritz Nähr war nicht nur mit den Secessionisten „vernetzt“, sondern auch mit dem Kaiserhaus und der Familie Wittgenstein. Er fertigte klassisch gewordene Porträts des Philosophen Ludwig Wittgenstein an, wie auch von Gustav Mahler, den er 1907 in der Loggia der Wiener Hofoper fotografierte. Der Fotograf experimentierte mit dem Medium. So machte er sich etwa darüber Gedanken, welche neuen Facetten ein Bild durch die Wahl eines bestimmten Ausschnitts erhält. Auf besonderen Anklang stieß Nährs Sinn für die künstlerische Inszenierung bei den Secessionisten, die ihm die Anfertigung effektvoller Ausstellungsansichten übertrugen..

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Klimt, Gustav

Maler (1862-1918). Eigenh. Widmung und U. auf Untersatzkarton einer Photographie von Klimts Gemälde "Das alte Hofburgtheater (Blick von der Bühne in den Zuschauerraum)". Wien. 30.01.1890. 440:505 mm (Darstellung, Plattenrand 522:601 mm) auf Trägerkarton (620:690 mm).
12.500 € (85582/BN56218)

Heliogravüre von J. Löwy (Kunst- und Verlagsanstalt in Wien) nach dem im Wien Museum befindlichen Aquarell (IN 31.813) von Gustav Klimt, der am unteren rechten Rand widmet: "Sr. Excellenz dem Herrn Ministerpräsidenten Grafen Taaffe in größter Ehrfurcht. Gustav Klimt 30/I 1890". Zu sehen ist Graf Taaffe im ersten Rang (4. von links). Klimt hatte 1888 von der Stadt Wien den Auftrag erhalten, das alte Burgtheater am Michaelerplatz vor dessen Abriss noch einmal im Bild festzuhalten, wobei er rund 200 Miniaturportraits in seine Darstellung integrierte. - Die Ränder etwas beschabt, bestoßen, fleckig und gebräunt, die Darstellung annähernd makellos; Widmung und U. etwas verblasst.

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verkauft

 
Klimt, Gustav

Gedr. Revers mit eigenh. U.
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Vordruck der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst, Wien, der Klimt "hiermit das alleinige, uneingeschränkte und noch völlig unbegebene Vervielfältigungsrecht des Bildes meines Bruders 'Hanswurst auf der Jahrmarktbühne' (ausgestellt im Künstlerhause April 1895)" überträgt. - Das erwähnte Bild von Klimts 1892 verstorbenem Bruder war nach dessen Tod von Klimt vollendet worden. - Mit einigen zeitgenöss. Notizen.


Klimt, Gustav

Eigenh. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

"Karten-Brief zur pneumatischen Expressbeförderung" (Rohrpostbrief) an Ludwig M. König, Sohn aus der Textilgroßhandelsfamilie Johann König & Sohn, Wien I: "Danke herzlichst für die freundliche Einladung. - Leider ist es mir heute unmöglich derselben Folge zu leisten. Allerherzlichste Grüße an Frau Mama und Sie [...]". - Die Einladung bezieht sich wohl auf ein Opern-, Theater- oder Konzertabonnement der Familie J. König, die mit Klimt und vor allem Emilie Flöge und deren Modesalon enge geschäftliche Kontakte pflegte. - Etwas knittrig und angestaubt; kleine Falteinrisse tls. mit kleinem Klebestreifen hinterlegt.


Klimt, Gustav

Bestätigung von anderer Hand mit eigenh. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

"Bestätige den Empfang von 765 Kronen ferner 9 Zeichnungen und ein Ölgemälde von [...] Krzizek erhalten zu haben / Wien, 17. April 1917 / Gustav Klimt". - Beiliegend der dieser Bestätigung vorausgehende ms. Brief mit: "Ich gestatte mir Ihnen hiermit den Erlös für den Verkauf von drei Zeichnungen Ihrer Hand per K 900. abzüglich 15% Provision d. i. K 135.- sohin Bar K 765.- mit der höflichen Bitte zu übermitteln, mir den Empfang des Betrages auf beiliegendem Formular bestätigen zu wollen. Wegen des Bildes konnte ich leider das Interesse des Käufers nicht erwecken und sende selbes mitfolgend zurück. Von den 14 Zeichnungen, die ich seinerzeit übernommen habe[,] folgen 9 Stück zurück, da Herr Moll für die Auktion im Palais Auersperg 2 Stück über Ihre Zusage entnommen hat. Dem Käufer dem ich Ihre Studie angetragen habe wird gewiss eine Ihrer in Nürnberg befindlichen Landschaften zusagen und ich hoffe zuversichtlich, dass wir mit diesen Werken ein Geschäft machen können [...]".


Klimt, Gustav

E. Bildpostkarte mit U.
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Gustav Klimt (1862-1918), Maler, Zeichner. E. Bildpostkarte m. U., Gastein, 3. Juli 1914, beidseitig beschrieben, 8°. Bleistift. An Anna Klimt in Wien in Steuerangelegenheiten: „[…] habe dem Bankhaus Auftrag gegeben die Steuer zu zahlen – bitte dem ungehobeltem Steuerkommisär [!] in meinem Auftrag sonst die Thür zu weisen – bitte mir zu schreiben ob der Commisar vom Neubau oder (-)iking ist. Ich möchte mich über diesen Herrn beschweren! Ich habe geglaubt das Ihr letzten Mittwoch schon auf Land gezogen seid, warum geht Ihr nicht? […]“ – Die Bildpostkarte zeigt den „Hohen Sonnblick (3106m)“.


Klimt, Gustav

Eigenh. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

"Euer Hochwohlgeboren! Danke herzlichst für die freundliche Einladung, ich würde derselben gerne Folge leisten, bin aber leider ein Nichttänzer und solche Leute werden Sie nicht haben wollen. Sollte dieses kein Hinderniss sein, folge ich der Einladung mit großem Vergnügen [...]".


Klimt, Gustav

Eigenh. Bildpostkarte mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An den Rechtsanwalt Friedrich Hetzer in Wien: "Wetter bisher schäbig, bis zur Möglichkeit[.] Heute endlich Sonne und Ahnung vom Sommer [...]". - Die Bildseite mit einer Ansicht des Wasserfalls in Badgastein.


Klimt, Gustav

Eigenh. Brief mit U. ("Gustav").
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An seine Mutter: "Hiermit gebe ich ein etwas verspätetes Lebenszeichen von mir. Bin wohlbehalten hier angelangt. Gleich den ersten Abend war Concert. Die Lackstiefel zwickten mich schändlich, besonders der linke, ich zieh sie heute gewiß nicht an. Sonst geht es mir gut. Zur Arbeit bin ich noch nicht gekommen, auch nicht so recht zum Schlafen, immer nur essen und trinken und wieder essen. Noch immer habe ich schlechte Träume, besonders die erste Nacht. Morgen will ich ernstlich arbeiten [...]". - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand und mit kleinen Randläsuren.


Klimt, Gustav

Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Das Portrait des Malers mit einer seiner Katzen wurde im Mai 1911 von Moritz Nähr im Garten von Klimts Atelier aufgenommen und gilt als ikonische Darstellung des Künstlers. Der mit ihm befreundete Nähr war einer der wichtigsten Erneuerer in der Photographie im "Wien um 1900" und schuf neben diesem auch einige andere Portraits, die nicht minder die bildliche Überlieferung der Portraitierten bis heute prägen - die Gruppe von Secessionisten im Mittelsaal der Wiener Secession vor der Eröffnung der sog. Beethovenausstellung (1902), Gustav Mahler in der Wiener Hofoper (1907) und Ludwig Wittgenstein (1930). - Ungewöhnlich sauberer und makelloser Abzug; der Trägerkarton gering (finger)fleckig. Laut mündlich überlieferter Aussage des Verkäufers stammt der vorliegende Abzug aus dem Nachlass der Pflegerin des wohl an der Spanischen Grippe verstorbenen Malers.


[Klimt, Gustav

Partezettel.
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Die Beisetzung Klimts, der wohl ebenso wie Egon Schiele der Spanischen Grippe zum Opfer gefallen war, fand am 6. Februar am Friedhof Hietzing statt. Unter den Trauergästen waren u. a. Josef Hoffmann, Berta Zuckerkandl, Anton Hanak, Gustav Nebehay, Ludwig Heinrich Jungnickel, Julius Tandler, Arnold Schönberg und Alban Berg. - Mit kleinen Randläsuren und einem winzigen Einriss im Mittelfalz; minimal fleckig und mit kleinen Montagespuren verso.