Angelika Kauffmann

Kauffmann, Angelika

Malerin (1741-1807). Eigenh. Brief mit U. Rom. 2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to.
9.500 € (939660/BN939660)

An Christoph Martin Wieland in Weimar, der sie um Illustrationen gebeten hatte: das einzige bekannte Schreiben Kauffmanns an Wieland, zuletzt als verschollen geführt. "Hochgeehrtester Herr und Freund / Herr Haigelin [d. i. der aus Stuttgart gebürtige dänische Konsul in Neapel, Christian Heigelin] übergab mier vor einigen tagen Dero mier ohnverhoffte schätzbahreste zeillen aber mier fehlen worte alles das höffliche und freundliche zu antworten welches Sie mier durch diese zu sagen belieben.

Nemmen Sie hiemit meinen besten dank vor alles - besonders vor Dero gewogenheit gegen mich in güte auf. - Die zeichnung betreffend werde ich mit freuden suchen Ihnen zu dienen, schon seit einigen Jahren ist mier Oberon, das vortreffliche gedicht bekannt; und verschiedne mahl - auch jedesmahl habe ich es mit vergnügen gelesen, es ist reich von gedancken und bilder. - Nun bitte ich Sie mein geehrtester Freund deuten Sie mier einige stellen darin aus die Sie möchten gezeichnet sehen, aus denen ich hernach mahlen werde, so bin ich dann gewiß in meiner wahl nicht zu fehlen. - Noch eine bitte hab ich an Sie, bei nächster, und bei allen gelegenheiten, mich der Gnädigsten Herzogin [d i. Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach] demüthigst zu füßen zu legen. Unvergäßlich ist mier die zeit meines aufenthalts dieser Gnädigen Fürstin in meiner nähe. So glückliche zeiten werde ich nicht mehr sehen. - Mich freut recht sehr daß Sie mit dem bild so ich von der Ehre würdigen Fürstin gemacht zufrieden sind. Es ware mein sinn und wunsch, wenigstens in meinem werke einigen beweiß meiner danckbarkeit zu geben vor die so viele genoßene gnaden [...]". - Herzogin Anna Amalia hatte von Sommer 1788 bis Sommer 1790 Italien bereist; in Rom war sie Nachbarin Kauffmanns gewesen. Über ihre Vermittlung nahm Wieland in einem Brief vom 6. September 1792 Kontakt mit Kauffmann auf und bat sie um "eine oder zwei" Zeichnungen zum "Oberon" für seine "Sämmtlichen Werke". Entgegen der Auffassung Maierhofers (A. K., Gesammelte Briefe [Lengwil 2001]), eine "briefliche Antwort Kauffmanns [sei] nicht überliefert" (S. 432), äußert die Künstlerin hier ihre freudige Bereitschaft zur Mitarbeit an diesem Projekt. Zustandekommen sollte es dennoch nicht: Obwohl Göschen noch Mitte Jänner 1793 "2 Sujets" für Kauffmann vorschlug, weigerte sich der Illustrator Johann Heinrich Ramberg, sich an der Ausgabe zu beteiligen, falls neben ihm noch andere Künstler daran mitwirkten. - Provenienz: Im Jahre 1900 in der Autographensammlung des Grafen Victor Wimpffen, Rom. Im Juli des Jahres fertigte der Grazer Germanist Bernhard Seuffert über Vermittlung Eduard Fischer von Röslerstamms eine Abschrift an, die heute im Wieland-Museum Biberach liegt und auch der kritischen Werk- und Briefausgabe als Textgrundlage diente. Tadellos erhalten..

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Kauffmann, Angelika

Malerin (1741-1807). Eigenh. Brief mit U. ("Angelika Kauffmann Zucchi"). Rom. 3 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
12.000 € (76495/BN49307)

An ihren Cousin Joseph Anton Metzler in Schwarzenberg: "Hochgeehrter Herr Vetter und bester Freund. Kurz nach dem mein Ledstes von 14. May an Sie abgegangen (sambt Einschluß an Vetter Michel) habe ich dero wertestes mit beyligender Rechnung und Briefe von Vetter Michel zu rechter Zeit erhalten, ist mir nur leid Ihnen so viele Mühen zu verursachen, wünschte nur ich könnte Ihnen etwas dienstliches erweisen um Sie meiner Dankbarkeit zu überzeugen vor die so gütige Besorgung des meinigen, doch ich werde es nicht in Vergessenheit stellen.

Hoffe Sie befinden sich sambt lieben Angehörigen in bestem wohl sein, Gott sei Dankh mein Libster und ich befinde uns gesund und wohl, es war uns beiden sehr leid zu vernehmen daß Vetter Michel so kränklich war. Hoffe er findt sich besser, Sie werden aus meinem ledsden Schreiben vernommen haben daß ich bereit bin nach Vetter Michels Verlangen seinem Sohn zu einem Handwerkh verhülflich zu sein, ich hoffe und wünsche zu hören, daß das Lehrgelt wohl angewendet ist, und möchte auch wissen was vor ein Handwerkh er gewählt [...] Ich hette ehender geschrieben allein ich war sehr beschäftiget, und wolte Sie auch mit zu often Schreiben nicht überlästigen. Von dieser Gegend ist nichts neues das merkhwürdig. Die Erdbeben in Calabria und Sicilien haben sich endlich gestillet [...]". - Angelika Kauffmann und ihr zweiter Gatte und "Manager", der venezianische Maler Antonio Zucchi, lebten seit November des Vorjahre in Rom. - Etwas gebräunt und fleckig und mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch auf Bl. 2 (keine Textberührung); mit zeitgen. Eigentumsvermerk auf Bl. 2 recto: "Eigentum von Anton Metzlers Erben Schwarzenberg"..

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Kauffmann, Angelika

E. Brief mit U.
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Angelika Kauffmann (1741–1807), Malerin. E. Brief mit U. Rom, 7. April 1804. 1 S. auf Doppelblatt. 4°. Mit e. Adresse (Faltbrief). – An den Dichter und Historiker Giambattista Conte Giovio (1748–1814) in Como: „[...] oh quanto volontieri io vedrei l’ultima di Lei opera col titulo di Lettere Laviane. Mà forse si darà qualche occasione di qualche viaggiatore che venge in queste parte, poi che [...] graziolamente Il Sig: Conte mi vuole favorire. ma ancor più prezziosa mi sarebbe quest opera se potessi riceverle delle di Lei mane [...]“. – Sehr wohlerhalten.