Hermann Hesse

Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877–1962). Bildpostkarte mit eigenh. U. [Basel. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
250 € (25779)

An einen Professor Weiss in Heidelberg mit Grüßen „von einem außerordentlich lustigen Mittagessen in der Veltliner Weinhalle (Filetbeefsteak m. Risotto) [...]“. – Der Text u. a. aus der Hand einer „Frieda“, möglicherweise Hesses Nichte Frieda (geb. 1887); in Bleistift; die Bildseite mit einer Ansicht aus Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift „H. Hesse“. o. O. u. D. Gr.-8vo. 3 SS. Bleistift.
1.300 € (59862)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Mit der Lektüre geht es mir zu Zeiten ähnlich wie Ihnen jetzt mit Ihren drei Denkern. Ich finde mich, meist ohne die ,Gründe’ zu wissen, nach Jahren und Jahrzehnten manchmal plötzlich von dem Wunsch erfüllt einen Dichter, der mir viel bedeutete, nochmals zu lesen, oder mir seine Erscheinung, sein Persönliches und Biographisches lebendig zu machen. So las ich letzten Winter die ganzen 5 Bände Biedermann, Goethes Gespräche. Und in letzter Zeit zieht es mich wieder, nach vielen Jahren Pause, zu Dostojewski, ich lese nach mindestens 20 Jahren den Raskolnikow wieder und werde nach Baden, wo ich bald eine Kur antreten will, den Idioten mitnehmen.

- sie fragen nach neuen Publikationen von mir. Im Sommer, ich glaube Juli, kam in der Neuen Rundschau ein Kapitel meines Josef Knecht, und ein andres wird in einem der nächsten Hefte kommen. Schreiben konnte ich sehr wenig; die gesamte Lebenskraft ist bei mir seit Jahren nicht mehr groß, und wenn Krankheit von innen mit der dauern finstern und feinseligen Welt- und Zeitathmosphäre von außen zusammentrifft, reichen die Kräfte grade nur zum bloßen Atmen und Weiterleben, bis irgend ein kleines Plus mir wieder etwas Luft unter die Flügel gibt. So ist es jetzt seit Monaten, geschrieben habe ich nur wenige Seiten.“ - Den oberen Teil des Briefes ziert eine gedruckte Zeichnung, die Hesse in seinem Atelier zeigt..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Portraitphotographie mit eigenh. Namenszug und Widmung auf der Rückseite. „Gruss für G. Goetz! HHesse“. O.O.u.D. Mit eigenh. Briefkuvert mit ausgeschnittener Briefmarke.
550 € (59864)

Ausdruckstarkes Portrait mit ausgestrecktem Arm.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift „HH.“. o. O. u. D. Gr.-8vo. 1 1/2 SS. Bleistift.
450 € (59866)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „ich kann sie in meinem Zustand tiefer Erschöpfung und nie endender Ueberbürdung nie erwidern, ausser mit Gedrucktem. sie müssen Geduld haben, und mir auch lieber jenes zu streichende Wort nicht nennen, ich habe wirklich andre und nähere Sorgen. Die Schrift von Hafner wird wohl keinerlei Ersatz für die Ihre sein, schade. Ich lasse all die Hesse-Literatur eben ihren Lauf nehmen, sie ist Missverständnis wie die ganze Stellung der Welt zum Dichter.“

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Gedichttyposkript mit eigenh. Grüßen und Unterschrift. O. O. u. D. 2 SS. Gr.-8vo. Faltspuren.
1.500 € (59867)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. Die beiden Gedichte „Zwei Bremgartener Gedichte aus dem Sommer 1944 | Beim wiederlesen von ,Neumond’ und ,Schön ist die Jugend’“ und „Im Schloß Bremgarten“. Mit eigenh. aquarellierter Verziehrung der beiden Seiten. „Goetzen dem Kinde ein Gruss von H. Hesse“.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief m. eigenh. U. „H. Hesse“. Montagnola. 8vo. 3 SS. Mit Briefumschlag mit einer Banderrole mit Aufdruck „Geöffnet | Oberkommando der Wehrmacht“. Bleistift.
1.800 € (59872)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. Zunächst über seinen schlechten Gesundheitszustand. „So konnte ich z.B. Ende Mai das Gedicht ,Stufen’ in einer Nacht aufschreiben, da ein neues Gichtmittel gut wirkte und mir die Kraft zum Halten eines Bleistifts, die ich wochenlang nicht mehr gehabt hatte, für einige Zeit wiedergab. Jetzt bin ich bei einem homöopathischen Arzt gelandet, nachdem ich vorher von der Schulmedizin mit allerlei Versuchen, namentlich während eines Aufenthalts in einer Zürcher Klinik, tüchtig gequält worden war.

In letzter Zeit habe ich wieder drei, vier Seiten an Jos. Knecht geschrieben, es fehlt wenig mehr, vielleicht wird er nun doch noch fertig. Sie wünschen mir, ich möchte bald wieder ,Freude und Poesie’ genießen können. Nun, wenigstens am letzten fehlt es nicht. Soweit meine Augen, und die das Buch haltenden Hände, es erlauben, lese ich die Dichter noch immer mit viel Verngügen, sogar den Tristram Shandy habe ich dies Jahr wieder gelesen, und den Siebenkäs las meine Freu mir vor.“ - Briefkopf mit gedruckter Zeichnung „Hesse in seinem Atelier“..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Postkarte m. U. „H. Hesse“. Montagnola. 1 Seite. 8vo. Bleistift.
800 € (59873)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Was Freund und Schall betrifft: denn konnten Sie nicht kennen, da er nie etwas publiziert hat; er war Altphilologe und Gymnasiallehrer, auch Mitredakteur an der lateinischen Fassung des Mottos zum Glasperlenspiel. Korrekturen am Buch sind nicht mehr möglich, der Druck ist in vollem Gang. Die Druckfehler sind vermutlich dieselben, die auch wir noch fanden, und am Sprachlichen sonst fand ich nichts mehr zu ändern, wir haben peinlich Korrektur gelesen. […]“ - Die Karte mit Aufdruck „Schloss Bremgarten | bei Bern“ von Hesse durchgestrichen. Bleistift.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief m. eigenh. U. „H. Hesse“. Montagnola. 4to. 1 1/2 SS. Mit eigenh. Briefumschlag. Bleistift.
1.500 € (59877)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Dieser Tage waren es grade fünfzig Jahre, seit ich von meiner Mutter als Vierzehnjähriger ins Kloster Maulbronn gebracht wurde. […] ich bin dankbar dafür, das der Spätsommer dieses glücklosen Jahres noch warm und trocken ist und ich, außer morgens und abends, noch nicht frieren muß; dazu sind ja dann noch viele Monate da. […] Ich habe inzwischen, von einer Unruhe genötigt, nach sehr langer Pause wieder mehrere Seiten an Jos.

Knecht gearbeitet, es fehlt jetzt nicht mehr viel. Dieser Tage hofft auch mein Verleger aus Berlin, den ich mehrere Jahre nicht gesehen habe, in dringen gewordenen Angelegenh. mich kurz besuchen zu können. Daß Sie über mich oder meine Bücher nicht reden und schreiben können, ist ganz in Ordnung. Es wäre anders, wenn es mein Schicksal wäre, unverstanden und erfolglos geblieben zu sein, aber so ist es ja nicht, wenn auch meine Wirkungen und Erfolgt nicht eigentlich offizielle sind. Hier ist nichts zu korrigieren. Glauben sie aber nicht, daß Sie mir ein Fremder seien! Ich kenne Sie nicht so gut wie Sie mich, natürlich; aber ich habe von Ihnen aus Ihren Briefen ein Bild, ein ganz bestimmtes, und das ist mir keineswegs fremd und fern, sondern gehört zum Vertrauten und Befreundeten. Meine Söhne sind wieder einmal alle drei beim Heer, der älteste hatte allerdings sehr langen Urlaub gehabt. Sie stehen da irgendwo in den Bergen herum, bauen an Wegen oder Unterständen, exerzieren, sehen Jahr um Jahr vergehen, sehnen sich nach Weib und Kind, nach Arbeit, nach ihrem eigenen, wirklichen Leben, werden langsam resigniert und ein wenig wie verwelkt - und werden von unsern Freunden in andern Ländern glühend darum beneidet, daß sie dies alles nicht ,im Ernst’ sondern nur vorbereitend und ohne Blutverlust tun. Die Menschen sind heut mit wenig […]“.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Gedichtmanuskript „Bericht des Schülers“ mit eigenh. Grußformel und U. „H Hesse“. O.O. 4to. 1 Seite.
1.200 € (59878)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Mein Lehrer liegt und schweigt schon manche Tage. 
Oft weiß ich nicht, ob er mit Schmerzen ringe, 
Ob mit Gedanken. Wenn ich etwas sage, 
So hört er nicht. Doch wenn ich sitz und singe, 
Lauscht er geschlossenen Auges wie entrückt, 
Vielleicht ein Wissender des höchsten Grades, 
Vielleicht ein Kind, von etwas Klang beglückt, 
Doch stets der Regel treu des Mittlern Pfades. Zuweilen regt er die erstarrte Hand,
Als hielte sie den Schreibestift und schriebe.
Dann wieder ist der Türe zugewandt
Sein Blick mit einer unsagbaren Liebe,
Als hör er Boten nahn auf Engelsflügeln
Und sähe Himmelspforten offen stehn
Oder auf seiner fernen Heimat Hügeln
Wie einst im Morgenhauch die Palmen wehn. Oft ist mir bang, als sei ich krank statt seiner, 
Als war ich selber grau, erloschen, alt 
Und jener dünnen Blätterschatten einer, 
Wie sie der Morgen an die Mauer malt.
Doch er, der Meister, scheint von Wirklichkeit, 
Von Sein, von Wesen ganz getränkt und trächtig.
Indes ich schwinde, wird er weltenweit 
Und füllt die Himmel strahlend und allmächtig.“ Mit leichter Bräunung; Papierläsuren.

2-3cm großer Einrisse an der Faltung..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. Brief m. U. „H. Hesse“. „am Rigi“. 8vo. 2 Seiten. Mit eigenh. Briefumschlag.
1.200 € (59879)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. Zunächst über seinen schlechten Gesundheitszustand: „[…] Bei schönem Wetter sehe ich tausend Meter unter mir eine kleine u. ein Dorf liegen, dort habe ich einst, vor 45 Jahren, das Tagebuch Lauschers geschrieben. Aber es klingt mir von dort her nichts Lebendiges mehr nach.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief m. eigenh. U. „HHesse.“. Montagnola. Gr.-8vo. 1 S. Bleistift.
950 € (59880)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Ihr Glückwunsch, und einer aus England, waren diesmal die beiden einzigen Grüße aus dem Ausland zum Geburtstag. […] Aus Deutschland haben seit der Kapitulation drei Botschaften mich erreicht, die Reisenden oder Kurieren zufällig hatten anvertraut werden können, sie kamen aber nicht von den mir Nächststehenden. Ob mein Verleger noch lebt, ist sehr fraglich, und den Gedanken, einen teilweisen Wiederaufbau meines Werkes noch selbst zu erleben, habe ich nun nach einigem Sträuben ganz beiseite gelegt.

Im übrigen sorge ich mich nicht um das Weiterleben einiger meiner Bücher; in einer so armen und substanzlosen Literatur wie es die deutsche unsrer Epoche ist, gehören sie natürlich zu den relativ bewährten […]“ - Auf dünnem Papier; mit Knickstellen..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief m. eigenh. U. „HHesse.“. O.O. Gr.-8vo. 1 S. Bleistift. Mit eigenh. Briefumschlag. Bleistift.
1.200 € (59881)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „[…] Bei uns ist seit Wochen eine beinah unerträgliche Hitze und Dürre. Soweit meine Kraft und unser spärliches Wasser reicht, giesse ich jeden Abend mühsam und habe bisher damit die paar Blumenbeete ums Haus gerettet, der übrige Garten samt dem Gras ist verbrannt. […] Die Morgenlandfahrt wird wieder gedruckt, im Winter vielleicht auch eine Gedichtauswahl, natürlich alles nur für die Schweiz. Für Deutschland und die Welt existiert mein Werk nicht mehr, was natürlich nicht ewig, aber lange dauern wird, meine Erben werden den teilweisen Wiederaufbau noch erleben.

Mein treuer Verleger Suhrkamp war sehr lang in Gefängnissen der Gestapo, seither weiss ich nicht von ihm […]“ - Peter Suhrkamp wurde im Frühjahr 1944 von der Gestapo verhaftet und kam ins Gefängnis. Nach Einstellung des Verfahrens wurde er zur „Schutzhaft“ ins Konzentrationslager Sachsenhausen verbracht. Zwei Wochen darauf wurde Suhrkamp im Februar 1945 – zwischenzeitlich schwer erkrankt – entlassen. Verschiedene Persönlichkeiten, darunter Gerhart Hauptmann, Hans Carossa sowie – laut Suhrkamps eigener Auskunft – Arno Breker hatten sich für seine Freilassung eingesetzt..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief m. eigenh. U. „HHesse.“. Montagnola. Gr.-8vo. 1 S. Mit Briefumschlag. Bleistift.
1.500 € (59882)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „[…] Die Diskussion über Werfel und mich, in Bezug auf den Dynamitpreis, gleicht manchen, die schon früher stattfanden. Sie geht mir nicht nahe. In Deutschland wird mein einstiger Verleger Bermann, Schwiegersohn von S. Fischer, wahrscheinlich einen Verlag eröffnen, da möchter er auch meine Bücher wieder drucken, nur sei natürlich nicht daran zu denken, daß je wieder die Ueberweisung von Tantiemen an mich ins Ausland möglich sei.

Ich sende Ihnen, statt brieflicher Erzählung, das Rigitagebuch. Nach Jahren völligen Schweigens kam kürzlich ein lieber Brief von Martin Buber, ich hatte damals das Glasp.spiel senden lassen. […]“.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief m. eigenh. U. „HHesse.“. Montagnola. Gr.-8vo. 1 S. Bleistift.
750 € (59884)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „[…] Dieser Tage unterschrieb ich einen Vertrag mit dem Verlag Westermann in Kopenhagen über den Steppenwolf, darin heisst es, dass der Verlag für 3 Jahre das Recht habe, auch etwaige andre Bücher von mir zuerst angeboten zu bekommen. Ich melde es für alle Fälle wegen des Glasp.Spiels - Das soll nun nächstens in Berlin von Freund Suhrkamp verlegt werden, nach einjähriger Unterbrechung hatte ich zum erstenmal wieder direkte Nachricht von ihm. […]“ Weiter über die Sylvesternachtansprache, die Radio Basel von ihm senden wird.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief m. eigenh. U. „HHesse.“. O.O. Gr.-8vo. 2 SS. Mit ms. Briefkuvert. Bleistift.
850 € (59885)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „[…] Der Sommer brachte auch einiges Erfreuliche und Hübsche. Anfang Juli gab das Radio Basel mir einen Abend, wobei auch von mir auf Platten gesprochene Gedichte vorgeführt wurden. Danach kamen viele Briefe, auch einer von jener schönen Elisabeth, die im Camenzind und den Jugendgedichten ihre Rolle spielte. Ein andrer Brief kam von einer Frau, die vor 30 Jahren in Bern als junges Mädchen bei mir Köchin gewesen ist und die uns damals, nach anfänglichem sehr guten Zusammenleben, viel Verdruss bereitet hat.

Sie schrieb: seit vielen Jahren plage sich sich mit dem Entschluss, mich einmal wegen damals um Verzeihung zu bitten, und jetzt wo sie nach 30 Jahren meine Stimme am Radio wiedergehört habe, wolle sie es tun. Sehr schön war auch, trotz schlechtem äusserem Ergehen, Anfang August ein Besuch von 14 Tagen im lieben alten Schlösschen Bremgarten (vide Morgenlandfahrt). Dort entstanden die 2 Gedichte. Und am letzten Abend gab uns Bremgarten noch einmal ein solennes Fest: herrliche Musik im schönen Rokokosaal, dann bei Kerzen und Wein in der offnen Halle, und es waren lauter liebe, meist altbefreundete Leute und Gescihter, es waren ,Siamesen’ gekommen, und Freund Louis der Grausame, auch zwei meiner Söhne mit ihren jungen Frauen […]“ - Der Brief mit aquarellierten Schrägstrich in Blau auf beiden Seiten..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief m. eigenh. U. „HHesse.“ und ms. Gedicht o. U. O.O. „Anfang Nov. 1944“. Gr.-8vo. 1 S.
850 € (59886)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „[…] ich lebe seit geraumer Zeit in einem Tiefstand, den ich seit 1917/18 nicht mehr gekannt hatte. Offenbar sind für einen zarten Dichter zwei Weltkriege doch zuviel. Statt andrer Mitteilungen schicke ich das Gedicht […]“ - Das ms. Gedicht „Aufhorchen“ liegt anbei. - Der Brief mit aquarellierten Schrägstrich in Blau.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Der Europäer. Sonderdruck mit eigenh. Gruß u. U. „HH“ aus: Neue Schweizer Zeitung, Septemberheft 1944. Gr‐8°. 8 Seiten. Mit eigenh. Kuvert.
200 € (59887)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Gedicht mit eigenh. Grüßen und U. „H. Hesse“. O.O. 8vo. 1 Seite. Mit Kuvert.
950 € (59888)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Oktober 1944 Leidenschaftlich strömt der Regen, Schluchzend wirft er sich ins Land, Bäche gurgeln in den Wegen Überfülltem See entgegen, Der noch jüngst so gläsern stand. Dass wir einmal fröhlich waren Und die Welt uns selig schien, War ein Traum. In grauen Haaren Stehn wir herbstlich und erfahren, Leiden Krieg und hassen ihn. Kahlgefegt und ohne Flitter Liegt die Welt, die einst gelacht; Durch entlaubter Äste Gitter Blickt der Winter todesbitter, Und es greift nach uns die Nacht.“ Das Blatt mit einem aquarellierten Strich in Blau. - Leichte Läsuren am oberen Rand.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief m. eigenh. U. „H.H.“ O. O. 8vo. 1 1/4 SS. Mit Kuvert. Brief und Kuvert gelocht. Bleistift.
550 € (59889)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „[…] Auf das ,gestrichne Wort’ hin kamen nicht nur einige Theologenbriefe ohne viel Interesse, sondern auch einige Nazi- und Antisemitenbriefe aus Deutschland von wahrhaft säuisch-teuflischer Gemeinheit. Nun streifen Sie durch Paris, das ich ebenso wenig kenne wie die andern Weltstädte, ich habe keine je aufgesucht, aber grade von Paris weiß ich natürlich viel, teils aus der Literatur teils durch Freunde, fast alle meine Freunde haben dort Monate oder Jahre verbracht, auch einer meiner Söhne, auch meine Frau. […]“

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. Postkarte m. U. „HHesse“. O. O. 1 Seite.
450 € (59892)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „[…] Seien Sie ohne Sorge. Ob es um Brunner oder andre geht: ich weiss die homines unius auctoris einzuschätzen, es gibt auch solche […] unus auctor Hesse heisst. Ich werde Sie, amice, nie mit diesen guten Leuten in Einen Topf werfen. Sie haben Ihren Topf für sich allein […]“

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Gedichttyposkript „Gedenkblatt fuer Franz Schall 1877-1943“ mit eigenh. U. „Gruss von H Hesse“. O. O. Kl.-4to. 4 SS.
650 € (59893)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. Beginnend „Franz Schall war einer meiner ältesten und liebsten Freunde […]“. Es folgen „Zwei von Schall’s letzten Gedichten“.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). „Rundbrief an einige Freunde in Schwaben“ mit eigenh. U. „Aus tiefer Erschöpfung grüsst Sie Ihr HH“. O.O. Folio. 2 SS. Faltspuren. Gebräuntes Papier.
550 € (59894)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Ist's auch eine Freude,
Mensch geboren sein?
Darf ich mich auch heute
meines Lebens freun?

So sangen wir einst im Elternhaus an den Geburtstagen. Heute singen wir nichts dergleichen, halten vielmehr jedes Sichfreuen an solchen Tagen für erlaubt und geben uns Mühe, sie zu feiern - und doch war damals jeder solche Tag ein unvergleichlich froheres und höheres Fest als heute. Und wenn er vorüber ist, dann liegt, obwohl man schon seit acht Tagen fleißig am Lesen und Danken war, ein Haufen von Post da, und die Pflicht, ihn abzutragen, eröffnet das neue Jahr mit neuer Last.

So erlaube ich mir Euch gegenüber die Erleichterung eines Rundbriefes, nehmt ihn als Antwort nicht nur auf Eure Glückwünsche, sondern auch noch für manchen lieben Brief der letzten Monate, der noch auf Antwort wartet. […]“.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Briefkopie mit eigenh. U. „H“. Montagnola. Folio. 2 SS. Faltspuren; leichte Läsuren.
400 € (59895)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. Der bekannte Brief an Albrecht Goes; hier nochmals an seinen Freund George Goetz in Kopenhagen verschickt. Mit den eigenh. Zusätzen „Streng vertraulich! Darf nicht ausgeliehen oder abgeschrieben werden“ und „Spasses halber sende ich Ihnen diese Copie, sie soll einen Brief ersetzen. Wir sind durch Gäste erfreut u. auch belastet: Die Schwester m. Frau u. ihr Mann sind da, Glüchtlinge aus Rumänien, ohne einen Pfennig, knapp dem Tod entkommen, ohne alles, ohne Papiere als eine kurzfristige Gast-Erlaubnis zur Einreise in die Schweiz. So knien wir wieder einmal tief in Sorgen.“

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. Postkarte m. U. „H. Hesse“. Zürich [Poststempel]. 8vo. 1 Seite.
800 € (59899)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Hölderlin sollten Sie nicht lesen, Sie verstehen ihn nicht u. sollten nicht über Qualitäten urteilen, die Ihnen nicht erfaßbar sind. Dieser grösste aller deutschen Dichter wird mehr mißverstanden u. mißbraucht als irgend ein anderer; nehmen Sie nicht daran auch noch teil.“

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. Postkarte m. U. „H. Hesse“. Montagnola. 8vo. 1 Seite.
420 € (59900)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Ich habe Ihnen neulich kurz geschrieben, u. Ihnen mein Geschenk, einen Privatdruck, gesandt. Es geht mir schlecht […]“

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief m. eigenh. U. „H.H“. o. O. u. D. 8vo. 1 S. Bleistift. Mit eigenh. Briefkuvert.
400 € (59901)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Statt zu klagen, schicke ich Ihnen zwei neue Gedichte. Das letzte, gedruckte, gilt natürlich nicht irgen einem Autor, das ist eine Finte. Es gilt, als Dank und Lobgesang, der Sprache, meinem alten Spiel- und Werkzeug […] Uebrigens glaube ich schon seit manchen Jahren: wenn man einmal aus weiter Distanz die Leistungen Europas in den letzten paar Jahrhunderten überschauen wird, wird es die Musik sein, die weit über allen andern stehen wird […]“ - Die beiden Gedichte liegen nicht bei.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief m. eigenh. U. „H.Hesse“. o.O.u.D. [aber 1942]. Kl.-quer-8vo. 2 SS.
750 € (59902)

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Ihren Aufsatz habe ich an die beiden Stellen gesandt, wo ein Abdruck mir möglich schien: zuerst an die N. Schweizer Rundschau mit meiner Empfehlung, dann an die „Tat“ mit Empfehlung des Redakteurs der Schw. Rundschau […] Der Herbst beginnt, die schöne Zeit ist vorbei. Vielleicht überstehe ich auch diesen Winter wieder, der so sehr mit Frieren droht. Eigentlich weiß ich nicht was ich mir wünsche, noch länger zu leben oder nicht.

Ich empfinde die Veränderung der Welt, obwohl sie mir persönlich nur wenig materiellen Schaden tut, als kaum mehr erträglich - aber wie vieles schien unertragbar, und wurde doch ertragen […] Der Steppenwolf wird in Zürich für die Büchergilde jetzt gedruckt, die Korrekturen belasten meine Augen schon eine Weile […]“ - Beiliegt: Schreiben der „Tat“ mit Absage des Manuskriptes von Georg Goetz..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. aquarellierte Federzeichnung auf einem Brief seiner 3. Frau Ninon Hesse (1895-1966). o. O. [Montagnola]. 8vo. 4 SS. Doppelblatt.
4.000 € (59920)

An Hedwig Fischer, die Frau des Verlegers Samuel Fischer über Besuche und Skiurlaub: „[…] Das ,Titelbild’ dieses Briefes hat Hesse gemalt, er sendet es Ihnen als Gruß […]“

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief mit aquarellierter Federzeichnung am Kopf sowie eigenh. U. „HHesse“ (Bleistift). o. O. u. D. [Montagnola, 1934]. 8vo. 2 1/2 SS.
5.250 € (59921)

An Hedwig Fischer, die Frau seines Verlegers Samuel Fischer wegen eines Treffens, mit der Schilderung eines Blitzeinschlags in einer nahe dem Haus stehenden Kastanie über die „Schoeckwoche“ in Bern mit einem Zyklus von Hesseliedern, vertont von Othmar Schoeck (1886-1957).

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief mit aquarellierter Federzeichnung am Kopf sowie eigenh. U. „HHesse“ (Bleistift). o. O. u. D. [Montagnola, 1930]. 8vo. 3 SS.
6.500 € (59922)

An seinen Verleger Samuel Fischer über dessen Zuspruch zum Manuskript von ,Narziß und Goldmund’ (1930) sowie über die Korrekturen dazu. Über eine Zahnbehandlung in Lugano sowie mit Übersendung eines Aufsatzes über seine ,Betrachtungen’ (1928).

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief mit aquarellierter Federzeichnung am Kopf sowie eigenh. U. „HHesse“ (Bleistift). Montagnola. 8vo. 3 1/2 SS.
7.500 € (59923)

An Hedwig Fischer, die Frau seines Verlegers Samuel Fischer über einen Artikel im ,Merkur’ und seine Abkehr vom literarischen Leben, das Tagebuch von Hermann Bahr, seine Bücher ,Demian’ und ,Zarathustras Wiederkehr’ (beide 1919), das Reisetagebuch von Keyserling. Sehr interessante autobiographische Schlusspassage.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. Brief mit aquarellierter Federzeichnung am Kopf sowie eigenh. U. „HHesse“ (Tinte). Montagnola. 8vo. 2 SS.
6.500 € (59925)

An seinen Verleger Samuel Fischer mit Geburtstagswünschen, über den Vortrag Gerhart Hauptmann in Zürich über Skiferien, Rosenblüte und Sonnenwetter.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. Manuskript seines Märchens „Piktors Verwandlungen“. Frontispiz mit Widmung und Motiv, im Text 16 Vignetten und Abbildungen, alles aquarellierte Federzeichnungen über leichter Bleistiftvorzeichnung. o. O. 4to. 19 pp.
75.000 € (60467)

Außerordentlich hübsches Exemplar des Märchens, wunderbar frisch und farbkräftig erhalten. Auf dem Titelblatt steht in der großen Vignette: „Piktor’ Verwandlungen. Ein Märchen von Hermann Hesse“. Darauf folgend die Widmung „Geschrieben und gemalt für Herrn W. Matheson in Olten. H. Hesse | 1939“. Darunter folgt ein Novalis-Zitat: „motto | In ewigen Verwandlungen gegrüßt | Uns des Gesangs geheime Macht hienieden ...“ - Das wunderbare Märchen von Piktors Verwandlungen schrieb Hesse 1922, als Liebesgabe für Ruth Wenger (1897-1994), die von 1924-1927 seine zweite Frau war.

Erst 1954 erschie es im Druck, als Faksimileausgabe nach einer Handschrift; im Nachwort erinnert sich Hesse: „Das Pitkor-Märchen wurde vor mehr als dreißig Jahren […] für eine geliebte Frau geschrieben und gezeichnet. Bis heute war es nur als Handschrift käuflich. Ich habe es in früheren Jahren manche Male abgeschrieben und Bildchen dazu gemalt, jedesmal etwas andere. Zusammen mit den ,Zwölf Gedichten’, die ich noch heute gelegentlich mit der Hand schreibe und mit kleinen Landschaften schmücke, hat es mir viele Jahre ermöglicht, Freunden in der Not zu helfen, hat aber gelegentlich in Zeiten eigener Bedrängnis auch mir selbst als eine kleine Erwerbsquelle dienen müssen […] Jetzt, wo ich den Piktor nicht mit eigener Hand mehr schreiben und illustrieren kann, habe ich nichts mehr dagegen, ihn vervielfältigt zu sehen.“ - Auf Büttenpapier, aufbewahrt in maßgefertigter grüner Lederkassette aus der Werkstatt Hugo Peller in Solothurn..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Sonderruck „Sechs Gedichte aus dem Jahre 1944“ mit eigenh. Widmung u. Namenszug „HHesse“. o. O. Gr.-8vo. 7 p. Bleistift.
600 € (60469)

Auf der Titelseite der Namenszug „Dank u. Gruss von H. Hesse“.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. Gedichtmanuskript m. U. o. O. 8vo. 4 pp.
2.200 € (60676)

Unter dem Kriegseindruck schrieb Hesse „zwei Gedicht aus der Kriegszeit 1914/18“ mit den Titeln „Friede“ (20 Zeilen) und „Wenn auch“ (8 Zeilen). Beide Gedichte aus dem Jahr 1918. - Sehr dekorativ. Auf Briefbogen mit gedruckter Zeichnung „Holzschnitt nach einem Aquarell von Hermann Hesse“.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller u. Nobelpreisträger (1877-1962). 4 eigenhändige Karten mit Unterschrift. Montagnola u.a. Je 1 S. Mit 2 Kuverts, 1 eigenh., 1 maschinenschriftl. adressiert, beide mit Hesses Absenderstempel.
1.800 € (61480)

An den deutschen Politiker Thomas Ruf (1911-1996), Gründer und bis 1959 Leiter der Volkshochschule Esslingen. 2 Karten mit längerem Text, die beiden anderen nur mit kurzem Gruß. 3 Karten sind Bildpostkarten (1 mit Illustration von A. Kubin, 2 mit Porträtfotografie), 1 nur mit Namensaufdruck "Hermann Hesse". - Dazu: Ders. Besinnung. O. O. 1952. Mit mont. Portr. u. gedruckter Widmung für die Volkshochschule Esslingen. 2 Bll. - Nicht bei Mileck. - Offenbar in kleinster Auflage erschienener Gelegenheitsdruck.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Gedichttyposkript mit eigenh. U. o. O. u. D. 8vo. 1 p.
500 € (62590)

Aus Hesses Morgenlandfahrt: „Verloren in der Welt, vom Kreuzheer abgesprengt, | Irrt mancher Bruder in der dürren Wüste […]“.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Portraitpostkarte mit eigenh. Unterschrift (Bleistift). o. O. u. D. 140 : 95 mm.
500 € (62591)

Hesse im Halbprofil nach rechts. - Photographie: Gret Widmann. - Ränder leicht beschnitten.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. Gedichtmanuskript „Wanderer im Spätherbst“ m. U. o. O. 4to. 3 pp u. Titelblatt.
4.500 € (72560)

Das vollständige Gedichtmanuskript, datiert noch vor seiner Veröffentlichung im Privatdruck 1957. Beginnend „Wanderer im Spätherbst Durch kahlen Waldes Astgeflecht Sinkt weiß aus grauen Lüften erster Schnee Und sinkt und sinkt. Wie ward die Welt so stumm! Kein Blatt das rauscht, kein Vogel im Gezweig, Nur Weiß und Grau und Stille, Stille.   Der Wandrer auch, der grün und bunte Monde Durchwanderte mit Laute und Gesang, Ist stumm geworden und der Freude müd, Des Wanderns müd, der Lieder müd. Ihn schauert, aus den kühlen grauen Höhn Weht Schlaf ihn an, und leise sinkt Und sinkt der Schnee...   Noch spricht aus fernem Frühling her Und hingewelktem Sommerglück Erinnerung Mit blaß verwehenden Bildern: Kirschblütenblätter schleiernd durch ein Blau, Ein holdes lichtes Blau – Mit zartem Flügelzittern hängt am Halm Ein junger Falter braun und gold – Aus laulicht feuchter Sommerwaldnacht Sehnsüchtig langgezognes Vogellied... Der Wandrer nickt den lieben Bildern zu:   Wie war das schön! Und manches flattert noch aus jenem Einstmals auf, glänzt und erlischt: Ein dunkelsüßer Blick aus Liebesaugen – Ein Nachtgewitter, Blitz und Sturm im Schilf – Ein Flötenlied aus fremdem Abendfenster – Ein greller Häherschrei im Morgenwald...   Es sinkt und sinkt der Schnee.

Der Wandrer Lauscht Vogelruf und Flöte nach. Den einst erklungenen, herzbewegenden: O schöne Welt, wie bist du so verstummt! Unhörbar geht er hin durchs weiche Weiss Der Heimat zu, der langvergessnen, Die jetzt mit sanften Zwange ruft, Dem Tale zu, dem Erlenbach, Dem Markt, dem alten Vaterhaus, Der Efeumauer, hinter der die Mutter, Der Vater und die Ahnen ruhn.   Kein Blatt das rauscht, kein Vogel im Gezweig…“.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Maschinenschr. Gedicht „REGEN IM HERBST“ mit eigenh. Zusatz und Unterschrift. o. O. u. D. 8vo. 2 pp.
1.200 € (74643)

Über den Herbstregen im Tessin: „REGEN IM HERBST“ mit den folgenden 28 Zeilen. „Mit Grüssen für Herrn u. Frau Dr. R. Schwabe!“ aus Basel. Mit 2 eigenh. Korrekturen von Hesse. - Mit gedr. Holzschnitt nach einem Aquarell von Hesse (Landschaft in Montagnola) am Briefkopf. Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Maschinenschr. Gedicht „DSU YUNG“ mit eigenh. Zusatz und Unterschrift. o. O. 8vo. 2 pp.
4.500 € (74644)

Aus Hesses „Weisheit des Ostens“: „DSU YUNG“ (Letzter Winterschnee auf Nan-schang | Thema für das Examensgedicht bei der staatlichen Dienstprüfung des Jahres 725 in Tschan-an, der Hauptstadt des Tang Reichs) | Der Mittagsberge nördlich Haupt hoch oben | Trägt Schnee noch über leichter Wolken Rand | Des Waldes Wand steht klar in Äthers Reine | Und kälter fällt die Nacht auf Stadt und Land.“ | Als Dsu-Yung dieses sein Gedicht einreichte, wies es der Prüfungsbeamte zurück und bemerkte tadelnd, es sei für eine Examensarbeit zu kurz, man verlange Gedichte von mindestens acht Versen oder mehr.

Dsu-Yung erwiderte nur: „I djin“, d.h.“ der Sinn ist erschöpft“. […]“ Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Karte mit gedr. Gedicht „Alter Maler in der Werkstatt“ und eigenh. Grüßen und Unterschrift. o. O. 8vo. 3 pp.
800 € (74645)

Auf dem Titelblatt eine Photographie einer Zeichnung von Hans Purrmann (Blumenstrauß), dazu das gedr. Gedicht „Alter Maler in der Werkstatt“. Eigenh. Zusatz Hesses „Herrn u. Frau Dr. R. Schwabe zur Erinnerung an Sils Maria.“ Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877–1962). Eigenh. Brief mit Farbaquarell am Briefkopf und Unterschrift. o. O. 2 pp. 8vo.
4.500 € (74647)

„Lieber Herr Dr. Schwabe! Sie haben das Schifflein flott gemacht! Haben Sie für Ihren lieben Brief u. die gütige Beihilfe herzlichen Dank! Wir haben hier einen Regenherbst gehabt, etwa von Mitte Sept. bis Ende Oktober hat es geregnet. In jener Zeit ist noch ein Gedicht entstanden, das lege ich Ihnen hier bei. Jetzt haben wir ein gütigen mildes Martinssömmerchen […]“. - Das Aquarell zeigt eine Landschaft im Tessin. - Ohne das erwähnte Gedicht. Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877–1962). Ms. Brief mit Farbaquarell am Briefkopf und Unterschrift. o. O. 2 pp. 8vo.
3.500 € (74648)

„Lieber Herr Dr. Schwabe! Meinem Dank für Ihren Brief und Ihre Gabe füge ich gute Wünsche für Ihre asketische Kur am Bodensee bei. Als ich einst, im Jahr 1904 oder 05, das schöne alte Ueberlingen zum erstenmal kennen lernte, geschah es unter der Führung von Emil Strauss, der damals dort wohnte und dessen Gast ich war. Er war gegen den jungen Anfänger sehr freundlich, und wir blieben gute Freunde bis nach dem Krieg von 1914-18. Da konnte er, ein guter Deutsch-Nationaler, die Niederlage nicht ertragen, wurde ungemütlich und ging bald darauf zu Hitler über.

Er ist kürzlich gestorben, 94 Jahre alt, und gilt mir heute noch viel mit seinen wunderbaren Erzählungen […]“. - Das Aquarell zeigt eine Landschaft im Tessin. Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877–1962). Eigenh. Gedichtmanuskript „Karfreitag“ mit Aquarell (Tusche auf Papier). O. O. 2 pp. 8vo.
4.500 € (74649)

„Karfreitag | Verhangener Tag, im Wald noch Schnee, | Im kahlen Holz die Amsel singt: | Des Frühlings Atem ängstlich schwingt, | Von Lust geschwellt, beschwert von Weh. | So schüchtern steht und klein im Gras | Das Krokusvolk, das Veilchennest, | Es duftet scheu und weiß nicht was, | Es duftet Tod und duftet Fest. | Baumknospen stehn von Tränen blind, | Der Himmel hängt so bang und nah, | Und alle Gärten, Hügel sind | Gethsemane und Golgatha.“ Mit der Abweichnung im zweiten Vers „So schüchtern steht“ anstatt „So schweigsam steht“. Das Aquarell zeigt eine Berglandschaft im Tessin. Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877–1962). Gedr. Gedicht „Föhnige Nacht“ mit eigenh. Aquarell (Tusche auf Papier) und Unterschrift „HH“. O. O. 2 pp. 8vo.
2.500 € (74650)

„Mit einem Gedicht aus dem Jahr 1938 danke ich für die Glückwünsche zu meinem 85. Geburtstag“. - Das Aquarell zeigt eine Berglandschaft im Tessin. Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877–1962). Gedr. Karte mit eigenh. Zusatz und Unterschrift. O. O. Quer-8vo.
450 € (74651)

Die Faltkarte mit einem Zitat aus Hesses Erzählung „Der Tod des Bruders Antonio“ und einer gedr. Photographie von Störchen im Schnee. „Herzlich grüsst und dankt Ihr HHesse“. Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877–1962). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. O. O. 2 pp. 8vo.
1.250 € (74652)

An Herrn Dr. Schwabe in Basel: „Herzlichen Dank für Ihren Beitrag und Ihr liebes Brieflein! Von der ,Zeit im Basler Antiquariat wäre noch viel zu sagen, aber die Kräfte dazu fehlen mir, jede Zeile kostet einen lächerlichen Aufwand an Anstrengung. Man muss sich bescheiden.“ Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877–1962). Eigenh. Bildpostkarte mit Unterschrift. Zug. 1 p. 8vo.
450 € (74653)

An Herrn Dr. Schwabe in Basel: „Besten Dank, ich las es mit Vergnügen. Bald werden Sie eine ganze Sendung neuer Sachen bekommen, es fehlt nur noch ein Druck, auf den ich warte, auch bin ich wieder etwas krank, doch geht es schon aufwärts.“ - Die Postkarte mit Abbildung Spitzingsee mit Rotwand. Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877–1962). Gedichttyposkript mit eigenh. Aquarell (Tusche auf Papier) und Unterschrift. o. O. 2 pp. 8vo.
3.000 € (74654)

Für Herrn Dr. Schwabe in Basel bestimmt. Hesse wählte hier das Gedicht „Senile Verspiele“. - Das Aquarell zeigt eine Sommerlandschaft im Tessin. Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877–1962). Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift. o. O. 2 pp. 8vo.
1.000 € (74655)

An Herrn Dr. Schwabe in Basel: „[…] Ich sende Ihnen hier das Manuscript, es ist das in jenem Aufsatz von mir erwähnte, geschrieben auf dem Papier der ,Wanderung’, das zwar nicht kostbar ist, aber den Bildchen besser zusagt als die meisten Büttenpapiere. […] Wenn Sie gelegentlich Freunde treffen, die ähnliche Interessen haben, so machen Sie sie auf meine Manuskripte aufmerksam, auch die paar noch vorhandenen meiner Privatdrucke gebe ich zu Gunsten der Hunger-Hilfe gelegentlich ab […]“ - Den Briefkopf ziert ein gedr. Holzschnitt Hesses ein Feuer entfachend. Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877–1962). Eigenh. Faltkarte mit Wünschen und Unterschrift. o. O. 1 p. 8vo.
800 € (74656)

An Herrn Dr. Schwabe in Basel: „[…] Herzlich dankt und grüsst mit guten Wünschen Ihr HHesse […]“ Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877–1962). Ms. Brief mit eigenh. Aquarell (Tusche auf Papier) und Unterschrift. o. O. 1 p. 8vo.
3.500 € (74657)

An Herrn Dr. Schwabe in Basel: „[…] Einiges von dem, was uns hier in letzter Zeit in Atem hielt, erfahren Sie aus der beiliegenden Zeitung. Das Wichtigste und Schlimmste war Suhrkamps Tod. Um mich wieder etwas zu ermuntern, habe ich dieser Tage die Anekdote erfunden und geschrieben, die ich Ihnen hier schicke. […]“ - Die erwähnte Anekdote liegt nicht bei. Das Aquarell zeigt eine Landschaft im Tessin. Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877–1962). Ms. Gedicht „Ein Traum“ mit eigenh. Aquarell (Tusche auf Papier) und Unterschrift. Montagnola. 2 pp. 8vo.
3.500 € (74658)

An Herrn Dr. Schwabe in Basel: „[…] EIN TRAUM | Säle, bang zu durchwandern, Lauter fremde Gesichter […]“ - Es folgen 22 Zeilen. - Das Aquarell zeigt eine Landschaft im Tessin. Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877–1962). Eigenh. Faltkarte mit Wünschen und Unterschrift. o. O. 2 pp. 8vo.
1.500 € (74659)

An Herrn Dr. Schwabe in Basel: „[…] Das beiliegende Büchlein war Ihnen zur Weihnacht gedacht, doch hat der Verlag oder die Post mich im Stich gelassen; meine Exemplare sind erst post festum angekommen. Das Ding ist ohne mein Zutun aus der Idee des Verlegers entstanden […]“ - Mit Abbildung einer Fenstermalerei in La Sainte-Chapelle de Paris. Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenhändiges Gedichtmanuskript „Elisabeth“ mit Farbaquarell (Tusche auf Papier). o. O. Gr.-8vo. 2 pp.
4.500 € (74661)

„Elisabeth“ | „Wie eine weiße Wolke Am hohen Himmel steht, So weiß und schön und ferne Bist du, Elisabeth. Die Wolke geht und wandert, Kaum hast du ihrer acht, Und doch durch deine Träume Geht sie in dunkler Nacht. Geht und erglänzt so silbern, Daß fortan ohne Rast Du nach der weißen Wolke Ein süßes Heimweh hast.[…]“ - Am Kopf des Titelblattes eine Landschaft im Tessin. Provenienz: Sammlung Hochstetter, Bad Homburg.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenhändiges Gedichtmanuskript „Verlorenheit“ mit Farbaquarell (Tusche auf Papier). o. O. Gr.-8vo. 2 pp.
4.500 € (74664)

„Verlorenheit“ | „Nachtwandler, tast' ich mich durch Wald and Schlucht,
Phantastisch um mich glüht ein Zauberkreis, 
Unachtend ob umworben ob verflucht, 
Folg' ich getreu dem inneren Geheiß. 

Wie oft hat mich die Wirklichkeit geweckt, 
In der Ihr lebt, und mich zu sich befohlen! 
Ich stand in ihr ernüchtert and erschreckt 
Und habe bald mich wieder fortgestohlen. 

O warme Heimat, der ihr mich entzieht, 
O Liebestraum, aus dem ihr mich gestört, 
Zu dir zurück auf tausend Schlichen flieht 
Mein Wesen, wie zum Meer das Wasser kehrt. Mich leiten heimlich Quellen mit Gesang, 
Traumvögel rühren glänzendes Gefieder; 
Aufklingt aufs neue meiner Kindheit Klang,
Im Goldgeflecht, im süßen Bienensang
Find' ich mich schluchzend bei der Mutter wieder.“ - Am Kopf des Titelblattes eine Landschaft im Tessin. Provenienz: Sammlung Hochstetter, Bad Homburg..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenhändiges Gedichtmanuskript „Einsamer Abend“ mit Farbaquarell (Tusche auf Papier). o. O. Gr.-8vo. 2 pp.
4.500 € (74665)

„Einsamer Abend“ | „In der leeren Flasche und im Glas Wankt der Kerze Schimmer; Es ist kalt im Zimmer. Draußen fällt der Regen weich ins Gras. Wieder legst du nun zu kurzer Ruh Frierend dich und traurig nieder. Morgen kommt und Abend wieder, Kommen immer wieder, Aber niemals du.“ - Am Kopf des Titelblattes eine Landschaft im Tessin im Regen. Provenienz: Sammlung Hochstetter, Bad Homburg.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenhändiges Gedichtmanuskript „Skizzenblatt“ mit Farbaquarell (Tusche auf Papier). o. O. Gr.-8vo. 2 pp.
4.800 € (74666)

„Skizzenblatt“ | „Kalt knistert Herbstwind im dürren Rohr Das im Abend ergraut ist; Krähen flattern vom Weidenbaume landeinwärts. Einsam steht und rastet am Strande ein alter Mann, Spürt den Wind im Haar, die Nacht und nahenden Schnee, Blickt vom Schattenufer ins Lichte hinüber, Wo zwischen Wolken und See ein Streifen Fernsten Strandes noch warm im Lichte leuchtet: Goldenes Jenseits, selig wie Traum und Dichtung. Fest im Auge hält er das leuchtende Bild, Denkt der Heimat, denkt seiner guten Jahre, Sieht das Gold erbleichen, sieht es erlöschen, Wendet sich ab und wandert Langsam vom Weidenbaume landeinwärts.“ - Am Kopf des Titelblattes einen kahlen Baum vor einem See. Provenienz: Sammlung Hochstetter, Bad Homburg.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenhändiges Gedichtmanuskript „Blauer Schmetterling“ mit Farbaquarell (Tusche auf Papier). o. O. Gr.-8vo. 2 pp.
5.500 € (74667)

„Blauer Schmetterling“ | „Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, Ein perlmutterner Schauer, Glitzert, flimmert, vergeht. So mit Augenblicksblinken, So im Vorüberwehn Sah ich das Glück mir winken, Glitzern, flimmern, vergehn.“ - Am Kopf des Titelblattes eine Tessiner Landschaft im Sommer. Provenienz: Sammlung Hochstetter, Bad Homburg.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenhändiges Gedichtmanuskript „Welkes Blatt“. o. O. Gr.-8vo. 2 pp.
2.500 € (74670)

„Welkes Blatt“ | „Jede Blüte will zur Frucht, Jeder Morgen Abend werden, Ewiges ist nicht auf Erden Als der Wandel, als die Flucht. Auch der schönste Sommer will Einmal Herbst und Welke spüren. Halte, Blatt, geduldig still, Wenn der Wind dich will entführen. Spiel dein Spiel und wehr dich nicht, Laß es still geschehen. Laß vom Winde, der dich bricht, Dich nach Hause wehen.“ Provenienz: Sammlung Hochstetter, Bad Homburg.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. Titelblatt für Hesses zwölf Gedichte „Zwölf Gedichte von Hermann Hesse“ mit aquarelliertem Blumenbukett. o. O. Gr.-8vo. 2 pp.
2.500 € (74671)

„Zwölf Gedichte von Hermann Hesse“ „Die zwölf Blätter mit Bildern wurden geschrieben und gemalt im Herbst 1958. Drei Blätter wurden im März 1959 für Herrn Ernst Hofstetter hinzugefügt. HHesse“.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Postkarte mit eigenh. Unterschrift und gedr. Aquarell am Kopf der Postkarte. o. O. 8vo. 1 p.
800 € (74672)

An Herrn Hochstetter in Bad Homburg, der ihn um die Erstellung von Gedichtmanuskripte gebeten hatte: „[…] Leider aber muss ich Sie wegen Ihres Auftrags […] sehr enttäuschen. Ich habe noch drei Exemplare jener Gedichthandschrift liegen, jedes von andern verschieden, sie stammen vom Ende des vergangenen Jahres. Aber ein neues für Sie mit den von Ihnen gewählten Gedichten zu schreiben wäre nicht mehr möglich. Ich kann nur noch ganz kurze Zeit die Feder halten, die Hände versagen. […] Wenn Sie eines der schon fertigen Exemplare haben wollen, so würde ich ihm eines Ihrer Wunschgedichte beifügen, mehr wäre nicht möglich […]“

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Hesse, Hermann

Ms. Brief mit Unterschrift und eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Stuttgart u. o. O. 3 pp. 8vo. 4to.
1.350 € (74723)

Beide Schreiben an den Schriftsteller Albrecht Goes (1908-2000): „Ihrem neuen Bildnis und dem Goethebändchen, alles hat mir Freude gemacht, ich danke Ihnen. Auf dem Bilde sind Sie der leichtfüssige, begeisterte, in schwarzen Sammet gekleidete Knabe nicht mehr, als der Sie mich einst in Stuttgart in irgend ein Lokal geleiteten, in dem ich den Leuten vorsingen sollte. Aber ich lese daraus doch etwas wie die Gewähr, dass Sie ein so saurer und bittrer alter Knoch wie ich nie zu werden brauchen.“ - Des weiteren mit Erwähnung von Thomas Mann.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller (1877-1962). Konvolut aus gedr. Gedicht, Separatdruck aus der Sonntagsbeilage der Nationalzeitung vom 7. Feb. 1960 sowie 2 Portraitblättern. Jeweils mit eigenh. U. O. O. u. D. Zusammen 4 SS. 8vo. Mit eh. beschr. Kuvert.
450 € (47785/BN32771)

Hermann Hesse übermittelt Josef Wesely eine Portraitaufnahme: "Nehmen Sie diese Aufnahme vom Sommer 1946, mit meiner jüngsten Enkelin, als Zeichen des Dankes für Ihre Glückwünsche".

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. Bildpostkarte mit U. ("H. Hesse"). [Bern. 2 SS. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse.
1.000 € (62217/BN45375)

An Carlotta Richter in Florenz: "Die Nachricht vom Tode Ihrer Mutter betrübt mich sehr, seien Sie meiner Teilnahme gewiß! Ein melancholischer Trost: daß für Leute unserer Art und unsres Alters heute der Tod eine mehr willkommene als gefürchtete Heimkehr ist [...]". - Carlotta Richters Mutter, die Schriftstellerin Alice Berend, war am 2. des Monats in Florenz verstorben. - Die Textseite mit einem Holzschnitt nach einem Aquarell von H. Hesse.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Zwölf Gedichte von Herman(n) Hesse. O. O. Eigenhändige Handschrift von (entgegen dem Titel) sieben Gedichten ergänzt durch je ein eigenh. farbiges Aquarell auf gefalteten Büttenbögen. Gef. Umschlag u. 7 gef. Bögen. 4to.
35.000 € (62242/BN45424)

Widmungshandschrift, wie sie Hesse wiederholt für enge Freunde anfertigte; entgegen dem Titel nur 7 Gedichte enthaltend. Die Faltung des Umschlags mit handschriftlicher und farbig gestalteter Kartusche lässt vermuten, dass Hesse für diese Folge auch ursprünglich nur sieben Gedichte und Aquarelle angefertigt hat. Folgende Gedichte (z. T. von der Druckfassung etwas abweichend) sind enthalten: "Aus der Kindheit her", "Flötenspiel", "Zu einem Gedichtbuch", "Keine Rast", "Älterwerden", "Weg in die Einsamkeit", "Bruder Tod".

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Portrait mit eigenh. U. ("H. Hesse"). O. O. 284:221 mm auf etwas größerem Trägerkarton.
1.500 € (62243/BN45425)

Schönes großformatiges Altersportrait.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). An einen jungen Kollegen in Japan. Privatdruck. (2), 10, (4) SS. 8vo. Originalbroschur.
1.500 € (62285/BN45470)

Exemplar in größerem Format auf Bütten in handgeschöpften Umschlag. Mit 8-zeiliger handschriftlicher Widmung von Hermann Hesse in Tinte: "mit herzlichen Grüßen für Frau Dr. Stämpfli (es existieren nur 4 Dutzend Ex von diesem Druck) von Ihrem H. Hesse Sommer 47".

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Ms. Brief mit eigenh. U. ("H. Hesse"). O. O. 2 SS. 8vo.
1.500 € (62322/BN45526)

An Margarete Philips in Konstanz über sein Buch "Das Glasperlenspiel", das 1943 in Zürich erschienen war: "[...] Mein Buch, das mich fast zwölf Jahre lang begleitet und beschäftigt hat, erschien zu einer Zeit, wo für dergleichen kein Raum auf Erden ist: ich will nicht davon reden, daß ich es ja nur verschenken konnte, und dabei verhungern kann, nein, fast überall fehlt auch die Bereitschaft und Echo, die Leute sind gehetzt, haben keine Zeit, haben das Denken, und oft auch das Fühlen verlernt, und so verdoppelt sich um mich her die Leere, die das Weggeben einer vieljährigen Arbeit ohnehin zurückläßt.

Ich konnte das eigentlich voraussehen, es konnte kaum anders sein. Ich bereue es auch nicht; das Buch mußte gedruckt werden, da es sonst zu vielen Zufällen und Gefahren ausgesetzt war; jetzt existiert es, es kann nicht mehr vernichtet werden und kann mich überleben. Also ist eigentlich alles in Ordnung, und dabei wollen wir uns begnügen. Daß dasrüber hinaus einige wenige male [sic] das Buch auch in Hände fiel, die es anzufassen wissen, und in Seelen, von denen ein verstehendes Echo kommt, ist ein Geschenk [...]". - Der Briefkopf mit einer gedruckten Zeichnung von Günter Böhmer (Hesse an einem Lagerfeuer kniend)..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. Brief mit U. ("H. Hesse"). Basel. 2 SS. auf Doppelblatt 8vo.
5.500 € (62371/BN45616)

Inhaltsreicher Brief an einen E. A. Schröder in Frankfurt a. M.: "[...] Ihre Gedichte sagen mir viel weniger als Ihr Brief; er ist es, nicht sie, der mich zu einer Antwort nötigt. Ich glaube nicht, daß Sie ein Dichter sind. Wenn es so ist, dann ist Ihr jetziges Dichten Vorstufe u. Ersatz für ein Stück seelischen Lebens u. Schaffens, dessen Art u. Sinn sich Ihnen zur Zeit noch nicht völlig zeigt. Die Frage Ihres Briefes, die ich als richtig u. brennend mitempfinde, ist die 'ob man der Stimme im Innern überhaupt folgen darf', d.

h. ob alles, was wir Persönlichkeit nennen, nicht eitle Torheit sei. Diese Frage steht auch vor mir immer neu auf, ich habe sie im 'Demian' ganz anders beantwortet als im 'Siddharta'. Ich könnte z. B. die Frage auf Ihren Fall anwenden u. sagen: Das Höchste u. Wünschenwerteste, was Sie bestenfalls im Leben sich erwerben können, wäre die Heimkehr zu einer vertrauensvollen, frommen katholischen Gläubigkeit - aber mit dem Plus einer individualisierten, differenzierten, reiferen Seele, die Sie sich durch die Unruhe u. Qual des Zweifels u. der Revolution erworben u. erlitten haben [...]"..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). 14 Aquarelle, teilweise über Feder, meist eigenh. bezeichnet. 56 bis 125 mm (Höhe) und 82 bis 135 mm (Breite). Auf Bütten-Blättern.
48.000 € (62620/BN45772)

Die vollständigen Vorlagen für die Illustrationen zu seinem 1920 bei S. Fischer erschienenen Buch "Wanderung. Aufzeichnungen von Hermann Hesse. Mit farbigen Bildern vom Verfasser". - Das erste Aquarell mit dem eigenhändigem Arbeitstitel "Wanderung / Ein Bilderbuch von Hermann Hesse / mit farbigen Zeichnungen vom Verfasser", den Hesse später mit anderer Tinte in den endgültigen Buchtitel ändert. - Die weiteren Aquarelle: Bauernhaus, "Pass", "ein Dorf", "Die Brücke", "Pfarrhaus", "Gehöft", "Bäume", "Regenwetter", "Kapelle", "Mittagsrast", "See, Baum, Berg", "Bewölkter Himmel" und "Rotes Haus".

- Beiliegend ein Widmungsexemplar der 1949 bei Suhrkamp erschienenen Ausgabe des Buches, 4to, Orig.-Leinen mit (leicht eingerissenem) Schutzumschlag; dem Titel gegenüber Hesses eigenhändige Widmung "In grosser Dankbarkeit von Ihrem HHesse". - Die Reproduktionen im Buch geben die zarten Farben der Originale höchst unzulänglich wieder. - Leicht, teilweise auch etwas stärker fleckig; mit Markierungen für die Reproduktion..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Sammlung von 69 Briefen, Postkarten und weiteren Dokumenten von Hermann Hesse an seine Schwestern Adele (Adis) Gundert und Marie, seinen Schwager Hermann Gundert und an Gertrud Hanßum-Gundert, die Adoptivtochter von Adele und Hermann. Montagnola, Zürich, Sils-Maria. Zusammen 87½ SS. auf 84 Bll. 4to und (qu.-)(gr.-)8vo. 12 der Briefe jeweils mit Original-Aquarell von Hermann Hesse. Beiliegend 5 weitere Briefe von Adele Hesse, Bruno Hesse und Ninon Hesse an die Familie Gundert.
75.000 € (72838/BN46906)

Umfangreiche und inhaltsreiche Sammlung von zumeist autobiographischen Briefen an seine nächsten Verwandten, bislang durchwegs unveröffentlicht. Hesse berichtet den ihm so Nahestehenden ausführlich zu Leben und Werk, aber auch unmittelbar über seine persönlichen Befindlichkeiten. So bemerkt er keine zwei Wochen nach dessen Ableben zum Tod Thomas Manns: "Es ist ein grosser Verlust. Es gibt neue und jüngere Freunde, aber keinen so alten Kameraden und Weggenossen mehr" (a. d. Br. v. 25.8.1955 an Gertrud).

- Über eine amüsante Begebenheit mit einem Leser berichtet er etwa: "[...] Spaßes halbe lege ich dir eine Briefkopie [eines Gedichtes] bei, ich schrieb das an einen interessanten Leser in Dänemark, der mir auf das Gedicht mit einem heftigen Gegengedicht geantwortet hatte, das neue Gedicht mit seiner Mythologie vom Schöpfergott war ihm zu primitiv und zu sehr im Widerspruch mit dem, was er an Esoterik aus Siddhartha, den er genauestens kennt, herausgelesen hat [...]" ([Februar 1940], an Adele; Nr. 7). - Gelegentlich ist auch von anderen Schriftstellern die Rede: "[...] Der Dichter Poe ist einer der wenigen grossen amerikanischen Dichter des 19. Jahrhunderts, und jene Erzählung eine seiner bekanntesten [...] Komisch geht es manchmal im Leben: in letzter Zeit habe ich die beiliegenden Scherzverse von Wilh. Raabe oft abgeschrieben und Freunden geschickt, sie waren mir durch einen Zufall bekannt geworden. Und nun kam vorgestern aus Braunschweig ein feierlicher Brief, dass die Stadt mir den W. Raabe-Preis zugesprochen habe [...]" ([1952], an Gertrud; Nr. 27). - Und nicht zuletzt gibt auch sein eigenes Schaffen gelegentlich Anlaß zu kleinen und größeren Nöten: "[...] Es kam ein Brief von einer Berliner Behörde. Sie sind der Meinung, daß ich auf Grund eines Gesetzes von 1925 und einer neuern Notverordnung für mein gesamtes Einkommen aus Deutschland, also für meine Verlegertantiemen, in Berlin steuerpflichtig sei, und zwar bis zum Jahr 25 zurück. Ich anerkenne die Räuberei natürlich nicht, ich lebe seit 20 Jahren in der Schweiz und zahle meine Steuern hier, und vom Ertrag meiner Arbeit, von dem ich selber ja nur einige Prozente beziehe, leben in Deutschland Verleger, Drucker, Papierfabriken, Buchhändler etc. Wenn ich zufällig einen Schweizer Verleger hätte statt eines Berliners, wäre die ganze Frage hinfällig [...] "(an Marulla a. d. J. [1932]). - "[...] Morgen erwarten wir für einen Tag meinen Verleger, d. h. nicht Suhrkamp selbst sondern seinen ersten Mitarbeiter und spätern Nachfolger, Dr. Unseld. Es ist manches zu besprechen. Unter andrem die Frage, ob man künftig meine Bücher nicht mehr mit ‚deutschen' Buchstaben, sondern in lateinischen drucken soll. Die Zahl der Leute, die deutsch nicht mehr lesen können oder mögen, wächst beständig. Doch wehre ich mich vorläufig [...]" ([24. II. 1957 (Poststempel)], an Gertrud, Nr. 41). - Detaillierte Verlistung auf Anfrage..

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). "Papierlaternen im nächtlichen Garten". Ms. Gedicht mit eigenh. Aquarell über Feder. O. O. u. D. 1 S. Kl.-4to. Aquarell 50 x 80 mm.
3.500 € (72868/BN46940)

Typoskript seines Gedichtes "Papierlaternen im nächtlichen Garten". Die aquarellierte Federzeichnung über dem Titel zeigt eine Hügellandschaft mit bunten Laternen. - "Warm in dunkler Gartenkühle | Schweben bunte Ampelreih'n, | Senden aus dem Laubgewühle | Zart geheimnisvollen Schein [...]".

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). "Alle Tode". Ms. Gedicht mit eigenh. Titel und eigenh. Aquarell über Feder. O. O. u. D. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Aquarell 65 x 60 mm.
2.500 € (72869/BN46941)

Der Titel "Alle Tode" auf der ersten Seite des Doppelblatts unter der aquarellierten Federzeichnung, die eine Winterlandschaft zeigt. Auf der zweiten Seite das Typoskript seines Gedichts: "Alle Tode bin ich schon gestorben, | Alle Tode will ich wieder sterben, | Sterben den steinernen Tod im Berg, | Irdenen Tod im Sand, | Blätternen Tod im knisternden Sommergras | Und den armen, blutigen Menschentod […]".

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). "Sommerhöhe". Ms. Gedicht mit eigenh. Titel, Widmung und eh. Aquarell über Feder. O. O. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Aquarell ca. 75 x 90 mm.
4.500 € (72872/BN46944)

Der Titel "Sommerhöhe" und die Widmung "für Adis zum 15. VIII. 33" für seine Schwester Adele Gundert zu ihrem Geburtstag auf der ersten Seite des Doppelblatts unter der aquarellierten Federzeichnung. Auf der zweiten Seite das Typoskript seines Gedichts: "Das Blau der Ferne klärt sich schon | Vergeistigt und gelichtet | In jenen Lila-Zauberton, | Den nur September dichtet [...]". - Gefaltet.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Umschlag mit eigenh. Titel "Ein paar Gedichte von Hermann Hesse" in aquarellierter Umrahmung. O. O. u. D. 1 S. auf gefalteten Büttenbogen. Aquarell ca. 125 x 105 mm.
4.000 € (72873/BN46945)

Umschlag für Gedichte, wie sie Hesse wiederholt für enge Freunde oder Bewunderer seiner Werke anfertigte.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). "Ein paar Gedichte von Hermann Hesse". Eigenh. Entwurf mit eigenh. Titel, Widmung und eigenh. Aquarell auf Feder. O. O. 1 S. 4to.
3.500 € (72875/BN46948)

Gewidmet seiner Schwester Marie "Marulla" Hesse (1880-1953). Entwurf für den Umschlag von Gedichtssammlungen, wie sie Hesse wiederholt für enge Freunde anfertigte.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Gedr. Portrait mit eigenh. U. O. O. u. D. 215:152 mm.
200 € (73191/BN47468)

Auf Trägerpapier montiert, dort auch die Unterschrift.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. aquarellierte Federzeichnung, signiert ("H. H."), auf einem eh. Brief seiner Gattin Ninon Hesse. O. O. 45:60 mm (Aquarell). Brief: 2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.
2.800 € (74509/BN48553)

Der Brief Ninons an Helene Ritzerfeld vom Suhrkamp Verlag, der sie u. a. über ein Interview von Jella Lepman für die SWR-Sendereihe "Gefährtinnen berühmter Männer" berichtet - "da bin ich auch dabei". - Das Aquarell zeigt ein Haus im sommerlichen Tessin.

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Hesse, Hermann

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. Portraitpostkarte mit U. O. O. ½ S. 8vo.
450 € (74510/BN48554)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Herzlich dankt und grüsst | HHesse".

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verkauft

 
Hesse, Hermann

Bildpostkarte m. e. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller. Bildpostkarte mit einem gedr. Aquarell Hesses und e. Grußzeile und U. O. O. u. D. 1 Seite 8°.


Hesse, Hermann

E. Grußformel mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Hermann Hesse (1877-1962), Dichter u. Literaturnobelpreisträger. E. Grußformel u. U. auf einer farbigen Postkarte, o. O. u. D., 1 Seite 8°. Bleistift. „Mit Grüssen von HHesse“. – Die Postkarte mit einem gemalten Motiv „Aus Wanderung, Aufzeichnungen und 14 farbige Bilder von Hermann Hesse“.


Hesse, Hermann

Portraitpostkarte mit eigenh. U. („HHesse“) verso.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Bleistiftsignatur. Brustbild im Profil nach links mit Hut „mit seinem jüngsten Enkel“. Photographie: Martin Hesse.


Hesse, Hermann

Portraitpostkarte mit eigenh. U. („HH“) auf der Bildseite.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Mit Grußformel „Dank von H H“. – Brustbild von vorn. Photographie: Gret Widmann.


Hesse, Hermann

Ms. Brief m. e. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller. Ms. Brief (Durchschlag) mit e. U. („H. Hesse“). Gaienhofen, 17. August 1909. ½ S. Gr.-4°. – An eine Redaktion zur Übersendung von „zwei Manuscripten, die ich Ihnen für den Kalender zur Verfügung stellen kann: ein Gedicht ‚Trost’ und eine Erzählung ‚Die Stadt’. Als Honorar müßte ich für das Gedicht 35 Mark, für die Erzählung 200 Mark erbitten. Das sind die Honorare, die ich anderwärts für den Erstdruck dieser Arbeiten erhalten würde [...]“. – Mit kl. zeitgen. Bearbeitungsvermerk in Bleistift am linken oberen Rand der Verso-Seite: „Zurück“. – Ohne die erwähnten Manuskripte.


Hesse, Hermann

Ms. Brief m. e. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller. Ms. Brief (Durchschlag) mit e. Grußzeile und U. („H. Hesse“). Gaienhofen, 23. Dezember 1909. 1 S. Gr.-4°. – An einen Professor: „Ihre Weihnachtssendung war mir eine große, frohe Überraschung. Das ganze prächtige Weimarer Blatt macht mir eine wahre Freude [...] Beiliegend sende ich die beiden einzigen Photos, die für Ihre Arbeit in Betracht kommen können. Für spätere Rücksendung wäre ich dankbar, da ich beide nur einmal besitze. Ich hätte natürlich eine besondre Aufnahme für Sie machen lassen, aber das ging nicht an. Denn wenn Sie, wie Sie leider nicht getan haben, über die Feiertage hieher gekommen wären, hätten Sie den Schrecken erleben müssen, mich ohne Vollbart zu sehen. Ich habe ihn, hauptsächlich auf Wunsch meiner Frau, vor Monaten nach mehrjährigem Tragen wieder entfernt. Ihrer Radierung braucht das aber gar nicht zu schaden, da ja niemand es weiß, und da ich ja nicht sagen kann, wie lange ich nun ohne Vollbart gehen werde [...]“. – Ohne die erwähnten Photographien.


Hesse, Hermann

Konvolut
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller. 1 ms. Brief, 1 ms. Briefkarte und 3 e. Bildpostkarten. Alle mit U. „H. Hesse“ bzw. „H. H.“. Montagnola u. a., ca. 1953–1961. Zusammen 5½ SS. auf 5 Bll. Meist 8°. Mit 5 e. adr. Kuverts und einigen Beilagen (s. u.). – An den Pianisten Rudolf Serkin: „Mit grosser Freude empfing ich Ihre beiden wundervollen Platten und sage Ihnen von Herzen Dank dafür [...] Sollten Sie einen Tag in Lugano bleiben und Lust haben zu uns heraufzukommen, so wäre das sehr schön. Aber ich kenne die Hetze wohl, in der man auf Konzertreisen lebt, und möchte nicht Anlass zu einer Mehr-Anstrengung für Sie sein [...]“ (a. d. ms. Briefkarte; mit gedr. Vignette eines Tessiner Hauses). – „[...] Caro maestro – Heut haben wir den halben Tag Serkin-Platten gespielt und ich habe Ihrer und alter Zeiten intensiv gedacht [...]“ (a. d. ms. Brief, „an einem Sonntag im November“). – Die Bildpostkarten mit kurzen Gruß- oder Gratulationsworten (darunter 2 Kunstpostkarten mit Abbildungen von Portraitbüsten des Dichters von Hermann Hubacher und Otto Charles Bänninger). – Beiliegend ein gedr. Gedicht „Das Lied von Abels Tod“ mit e. Grußzeile und U. (in Bleistift, undat.) sowie eine unbeschr. Kunstpostkarte und eine gedr. Abbildung einer Unterredung von Theodor Heuss und Hermann Hesse a. d. J. 1957.


Hesse, Hermann

Albumblatt m. e. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Hermann Hesse (1830–1914), Schriftsteller und Nobelpreisträger. Albumblatt mit e. U. O. O. u. D. 1 S. Qu.-32°. – Beiliegend einige Zeitungsausschnitte.


Hesse, Hermann

Portraitpostkarte mit e. U.
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Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. Portraitpostkarte mit e. U. („HHesse“). O. O., 1927. 1 S. 8°. – Portrait en face in S/W.


Hesse, Hermann

Portraitpostkarte mit e. U.
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Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. Portraitpostkarte mit e. U. („HHesse“). O. O., 1956. 1 S. 8°. – Das Portrait en face in S/W von Heiner Hesse zeigt seinen Vater zusammen mit seinem jüngsten Enkel, d. i. Heiner Hesses Sohn David.


Hesse, Hermann

Portraitdruck mit e. Sinnspruch und U.
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Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. Portraitdruck mit e. Sinnspruch und U. O. O. u. D. 185:140 mm. – „Wir glauben an keines von den Idealen dieser Zeit. Aber wir glauben, dass der Mensch unsterblich ist und dass sein Bild aus jeder Entstellung wieder genesen kann. HHesse“. – In einem Passepartout mit kleineren Gebrauchsspuren.


Hesse, Hermann

„Louis Sutter“. Ms. Gedicht (44 Zeilen, Durchschlag) mit e. Gruß und U. („HHesse“).
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Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. „Louis Sutter“. Ms. Gedicht (44 Zeilen, Durchschlag) mit e. Gruß und U. („HHesse“). O. O., September 1961. – „Schöne korrekte Bilder malen, | Schöne Sonaten tadellos geigen, | Frühlings- und Kreutzersonate | Lernt’ ich einst und war jung, | Lief in die offene lichte Welt, | War jung, wurde gelobt, geliebt .... | Aber einmal sah mir durchs Fenster | Lachend mit kahlen Kiefern | Der Tod herein, und das Herz | Fror mir im Leibe, fror mir, | Friert mir noch heut [...]“. – Mit einer siebenzeiligen ms. Biographie von Louis Sutter, des Malers und Cousins von Le Corbusier, am unteren Blattrand. – Mit kleinen Tesafilmstreifen am oberen und unteren Rand.


Hesse, Hermann

„Welkes Blatt“. E. Gedicht (12 Zeilen) mit U.
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Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. „Welkes Blatt“. E. Gedicht (12 Zeilen) mit U. O. O. u. D. 3/4 S. Gr.-8°. Mit einer Beilage (s. u.). – „Jede Blüte will zur Frucht, | Jeder Morgen Abend werden, | Ewiges ist nicht auf Erden | Als der Wandel, als die Flucht [...]“. – Alt auf Trägerkarton montiert, drunter ein Blatt mit einem Abdruck seines Gedichtes „Ein Traum“ mit e. U. („HHesse“).


Hesse, Hermann

E. Gruß mit U. In: Ders.: Jahreslauf. Ein Zyklus Gedichte.
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Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. E. Gruß mit U. In: Ders.: Jahreslauf. Ein Zyklus Gedichte. O. O. u. D. 12 SS. Klammerheftung. Gr.-8°. Mit einer Beilage (s. u.). – Seite 2 mit einem „Gruss von H. Hesse“. – Dem Schweizer Schriftsteller war 1946 „für seine inspirierte Verfasserschaft, die in ihrer Entwicklung neben Kühnheit und Tiefe zugleich klassische Humanitätsideale und hohe Stilwerte vertritt“, der Nobelpreis für Literatur verliehen worden. – Beiliegend: H. Hesse: Legende vom indischen König. O. O., Privatdruck, 1948. 6 lose Bll. in Papierschirting. Kl.-8°.


Hesse, Hermann

Eigenhändiges Manuskript mit Namenszug am Titel und im „Druckvermerk
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Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. „Pictor’s Verwandlungen“. Eigenhändiges Manuskript mit Namenszug am Titel und im „Druckvermerk“. O. O., „geschrieben Herbst 1928 | Hermann Hesse“. 17 einseitig beschriebene SS. auf 20 Bll. Mit 16 in warmen, kräftigen Farben aquarellierten Vignetten. Beigefarbener Umschlag mit e. Titel und aquarellierter Vignette. Geglätteter weißer Kalbsblederband mit goldgepr. Deckelvignette. 4°. Mit einer Beilage (s. u.). – Recht frühe Abschrift des 1922 entstandenen Märchens, von dem bis in die späten 50er Jahre über 40 Exemplare (tls. auch als Typoskripte) hergestellt werden sollten. Bei dem Adressaten des vorliegenden, sehr festlich-dekorativ gestalteten Exemplars, das diesem am ersten Blatt mit einem Zitat von Novalis gewidmet ist, wird es sich um den deutschen Unternehmer Kurt Lindner sr. (1877–1966) gehandelt haben, dem Leiter der Fa. Lindner & Co (heute ELSO) in Sondershausen, einer Porzellanfabrik für elektrisches Zubehör. Mit Ausnahme der ersten Vignette am Widmungsblatt sind die anderen in den Text eingestreut; die vergoldete Deckelvignette zitiert die zwei Sterne der Vignette am Ende des Textes. – Vgl. Mileck II, 111 (der diesen Adressaten nicht kennt): „Jetzt, wo ich den Piktor nicht mit eigener Hand mehr schreiben und illustrieren kann, habe ich nichts mehr dagegen, ihn vervielfältigt zu sehen. Als Vorlage für diese Ausgabe wählte ich das Exemplar, das ich einst für meine Frau hergestellt habe. Montagnola, im Juli 1954. H. H.“. – In blauer, stellenweise leicht verblaßter Tinte auf lachsfarbenem Papier. – Beiliegend: Derselbe: Piktor’s Verwandlungen. Ein Märchen. (Berlin und Frankfurt a. M., Suhrkamp, 1954). Faksimile der Handschrift von 1922. Kl.-4°. 20 nn. Bll., 1 loses Beiblatt. Mit 17 farbigen Vignetten, davon 8 auf zwei Farbtafeln zu je 4 Bildchen, zusammengefaßt in dekorativer Umrahmung. Originalumschlag in Originalhalbleinenkassette. Wohlerhalten und frisch, lediglich das Kassetten-Titelschild leicht braunfleckig.


Hesse, Hermann

Portraitphotographie mit e. Initialen verso.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. Portraitphotographie mit e. Initialen verso. O. O. u. D. 146:103 mm. – Brustbild en face in S/W a. d. J. 1956, zusammen mit seinem jüngsten Enkel und „mit Grüssen von HH“.


Hesse, Hermann

E. Portraitpostkarte mit U. verso
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. E. Portraitpostkarte mit U. verso. O. O. u. D. ½ S. Qu.-8°. – „Dank und Gruss von | HHesse“. – Die Bildseite mit einer S/W-Aufnahme des Dichters bei der Lektüre.


Hesse, Hermann

Sonderdruck mit e. Gruß und U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. Sonderdruck mit e. Gruß und U. O. O. u. D. [1946]. 1 S. auf 4 Bll. Kl.-4°. – Ein „Gruss von HHesse“ in: Der Dichter Hermann Hesse. Nobelpreisträger. – Bl. 2 mit einer Aufnahme des Dichters zusammen mit seiner jüngsten Enkelin und faks. Grußzeile mit U.


Hesse, Hermann

Kuvert mit e. Adresse
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Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. Kuvert mit e. Adresse. [Kilchberg, 30. Oktober 1948]. 1 S. Qu.-8°. – Adressiert an Fräulein Hilde Dührkop in Lübeck. – Umseitig mit gedr. Absender.


Hesse, Hermann

Ms. Mitteilung mit eigenh. U. („HHesse“).
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Wohl an einen Verleger mit der Angabe von „Adressen für Autorfreistücke der Malergedichte“. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Hotels Verenahof.


Hesse, Hermann

Eigenh. Postkarte mit U. („HHesse“).
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An die Schriftstellerin Frieda Margarete Reuschle (1898–1978): „Danke für Ihren lieben Brief u. das so schöne Bild Ihres Mannes [d. i. der Lyriker Max Reuschle, 1890–1947]! Eine Gegengabe kommt als Drucksache da ich zum Briefschreiben [...] nicht mehr fähig bin [...]“. – Mit gedr. Briefkopf nach einer Zeichnung von H. Hesse.


Hesse, Hermann

Bildpostkarte mit eigenh. U. ("HHesse").
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Die Bildseite mit einer Abbildung der von Hermann Hubacher geschaffenen Bronzebüste Hesses.


Hesse, Hermann

E. aquarellierte Feder- u. Farbstiftzeichnung mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Hermann Hesse (1877-1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. Voralpenlandschaft. E. aquarellierte Feder- und Farbstiftzeichnung m. e. U. „H. Hesse“, o. O. u. D. [ca. 1920], eine Seite quer-Folio. Das hübsche Aquarell ist e. betitelt „Bäume in der Nacht“. – Auf der Rückseite eine Bleistiftzeichnung von unbekannter Hand. Auf stärkerem, grauem Papier eines Malblocks, am linken Rand perforiert. – Leichte Knickspuren; am unteren Rand mit 2 kleinen Einrissen.


Hesse, Hermann

E. aquarellierte Feder- und Farbstiftzeichnung
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Hermann Hesse (1877-1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. E. aquarellierte Feder- und Farbstiftzeichnung, o. O., [ca. 1918], eine Seite quer-8°. Die schön aquarellierte Zeichnung zeigt den Langensee, im Hintergrund links den Camoghè u. rechts den Monte Ceneri. – Rücks. mit Vermerken u. Widmung von Heiner Hesse, von diesem beiliegend außerdem ein maschinenschriftl. Begleitschreiben.


Hesse, Hermann

Eigenh. Brief m. U. „HH“ unter einem Gedicht-Typoskript (Durchschlag).
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An Margarethe Philips in Konstanz, der er das Gedicht „Der alte Mann und seine Hände“ sendet. „Ja, ich ziehe Ihre Nachdichtung von Keats der andern vor. Danke! Wir haben ein schweres Jahr zu bestehen, der Sturm hat längst begonnen, u. Kräfte sind keine mehr da […]“


Hesse, Hermann

Eigenh. Brief mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An Herrn Brentani. – Aus dem Hotel Waldhaus schreibt Hermann Hesse: „Als curiosum, um ihn einen Augenblick anzusehen, gebe ich Ihnen den Brief eines 16jährigen Schülers in Japan. Ich lege auch einen alten Aufsatz von mir bei, weil er von Musik handelt. Beides erbitte ich gelegentlich zurück.“


Hesse, Hermann

Portraitphotographie mit Thomas Mann in Graubünden mit eigenh. Namenszug rückseitig.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

„Thomas Mann u. H. Hesse in Graubünden, etwa 1931 (das letzte mal dass ich in Ferien u. in den Bergen war).“


Hesse, Hermann

Portraitphotographie mit eigenh. monogrammiertem Namenszug bildseitig.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Brustbild von vorn mit Zusatz „Gruss von H. H.“.


Hesse, Hermann

Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift „HH.“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Ihr Brief hat mich in Baden gefunden und hat mir, obwohl er von Ihnen selbst eher Sorgenvolles berichtet, eine Stunde tröstlich Gesellschaft geleistet. Das ist in der Enttäuschung, Kälte und Bitterkeit meiner alten Tage etwas wert, ich danke Ihnen.“


Hesse, Hermann

Eigenh. Postkarte m. U. „H. Hesse“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Ich bin krank u. kann keine Briefe schreiben, möchte für den Ihren aber u. hat mir Freude gemacht, denn wie Dichter sind nicht daran gewöhnt, so genau u. wörtlich gelesen u. verstanden zu werden.“


Hesse, Hermann

Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift „H. Hesse“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Statt eines rechten Briefes kommt nun also das neue Gedicht, und das Bildchen auf dem Blatt, Sie sehen eine Ecke meines Ateliers und mich drin sitzen, ein Freund hat es mir gezeichnet“. - Das Gedicht „Flötenspiel“ folgt mit Datumsangabe „März 1940“. - Der Briefkopf mit gedruckter Zeichnung Hesses in seinem Atelier sitzend.


Hesse, Hermann

Ms. Brief m. U. „H. Hesse“ mit ms. Gedichtmanuskript „Stufen“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Lieber Herr Goetz | Nehmen Sie dies als Dank für Ihren Brief, der mir eine Freude war; die Verse sind das einzige was ich in diesem Jahr geschrieben habe, ich bin krank bald acht Monate ohne Pause krank.“


Hesse, Hermann

Eigenh. Postkarte m. U. „H. Hesse“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Ich habe inzwischen den nächsten u. vertrautesten Begleiter meines Lebens verloren, meine Schwester Adele, u. habe diese Lähmung u. die Steigerung meiner Vereinsamung noch nicht überwunden“. Die Karte mit einem kl. Einriss am rechten Rand.


Hesse, Hermann

Ms. Brief m. eigenh. U. „HHesse.“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „[…] Zugleich mit einem Büchlein, das an Sie abgeht, will ich auch einen kurzen Gruß schreiben. Sie fürchteten, ich könnte Ihnen etwas übelnehmen und nachtragen, davon ist keine Rede. Ach, es sind andre Sorgen genug da. Aus Deutschland bekomme ich jetzt viel Briefe, auch von Kriegsgefangenen in aller Welt. Viele von ihnen beziehen sich auf die Aufsätze und Mahnungen, die ich in und nach dem Krieg von 1914 geschrieben habe, und alle enden damit: ,Sie sehr haben Sie Recht gehabt, hätten wir doch auf Sie gehört!’. Aber zur gleichen Zeit kommt die Mitteilung des amerik. Offiziers, der den Wiederaufbau der deutschen Presse leitet, und teilt mir mit: im jetzigen Deutschland gehöre meine Stimme nicht du denen, die man dem deutschen Volk wieder zu hören erlaube, denn ich sei während des Krieges ruhig und bequem im Tessin gesessen und habe keine Aufrufe etc geschrieben wie Th. Mann und andre brave Männer. Ich habe dem Affen nicht geantwortet, und kann ohne die deutsche Presse leben, aber wie dumm und häßlich ist das doch, und stimmt leider zum meisten, was ich aus der Besetzung höre. Daß ich die Lossagung vom politischen Deutschland, die die Emigranten anno 33 unter Zwang vollzogen, zehn Jahre früher freiwillig vollzogen hab, bereue ich freilich dennoch nicht. […]“


Hesse, Hermann

Ms. Postkarte m. eigenh. U. „HHesse“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „[…] Auch ich habe, auf andre Weise, keine guten Zeiten, und schweige lieber vom Privaten. Aber ich lasse Ihnen aus Frankfurt ein Buch schicken, und schicke Ihnen direkt ein paar neuere Kleinigkeiten. Die Ahnenbilder verdanken ihre Existenz, wie Sie sich denken können, nicht einem Talent zum Ahnenkult bei mir, sondern ich liess die Wiedergaben durch meinen Sohn Martin für zahlreiche baltische Verwandte machen, die alle von diesem Ahnenpaar abstammen und seit vielen Jahren Heimat, Besitz und Behagen verloren haben und keinerlei Erinnerungsstücke mehr besitzen […] so werden wir Ende Juli wieder Sils Maria aufsuchen, wo hinter den Hotelfassaden verloren und verwahrlost das Haus steht, in dem Nietzsche wohnte […]“


Hesse, Hermann

Eigenh. Postkarte m. U. „HHesse“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „[…] Wo sind Sie? Wie geht es? […]“


Hesse, Hermann

Eigenh. Postkarte m. U. „H. Hesse“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „Den ,Steppenwolf’ will eine Arbeiter-Buchgemeinschaft für ihre Mitglieder drucken, es kommt wahrscheinlich zu stande.“ - Die Postkarte auf der Schriftseite mit einem roten Stempel „Oberkommando der Wehrmacht“ versehen. - Die Bildseite zeigt eine Zeichnung Hesse im Garten. Mit eigenh. Zusatz „zu ,Stunden im Garten’“.


Hesse, Hermann

Ms. Postkarte mit eigenh. U. „H. Hesse“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An seinen Freund, den Dozenten Georg Goetz in Kopenhagen. „In Ihrem verletzten Brief freute mich bes. die Erinnerung an Bubers Geschichte vom Meister, der sich die Schuhriemen bindet, die habe ich auch seit Langem gern.“ - Die Postkarte auf der Schriftseite mit einem roten Stempel „Oberkommando der Wehrmacht“ versehen.


Hesse, Hermann

Ms. Brief mit aquarellierter Federzeichnung am Kopf sowie eigenh. U. „HHesse“ (Bleistift).
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An Hedwig Fischer, die Frau seines Verlegers Samuel Fischer über die Auflösung der Verfasserfrage des unter dem Pseudonym Emil Sinclair erschienenen ,Demian’ (1919) durch Flake, die Rückgabe des Preisgeldes des ,Fontanepreises’ für das beste Erstlingswerk eines Autors sowie über seine Scheidung von seiner Ehefrau Maria.


Hesse, Hermann

Gedr. Gedicht „Besinnung“ mit eigenh. Namenszug „HHesse“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Darunter mit Namenszug in Tinte.


Hesse, Hermann

Kalligraphiertes Gedicht mit eigenh. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

8 Zeilen aus seinem Gedicht „Aus der Kindheit her“: „Liebe stimme Du, | Licht in meinem Haus, | Lösche niemals wieder aus, | Tu die blauen Augen niemals zu’ | Sonst verliert die Welt | Allen holden Schein, |Stern um Sternlein fällt, | Und ich steh allein. […]“ - Mit getrockneten Gräsern verziert. - Hermann Hesse beschreibt in diesem Gedicht die Sehnsucht nach vergangener Kindheit. 



Hesse, Hermann

Eigenh. Gedichtmanuskript mit Aquarell (Tusche auf Papier) u. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Das Gedicht „Einsamer Abend“ (10 Zeilen): In der leeren Flasche und im Glas | Wankt der Kerze Schimmer; | Es ist kalt im Zimmer. | Draußen fällt der Regen weich | ins Gras. | Wieder legst du nun zu kurzer Ruh | Frierend dich und traurig nieder. | Morgen kommt und Abend wieder, | Kommen immer wieder, Aber niemals du.“ - Dekorativ gerahmt.


Hesse, Hermann

Eigenh. Gedichtmanuskript „Frühling“ m. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Zwei Strophen à 4 Zeilen aus „Sprache des Frühlings“: „Jedes Kind weiß, was der Frühling spricht: Lebe, wachse, blühe, hoffe, liebe, freue dich u. treibe neue Triebe, gib dich hin u. fürcht das Leben nicht! Jeder Greis weiß, was der Frühling spricht: Alter Mann, laß dich begraben, räume deinen Platz den muntern Knaben, gib dich hin und fürcht das Sterben nicht!“


Hesse, Hermann

14 Aquarelle, teilweise über Feder, meist eigenh. bezeichnet.
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Die vollständigen Vorlagen für die Illustrationen zu seinem 1920 bei S. Fischer erschienenen Buch „Wanderung. Aufzeichnungen von Hermann Hesse | Mit farbigen Bildern vom Verfasser“. - Das erste Aquarell mit dem eigenhändigem Arbeitstitel „Wanderung | Ein Bilderbuch von Hermann Hesse | mit farbigen Zeichnungen vom Verfasser“, den Hesse später mit anderer Tinte in den endgültigen Buchtitel ändert. – Die weiteren Aquarelle: Bauernhaus, „Pass“, ein Dorf, „Die Brücke“, „Pfarrhaus“, „Gehöft“, „Bäume“, „Regenwetter“, „Kapelle“, „Mittagsrast“, „See, Baum, Berg“, „Bewölkter Himmel“ und „Rotes Haus“. - Beiliegend ein Widmungsexemplar der 1949 bei Suhrkamp erschienenen Ausgabe des Buches, 4to, Orig.-Leinen mit (leicht eingerissenem) Schutzumschlag; dem Titel gegenüber Hesses eigenhändige Widmung „In grosser Dankbarkeit von Ihrem HHesse“.


Hesse, Hermann

Eigenh. Gedichtmanuskript m. U.
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Unter dem Kriegseindruck schrieb Hesse „zwei Gedicht aus der Kriegszeit 1914/18“ mit den Titeln „Friede“ (20 Zeilen) und „Wenn auch“ (8 Zeilen). Beide Gedichte aus dem Jahr 1918. - Sehr dekorativ. Auf Briefbogen mit gedruckter Zeichnung „Holzschnitt nach einem Aquarell von Hermann Hesse“.


Hesse, Hermann

"Kleiner Knabe". Ms. Gedicht mit eigenh. Titel und eigenh. Aquarell über Feder.
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Der Titel "Kleiner Knabe" auf der ersten Seite des Doppelblatts unter der aquarellierten Federzeichnung, die einen Baum bzw. eine Berglandschaft zeigt. Auf der zweiten Seite das Typoskript seines Gedichts: "Hat man mich gestraft | Halt ich meinen Mund, | Weine mich in Schlaf, | Wache auf gesund [...]".


Hesse, Hermann

Eigenhändiges Gedichtmanuskript „Das Glasperlenspiel“ mit Farbaquarell (Tusche auf Papier).
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„Das Glasperlenspiel“ „Musik des Weltalls und Musik der Meister Sind wir bereit in Ehrfurcht anzuhören, Zu reiner Feier die verehrten Geister Begnadeter Zeiten zu beschwören. Wir lassen vom Geheimnis uns erheben Der magischen Formelschrift, in deren Bann Das Uferlose, Stürmende, das Leben Zu klaren Gleichnissen gerann. Sternbildern gleich ertönen sie kristallen, In ihrem Dienst ward unserm Leben Sinn, Und keiner kann aus ihren Kreisen fallen Als nach der heiligen Mitte hin.“ - Am Kopf des Titelblattes ein Blumenstrauß. Provenienz: Sammlung Hochstetter, Bad Homburg.


Hesse, Hermann

Eigenh. Bildpostkarte mit Unterschrift.
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„Lieber Herr Dr. Schwabe! Gern einverstanden. Wir haben noch einen schönen milden Nachsommer u. sind froh darüber […]“. - Die Bildpostkarte zeigt den Marktplatz der Stadt Calw mit dem eigenh. Zusatz Hesses „Dem Rathaus gegenüber bin ich geboren.“. Provenienz: Sammlung Schwabe, Basel.


Hesse, Hermann

Eigenhändiges Gedichtmanuskript „Friede“ mit Farbaquarell (Tusche auf Papier).
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„Friede (Oktober 1914)“ | „Jeder hat's gehabt, Keiner hat's geschätzt, Jeden hat der süße Quell gelabt - O wie klingt der Name Friede jetzt! Klingt so fern und zag, Klingt so tränenschwer, Keiner weiß und kennt den Tag, Jeder sehnt ihn voll Verlangen her. Sei willkommen einst, Erste Friedensnacht, Milder Stern, wenn endlich du erscheinst Überm Feuerdampf der letzten Schlacht. Dir entgegen blickt Jede Nacht mein Traum, Ungeduldig rege Hoffnung pflückt Ahnend schon die goldne Frucht vom Baum. Sei willkommen einst, Wenn aus Blut und Not Du am Erdenhimmel uns erscheinst, Unsrer schönern Zukunft Morgenrot! […]“ - Am Kopf des Titelblattes eine Landschaft im Tessin. Provenienz: Sammlung Hochstetter, Bad Homburg.


Hesse, Hermann

Eigenhändiges Gedichtmanuskript „Wie der stöhnende Wind“ mit Farbaquarell (Tusche auf Papier).
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„Wie der stöhnende Wind“ | „Wie der stöhnende Wind durch die Nacht Stürmt mein Verlangen nach dir, Jede Sehnsucht ist aufgewacht - O du, die mich krank gemacht, Was weißt du von mir! Leise lösch ich mein spätes Licht, fiebernde Stunden zu wachen, Und die Nacht hat dein Angesicht, und der Wind, der von Liebe spricht, Hat dein unvergeßliches Lachen! […]“ - Am Kopf des Titelblattes eine Landschaft im Tessin. Provenienz: Sammlung Hochstetter, Bad Homburg.


Hesse, Hermann

Eigenhändiges Gedichtmanuskript „Im Nebel“.
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„Im Nebel“ | „Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, Kein Baum sieht den andern, Jeder ist allein. Voll Freunden war mir die Welt, Als noch mein Leben licht war; Nun, da der Nebel fällt, Ist keiner mehr sichtbar. Wahrlich, keiner ist weise, Der nicht das Dunkel kennt, Das unentrinnbar und leise Von allen ihn trennt. Seltsam, im Nebel zu wandern! Leben ist Einsamsein. Kein Mensch kennt den andern, Jeder ist allein.“ Provenienz: Sammlung Hochstetter, Bad Homburg.


Hesse, Hermann

Eigenhändiges Gedichtmanuskript „Stufen“.
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„Stufen“ | „Wie jede Blüte welkt und jede Jugend Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe Bereit zum Abschied sein und Neubeginne, Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Der uns beschützt und der uns hilft zu leben. Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, An keinem wie an einer Heimat hängen, Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten. Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen, Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen. Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde Uns neuen Räumen jung entgegensenden, Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ... Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!“ Provenienz: Sammlung Hochstetter, Bad Homburg.


Hesse, Hermann

Konvolut m. aquar. Federzeichnung
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Hermann Hesse (1877–1962), Schriftsteller. 1 ms. Brief und 1 ms. Bildpostkarte mit e. U. sowie ein e. beschr. Umschlag. Marin bei Neuchatel und [Zug], 1946 bzw. o. D. Zusammen 2 Seiten 8°. Die Karte mit e. Adr. – An Dr. Börje Cronholm in Stockholm. I: „Haben Sie Dank für Ihren Brief und Ihren Auftrag. Aufträge dieser Art waren mir immer sehr willkommen, weil der Ertrag für Hungernde und Opfer Hitlers bestimmt ist. Aber leider muß ich Sie bitten zu warten, bis ich entweder ein Exemplar der 12 Gedichte aus Montagnola bekommen kann, falls dort noch eines vorhanden ist, oder aber ich die Möglichkeit habe, ein neues für Sie zu machen. Es bedarf dazu einer gewissen Ruhe und Arbeitsfähigkeit, die ich vorerst nicht habe. Denn ich bin seit Oktober wegen grosser Erschöpfung bei einem befreundeten Arzt, und mußte mein Haus in Montagnola für lange Zeit schließen [...]“ (Br. v. Ende November 1946). – II: Es ist mir sehr lieb zu wissen, dass Sie an dem Manuscript Freude haben und nicht davon enttäuscht sind [...]“ (undat., wohl später verfaßte Bildpostkarte mit einem Holzschnitt nach einem Aquarell Hesses). – Der e. Umschlag mit der Aufschrift „Zwölf Gedichte von Hermann Hesse“ in aquarelliertem Zierrahmen. – Beiliegend eine Zahlungsbestätigung Cronholms über 212 Kronen und 25 Öre. – Ohne die erwähnten Gedichte.


Hesse, Hermann

E. Postkarte mit U.
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Hermann Hesse (1877-1962), Schriftsteller u. Nobelpreisträger. E. Postkarte m. U., Gaienhofen am Bodensee, 1. Oktober 1908, 1 Seite. An Martin Flaum in Berlin mit einem Publikationsnachweis: „[…] Meine Studie ‚Boccaccio’ (die sich aber lediglich auf das Decamerone bezieht u. nichts philologisch-historisches bringt, sondern eine gewöhnliche Paraphrase ist) erschien in der Sammlung ‚Dichtung’ bei Schuster u. Löffler Berlin […]“ - Oben wasserfleckig.


Hesse, Hermann

Brief m. e. U.
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Hermann Hesse (1877-1962), Schriftsteller u. Nobelpreisträger. Brief m. e. U. u. e. Grußformel, Montagnola, „nach der Weihnacht 1955“, 1 Seite gr.-8°. Gedruckter Briefkopf. An Hans C. Bodmer: „[…] Das Büchlein mit Aquarellen [Aquarelle aus dem Tessin] ist für die Weihnacht zu spät gekommen, ich habe 14 Tage lang mit jeder Post […] gewartet […]“. Er genieße angenehmen Besuch und angenehmes Wetter, „meist helle, zwar kurze aber sonnige Tage“ und schließt Wünsche an und endet „[…] Wenn ich das vergangene Jahr überdenke, das mir einige schwere Verluste gebracht hat, dann leuchten die paar Sommertage in Rüschlikon mir als etwas vom Besten entgegen, was das Jahr mir gebracht hat […]“


Hesse, Hermann

Eigenh. Albumblatt mit U. ("Hermann Hesse").
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"So mußt du allen Dingen | Bruder und Schwester sein, | Daß sie dich ganz umschlingen, | Daß du nicht scheidest Mein und Dein. || Kein Stern, kein Laub soll fallen - | Du mußt mit ihm vergehn! | So wirst du auch mit allen | Allstündlich auferstehn". - Etwas unregelmäßig beschnitten.


Hesse, Hermann

E. Albumblatt mit U.
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Hermann Hesse (1877-1962), Schriftsteller u. Nobelpreisträger. E. Albumblatt m. U. „HHesse“, o. O. u. D. 1 Seite quer-8o (Briefkarte). Verso Klebespuren, etwas wellig. Die dritte Strophe seines Gedichts „Einst vor tausend Jahren“: „Einst vor tausend Jahren gab es Eine Heimat, einen Garten, Wo im Beet des Vogelgrabes Aus dem Schnee die Krokus starrten.“