Theodor Herzl

Schriftsteller und Zionist, 1860-1904

Der österreichisch-ungarische Schriftsteller jüdischer Herkunft war Publizist und Journalist und Begründer des modernen politischen Zionismus. Er gilt deshalb als der zentrale Vordenker und zugleich als aktiver Wegbereiter eines modernen jüdischen Staates, der später in Form des modernen Staates Israel Realität wurde. 1896 veröffentlichte „Der Judenstaat“. Die Bewegung, die Herzl ins Leben rief, wurde zur lebendigsten Kraft in der modernen jüdischen Geschichte. Er gründete ihr Presseorgan Die Welt, den „Jewish Colonial Trust“ als finanzielle Basis und die Institution des Zionistenkongresses als Verkörperung des Parlamentarismus dieser weltumspannenden Bewegung.

Quelle: Wikipedia

Herzl, Theodor

Schriftsteller und Begründer des Zionismus (1860-1904). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Wien. 8vo. 1 p. Blindgepr. Briefkopf. Mit Umschlag. Kleine Faltenrisse (ausgebessert).
5.000 € (87966)

An den Schriftsteller A. Just in Wien, dessen Couplets für eine satirische Darbietung „vollen Beifall gefunden haben“. „[…] Erwünscht wäre allenfalls noch ein Couplet über Kneipp (So sollt ihr leben) und Baring Brothers, aber es muss nicht sein. Ohnehin werden nicht alle gesungen werden können, sondern höchstens 5–6 davon. Da aber fast alle verwendbar sind, halte ich es auch für richtig, alle zu honoriren, und werde Ihnen 50fl. zusenden, sobald ich von der Direction die Mittheilung habe, dass es bei diesen Couplets definitiv bleibt.

Ihren Namen habe ich der Direction selbstverständlich genannt, doch kann er nicht auf den Zettel kommen, weil der Dichter der ‘Muster-Couplets’, der Komiker Natzler auch nicht auf den Zettel kommen kann. Es wird heissen: ‘von N.J.’ (Natzler Just) […] Entschuldigen Sie, dass ich Ihnen einen so materialistischen Brief schreibe […]“ Herzl war in Wien als freier Schriftsteller tätig, schrieb Feuilletons und verfasste als Theaterschriftsteller Gesellschaftsstücke und Lustspiele, die u.a. am Burgtheater zur Aufführung gelangten..

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Herzl, Theodor

Schriftsteller und Begründer des Zionismus (1860-1904). Eigenh. Briefkarte mit U. O. O. 1 S. Qu.-kl.-8vo. Mit Reliefprägung des Hl. Georg.
4.200 € (87136/BN57563)

An eine Dame: "Chère Madame! Warum? Ich habe so wenig Zeit, dass ich manchen Tag nicht einmal dazu komme, mir selber Guten Morgen! zu sagen. Meinem Papa geht's immer besser, doch muss ich Punkt 8 Uhr abends zu Hause sein. Vielleicht aber ist es mir gegönnt, Sie morgen beim Trabrennen zu sehen. Ich will Sie nämlich nicht zu Hause aufhalten - ist es doch die Rosenzeit - oder beinahe. Zum Trabrennen geh' ich auf eine halbe Stunde [...]". - Auf Briefpapier mit Reliefprägung des Hl. Georg.

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Herzl, Theodor

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Theodor Herzl (1860–1904), Schriftsteller und Zionist. E. Brief mit U. „Th H.”, o. O., 18. Februar 1890. 1 Seite 8°. – An den namentlich nicht genannten Schriftsteller und Journalisten Hugo Wittmann (1839–1923): „Quid novi ex Africa? Ich war soeben bei Ihnen, um wegen einer Sache, die ich gestern zu erwähnen vergaß, zu sprechen. Sind Sie geneigt oder haben Sie etwas dagegen, den Vertrieb unseres neuen Stückes dem Berliner Theateragenten Entsch zu geben? Mit Ritter mache ich nichts mehr, von Steiners Vertrieb war ich auch nicht entzückt. Entsch habe ich meine Sachen von jetzt ab übergeben, und es wäre mir daran gelegen, ihm auch Die Dame in Schwarz – natürlich unter denselben Bedingungen wie Ritter – zu geben. Für Wien ist gar keine Provision, für Berlin 5%, für die übrigen Bühnen 10% zu bewilligen. Ich bitte Sie, nur pneumatisch zu antworten, weil ich Entsch morgen schreiben will, u. zw. vorläufig blos, dass wir zu ihm kommen. Das Manuscript zur Drucklegung u. alle weiteren Verfügungen erhält er später. Also passt’s Ihnen? [...] – Herzls und Wittmanns „Die Dame in Schwarz“ sollte am 6. Februar ihre Uraufführung erleben; Hugo Thimig bezeichnete es als „ödes Stück“, das aber seltsamerweise von der Kritik den Stücken von Ibsen und Hauptmann vorgezogen wurde (vgl. Hugo Thimig erzählt von seinem Leben und dem Theater seiner Zeit. Briefe und Tagebuchnotizen. Ausgew. und eingel. von Franz Hadamowsky. Graz u. a., Böhlau, 1962, S. 206). – Hugo Wittmann war „als Musik- und Theaterkritiker [...] [einer] der bedeutendsten Vertreter des Wiener Feuilletons“ (DBE) und verfaßte auch Dramen, Erzählungen sowie Operettenlibretti (u. a. für Johann Strauß und Carl Millöcker); im Oktober 1891 sollte er seinem damaligen Redaktionskollegen Herzl zu einer Stelle als Korrespondent ihrer Zeitung, der „Neuen Freien Presse“, in Paris verhelfen. – Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf; mit einigen kl. Läsuren und unbed. Einrissen sowie alten Montagespuren verso.


Herzl, Theodor

Eigenh. Visitenkarte mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An eine Dame: "Ich hoffe, dass Sie heute nicht den Concordia-Club besuchen - nämlich aus Egoismus hoffe ich es. Ich bin zu meinem grössten Bedauern verhindert das Kränzchen zu besuchen. Mit den ganz ergebenen Grüssen Ihr trauender | Herzl". Herzl promovierte am 16. Mai 1884; die Karte, die ihn als "Dr." ausweist, muß also später geschrieben sein.


Herzl, Theodor

Eigenh. Visitenkarte mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An eine Dame: "Sind Sie wirklich leidend, und wenn ja (wie wir Interpellanten sagen), wie geht es Ihnen? Jederzeit Ihr | Theodor Herzl".


Herzl, Theodor

Portraitpostkarte mit eigenh. Widmung und Unterschrift bildseitig.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Seltenes Portrait Herzls, aufgenommen 1901 auf dem Balkon des Hotels ,Drei Könige’ in Balsel im Profil vor der Rheinbrücke stehend. Mit der eigenh. Widmung auf der Bildseite „Meinem jungen Freund u. Genossen Hans Fischl einen herzlichen Gruss Th Herzl“. Die Rückseite wurde gleichfalls von Herzl adressiert. Aufnahme: Ephraim Moses Lilien. Leichte Knickspuren und ein minimaler Einriss der Karte in Höhe der dargestellten Brücke. - Von grosser Seltenheit. Hans Fischl (1884-1965) war von 1919 bis 1932 Mitglied der schulwissenschaftlichen Abteilung im Unterrichtsministerium, und von 1932 bis 1934 als pädagogischer Referent im Stadtschulrat für Wien mitverantwortlich für die Umsetzung des großen Schulreformwerks.


Herzl, Theodor

Eigenh. Brief mit U. ("Th. Herzl").
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Unveröffentlichter Brief an einen ungenannten Rezensenten: "Sehr geehrter Herr, Ihre sehr freundliche Besprechung von Gretel habe ich mit aufrichtigem Danke gelesen. Hochachtungsvoll [...]". - Am Samstag, den 7. April 1900 hatte Herzls Vierakter "Gretel" (ursprünglich betitelt "Die sündige Mutter") im Raimund-Theater seine Premiere gehabt. Herzl verfasste ihn während der Vorbereitungen zum Londoner Vierten Zionistenkongreß, denen er nach eigener Aussage weniger Aufmerksamkeit widmete als seinem Schauspiel. Seine Beschreibung der Hauptfigur zeigt überraschende Parallelen zu seiner Auffassung vom Judentum, dessen schlummernde Bestimmung er sich bemühte, seinem Volk zum Bewußtsein zu bringen: "All the gifts and possibilities of the adult woman are already evident in [Gretel]. And it is her peculiar charm that she never knows nor suspects the existence of what is already awake in her. In her glance you read all the measure of intelligence that one needs for life, but, fortunately for her, she does not know what life is [...] She lacks only knowledge, experience, destiny; otherwise she is a complete human being" (zit. n. A. Chouraqui, A Man Alone: The Life of Theodor Herzl, S. 168). - Mit gedr. Briefkopf "Neuen Freie Presse".