Walter Gropius

Architekt, 1883-1969

Gropius war Gründer des Bauhauses und gilt neben Ludwig Mies van der Rohe und Le Corbusier als Mitbegründer der modernen Architektur. Seine erste bedeutende architektonische Arbeit war das Fagus-Werk in Alfeld an der Leine, das er zusammen mit Adolf Meyer baute. Dieser Fabrikbau gilt mit seiner Stahl- und Glasarchitektur als richtungsweisendes Werk der später sogenannten „Modernen Architektur“, die in den 1920er-Jahren unter der Bezeichnung „Neues Bauen“ oder „Neue Sachlichkeit“ zum allgemeinen Begriff wurde. Das Fagus-Werk wurde im Juni 2011 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Quelle: Wikipedia

Gropius, Walter

Architekt und Gründer des Bauhauses (1883-1969). Ms. Brief mit eigenh. U. ("Gropius"). Dessau. 1 S. 4to.
8.000 € (47575/BN32236)

An die Redaktion des 'Ersten Beiblatts des Berliner Tagblatts': "[...] dankend bestätige ich ihr freundliches schreiben vom 26.cr. ich habe ihnen deshalb keine abbildungen zu meinem aufsatz über die piscator-bühne gesandt, da herr piscator bedenken trägt, fotos zu veröffentlichen, ehe der bau praktisch in angriff genommen werden kann. ich selbst trage geringere bedenken, da die besonderheiten beim patentamt angemeldet wurden. vielleicht setzen sie sich noch einmal mit herrn piscator in verbindung, wenn von seiner seite aus keine einwendungen mehr gemacht werden, bin ich gern bereit, ihnen die fraglichen abbildungen zur verfügung zu stellen.

ich möchte dies aber nicht ohne sein einverständnis tun [...]". - Walter Gropius und Erwin Piscator gründeten 1927 das Projekt "Totaltheater'" das auf die Aufhebung der räumlichen Trennung zwischen Schauspielern und Zuschauern zielte, das aber nie realisiert werden konnte. Das Briefpapier ist von Herbert Bayer (1900-1985) entworfen, der 1925 von Kandinsky als Leiter der neu gegründeten Werkstatt für Druck und Reklame berufen worden war; am Fuß der gedruckte Vermerk: "wir schreiben alles klein, denn wir sparen damit zeit". - Gelocht, leicht stockfleckig, kurze Faltenrisse..

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Gropius, Walter

Architekt und Gründer des Bauhauses (1883–1969). Eigenh. Widmung und Unterschrift in: The Architects Collaborative Inc. - The Architects Collaborative International Limited Inc. - TAC S.p.A. (Società per Azioni). Teufen, Niggli, 1966. Erste Ausgabe. Text englisch und deutsch. 300 S. OLeinen. Mit original Schutzumschlag, mit vereinzelten Einrissen. Hrsg. von Walter Gropius, Jean B. Fletcher, Norman C. Fletcher, John C. Harkness, Louis A. Mc Millen und Benjamin Thom.
2.500 € (81820)

The Architects Collaborative (TAC) war ein US-amerikanisches Architekturbüro, das von 1945 bis 1995 bestand. 1945 gründete Walter Gropius im Alter von 62 Jahren ein Architekturbüro in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts. Seine Partner bei der Bürogründung waren die viel jüngeren Architekten Norman Fletcher, Jean B. Fletcher, John C. Harkness, Sarah P. Harkness, Robert S. McMillan, Louis A. McMillen und Benjamin C. Thompson. Das Büro arbeitete nach dem Teamgedanken und war insbesondere im Bereich Universitäts- und Campusarchitektur sowie Verwaltungsarchitektur tätig.

Eines der bekanntesten Bauten ist das ehemalige Pan Am Building (1960 63), heute MetLife Building, in New York (vgl. Wikipedia)..

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Gropius, Walter

Portraitphotographie mit eigenh. Unterschrift auf der Bildseite.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Hübsches Altersportrait von vorn. - Selten. Über Walter Gropius gibt es die Aussage einer seiner Biografinnen, dass er „eine ganz andere, nicht weniger angenehme Eigenschaft: Er wusste andere für sich einzunehmen […]“. Tatsächlich zeichnete den Architekten aus, dass er es verstand, Menschen, Ideen und Dinge zusammenzubringen, sodass sich daraus eine der wirkmächtigsten Kunstschulen der Moderne entwickeln konnte. Gropius stammte aus dem Berliner akademischen Bürgertum. Sein Vater war Architekt und dadurch gab es früh ein Netzwerk. Gropius arbeitete für das Büro von Peter Behrens, der als Begründer der modernen, sachlichen Industriearchitektur gilt. Dort lernte Gropius später berühmt gewordene Architekten wie Le Corbusier und Ludwig Mies van der Rohe kennen, ab 1910 machte sich Gropius als Industriedesigner und Architekt selbständig. Bereits sein erster großer Auftrag, der Bau des Fagus-Werks 1911 in Alfeld an der Leine, macht ihn zum Wegbereiter der modernen Architektur in Deutschland. Durch die neuartige Verwendung von Materialien wie Stahl und Glas und durch seine einfache, puristische Form wird dieser Bau richtungsweisend für die spätere Bauhaus-Architektur. 1910 begab sich Gropius überarbeitet nach Tobelbad, wo Gropius Alma Mahler kennenlernte. Noch zu Lebzeiten von Gustav Mahler begannen sie eine Affäre, nach Mahlers Tod 1911 tröstete sich Alma Mahler mit Oskar Kokoschka, heiratete dann 1915 doch Walter Gropius, 1916 wurde eine Tochter geboren und Gropius zog in den Krieg. Im November 1917 traf Alma Mahler den Dichter Franz Werfel und machte den Vorschlag, das eine halbe Jahr mit Gropius zu leben, das andere mit Werfel. Inzwischen, im April 1919, wurde das Staatliche Bauhaus in Weimar gegründet. Ebenfalls 1919 lernte Gropius in Stuttgart Lily Hildebrandt kennen, mit dem Kunsthistoriker Hans Hildebrandt verheiratet war. Hildebrandt war eine Art Mentorin, die im Süden für Bauhaus und Gropius warb, Spenden akquirierte und Gropius mit Avantgarde-Künstlern zusammen brachte. 1922 bereitete sie eine Bauhaus-Ausstellung vor, die in Weimar und Berlin gezeigt wurde. Im Jahr 1923 schließlich lernte Gropius in Hannover die 26-jährige Ilse Frank (1897-1983) kennen, die allerdings verlobt ist. Im August fährt sie nach Weimar, im Oktober wird geheiratet. Sie leitete die Korrespondenz ihres Mannes, warb neue Förderer, sammelte Spenden, lektorierte Vorträge und Artikel, organisierte das soziale Leben. Ilse Gropius entwarft für das Bauhaus Küchengeräte und Küchenmöbel. Erst im Katalog Bauhaus 1919–1928 von 1938, der begleitend zur Bauhaus-Ausstellung im Museum of Modern Art erschien, wurde Ilse Gropius als Autorin und Herausgeberin gemeinsam mit Walter Gropius und Herbert Bayer genannt und erzielte so eine öffentliche Anerkennung ihrer Arbeit. 1937 wurde Gropius als Professor an die "Graduate School of Design" der Harvard University in die USA berufen. An dieser Schule lehrte er 13 Jahre und war nebenbei weiterhin als freier Architekt tätig. Bedeutendstes Zeugnis seiner frühen Jahre in den USA ist das Gropius-Haus in Lincoln/Massachusetts, das er 1938 zusammen mit Marcel Breuer baute. 1946 gründete er zudem eine eigene Firma, die „Architects' Collaborative", in der er eine Gruppe junger Architekten um sich scharte, mit der er zahlreiche Projekte realisieren konnte. In seinen letzten Jahren zog es Gropius wieder vermehrt nach Berlin, wo er zwar arbeiten, aber nicht mehr leben wollte. Hier entstehen noch einige bekannte Spätwerke, wie zum Beispiel 1957 ein neungeschossiger Wohnblock im Hansaviertel oder ab 1962 die gigantische Siedlung Gropiusstadt.