Johann Wolfgang von Goethe

Dichter, 1749-1832

Goethe gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung. Er war Vorbereiter und wichtigster Vertreter des Sturm und Drang. „ Die Leiden des jungen Werthers“ machte ihn in Europa berühmt. Selbst Napoleon bat ihn zu einer Audienz anlässlich des Erfurter Fürstenkongresses. Im Bunde mit Schiller und gemeinsam mit Herder und Wieland verkörperte er die Weimarer Klassik. Die „Wilhelm-Meister-Romane“ wurden zu beispielgebenden Vorläufern deutschsprachiger Künstler- und Bildungsromane. Sein „Faust“ errang den Ruf als das bedeutendste Werk der deutschsprachigen Literatur. Im Alter wurde er auch im Ausland als Repräsentant des geistigen Deutschland angesehen.

Quelle: Wikipedia

Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1749–1832). Eigenh. Schriftstück mit Abschlußklammern. O. O. u. D. 1 S. Qu.-4to.
6.500 € (26182)

Titelblatt: „Gedichte | Alter und fremder | Sprachen“ (Text durchstrichen). In die „Ausgabe letzter Hand“ (1827) nahm Goethe verschiedene Gedichtübersetzungen unter dem Titel „Aus fremden Sprachen“ auf. – In lateinischer Schrift auf Konzeptpapier; leicht braunfleckig.

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Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1749-1832). Einblattdruck des Gedichts „Die Feier des siebenten Novembers 1825 dankbar zu erwiedern“ mit eigenh. Unterschrift „JWvGoethe“. [Weimar 1827]. 1 Bl. Gr.-8vo. Späterer Halblederbd. mit vergold. Rückentitel u. Deckelfilten (W. Collin, Berlin).
8.500 € (59847)

Dreistrophiges Gedicht (“Sah gemalt, in Gold und Rahmen ...“) mit typographischer Randbordüre. – Goethe feierte am 7. November 1825 sein 50jähriges Dienstjubiläum. Das vorliegende Gedicht wurde für Goethes Freunde als Dank für ihre Glückwünsche gedruckt u. war bereits 1819 unter anderem Titel anlässlich Goethe‘s 70. Geburtstag erschienen. – Laut Hagen der durch eine Bordüre aus Halbmonden gekennzeichnete Druck von 1827, titel- u. textgleich zu dem Druck von 1826 (beide bei Frommann, Jena). Einbd.

etwas bestoßen u. berieben. – Exlibris Carl Bernstein. – Ränder leicht gebräunt, am oberen Rand leicht stockfleckig. Kleiner Randeinriß (außerhalb der Bordüre). Spuren von gelöschter Num. in Blei in der oberen rechten Ecke. – Kippenberg I, 104. – Hagen 412. – Goed. IV, 3, 501, 114..

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Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1749-1832). Schriftstück „Verzeichniß“ mit eigenh. Unterschrift „JW v. Goethe“. Marienbad. 16.8.1823. Folio. 10 1/2 pp.
8.500 € (60612)

Aufstellung von Goethes Schreiber John eines „Verzeichniß der am Kammerberg bei Eger vorkommenden Mineralien“ betreffend.

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Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1749-1832). Gestochene Visitenkarte ohne Zusatz. nach 1776. 55 : 77 mm.
4.500 € (81501)

„Grosherzoglich Sachsen-Weimarischer | wirklicher Geheimerath und Staatsminister | von Goethe“. Dabei: Gestochenes Wappen-Exlibris von Wolfgang Maximilian Freiherr von Goethe (1820-1883), einem Enkel des Dichters. 90 : 70 mm. Die Visitenkarte wird im Auktions-Katalog von Paul Graupe (Hrsg.) zur Sammlung Leon Nathansohn (1933) als ,außerordentlich selten’ bezeichnet. Vgl. auch Katalog der Galerie Hans in Hamburg: Goethe uns sein Umkreis, Position 19.

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Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1749-1832). Eigenh. Brief mit Unterschrift „G.“. [Weimar]. 17.6.1809. 3 pp. auf 2 Bll., c. 210 : 168 mm, grünliches Papier (Wasserz. "IGH"), leicht stockfleckig, Falt- u. Nadelspuren am ob. Innenrand.
35.000 € (83296)

An den alten Freund und Ministerkollegen Christian Gottlob von Voigt (1743-1819), den er bittet, in einer Schuldsache des befreundeten weimarischen Majors von Hendrich intervenieren zu wollen. Er übermittelt zugleich einen Brief Hendrichs, der darüber informiert, dass die in Sachsen eingerückten Österreicher entgegen der Befürchtungen noch nicht im Anmarsch auf Thüringen seien: "In beyliegendem Briefe, der uns zugleich noch Ruhe vor kriegerischen Nachbarn zusichert ... Das Einrücken der Osterreicher in Sachsen gewinnt nun ein ander Ansehn.

Doch was bringt nicht Tag und Stunde! Ihre Hoheit waren gestern Abend ganz munter und gnädig obgleich der Ernst der Tage auch auf Ihr zu ruhen scheint..." - Goethe-WA-IV, 20, 5750; Tümmler, III, 244, Nr. 339. - Im Zuge des Französisch-Österreichischen Krieges von 1809 hatte Österreich am 11. Juni 1809 Dresden besetzt. Da Sachsen-Weimar als Rheinbundstaat nicht zu den Verbündeten Österreichs zählte, war die im damaligen Weimar wahrgenommene Bedrohung eine durchaus ernstzunehmende. Erst Napoleons Sieg in der Schlacht bei Wagram am 5./6. Juli konnte die Gefahr bannen..

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Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1749-1832). Eigenh. Brief mit Unterschrift „G“. W[eimar]. 4.3.1811. Quer-4to. Leicht gebräunt.
22.000 € (83313)

Unveröffentlichtes Brief, vermutlich an Christian Gottlob Voigt (1743-1819) gerichtet. „Ew Excellenz | lege verschiedenes hierdurch zu gefälligen Beurtheilung und Beförderung vor. Ich werde in diesen Tagen noch mit einigen andern und zuletzt persönlich aufwarten, um mich gehorsamst zu empfehlen, indem ich zu Ende der nächsten Woche nach Carlsbad abzugehen gedenke. […]“

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Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1749-1832). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „G“. W[eimar]. J[ena]. 14.9.1822. Quer-gr.-8vo.
38.000 € (86529)

An den Philologen und Bibliothekar Christian Ernst Friedrich Weller (1790-1854): „Sie erhalten, mein guter Docktor, Nachricht von mir ehstens Nachricht von mir. Ich habe Römhild zur hießigen Dienststelle vorgeschlagen, sagen Sie es H. Prof. G. vorbereitend. Wird es genehmigt; so ersuche Sie herüber zu kommen. H. v. K. die schönsten Grüße. H. Kanz. von Müller, hat schon Sachen mitgebracht, deren Anblick auch dem Jenäschen Freunde wohl gönnen mochte. Das Beste wünschend.“ Goethe behandelt hier die Anstellung Christian Römhilds an der Weimarer Bibliothek.

Römhild war bis 1822 Bibliotheksdiener in Jena. Wie aus Goethes Brief an Weller vom 26.9.1822 hervorgeht, war die Anstellung bereits kurz nach dem am 14. September vermeldeten Vorschlag in Goethes Sinne entschieden vorden (vgl. WA, Abt. 4 Bd. 36, Nr. 129). Erwähnt werden „Kanz. von Müller“, Kanzler Friedrich von Müller, seit 1815 Kanzler in Weimar, „H. Prof. G“ Georg Gottlieb Güldenapfel, Professor und Bibliothekar in Jena, „H. v. K“ Carl Ludwig von Knebel, seit langer Zeit mit Goethe befreundeter Jurist und Offizier. WA-Nr. 36118a+.

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Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1749-1832). Brief mit eigenhändiger Unterschrift und eigenh. „Hochschäzend und Vertrauend | ergebenst | JWvGoethe“. Weimar. 4to. 1 p. Doppelblatt. Faltspuren. Briefpapier mit Wasserzeichen.
19.500 € (87954)

Brief von Schreiberhand aus der Hand von John an Christian Ernst Friedrich Weller (1790-1854), den Assistenten der Universitätsbibliothek in Jena, mit dem er persönlich befreundet war (Wellers Sohn Rudolf Wolfgang war Goethes Patenkind). Der vorliegende Brief steht in Zusammenhang mit Wellers Tätigkeit als Oberführer der Jenaer Bürgerwache. „Das Geschäft, dem Sie gegenwärtig, mein Theuerster, so glücklich vorstehen, ist für die, meiner Sorgfalt übertragenen wichtigen Jenaischen Besitzungen von solcher Bedeutung daß ich allerdings die Befugniß habe, Sie aus der Oberaufsichtlichen Kasse zu unterstützen.

Sie erhalten daher mit dem Gegenwärtigen Fünf und zwanzig Thaler Sächs. worüber Sie mir nur einen einfachen Schein, ohne Bezeichnung des Zweckes, ausstellen. Verwerden Sie solche nach Ueberzeugung und melden mir von Zeit zu Zeit das Weitere […]“ Sophienausgabe Band 47 Nr. 217 (nach dem Konzept). WA-Nr. 47217..

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Goethe, Johann Wolfgang von

Schriftsteller (1749-1832). Brief von Schreiberhand (John) mit eigenh. U. "unterthänigst JWvGoethe" (deutsche Schrift), eigenh. Randbemerkung von Carl August und einem angehefteten Zettel (9 x 20 cm) mit Notizen zu Byron (von Hassel). Weimar. Folio. (33,5 x 20,5 cm). 3 pp. Doppelblatt, halbbrüchig beschriftet.
35.000 € (88006)

Langer und sehr inhaltsreicher Brief an den Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar, u. a. über die Gebrüder Grimm und den Tod Lord Byrons, der aus Anlass des Freiheitskampfes nach Griechenland gereist war und am 19. April 1824 einer Lungenentzündung zum Opfer gefallen war: "Ew. Königl. Hoheit schenken einen Augenblick Audienz der sich hiemit präsentirenden hochgelahrten Gesellschaft. Der jüngste der drey Brüder Grimm in Cassel hat sich bey dieser Darstellung wirklich Verdienst erworben.

Höchstderoselben gestrige Sendung hat mich überrascht und im tiefsten gerührt. Es bleibt doch immer ein wundersames Gefühl ein so vorzügliches Menschenkind, in jungen Jahren vor sich hingehen zu sehen, und das schreckliche Lokale! Die nothdürftigen Häuser, auf einer steinigen, der Überschwemmung ausgesetzten Fläche, wo man bey erhöhtem Wasser in Kähnen fährt, sodann aber die zurücktretende Welle eine Schaar von Fröschen hinterläßt. Eine beygefügte Notiz giebt von dem dortigen schlechten Zustand, und wie man doch wegen der günstigen Militairlage daselbst zu verweilen genöthigt ist, zwar nur das Bekannte, aber doch zur Aufklärung des gegenwärtigen Bildes gedrängten Abriß. Für die abschriftliche Mittheilung des Diamanten-Catalogs danke verpflichtet; Höchstdieselben erlauben mir wohl, daß er gelegentlich mit abgedruckt werde, er enthält für den Krystallographen viel Merkwürdiges. Nach Böhmen habe ich geschrieben um von den letzteren atmosphärischen und tellurischen Phänomen das Nähere zu erfahren. Auch nach Stuttgard ist geschrieben; ich bin verlangend, ob die Gebrüder Boisserées den jungen Künstler aufnehmen. Ihre bedeutende Anstalt, wie ich sonsther weiß, ist abgeschlossen und vollkommen in sich beschäftigt; wie sie denn auch keine lithographischen Aufträge wie andere Offizinen anzunehmen pflegen; doch der Versuch mußte gemacht werden. Mit gnädigster Erlaubniß nächstens das Weitere [.]" Mit der "hochgelahrten Gesellschaft" sind die sechs "Bildnisse Göttinger Professoren" (Hugo, Benecke, Eichhorn, Blumenbach u. a. Göttingen 1824) von Ludwig Emil Grimm gemeint, die Goethe 1825 in "Kunst und Altertum" (V/2, S. 187 f.) anzeigen ließ. Wilhelm Grimm hatte ihm diese Kupfer zusammen mit seiner Besprechung und Probeübersetzung von Färöer Liedern zugesandt. - Die "gestrige Sendung", die Goethe so tief rührte, bestand in einer Abbildung von "Lord Byron's Haus in Missolunghi, wo er starb" (eigenh. Notiz des Großherzogs am Briefrand). Der Kupferstich wird auch in Ottilies Tagebuch vom 25. XI. erwähnt. Näheres dazu enthält eine dem Brief auf einem Zettel beigeheftete Notiz des Weimarer Statistikers und Privatgelehrten Hassel, den Goethe vermutlich schon Anfang Juli durch Kräuter um Auskünfte bat. Von der am Golf von Patras gelegenen Stadt wußte Hassel folgendes zu berichten: "Missolunghi [.] ist eigentlich nichts weiter als das Kastell oder die Akropolis des Eilandes und der Stadt Anatoliko. Es [ist .] durch undurchdringliche Moräste, welche die Fluth zum Theile füllt, von dem Festlande abgeschnitten, und ein von der Landseite fast uneinnehmbarer Platz, der jedoch eben durch die mephitischen Ausdünstungen jener Sümpfe, die auch Lord Byron hinrafften, höchst ungesund ist." - Der erwähnte Diamanten-Katalog meint den Katalog Fréderic Sorets über brasilianische Diamantkristalle, den Goethe im (nicht mehr erschienenen) 3. Bd. von "Zur Naturwissenschaft" abdrucken lassen wollte. Die mathematischen Gesetzmäßigkeiten der Kristalle waren vor allem von dem Pariser Mineralogen R.-J. Hauy erforscht worden. Soret, der bei Hauy studiert hatte, führte Goethe schon im Herbst 1822 anhand eigener mineralogischer Abhandlungen in die Kristallographie ein. - Carl August hatte sich nach einem zwischen Prag und Pilsen niedergegangenen Meteoriten und nach dem Versiegen des Karlsbader Sprudels erkundigt (vgl. WA IV, 39, Nr. 21; an J. S. Grüner). - In Stuttgart hatte sich Goethe am 20. XI. bei Sulpiz Boisserée wegen weiterer Ausbildung des Weimarer Lithographen Franz Heinrich Müller erkundigt. - Drucke: WA IV, 39, Nr. 20 (nach dem Erstdruck in "Der Gesellschafter" 1840). - Frankfurter Ausgabe, Bd. 37, Nr. 164 und Kommentar S. 830 f. - Leicht gebräunt und fleckig. - Der Verbleib des Briefes war bisher unbekannt; er ist bisher noch nie im Handel gewesen..

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Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1749-1832). Brief mit eigenh. Korrekturen. [Weimar. ½ S. Quer-4to.
9.500 € (82576/BN53749)

Entwurf eines Briefes an den preußischen Staatsrat Carl Ferdinand Friedrich von Nagler. Goethe freut sich sehr, ein Dokument des Königreichs Preußen erhalten zu haben, in dem seine Arbeit gewürdigt wird: "Was auch von der würdigen Schönheit des mir verliehenen Documentes verkündet wird, jedermann der es erblickt, findet es doch über alle Erwartung bewundernswerth, so daß mir bey jedesmaligem Vorzeigen der theure Gegenstand wieder neu erscheint und meine Verpflichtung deshalb immerfort frisch und neu lebendig empfunden wird [...]". - Mit einigen Bemerkungen in Bleistift verso.

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Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1749-1832). "Die Feier des siebenten Novembers 1825 dankbar zu erwiedern". Einblattdruck mit eigenh. Ortsangabe und U. ("JWvGoethe"). Weimar. 1 S. 8vo. (227:137 mm). Mit typographischer Randleiste (Pfeilornament).
12.500 € (82839/BN54187)

Den Einblattdruck "Die Feier des siebenten Novembers 1825 dankbar zu erwiedern" hat Goethe in kleinster Auflage für den engsten Kreis seiner Freunde anfertigen lassen, um ihnen anlässlich der Glückwünsche zum 50. Jahrestag seiner Ankunft in Weimar (1775) zu danken. Offenbar reichte dazu die erste Auflage nicht aus, weshalb eine weitere nachgedruckt worden ist, beide bei Frommann in Jena, im Juni 1826 und November 1827. Laut Hagen (412) kann man die beiden Varianten des Blattes nur anhand der Gestaltung der einfassenden Bordüre unterscheiden: Hier ist es diejenige mit kleinen Pfeilen, die nach außen zeigen.

Welche die frühere der beiden Varianten ist, ließe sich allenfalls anhand von Exemplaren feststellen, die Goethe datiert hat, doch tragen die wenigen nachweisbaren gewöhnlich (wie hier vorliegend) nur seine Unterschrift und die Ortsangabe. Unser Blatt dürfte wohl zur späteren Variante gehören, denn es ist noch ein anderes Exemplar davon bekannt geworden, das Goethe erst im Januar 1831 signiert und datiert hat. Mit der ursprünglichen Danksagung kann das nicht mehr viel zu tun gehabt haben: Goethe hat Restbestände des Drucks wohl in späterer Zeit für beliebige Grußadressen verwendet, zumal das Gedicht selbst ohnehin älteren Datums war. Unter dem Titel "Die Feier des achtundzwanzigsten Augusts dankbar zu erwidern" (incipit: "Sah gemalt, in Gold und Rahmen") war es bereits 1819 erschienen, damals anlässlich seines 70. Geburtstags. - Mit schmalen Rändern (die Vergleichsexemplare sind meist wesentlich enger beschnitten); leichte Falze mit geringen Randeinrissen; am oberen Rand verso geringe Montagespuren; leicht gebräunt..

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Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1749-1832). Schriftstück mit eigenh. U. ("ergebenst Goethe"). Jena. 12.04.1817. 1 S. auf Doppelblatt. 4to.
18.500 € (84234/BN54734)

An den Philologen Heinrich Karl Eichstädt, damals Direktor des philologischen Seminars in Jena, mit der Bitte um einige Auskünfte: "Ew. Wohlgeborn würden mir eine große Gefälligkeit erzeigen, wenn Sie nachstehende Notizen die ich wünsche unschwer mittheilen möchten | Linné Geburtsjahr | Sterbejahr | Hofr. Büttner Geburtsjahr | Sterbejahr | Prof. Batsch Vornahme | Geburtsjahr | Sterbejahr | Rupp's Flora Jenensis, erste Ausgabe? [...]". - Mit Ausnahme der letzten Frage sind alle Antworten von Eichstädt eigenhändig neben den jeweiligen Fragen beantwortet.

Die "Flora Jenensis" des Botanikers Heinrich Bernhard Rupp war 1718 erschienen. - Stellenweise leicht knittrig, sonst tadellos erhalten..

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Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1749-1832). Briefentwurf mit eigenh. Korrekturen und Zusätzen. 2 SS. 4to. (Abschnitt eines Folio-Blattes). Mit einer Beilage (s. u.).
8.500 € (85990/BN56692)

Entwurf eines "einzulegenden Blättchens an Herrn von Conta" (d. i. der großherzoglich sächsische Landes-Directions-Präsident Karl Friedrich Anton von Conta), mit dem Wunsch, dass der Bergdirektor Carl Theodor von Kleinschrod ihm einen der fossilen Hippuriten beschaffe, die bei der Münchner Wissenschaftlerversammlung diskutiert und ausgestellt waren, und dass es ihm eine besondere Freude machen würde, dieses Fossil in seine Sammlung aufzunehmen: "Zum Beweis daß mit dem Leben auch Lust und Neigung [eigenh.: 'zu Natur zu Kunst und Wissen sogleich'] zurückkehren, möchte ich die bittende Frage hinzufügen: ob nicht H.

Bergrath Kleinschrott mir einen solchen Hippuriten wie sie bey jener Versammlung der Naturforscher in München zur Sprache gekommen und vorgezeigt worden, verschaffen könnte? [...]". Goethes Korrekturen und Zusätze umfassen 13 Wörter. - "Und noch ein anderer, schönerer Lohn war für [Contas] strebsamen, auf das Höchste gerichteten Sinn die Freundschaft des hoch verehrten Goethe. Angebahnt durch die beiderseitige Thätigkeit für die Universität und ihre Institute, gewann der Verkehr vertrauliche Formen, seitdem Goethe infolge eines gemeinschaftlichen Badeaufenthaltes in Karlsbad im Mai 1820 und in Marienbad im August 1821 in dem fähigen Arbeitsgenossen auch den geistreichen Menschen schätzen gelernt hatte, der das exacte Gebiet geologischer Forschung mit derselben Liebe wie die schönen Künste der Litteratur und Musik umfaßte" (ADB 47, 521). - Goethe war ab 1780 ein leidenschaftlicher Sammler von Gesteinen, Mineralien und Fossilien, seine Fossiliensammlung allein umfasste etwa 718 Exemplare. Gegenstand des vorliegenden Briefentwurfs sind die 1827 in Bayern entdeckten und fälschlich erstmals als Korallenreste identifizierten fossilien Hippuriten. - Im linken Blattrand der ersten Seite eigenh. Echtheitsbestätigung von Hinrich Lichtenstein: "Beim Besuch des Goetheschen Hauses in Weimar 28 Sept. 36 ist mir dieses Blatt als ein Andenken an Goethes Weise zu correspondiren geschenkt worden. Die Correcturen sind von seiner Hand. Lichtenstein". - Beiliegend ein eh. Brief mit U. von Goethes engem Freund Karl Ludwig von Knebel an einen nicht genannten Adressaten, den er bittet, "daß Sie die artigen Zeichnungen meiner Schwester, die bei der Prinzessin Carolina in Weimar ist, zu Gesicht möchten kommen lassen (o. D., 1 S. 8vo)..

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Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1839-1832). Eigenhändiges Schreiben mit Unterschrift „G“. [Weimar] ohne Datum [nach 1929]. 4to. 1/2 p. Mit eigenh. Adresse. Mit papiergedecktem Gemmensiegel (auffliegender Vogel?).
15.000 € (82071)

An den weimarischen Kanzler Friedrich von Müller (1749-1849). „Andre Zeiten andre Sorgen! Wenn Sie bey dem Stücke nichts zu erinnern haben, wollen wir es geben. | G“. Prachtvolles Autograph. Müller war seit 1808 beratend in der Theaterintendanz tätig, wohin in Goethe, von der Napoleonischen Zensur bedrängt, wegen seiner guten Kontakte zu den französischen Gesandten Baron Saint Aignan berufen hatte. Der Brief ist ab 1829 zu datieren (Müllers Ernennung zum Geheimrat). Die eigenh. Adresse lautet: „Des Herrn Geh. Rth. v Müller Hochwohl“. Schönes Blatt auf Posthorn-Papier v. C.&J. Honig. Sophien-Ausgabe Band 51, S. 588, 58229f.

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Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1749-1832). Brief mit eigenhändiger Unterschrift. Weimar. 8vo. 1 p. Mit Adresse von fremder Hand. Das Adressblatt getrennt.
14.000 € (87430)

Brief von Schreiberhand (Schuchardt) an den Bankier Israel Julius Elkan (1777-1839): „Herr Banquier Elkan wir hiedurch höflichst ersucht, an Herrn Börner, Maler und Kunsthändler in Leipzig, abermals die Summe von vier und fünfzig Thaler 14 Gr[oschen] Sächs. gefällig auszuzahlen zu lassen, und die Wiedererstattung dieser Summe, so wie der letzten von vier Thaler 20 Gr[oschen] Sächs nach Verabredung mit meinem Sohn, dem Kammerherrn, gewärtig zu seyn. […]“ Weimar GSA 29 Goethe Ausgegangene Briefe 29/41, Bl. 31. WA 43212 Der Brief wurde 1921 bei Henrici versteigert.

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Goethe, Johann Wolfgang von

Dichter (1749-1832). Eigenh. Brief mit Unterschrift „G“. O. O. u. D. 2⁄3 p. kl.-4to. Konzeptpapier. Bleistift.
45.000 € (87965)

An seine Schwiegertochter Ottilie von Goethe. „Ein hübscher junger Mann von Dünkirchen gebürtig hat hier eine Zeitlang sich aufgehalten, einiges deutsch zu lernen. Geht jetzt nach Strasburg, sieht ganz gut aus. Wäre er Engländer so hätten wir ihn näher kennen gelernt Nachrichtl. G“. Sophienausgabe Band 50 Nr. 101 („Beziehung unbekannt“).

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Goethe, Johann Wolfgang von

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichter. E. Brief m. U. „Goethe“, J[ena]., 2. Mai 1817. 1 Seite 4°. Deutsche Schrift. Minimal gebräunt. Prachtvoller Brief an Heinrich Carl Abraham Eichstädt, den Begründer und Leiter der „Jenaischen Allgemeinen Literatur-Zeitung“. „Wenn beykommendes Werck noch nicht in den Händen eines Recensenten ist: so kann dieses Exemplar dazu dienen eine Recension zu veranlassen. Er ist ein trefflicher Mann der alle Anerkennung verdient. Wie sehr freut es mich die neulichen Besorgnis[e] Ew. Wohlgeb. einigermassen zerstreut zu sehen. Unsern würdigen Freund habe gestern wie immer theilnehmend, aber freylich noch nicht von allen Übeln befreyt gefunden […]“ – Wer der „treffliche Mann“ war, konnten wir leider nicht feststellen. – „Besorgniss[e]“: Eichstädt glaubte, sich „durch gewisse höchsten Orts in Bezug auf die Bibliotheksverwaltung gefasste Beschlüsse zurückgesetzt und geschädigt, aber ohne Grund: gleichzeitige Angriffe in Okens ‚Isis’ hatten ihn gereizt und verbittert“ (Sophien-Ausgabe Band 28, S. 385) – „Freund“: Goethes Ministerkollege und Freund Christian Gottlob von Voigt, der „bedenklich krank“ war (Goethe an Eichstädt, 7. Mai 1817). – Sophien-Ausgabe Band 28 Nr. 7730.


Goethe, Johann Wolfgang von

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Dichter. E. Brief mit U. („Goethe“). W[eimar], 30. Juli 1803. ¾ S. 4°. Mit e. Adresse (Faltbrief) und Blindsiegel. – An Johann Heinrich Voß in Jena: „Leider habe ich neulich, mein Bester, Ihren Empfohlnen nicht gesehen. Die wenigen Stunden, die er sich in Weimar aufhielt, war ich ausgeritten. Übrigens wird jeder, den Sie mir zuschicken willkommen seyn. Nun hoffe ich bald Sie wieder zu sehen und mich Ihrer Unterhaltung der schönen Musenkünste zu freuen. Wie oft bin ich in Gedancken bey Ihnen mit Fragen u. Theilnahme und verwünsche die Entfernung unsrer Wohnungen [...]“. – Im September des Vorjahres war Voß nach Jena übergesiedelt, wo seine Söhne studierten und wo er selbst für drei Jahre als Privatdozent an der Universität tätig sein sollte; während seines Aufenthaltes war er für Goethe ein hochgeschätzter Gesprächspartner. – Abgedruckt in: WA IV, Bd. 50, S. 136, Nr. 4691a. – Schwach fleckig; Bl. 2 mit kl. Ausr. durch Siegelbruch (keine Textberührung), sonst gut erhalten.


Goethe, Johann Wolfgang von

Brief m. e. U.
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Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Dichter. Brief mit e. U: („treulichst Goethe“). Jena, 25. Oktober 1820. 1 S. auf Doppelblatt. Kl.-4°. – An Johann Friedrich Rochlitz in Beantwortung von dessen Brief v. 23. des Monats: „Nur mit dem flüchtigsten Dank für Ihren köstlichen Brief, begleite Gegenwärtiges, damit die Post nicht versäumt werde. Verhehlen Sie mir nicht Ihre Ansichten über das merkwürdige Stück, und wenn Sie auch nicht ganz mit den Meinigen zusammentreffen sollten. Nächstens mehr mit einem naturwissenschaftlichen Hefte, worin bedeutende Chromatika vorkommen“. – Das „merkwürdige Stück“ ist Manzonis Tragödie „Il Conte di Carmagnola“, die Goethe in „Kunst und Altertum“ besprochen und auch teilweise übersetzt hatte; das „naturwissenschaftliche Heft“ ist „Zur Naturwissenschaft“ (I, 3). – Abgedruckt in: WA IV, Bd. 33, S. 320, Nr. 237. – Papierbedingt leicht gebräunt, sonst in sehr gutem Zustand.


Goethe, Johann Wolfgang von

Album Amicorum von Friedrich Karl Büttner
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[Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Dichter]. – Album Amicorum von Friedrich Karl Büttner (1743–1822) mit zahlreichen Einträgen von Persönlichkeiten aus Goethes Umkreis. Meist Jena und Weimar, 1763–1770. 6 Bll., 332 [recte: 318] SS. Mit 134 Eintragungen, 1 Titelbordüre in schwarzer Feder, 2 lavierten Federzeichnungen, 1 Rötelzeichnung und 2 Gouachen. Lederband der Zeit mit goldgepr. Bordüren, Rückenvergoldung und schildchen, umlaufendem Goldschnitt und Marmorpapiervorsätzen. Qu.-8°. – Friedrich Karl Büttner war Kammerbeamter in Weimar und Stiefvater von Goethes Sekretär Ernst Karl Christian John (1788–1856). Sein Stammbuch enthält vornehmlich Einträge aus seiner Studienzeit in Jena. Zu den namhaften Beiträgern zählen Theologen wie Franz Gotthilf Friedrich Asverus (1747–1818), Karl Heinrich Güttich (1742–1822), Georg Heinrich Häseler (1743–1820) und Friedrich Wilhelm Schwabe (1743–1825); Juristen wie Wilhelm Andreas Gustav Asverus (gest. 1817), später Hofadvokat in Eisenach und Regierungsrat; Johann Christian Häublein (1743–1798), Hofadvokat und Bürgermeister in Weimar; Karl Kirms (1741–1821), Geheimer Legationsrat in Weimar; Johann Wilhelm Leffler (gest. 1797), Amt- und Stadt-Steuereinnehmer in Ilmenau; Gottfried Justus Wilhelm Salzmann (geb. 1740), Hofgerichtsadvokat in Jena; Karl August Christoph Wirsing (1744–1808), Rentsekretär und Steuereinnehmer des Amtes Roßla, sowie der Mediziner Christian Gottlieb Hufeland (gest. 1791), Stadtphysicus in Weimar. – In engem Kontakt zu Goethe standen Johann Christoph Ferdinand Rost (1746–1789), der als Schreiber in Weimar tätig war; Ernst Karl Konstantin von Schardt (1744–1833), sachsen-weimarischer Beamter und Bruder von Charlotte von Stein; Johann Gottlob Samuel Schwabe (1746–1835), Akzessist an der Bibliothek und am Münzkabinett in Weimar; Johann Christoph Ferdinand Spil(c)ker (1746–1805), Bibliothekar in Weimar; Christian Gottlob von Voigt (1743–1819), weimarischer Staatsminister und als solcher ein Amtskollege von Goethe; sowie August Friedrich Karl Freiherr von Ziegesar (1746–1813), gothaischer Kanzler und Weimarer Generallandschaftsdirektor. – Besonders erwähnenswert ist der hinsichtlich des Datums letzte Eintrag des Stammbuches vom 1. Januar 1770 (S. 229), in dem sich Heinrich Julius Alexander von Kalb (1752–1806) verewigt. Kalb stand später als deutscher Major in französischen Diensten und kämpfte im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg an der Seite von George Washington. Nach Deutschland zurückgekehrt, führte er eine höchst unglückliche Ehe mit Charlotte von Kalb, deren Beziehung zu Friedrich Schiller und Jean Paul in die deutsche Literaturgeschichte eingehen sollte. – Die hübschen, sauber ausgeführten Illustrationen – darunter eine reizende Gouache zum letzterwähnten Eintrag – mit Landschaften und Ansichten. – Kanten und Ecken gering berieben und bestoßen; das Vordergelenk mit kl. Wurmspuren; innen vereinzelt leicht fingerfleckig und stellenweise unbedeutend gebräunt; 1 Registerblatt mit 2 vertikalen Einrissen durch Tintenfraß, 14 SS. entfernt bzw. in der Paginierung übersprungen; von insgesamt sehr guter Erhaltung. – Detaillierte Auflistung auf Anfrage.


Goethe, Johann Wolfgang von

E. Mitteilung mit U.
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Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Dichter. E. Mitteilung mit U. („Goethe“). W[eimar], 30. Oktober 1805. 1 S. Qu.-8°. – An einen namentlich nicht genannten Adressaten: „Da ich mit Ew. Wohlgeb. über eine Angelegenheit zu conferiren wünschte, so frage an ob Sie mich diesen Abend auf ein Stündchen besuchen wollen u. bitte um nähere gefällige Bestimmung der Zeit [...]“. – Etwas unfrisch, fleckig und gebräunt; mit kleineren Randläsuren.


Goethe, Johann Wolfgang von

Einblattdruck mit e. Ortsangabe und U. („Goethe“)
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Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Dichter. „Am acht und zwanzigsten August 1826“. Einblattdruck mit e. Ortsangabe und U. („Goethe“). Weimar, um bzw. nach 1826. 1 S. Gr.-8°. – Dankgedicht zur Feier seines 77. Geburtstages: „Des Mensche[n Tage s]ind verflochten, | Die schönsten Güt[er] angefochten, | Es trübt sich auch der freyste Blick; | Du wandelst einsam und verdrossen, | Der Tag verschwindet ungenossen | In abgesondertem Geschick [...]“. – Am Kopf des Blattes eine e. Widmung von fremder Hand für den Komponisten „Herrn Ferdinand Hiller“, der von 1825 bis 1827 Schüler von Johann Nepomuk Hummel in Weimar gewesen war und während dieser Zeit auch die Bekanntschaft Goethes gemacht hatte, der ihm unterm 10. Februar 1827 folgende Verse ins Tagebuch geschrieben hatte: „Ein Talent, das jedem frommt, | Hast du in Besitz genommen; | Wer mit holden Tönen kommt, | Überall ist der willkommen. || Welch ein glänzendes Geleite! | Ziehest an des Meisters Seite; | Du erfreust dich seiner Ehre, | Er erfreut sich seiner Lehre“ (zit. n. WA I 4, 276). – Mit typographischer Bordüre und alt auf Karton montiert; eine kleine Fehlstelle im Druck alt hinterlegt und mit Tinte ergänzt; leicht angestaubt und kleine alt hinterlegte Einrisse in den Faltungen.


Goethe, Johann Wolfgang von

Quittung m. e. U.
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Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Dichter. Quittung mit e. U. Weimar, 15. April 1820. 1 S. auf Doppelblatt. 4°. – Wohl an Hofrat Frege: „Ew. Wohlgeboren verfehle nicht anzuzeigen daß die Sendung der Fünfhundert Thaler Sächß. in Papier und Silber mir glücklich zu Handen gekommen ist, worüber hiedurch quittire und mich fernerem geneigtem Wohlwollen angelegentlichst empfehle | ergebenst | JWvGoethe.“ – Laut Tagebuch war am 9. April ein „Brief an Geh. Hofrat Frege und Comp., wegen 500 Tlrn.“ abgegangen. – Papierbedingt etwas gebräunt; mit kleinen Faltspuren, etwas angestaubt und mit einem kleinen Fleck in der rechten unteren Ecke eines jeden Blattes.


Goethe, Johann Wolfgang von

E. Brief mit U.
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Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Dichter. E. Brief mit U. („G“). [Weimar], o. D. 1 S. Qu.-gr.-8°. – An den Schauspieler und Sänger Anton Genast (1765–1831): „Durchl. der Herzog befehlen die Oper auf den Sonnabend u. sind zufrieden daß Mittwoch irgend ein anderes Stück gegeben werde. Ich wünschte herzlich daß es etwas Bedeutendes sey [...]“. – Anton Genast war von einer Wandertruppe 1791 als Tenorbuffo und Charakterkomiker nach Weimar abgeworben worden, wo er zunehmend zur rechten Hand Goethes in der Verwaltungs- und Regiearbeit wurde; „1817 trat Genast, dessen Paraderolle als Kapuzinerprediger in Wallensteins Lager auch Schiller begeisterte, in den Ruhestand“ (DBE). – Die Verso-Seite mit von alter Hand stammender Adresse und e. Schenkungsvermerk von Genasts Sohn, dem Sänger, Schauspieler und Theaterdirektor Eduard Genast (1797–1866) an den kgl. sächsischen Oberpostdirektor Christian Gottlieb von Hüttner (1787–1854). – Papierbedingt etwas gebräunt und gering fleckig; mit durch Öffnen des Briefes geteiltem Siegellackwappen; die Adreßseite mit kleinen Spuren von Montagestreifen. WA-Nr. 59115a+.


Goethe, Johann Wolfgang von

Briefumschlag mit eigenh. Initialen im Absender („JWvG“)
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Von Schreiberhand adr. Kuvert an den Kaufmann David Knoll in Karlsbad, der nach dem Tod des Steinschneiders Joseph Müller (1727–1817) dessen Gesteinssammlung erworben hatte, die Goethe selbst einst auf Ersuchen des mit ihm befreundeten Müller nach systematischen Gesichtspunkten geordnet und beschrieben hatte („Sammlung zur Kenntnis der Gebirge von und um Karlsbad“, 1807); eine von Goethe überarbeitete Fassung, die der von Knoll erweiterten Sammlung Rechnung trägt, sollte später erscheinen. – Etwas gebräunt und fleckig.


Goethe, Johann Wolfgang von

Schriftstück mit eigenh. Initial („G“).
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Quittiert den Empfang einer Geldsendung: „Ein leinener Sack | enthaltend | 87 Rthlr. 8 g. Convent[ionsmünze]“ mit vier Päckchen von 50, 25, 10 und 2 Talern 8 Groschen. – Der Text des Blattes stammt nach einer Beschriftung von alter Hand von dem Naturforscher und Numismatiker Friedrich Soret (1795–1865). – Beiliegend das „Weimarische Wochenblatt“ (Nr. 12 v. 9. II. 1816. 4 SS. auf Doppelblatt. 4to).


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. Schriftstück mit Initial („G“).
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Leihzettel für die Großherzogliche Bibliothek: „v. Riedesels Reise nach Sicilien“. – Den 1771 erschienenen Bericht von Johann Hermann Frhr. v. Riedesel über seine Reise nach Sizilien und Griechenland kannte Goethe aus der Bibliothek seines Vaters; auf seiner eigenen Sizilienreise führte er ihn mit „wie ein Brevier oder Talisman“ („Italienische Reise“, 26. IV. 1789). – Leicht gebräunt und etwas unregelmäßig beschnitten; mit zeitgen. Rötel-Signatur und mit einem kleinen Falzrest verso.


Goethe, Johann Wolfgang von

Brief mit eigenh. U. („Goethe“).
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An den namentlich nicht genannten französischen Politiker Jean Joseph Mounier (1758–1806): „Das neue Stück, welches ich hier zurücksende, ist sehr zierlich und geistreich. Wenn die Gefälligkeit der französischen Verse in deutsche Prosa übertragen werden kann, so ist an einem guten Effect nicht zu zweifeln. Es läßt sich freylich nicht voraussehen wie, bey einem so sehr unterschiedlichen Publikum, ein in mancherley Betrachtung, für uns so fremdes Kunstwerk aufgenommen werden kann ich hoffe mündlich nächstens mehr zu sagen [...]“. – J. J. Mounier hatte 1789 den Deputierten der Generalstände angehört, war im Jahr darauf in die Schweiz emigriert und ging 1794 nach Dresden und schließlich 1797 nach Weimar, wo er im Auftrag von Herzog Karl August eine Beamtenschule gründete und leitete; 1801 kehrte er nach Frankreich zurück. – Der Schreiber des Briefes war Goethes Sekretär Johann Ludwig Geist (1776–1854), der von 1795 bis 1804 im Dienst des Dichters stand. – Abgedruckt in: Weimarer Ausgabe IV, Bd. 30, S. 6. – Papierbedingt etwas gebräunt und mit einem winzigen Löchlein im weißen oberen Rand.


Goethe, Johann Wolfgang von

Mitteilung m. e. U.
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Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Dichter. Mitteilung mit e. U. Weimar, 14. Mai 1822. 1 S. Qu.-8°. – Beilage zu einer wohl an einen Kupferstichhändler gerichteten Bestellung: „Nachstehende Blätter, besonders die Rothunterstrichenen, wünschte sämmtlich zu besitzen, vorausgesetzt, daß es gute Drucke sind. Verzeihung der Eile. | Goethe“. – Etwas gebräunt und fleckig.


Goethe, Johann Wolfgang von

Ausschnitt mit eigenh. U. („Goethe“).
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Etwas angestaubt und mit einem kleinen braunen Fleck. – Alt auf stark gebräuntes Trägerpapier montiert und dort der Verkaufsvermerk eines M. Bertsch: „Vorstehende Original Unterschrift von Goethe 1828 habe heute an Herrn Paul Schumann käuflich überlassen“. – Das Trägerpapier mit kleinen Randläsuren.


Goethe, Johann Wolfgang von

Mitteilung mit eigenh. Initiale („G“).
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An Christian Ernst Friedrich Weller (1790–1854), einen Bibliotheksbeamten an der Universitätsbibliothek Jena, der von Goethe häufiger mit kleinen Aufträgen oder Sekretärsarbeiten betraut wurde: „Herr Dr. Weller erhält mit der morgenden fahrenden Post, die nöthige Aufklärung und das Gewünschte welches schon eingepackt ist“. – Die Mitteilung sowie Ort und Datierung von Schreiberhand, wohl von Goethes Schreiber und Sekretär Johann August Friedrich John (1794–1854). – Abgedruckt in: Sophienausgabe Bd. XLVII, S. 244. – Stark gebräunt; im Mittelfalz durchtrennt und nebeneinander auf Trägerkarton montiert; ein kleiner Eckabriß rechts oben (ohne Textverlust) und spätere Numerierung in Bleistift links oben.


Goethe, Johann Wolfgang von

E. Gedichtmanuskript
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Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Dichter. E. Albumblatt ohne U. O. O. u. D. 1 S. 60:170 mm. – „Erlauchte Bettler hab ich gekannt | Künstler und Philosophen genannt; | Doch kannt[’] ich niemand – ungeprahlt – | Der seine Zeche besser zahlt“. – Unbedeutend gebräunt. - Zahme Xenien. IV. WA I 3, 286-312.


Goethe, Johann Wolfgang von

E. Schriftstück mit U.
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Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832). E. Schriftstück m. U. „Goethe“, Weimar, 11. September 1804, eine Seite quer-8°. Gerahmt. „Sechs u. funfzig Thaler für Auslagen auf meiner Reise nach Lauchstadt und bey meinem Aufenthalte derselbst, aus ghzl [großherzoglicher] Theaterkaße erhalten zu haben bescheinige. Weimar d. 11 Sept 1804 Goethe” – Goethe hielt sich von 17.8. bis 3.9.1804 in Lauchstädt auf, wo auf seine Initiative hin ein neues Theater errichtet worden war.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. Brief mit U. („Goethe“).
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An den in Straßburg (der Ortsname von fremder Hand ergänzt) weilenden „Herrn Hauptmann v. Knebel“, der Goethe Mitte Dezember des Vorjahres zusammen mit den Prinzen Carl August und Konstantin von Sachsen-Weimar (dessen Erzieher er war) in Frankfurt besucht hatte: „Lieber Knebel ich bitte Sie gar sehr um ein Wort von Ihnen und um meine Sachen. Wo sind Sie? Bin ich in gutem Andenken unter Ihnen? Addio. Ich hab einige sehr gute produktive Tage gehabt [...]“. – Knebel, der sich mit den Prinzen auf Bildungsreise nach Paris befand, war mit diesen nach Straßburg weitergereist, im Gepäck zahlreiche Manuskript-Fragmente Goethes sowie dessen erste Arbeiten zum „Faust“. – In dieser Woche war Goethe das erste Mal mit Lili Schönemann zusammengetroffen. Sophien-Ausgabe Band II, Nr. 278. Aus dieser Epoche von größter Seltenheit. – Mit (gebrochenem) Siegel und Adresse; leicht gebräunt und etwas fleckig; größere Ein- und Ausrisse unsachgemäß ausgebessert.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. Brief mit U.
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An Großherzog Karl Friedrich, dem er zum Geburtstag gratuliert und mitteilt, daß er an dem zur Feier des Tages stattfindenden Maskenzug aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen könne: "Gar öfters komme ich im Laufe des Jahrs in den Fall sehr unangenehm zu empfinden daß meine körperlichen Zustände mir nicht erlauben an manchem Guten, Schönen und Vergnüglichen Theil zu nehmen; niemals aber ist mir solches bedauernswürdiger als wenn ich mich gehindert sehe meinen Höchsten verehrten Gönnern, zu rechter Zeit und Stunde, schuldigst aufzuwarten und, zugleich mit soviel andern anhänglichst verehrenden, wenige aber treu gemeinte Worte vorzutragen. Daß mich ein gleiches Gefühl in diesem Augenblicke ergreift werden Ew. Königliche Hoheit mir zutrauen, und gnädigst vergönnen mit diesem Blat[t], wenn auch nur kurzgefaßt, alles dasjenige auszusprechen und zu wiederholen was Gutes, Freundliches u. Glückliches, um diesen Tag zu feyern aus soviel tausend Herzen sehnsüchtig hervorgeht. Hiemit nun, mich und die Meinigen zu ferneren Hulden und Gnaden angelegentlichst empfehlend, erbitte mir das Glück mich so fort an, lebenswierig unterzeichnen zu dürfen: Ew. Königlichen Hoheit Unterthänigst treugehorsamster Diener / JWvGoethe". - Sophien-Ausgabe Band 46 Nr. 213, dort mit kleinen Abweichungen nach dem Konzept gedruckt. - Papierbedingt stärker gebräunt und mit Randläsuren; fachmännisch restauriert.


Goethe, Johann Wolfgang von

Schriftstück mit eigenh. U.
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An Anton Genast (1765-1831), Regisseur u. Hofschauspieler am Großherzogl. Hoftheater zu Weimar: "Daß Ihre Königl. Hoheit [...] den bisherigen Regisseur und Hof-Schauspieler, Herrn Genast seiner Functionen entbinden, und dagegen die ihm zugesicherte Pension künftig abzureichen beschlossen haben [...] wird gedachtem Herrn Genast hiedurch, mit Anerkennung seiner vieljährigen geleisteten eifrigen Dienste und Bemühungen [...] bekannt gemacht". - Genast wurde in seiner Jugend in Krakau von Jesuiten erzogen und sollte eigentlich Geistlicher werden. Er floh von der Schule und schloß sich wandernden Komödianten an, bis er 1787 in Prag beim deutschen Schauspiel Anstellung fand. 1791 folgte er einem Ruf nach Weimar. Von Goethe sehr geschätzt, verwirklichte er dessen, u. a. in den "Regeln für Schauspieler" formulierten Vorstellungen vom Theaterspiel. - Nur 8 Wochen später wurde Goethe nach Intrigen der Schauspielerin und Geliebten des Großherzogs Carl August, Caroline Jagemann, um die berüchtigte Vorstellung des Stückes "Der Hund von Aubry" von der Intendanz des Theaters entbunden. - Neben Goethes Unterschrift ist die Urkunde unterzeichnet von Franz Kirms (1750-1826, "Goethes wertvollster Gehilfe bei der Direktion" (Kosch, Theater-Lex. II, 999), Albert Cajetan von Ebling (1772-1841, Staatsminister am großherzogl. Hof und wohl Mitglied der Hoftheaterkommission, DBA 297, 195ff.) sowie von Goethes Sohn, dem weimar. Kammerrat Julius August Walther von Goethe. - Auf einem Doppelblatt, mit Adresse "Herrn Genast / Allhier". - Mehrfach gefaltet. - Leicht stockfleckig. - Links unten mit Siegelausriß, bis knapp in die Unterschrift Goethes reichend. - Wichtiges Dokument zur Weimarer u. deutschen Theatergeschichte.


Goethe, Johann Wolfgang von

E. Briefumschlag
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichter. E. Briefumschlag, Weimar, o. D. [14. Februar 1814], 1 Seite quer-8°. Auf der Rückseite mit rotem Lacksiegel. An den Komponisten Carl Friedrich Zelter (1758-1832) adressierter Umschlag: „Des Herrn | Professor Zelter | Wohlgebor. | Berlin […]“ - Goethe schieb in diesem hier nicht vorliegenden Brief eigenhändig an Zelter: „Damit ja kein Posttag versäumt werde, sende ich Dir sogleich singbares und klangloses, laß das eine deinem Kunstsinn das andre deinem Verstande gefallen. Wie unendlich deine Sendung mich gefreut und erquickt hat auszusprechen müßte ich auch Geschichten erzählen heute […]“ - Bei der Beilage handelte es sich um Gedichte zur Vertonung, darunter wahrscheinl. „Wandrers Nachtlied“ (vgl. WA I 1, 98) u. „Logogryph“ (vgl. WA I 4, 168)


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. Schriftstück mit Unterschrift „Goethe“.
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Bei dem Schriftstück handelt es sich um eine Weinbestellung: „Zwei Nösel Desertwein erbittet sich […] Goethe“. – Nösel war eine Maßeinheit, die bei lokalen Unterschieden etwa 1/2 Liter betrug. – Nicht im Goethe-Briefrepertorium. - Etwas fleckig u. gebräunt sowie mit Lichträndern.


Goethe, Johann Wolfgang von

Autograph poem signed ("J. W. Goethe").
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The first verse of a four-verse poem originally dedicated to H. E. G. Paulus: "Auf den Pinsel, auf den Kiel / Muß die Sonne freundlich blicken, / Dann erreichen sie das Ziel / Erdensöhne zu beglücken. / Künstlern auch der Lorber grünt / Wenn sie treulich ihn verdient." Above these six lines Goethe mounted, coloured and embellished an emblematic engraving which provides the subject of the poem. The image of a quill and a brush within a laurel wreath, illuminated by the sun, is derived from one of the emblems affixed to the drawing school on the occasion of Duke Carl August's return from England on September 1, 1814. Goethe repeatedly used these designs for festive decorations. He was wont to give away copies of the originals with little poems elaborating on the images so invoked. - Traces of a horizontal fold. Occasional slight brownstaining. - Sophienausgabe I, p. 138; commentary V.2, p. 98 H415 (departure: "freudig" instead of "treulich"). First published: GWlH 47, 153.


Goethe, Johann Wolfgang von

Brief mit eigenh. U. ("JWVGoethe").
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An den Philologen und Bibliothekar Ernst Weller: "Nachstehenden [!] Auftrag zufolge hat H. Dr. Weller dem Herrn Profeßor Dr. Posselt nach vorhergegangener mündlicher Eröffnung die Sternwarte zu Jena nebst Zubehör folgender Gestalt zu übergeben. I. Ist das Haus und Garten gehörig zu überweisen. II. Sodann nach beygehenden [!] Inventarium 1) die Instrumente 2) die Bücher 3) die Hülfsgerätschaften und Meubles 4) die im Gartenhaus befindlichen Sachen | zu übergeben und bey Uebergabe der Instrumente den Dr. Hofmechanikus Körner, welchen [!] sie zur einstweiligen Aufsicht übergeben worden, zuzuziehen; auch denselben zur Mitwirkung bey der Sternwarte an den Profeßor Dr. Posselt zu weisen [...]". - Unter Friedrich Posselt, der eben die Jenaer Sternwarte von Kar Dietrich Münchow übernommen hatte, begann das Institut mit regelmäßigen Wetterbeobachtungen und Aufzeichnungen darüber. Heute zählen die Notizen über Luftdruck und Temperatur zu den ältesten fortlaufend geführten meteorologischen Büchern Deutschlands. Nicht zuletzt waren diese Beobachtungen dem meteorologischen Interesse Carl Augusts und Goethes geschuldet. - Etwas gebräunt und fleckig und mit einigen Papierdurchbrüchen; Randläsuren; das Adressblatt mit kleinem Ausschnitt; S. 2 mit zeitgenöss. Numerierung "91".


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenhändiges Schriftstück mit U.
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Einladung für den Sänger und Komponisten Karl Melchior Moltke (1783-1831), der seit 1809 in Weimar lebte und seit 1815 Kammersänger am Hoftheater war. „Herr. C.S. Moltke Einladung
zur geselligen Speisestunde um zwey Uhr
Mittwoch d. 9 Nov. Goethe“ Auf der Rückseite von fremder Hand der Vermerk „Anno 1825“.


Goethe, Johann Wolfgang von

Brief mit eigenh. Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An Hofrat Eichstädt zwei Tage nach Schillers Tod von Goethes Sekretär Riemer aufgesetzter Brief, betreffend die Redaktion der Allgemeinen Literatur Zeitung. „Bey der traurigen Lage, in die uns der Abschied unseres Schillers versetzt erlauben Ew. Wohlgeboren mir nur einen kurzen Willkommen und einen flüchtigen Anfang einer lang unterbrochenen Correspondenz. Ich sende hier erstlich einige Recensionen von Schelver, mit denen ich recht wohl zufrieden bin. 2) die Recension der Aurora, welche, ob ich gleich die Zeitschrift selbst nicht kenne, mir allen Beyfall zu verdienen scheint, […] Könnte man von derselbigen Hand eine Recension der vorhandenen Jahrgänge des Freymüthigen und der eleganten Zeitung erhalten, so wäre es ein Gewinn für unser Institut; nur müßte man freylich alle Gerechtigkeit und Mäßigung ermpfehlen. Man könnte dagegen auf ihre schwachen und absurden Seiten desto derselben zuschlagen. 3) Die komische Anpreisung des Athenors kann recht gut, wie sie steht, ohne daß man etwas hinzufügt, […] 4) Der Brief von Nees ist freylich nicht tröstlich. Ich hätte einen so wackern Mann besonders in der jetzigen Zeit bald nach Jena gewünscht; es ist eine von den gründenden Naturen, die wir jetzt so nöthig brauchen, als irgend eine Academie, die erst entsteht. 5) Wollten Sie die Gefälligkeit haben, mir Nr. 75 der diesjährigen A.L.Z. und zwar des geringeren Exemplars zuzusenden. […] 6) Mögen Sie beyliegenden Brief Lessings an Gerstenberg unter den Strich drucken lassen, so steht er zu Diensten. Man könnte alsdann eine kleine Einleitung, wie ich sie auf dem nächsten Blatte angebe, vordrucken lassen […]“ - Die Berufung des Botanikers Nees von Esenbeck nach Jena kam nicht zustande. Unterrand leicht angestaubt. - Gedruckt in der Sophien-Ausgabe der Werke, Abt. IV, Briefe Bd. XIX, Nr. 5092.


Goethe, Johann Wolfgang von

"Erinnerungen über die Theater Caße Rechnung vom 7. October 1794 bis 28. März 1795". Handschriftliches Protokollheft zur Weimarer Hoftheaterbuchhaltung, mitunterzeichnet von Goethe ("J. W. Goethe").
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In die drei Spalten "Erinnerungen", "Beantwortungen" und "Resolutiones" gegliedertes Geschäftsheft zur Buchhaltung des Weimarer Hoftheaters, dessen Direktion Goethe zwischen 1791 und 1817 innehatte. Unter seiner Führung gelangte die deutschsprachige Theaterkultur zu neuer Wertschätzung: Er etablierte ein festes Ensemble aus geachteten Künstlern, die auch die Regieanweisungen der Theaterdichter zu berücksichtigen hatten und so den dramaturgischen Vorstellungen der Autoren in zuvor in Deutschland nicht erreichter Weise nahezukommen vermochten. Im selben Jahr, in dem Goethe die vorliegenden Bögen abzeichnete, entstanden seine "Regeln für Schauspieler", die er den jungen Schauspielern Pius Alexander Wolff und Karl Franz Grüner im Rahmen eines Schauspielunterrichts diktierte und die 1832 in der Werkausgabe letzter Hand veröffentlicht wurden. - Die vorliegenden Einträge berichten etwa: "Laut der Autorisation vom 18. Juni 1794 sind für den Sänger Hn. Müller und dessen Sohn 11 rthl. wöchentlich auszuzahlen, seit dem 5ten October aber für den Vater alleine wöchentlich 11 rthl. ausgezahlet worden" (Erinnerung Johann Ludwig August Seyffarths). Die zugehörige Beantwortung durch Johann Christian Lindenzweig lautet: "Der Sänger Müller hat, obschon sein Sohn nicht mehr beym hiesigen Fürstl. Theater war, bis zu seinem Abgange von hier, lt. seiner eigenhändigen Quittung im Gage Buche, wöchentlich 11 rth. ausgezahlet bekommen, es bittet daher um hierzu noch fehlende Autorisatio." Die Entscheidung: "Paßirt." Am Schluss von Goethe und Franz Kirms im Namen der Fürstlich Sächsischen Hoftheater-Commission unterschrieben; darunter Berichtigungsvermerk ("Spangenberg"). - Etwas gebräunt bzw. braunfleckig, im ganzen wohlerhalten. Schönes Dokument der Blüteperiode des Weimarer Hoftheaters unter Goethe.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. Schreiben mit U. ("Goethe").
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Übernahmebestätigung für Schreibmaterial: "Von herzoglicher geheimer Canzlei einige Schreibmaterialien erhalten zu haben bescheinige [...]". Während der Arbeit an seinem letzten Roman, "Die Wahlverwandtschaften", der noch im selben Jahr erscheinen sollte, sowie an seinem umfangreichsten Werk, der im Folgejahr erscheinenden "Farbenlehre". - Faltspuren. Wohlerhalten.


Goethe, Johann Wolfgang von

Brief mit eigenh. U ("JWVGoethe").
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An den namentlich nicht genannten Adressaten Leipziger Buchhändler und Kunstkenner Johann August Gottlieb Weigel: "Ew. Wohlgeb. erhalten abermals einige Aufträge für die nächste Kupferstich-Auction, um deren gefällige Besorgung ich bitte. Das erste Verzeichniß mit dem Buchstaben A. enthält Stiche, welche sehr gern zu besitzen wünschte, wenn der Preis, in Verhältniß zu der Güte und Erhaltung des Abdrucks, nur einigermaßen billig ist. Mit denen unter dem Buchstaben B. verzeichneten hat es weniger zu bedeuten, doch kann den beygeschriebenen Preisen allenfalls noch ein Kleines zugelegt werden [...]". - Etwas fleckig und mit kleinen Randläsuren.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. Schriftstück mit U. ("G").
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Leihzettel: "Seldenus (de Diis Syr[is])". - Der englische Universalgelehrte John Selden (Johannes Seldenus, 1584-1654) hatte 1617 das erwähnte Werk über die Mythologie des Orients veröffentlicht. - Goethe arbeitete zu dieser Zeit an mehreren Artikeln für "Kunst und Althertum" (vgl. dazu die Tagebuchaufzeichnungen vom 2. Oktober des Jahres). - Ort- und Datumsangabe von fremder Hand.


Goethe, Johann Wolfgang von

Brief mit eigenh. Grußformel und Unterschrift.
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Brief von Schreiberhand (Schuchardt) mit eigenh. Korrekturen an Carl Gustav Börner: „[…] vermelde hiedurch, daß das Kistchen mit den Zeichnungen und Gemälden seiner Zeit glücklich angekommen […]“ - WA-Nr. 42221. Die Klassik Stiftung Weimar vermerkt: „v1907 D-Leipzig Privatbesitz (Rudolf Brockhaus), vgl. WA IV 42, 392/LA“.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. Billet mit Unterschrift „G“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

„Wünsche die vollständigen Titel von […] de Tienville“. - Auf der Rückseite der durchgestrichene Vermerk in Bleistift von fremder Hand „1798 | noch nicht abgeschrieben“.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. Brief mit U. ("v. Goethe").
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ew. Hochedelgeb. überschicke ich hier die schuldigen fünf Thaler zwölf Groschen und frage zugleich an was Sie verlangten [für] das Brustbild des Genius, welches Sie mir in Gyps gesendet[,] in Carrarischem Marmor in eben der Größe [...]". - In der Sophienausgabe nicht gedruckt.


[Goethe, Johann Wolfgang von

Partezettel.
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"Gestern Vormittags halb zwölf Uhr starb mein geliebter Schwiegervater, der Grossherzogl. Sächsische wirkliche Geheime-Rath und Staatsminister | Johann Wolfgang von Goethe, | nach kurzem Krankseyn, am Stickfluss in Folge eines zurückgeworfenen Katharrhalfiebers. Geisteskräftig und liebevoll bis zum letzten Hauche, schied er von uns im drei und achtzigsten Lebensjahre. | Weimar, 23. März 1832. | OTTILIE, von GOETHE, geb. von POGWISCH, zugleich im Namen meiner drei Kinder WALTHER, WOLFGANG und ALMA von GOETHE". - In annähernd tadellosem Zustand.


Goethe Johann Wolfgang von

Eigenh. Gedicht mit Abschlußklammer.
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Aus Zahme Xenien III: „Ursprünglich eignen Sinn Lass dir nicht rauben! Woran die Menge glaubt Ist leicht zu glauben. Natürlich mit Verstand Sey du beflissen, Was der Gescheite weiß Ist schwer zu wissen.“ Auf der Rückseite mit einer Echtheitsbestätigung von Ottilie von Goethe mit rotem Siegel.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. ausgefülltes gedrucktes Schriftstück mit eigenh. Datierung und Unterschrift.
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Leihschein Goethes für die Weimarer Bibliothek. „Hiermit bekenne ich Endunterschriebener, daß mir JOHN RANKING WARS AND SPORTS aus Großherzoglicher Bibliothek allhier verabfolget worden ist; welches Werk ich nach denen mir bekannt gewordenen Bedingungen wieder zurück zu liefern verspreche […]“ - Beiliegend ein Schreiben des amer. Autographenhändlers Charles Hamilton mit Angebot dieses Autographs (8.5.1957).


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. Albumblatt mit Unterschrift.
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„Darf man das Volck betrügen? Ich sage nein! Doch willst du sie belügen, So mach es nur nicht fein.“ Goethe nahm das Gedicht unter dem Titel ,Lug und Trug?’ in die Abteilung,Epigrammatisch’ der Ausgabe letzter Hand auf. Das im Vorjahr eröffnete Bad Berka mit seiner Schwefelquelle wurde zu einem Sammelpunkt der Weimarer Hofgesellschaft. Goethe war am 13. Mai 1814 in Berka eingetroffen; am 21. Juni vermerkte er in seinem Tagebuch: ,Das Vorspiel [zu ,Des Epimenides Erwachen’] fertig gemacht … Nachmittag der Hofrath Hutschke und Hofrath Becker.’ - Auch die frühesten Gedichte des ,West-östlichen Divan’ entstanden in diesen Sommertagen in Berka.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. Manuskript, mit einer Echtheitsbestätigung seiner Schwiegertochter Ottilie.
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"Bey Rückkehr Ihro Konigl Hoheit des Grosherzogs von Wien. - Finale zu Johann von Paris". Darunter, gleichfalls mit Tinte, der Vermerk: "Handschrift meines Schwiegervaters. Ottilie von Goethe". - Bei dem vorliegenden Blatt handelt es sich um den Titel zu Goethes Festspiel-Dichtung, die als Huldigung für den am 8. Juni 1815 vom Wiener Kongreß zurückgekehrten Großherzog Carl August gedacht war und die als "Finale" zu der komischen Oper "Johann von Paris" von Boieldieu auf dem Weimarer Theater zur Aufführung gelangen sollte. Tatsächlich aber konnte bei der Vorstellung am 13. Juni Goethes 97 Verse umfassende Dichtung nicht gegeben werden, da Carl August sich alle Feierlichkeiten verbeten hatte. Für die Ausgabe letzter Hand, in die das "Finale" in Band 4 (1927) aufgenommen wurde, hatte Goethe eine "Aufklärende Bemerkung" vorgesehen: "Ihro Königliche Hoheit waren niemals Freund von Ehren- und Freudenbezeugungen, welche sich in Ihro Gegenwart mittel- oder unmittelbar auf sich selbst bezögen; deswegen man denn auch nur durch ein Final des eben auf dem Theater erschienenen 'Johann von Paris' die allgemeine Theilnahme an diesem Tage auszudrücken gedachte. Da aber auch diese geringe Äußerung abgelehnt ward, so bleibe das Andenken derselben wenigstens hier aufbehalten und gebe jüngeren Freunden Anlaß, dergleichen Gelegenheiten zu benutzen". - Das vollständige Manuskript aus Goethes Nachlaß wurde später von Ottilie von Goethe zerstückelt und - jeweils mit Echtheitsvermerk versehen - an verschiedene Personen verschenkt, so daß Teile davon - so auch dieses Titelblatt - lange als verschollen galten (vgl. Sophien-Ausgabe I Band 13/2, S. 207 und 213.). - Stellenweise mit kleinen Randläsuren, sonst tadellos.


Goethe, Johann Wolfgang von

Hs. Wochenarbeitsplan für Schauspieler und Mitarbeiter des Weimarischen Hoftheaters mit eigenhändiger Unterschrift ("JWvGoethe").
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Ein ebenso interessantes wie seltenes Schriftstück aus Goethes letztem Jahr als Intendant des Weimarer Hoftheaters, das dessen Anweisungen zur "Wöchentlichen Beschäftigung" von Montag, den 22. April bis Samstag, den 27. April festhält. "Montag, den 22ten April 1816 frühe um 10 Uhr Probe von dem Lustspiel: Die Brandschatzung; um 11 Uhr von der Nacht im Walde. Am Abend die Vorstellung davon. Dienstag, den 23. ej[usdem] frühe um 10 Uhr, und Nachmittag um 4 Uhr Clavierprobe von der Oper: Theodor. Mittwoch den 24ten ej. frühe um 10 Uhr Probe; am Abend die Vorstellung von dem Schauspiel: Reue und Ersatz [durchgestrichen und seitlich korrigiert zu: Des Hasses und der Liebe Rache]. - Donnerstag den 25ten ej. frühe um 10 Uhr Clavier[probe]; Nachmittag um 4 Uhr Quartettprobe von König Theodor [...]". - Etwas fleckig und mit kleinen Montagespuren verso.


Goethe, Johann Wolfgang von

"Die Feier des siebenten Novembers 1825 | Dankbar zu erwiedern". Einblattdruck mit eigenh. Datum und U.
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Das Dankgedicht "Sah gemalt, in Gold und Rahmen, | Grauen Barts, den Ritter reiten" aus dem Jahr 1825 mit dem eh. Zusatz "erneut Januar 1832" und U. "JWvGoethe". - Am 7. November 1825 hatte Goethe sein 50jähriges Amtsjubiläum begangen. Das Blatt selbst war 1827 von Fromann in Jena gedruckt worden.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. Albumblatt mit U. ("JWvGoethe").
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Die erste Strophe des Gedichts "Zum Neuen Jahr", das Goethe für das Mittwochskränzchen geschrieben hatte. Der Erstdruck erschien im Taschenbuch für 1804, herausgegeben von Goethe und Wieland. Später wurde das Gedicht unter die "Geselligen Lieder" in die Ausgabe letzter Hand aufgenommen. - Das Mittwochskränzchen wurde von Goethe ins Leben gerufen und wurde mittwochs nach dem Theater bei Luise von Göchhausen in Weimar abgehalten (von Oktober 1801 bis März 1802). Goethe schrieb für diese Anlässe seine "Geselligen Lieder". Auch die Schillers kamen zu diesen Abenden, die Schiller für "recht vergnügt" hielt (an Görner, vgl. Goethe-Lexikon, S. 375). - Stellenweise leicht berieben; einige Montagespuren auf der Verso-Seite etwas durchschlagend. Provenienz: Sotheby's New York, 7. Dez. 1999, lot 229; Stargardt, 27. März 2001, lot 97; Voerster Kat. 42 (2015), no. 293; Schoyen MS 5531.


Goethe, Johann Wolfgang von

"Am acht und zwanzigsten August 1826". Einblattdruck mit eigenh. Datum und U. ("Goethe").
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Dankgedicht zur Feier seines 77. Geburtstages. "Des Menschen Tage sind verflochten, | Die schönsten Güter angefochten, | Es trübt sich auch der freyste Blick; | Du wandelst einsam und verdrossen, | Der Tag verschwindet ungenossen | In abgesondertem Geschick [...]". - Von dem Einblattdruck existiert noch eine Variante mit Pfeilornament. - Etwas gebräunt und stellenweise kleine Randläsuren; ein kleiner Randeinriß; verso kleine Montagespuren.


Goethe, Johann Wolfgang von

Gedrucktes Dokument mit eigenh. U.
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Formularvordruck einer Quittung betreffend Bergbauaktien des Ilmenauer Kupfer- und Silberbergwerks, im Typendruck mit handschriftlichen Eintragungen von Christian Gottlob von Voigt (1743-1819): "Ein neuer Louisd'or oder Vier Laubthaler sind wegen des Ilmenauer Kuxes oder Bergtheils No. 450. [dies hs.] zu dem in der Vierten Bergwerksnachricht am 24sten Februar d. J. ausgeschriebenen gewerkschaftlichen Nachtrage [dies hs. korr.] baar entrichtet worden, worüber hierdurch quittirt wird [...] Sr. Hochfürstl. Durchl. zu Sachsen-Weimar und Eisenach gnädigst verordnete Bergwerks-Commission [...]". - Goethe trug ab 1782 die alleinige Verantwortung für das Bergwerk. 1783 trat Voigt in die Bergwerkskommission ein; die beiden Männer blieben fast vierzig Jahre in Dienstgeschäften und privat eng verbunden. - Mit kleinen Randläsuren; stellenweise gering fleckig.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. Adresse.
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Adresse "An Herrn Sekretär Kräuter nach Weimar" sowie der Vermerk "fr[anco] von Goethes Hand. - Unbedeutend stockfleckig. Mit Notiz zum Absender von anderer Hand: "H. Geh. Rath v. Göthe".


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. U. ("J. W. vG.").
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Ausschnitt aus einem von Goethes Sekretär Theodor Kräuter geführten Rechnungsbuch.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. U. ("J. W. vG.").
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Ausschnitt aus einem von Goethes Sekretär Theodor Kräuter geführten Rechnungsbuch.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenhändige Widmung mit Abschlußklammer auf der Rückseite seiner gestochenen Visitenkarte.
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Widmungsblatt für „Frau | Dr Wiggers“. - Beigegeben ist die Goethe-Medaille von Antoine Bovy (Avers: Goethe Profil nach rechts, am Rand links der Namenszug „GOETHE“, unterhalb des Halsabschnitts der Schriftzug „A. Bovy F. 1824.“; Revers: emporschwebender Adler, der in den Krallen einen Lorbeerkranz hält). - Am 11. Oktober 1828 empfing Goethe die Familie des Rostocker Philologen und Theologen Gustav Adam Friedrich Wiggers (1777-1860) auf deren Reise nach Schulpforta. Zur Erinnerung schenkte Goethe Frau Wilhelmine Wiggers die Medaille mit dem Widmungsblatt. - In seinem Tagebuch vermerkte Goethe unter diesem Datum: „Consistorialrath und Dr. Wiggers aus Rostock mit Frau und 2 Söhnen, deren ältester nach Schulpforte bestimmt ist.“


Goethe, Johann Wolfgang von

Gedruckte Quittung des Ilmenauer Bergwerks mit eigenhändiger Unterschrift „JWvGoethe“.
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Goethe und Voigt, sein engster Weimarer Amtsgefährte und Mitarbeiter in der Direktion des Ilmenauer Bergbaus, quittieren als ,Sr. Hochfürst. Durchlaucht. zu Sachsen-Weimar und Eisenach gnädigst verordnete Bergwerks-Commission’ die planmäßige erste Nachzahlung zu dem ,Kux des Ilmenauer Bergwerks’ Nr. 142. Gegengezeichnet von Voigts Bruder, dem Bergsekretär Johann Karl Wilhelm Voigt, und ausgestellt auf ,Hn. Forstmeister Wenzel’.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. Brief mit U.
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Unveröffentlichter Brief an seinen Verleger Johann Friedrich Cotta, dem er ein Manuskript für seine Zeitschrift "Über Kunst und Altertum" zusendet, die von 1816 bis 1832 bei Cotta erscheinen sollte: "Ew. Wohlgeboren erhalten anbey den Anfang des M[anu]sk[rip]ts zum dritten Heft Rhein u[nd] Mayn. Mit Bitte um gefällige Bemerkung u[nd] Förderniß. In angenehmer Erinnerung des gestrigen Abends, viel Glück zur Auflösung des Räthsels [...]". - Stärker gebräunt und ein kleiner, alt hinterlegter Papierdurchbruch im Mittelfalz; stärkere Faltspuren.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. Gedichtmanuskript mit U.
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Sechszeiliges Gedicht, in Cottas Ausgabe letzter Hand von 1827 unter dem Titel "Eigenthum" erstabgedruckt: "Ich weis daß mir nichts angehört / Als der Gedanke der ungestört / Aus meiner Seele will fließen; / Und jeder günstige Augenblick / Den mich ein liebendes Geschick / Von Grund aus läßt genießen". - Wahrscheinlich ist das Gedicht bereits 1774 entstanden, in welchem Jahr sich Goethe mit den Memoiren von Pierre de Beaumarchais beschäftigte, denn offenbar geht es auf eine Stelle in dessen "Addition au Supplement du Memoire à consulter" zurück, die lautet: "Assuré, que rien ne m'appertient véritablement au monde que la pensée que je forme et le moment où j'en jouis". - Etwas gebräunt bzw. leicht braunfleckig, im ganzen jedoch von sehr schöner Erhaltung. Provenienz: Laut rückseitiger Bezeichnung aus der Sammlung des Berliner Bankiers Alexander Meyer-Cohn (1853-1904), "zusammengestellt unter der Aegide von Erich Schmidt, vom dem auch der Versteigerungskatalog stammt, vor ca. 45 Jahren" (dat. Mai 1951). In Stargardts Auktionskatalog der Sammlung Meyer Cohn von 1905/06 ist das Stück allerdings nicht verzeichnet. Es gelangte am 19. September 1922 bei Henrici in Berlin zur Versteigerung (Kat. 79, Nr. 305: "Prachtstück", Schätzpreis 48.000 Mark). Die von Henrici erwähnte Rahmung ist zweifellos die noch heute bestehende.


Goethe, Johann Wolfgang von

Autographa.
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Einblattdruck der Verfassernamen von in Goethes Autographensammlung vorhandenen Autographen. "Im Winter 1811 wurde Goethes Autographensammlung alphabetisch geordnet und bei Bertuch ein Verzeichnis davon gedruckt. Unterm 25. November bestellte Goethe das 'Namenregister' seiner Autographa, von dem 300 Exemplare auf feinem Papier abgezogen und dann bei Gelegenheit 'mit Bitte um gefällige Beiträge' versandt wurden. Es ergibt sich hieraus mit völliger Sicherheit, daß dieser Einblattdruck wirklich eine Liste der schon vorhandenen Autographen war, und daß man irrt, wenn man sie, wie es zumeist geschieht, als Desideratenliste bezeichnet" (Kippenberg).


Goethe, Johann Wolfgang von

Brief mit eigenh. U. ("JWvGoethe").
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An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ew. Wohlgeb. nehmen vielleicht Gelegenheit von diesem, durch Herrn Director von Schreibers eingesendeten Exemplar einiges Freundliche über die Unternehmungen sagen zu laßen; welches um so wünschenswerther ist als ihm von Jena aus laut pag. 188 und 189 höchst Unerfreuliches wiederfahren. Mich zu geneigtem Andenken empfehlend / JWvGoethe". Karl Franz Anton von Schreibers (1775-1852) war seit 1805 Leiter der k. k. Hof-Naturalien-Cabinete. - Das unbeschriebene Gegenblatt mit größerem Ausriß. Oben rechts Paginierung "203" aus einer alten Registratur.


Goethe, Johann Wolfgang von

Eigenh. geburtstäglicher Morgengruß mit Bleistiftzeichnung und U.
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Unbekanntes Geschenkblatt Goethes, am Morgen seines 79. Geburtstags: "Guten Morgen / zum 28ten Aug. 1828 / Goethe", darüber die blasse Bleistiftzeichnung eines hügeligen Horizonts mit Wolken. Abgebildet ist das Panorama, das sich Goethe im Sommer 1828 beim morgendlichen Blick aus dem Fenster und von der Terrasse des Renaissanceschlosses Dornburg an jedem Tag neu darbot. Die Höhen über dem Saaletal bei Jena waren ein Bild, das er während seines Dornburger Aufenthalts regelmäßig in der Frühe genoss und oft genug in seinem Tagebuch mit Sorgfalt beschrieb - so etwa am 24. Juli: "Leidliche Witterung. Bedeckter Himmel. Mäßiger Südwind. Bey Sonnenaufgang die gegen meinem westlichen Fenster liegenden grauen widerwärtigen Kalkabhänge von dem allerschönsten Rosenroth gefärbt". - Nach dem Tod des Großherzogs Carl August am 14. Juni 1828 hatte sich Goethe am 7. Juli, noch zwei Tage vor der feierlichen Beisetzung, nach Dornburg bei Jena zurückgezogen, um für sich sein zu können; er verlängerte seinen Aufenthalt mehrmals und kehrte erst am 11. September nach Weimar zurück. Während dieser Monate arbeitete er in seiner einfach eingerichteten Stube im südlichsten der drei Dornburger Schlösser vorwiegend an botanischen Betrachtungen, verfasste aber auch Lyrik, die unverkennbar vom steten Blick auf die Umgebung inspiriert ist: "Früh, wenn Tal, Gebirg' und Garten / Nebelschleiern sich enthüllen, / Und dem sehnlichsten Erwarten / Blumenkelche bunt sich füllen; / Wenn der Äther, Wolken tragend, / Mit dem klaren Tage streitet, / Und ein Ostwind, sie verjagend, / Blaue Sonnenbahn bereitet; / Dankst du dann, am Blick dich weidend, / Reiner Brust der Großen, Holden, / Wird die Sonne, rötlich scheidend, / Rings den Horizont vergolden." Schon am ersten Tag nach seiner Ankunft hatte Goethe die Morgenröte von seinem Fenster aus genossen: "Früh in der Morgendämmerung das Thal und dessen aufsteigende Nebel gesehen. Bey Sonnenaufgang aufgestanden. Ganz reiner Himmel, schon zeitig steigende Wärme" (8. Juli). Sechs Wochen später erinnert ihn der Blick gar an eine in der 'Odyssee' beschriebene Morgenstimmung: "Vor Sonnenaufgang aufgestanden. Vollkommene Klarheit des Thales. Der Ausdruck des Dichters: 'heilige Frühe' ward empfunden. Nun fing das Nebelspiel im Thale seine Bewegung an, welches mit Südwestwind wohl eine Stunde dauerte, und sich außer wenigen leichten Streifwolken in völlige Klarheit auflöste" (18. Aug.). Obwohl das von leichter Hand hingeworfene Blatt nicht koloriert ist, mag man die rhododaktylische Atmosphäre Homers in den zarten Linien der Skizze wiederfinden wollen. Seinen Geburtstagsmorgen beschreibt Goethe als den "schönsten Frühmorgen, wo ich die Vorläuferin der Sonne, Frau Venus genannt, in ihrem herrlichsten Glanze am Himmel stehen sah". Im Tagesverlauf wich dieser Glanz indessen einem "gewaltigen", "nebelhaften Regen", und einige Linien in der rechten Bildhälfte deuten wohl, gemeinsam mit den Wolken, das heraufziehende Wetter an. - Wem Goethe diesen Gruß "zum 28ten Aug. 1828", seinem eigenen 79. Geburtstag, mit etwas kokett wirkender Geste widmete, ist nicht sicher. Sein Sohn August hatte ihn am Vorabend noch spät besucht und war, nachdem der Dichter allen Geburtstagsbesuch abgelehnt hatte, "im Mondenschein" zurückgefahren. Womöglich dedizierte Goethe das Blatt seinem alten Bediensteten Paul Götze (nunmehr Wegebau-Inspektor zu Jena und selbst schon im 68. Lebensjahr stehend), der sich "zu früher Morgenzeit" glückwünschend einfand: "mit Brottorte und Flaschen alten guten Weins" (wie Goethe seiner Schwiegertochter Ottilie berichtete). Zu den weiteren Gästen des Vormittags zählten der Registrator Christian Schuchardt und der Bibliothekar Ernst Weller "mit Schwester und Knaben", weiters der Schriftsteller Johann Diederich Gries, der Jurist Wilhelm von Schröter und der Theologe Hermann Agathon Niemeyer. Zu denken wäre aber auch an Goethes Nachbarn auf dem alten Dornburger Schloss, der Amtsaktuar Carl Gustav Stichling (ein Enkel Wielands) mit seiner Frau Berta (eine Enkelin Herders) und ihrer neugeborenen Tochter.


Goethe, Johann Wolfgang von

E. Brief mit U.
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Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichter. E. Brief m. U. „G“. [Weimar], 17. Juni 1809. 3 Seiten 4o. Deutsche Schrift. Grünliches Papier. Leicht stockfleckig. An Christian Gottlob von Voigt, seinen alten Freund und Ministerkollegen, bei Übersendung eines Briefes des weimarischen Majors v. Hendrich, der berichtet hatte, daß die in Sachsen eingerückten Österreicher – entgegen den umlaufenden Gerüchten – nicht im Anmarsch auf Thüringen seien. „In beyliegendem Briefe, der uns zugleich noch Ruhe vor den kriegrischen Nachbarn zusichert, erin- nert mich H. v. Hendrich daß ich ihm zugesagt mit Ew. Exzell. über eine ihn betreffende Angelegenheit zu sprechen […] Er ist nämlich dem Reg[iments] Chirurg Häling 600 r. schuldig deren Zurükzahlung dieser verlangt. Wie Debitor zu dieser Schuld gekommen davon erspare Ew. Exzellenz das Detail. Verminderte Einnahme durch Entziehung der Compagnie u. sonstiger Emolumente, vermehrte Ausgabe durch Einquartirung, Kriegsgäste &c., genug er wünscht ein Respiro zu erlangen, u. glaubt es könne auf folgende Weise geschehen. Wenn ihm aus irgend einer Casse die Summe vorgeschossen würde, die er sich in sechs Jahren nebst Interessen wolle abziehen lassen. Ew. Exzell. werden die Möglichkeit besser als ich einsehen und ihm ein tröstl. Wörtchen schreiben. In seiner Lage ist er wirklich zu bedauern. Das Einrücken der Osterreicher in Sachsen gewinnt nun ein ander Ansehn. Doch was bringt nicht Tag u. Stunde! Ihro Hoheit“ (Herzogin Luise) „waren gestern Abend ganz munter und gnädig obgleich der Ernst der Tage auch auf Ihr zu ruhen scheint […]“ Der weimarische Kammerrat und Offizier Franz Ludwig Albrecht von Hendrich (1754–1828) hatte bis 1782 Goethes erste Wohnung am Frauenplan bewohnt. Im Mai 1807 hatte der „tätige und behende Freund“ (Tag- und Jahreshefte) ihn auf das Schlachtfeld von Jena geführt. A.a.O. Band 20 Nr. 5750; Tümmler Band 3 Nr. 339.