Stefan George

Dichter, 1868-1933

Zunächst vor allem dem Symbolismus verpflichtet, wandte George sich nach der Jahrhundertwende vom reinen Ästhetizismus der zuvor in den „Blättern für die Kunst“ propagierten „kunst für die kunst“ ab und wurde zum Mittelpunkt des nach ihm benannten, auf eigenen ästhetischen, philosophischen und lebensreformerischen Vorstellungen beruhenden George-Kreises. Seine Lyrik grenzt sich durch ihre hohe stilistische und formale Strenge bewusst von der Sprache des Alltags ab. Viele seiner Gedichte sind exemplarisch selbstreflexive Lyrik. Neben der eigenen Dichtertätigkeit und ausgedehnten Reisen durch ganz Europa war George Übersetzer von Dante, Shakespeares Sonetten, Baudelaire, Verhaeren u. v. a.

Quelle: Wikipedia

George, Stefan

Dichter (1868–1933). Eigenhändige, beidseitig beschriftete und mit zwei kleinen Zeichnungen versehene Postkarte Georges, zusammen mit Friedrich Gundolf. Köln. 8vo. 2 pp.
3.500 € (74593)

Kurze launige Karte an Melchior Lechter, den „Verehrten Meister des Pallenbergsaales“, mit zwei kleinen Weihrauchfässern verziert, signiert mit „Stefan“ und „Gundolf“ (letzteres wohl eigenhändig von Gundolf in George-Schrift geschrieben, die Adresse verso wohl auch von Gundolf, allerdings in normaler Schreibschrift gehalten). Der Pallenberg-Saal war 1896-1900 von Lechter für das Kölner Kunstgewerbemuseum gestaltet worden, 1943 wurde er ein Opfer der Bomben. – Minimal bestoßen und gebräunt, gut.

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George, Stefan

Dichter (1868–1933). Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift „St. G.“ an Lothar Treuge. Berlin. 8vo. 1 p.
4.500 € (74594)

An den zu seinem Kreis gehörenden Dichter Lothar Treuge (1877-1920) in Berlin-Wilmersdorf: „L[ieber] L[othar] damit wir nicht wieder verfehlen - komm ich morgen donnerstag abend zu Ihnen. Sind Sie nicht anwesend erbitte ich nachricht. ich richte es dann für freitag ein […]“ - Ein Buchstabe nachgezogen. Adressseite mit Eintragung von Treuge „Stefan George | ausserordentlich selten“ sowie zwei Montagepunkten.

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George, Stefan

Dichter (1868–1933). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Stefan George“. Berlin. 8vo. 2 pp. Mit eigenh. Kuvert.
9.500 € (74595)

George bedankt sich für die Zusendung von Texten (“die gedichte erscheinen mir dagegen etwas spröde”) und schließt “Sehen Sie in meinen verspäteten antworten keinen mangel an teilnahme”. Schmitt war ein entfernter Cousin Georges, der George wiederholt Texte geschickt hatte, laut George-Handbuch aber “von dessen (Georges) reservierter Reaktion enttäuscht” war und schließlich das Dichten aufgab, um sich ganz dem Theater zu widmen. – Sehr selten.

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George, Stefan

Dichter (1868–1933). Sechs Porträts in frühen Abzügen. Original-Photographien. Silbergelatine. Berlin.
2.800 € (74596)

Jeweils ohne Hinweis auf Photographen, teils sicher private Aufnahmen. – Teils gering knitterspurig, ein Abzug etwas blass, sonst ordentlich.

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George, Stefan

Eigenh. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An den Schriftsteller Ernst Hardt (1876–1947), für dessen „lezte [!] gedicht sammlung“ er dankt: „warum ich sie mir ausbat war ausser der freude sie zu besitzen zunächst das: dass ich alles übersehen wollte was zur bildung einer neuen ‚Blätterfolge’ in unsrem Kreis vorhanden sei. bis zur fertigung hat es noch gute weile. stellen Sie sich das nicht zu leicht vor! so kann ich (noch sonstwer) etwas bestimmtes nicht sagen und bitte daher um geduld. Sie sind mit ihrer sendung zu nichts verbunden als zu einer nachricht wenn Sie darüber anders verfügen[.] Meine empfehlungen an Frau Polyxena [d. i. Polyxena von Hößlin (1872–1960), die Tochter von Konstantin von Hößlin (1844–1920) – des ersten Präsidenten der griechischen Abgeordnetenkammer in Athen –, die Hardt einige Jahre zuvor in Athen geheiratet hatte] deren baum-blatt (wirklich oder sinnbildlich angekündet?) ich nicht gefunden habe [...]“. – Eine Auswahl von Hardts Gedichten sollte im Mai des Jahres in Georges „Blättern für die Kunst“ erscheinen. – Von großer Seltenheit. – Abgedr. in: Briefe an Ernst Hardt. Eine Auswahl aus den Jahren 1898–1947. In Verb. mit Tilla Goetz-Hardt hrsg. von Jochen Meyer. Stuttgart: Klett, 1975, Nr. 4. – Papierbedingt leicht gebräunt, sonst sehr wohlerhaltener, schöner Brief auf Büttenpapier.