Giuseppe Garibaldi

Freiheitskämpfer, 1807-1882

Garibaldi war ein italienischer Guerillakämpfer und einer der populärsten Protagonisten des Risorgimento, der italienischen Einigungsbewegung zwischen 1820 und 1870. Im Oktober 1867 versuchte er mit einigen Freischaren neuerlich Rom einzunehmen. Seine Einheiten wurden jedoch am 3. November 1867 bei Mentana durch Truppen des Papstes unter General Hermann Kanzler und deren französische Hilfstruppen zurückgeschlagen. Am 20. September 1870 gelang schließlich einem starken Heer unter General Raffaele Cadorna die Einnahme der Stadt. Nachdem die Freiheit des Pontifikats gewährleistet worden war, konnte Rom am 1. Juli 1871 die neue Hauptstadt des jetzt geeinigten Italien werden.

Quelle: Wikipedia

Garibaldi, Giuseppe

italienischer Freiheitskämpfer (1807-1882). 9 Briefe mit eienh. Unterschrift. Caprera (Sardinien) und Signa (Florenz). 4to. und 8vo. 9 pp. 2 Umschläge mit Poststempel Caprera und Singa; a few small stains and tears at folds,.
4.500 € (81372)

An Rinaldo de Sterlich und andere, geschrieben in seinem Domizil auf der Insel Caprera von 1862 bis zu seinem Tod im Jahr 1882. Die Briefe sind gerichtet an Pietro Vernetti, Bürgermeister von Fresonara in der Region Alessandria (heutiges Piemont) kondoliert Garibaldi anlässlich des Todes von Carlo Rodi ([…] mio antico compagno d’armi […]„ übersetzt: meinem alten Waffenbruder); den Autor Rinaldo de Sterlich; einen Marnini mit der Aufforderung, Francesco Salerno against „assassini della libertà“, also die „Mörder der Freiheit“ zu verteidigen; [Enrico?] Piccini; an Tozzani schreibt Garibaldi über Ugo Bassi (1801-1849) einem Märtyrer des Risorgimento); über den Zug der Tausend; und an „miei cari amici e fratelli d'armi" („meine lieben Freunde und Waffenbrüder.

Die Briefe sind in a number of secretarial hands verfasst. In drei Briefen wird der Patriot Carlo Rodi (1801-1861) erwähnt. Er war die Nummer 863 in der Riege von Garibaldis berühmter Mille. Ugo Bassi war 1848 von den Österreichern in Bologna exekutiert worden. Als Zug der Tausend (italienisch spedizione dei Mille) bezeichnet man den Marsch einer 1067 Mann starken Truppe aus Freiwilligen, wegen ihrer Uniformierung Rothemden genannt, die unter der Führung von Giuseppe Garibaldi am 11. Mai 1860 auf Sizilien landete und im Zuge des Risorgimentos die süditalienische Insel von der Herrschaft der spanischen Bourbonen befreite. Den größten Anteil an den sogenannten „Garibaldinis“ stellte die Stadt Bergamo. Der Freiheitskämpfer Giuseppe Garibaldi war einer der populärsten Protagonisten des Risorgimento, der italienischen Einigungsbewegung zwischen 1820 und 1870. Die Italiener, die im 18. und 19. Jahrhundert mit den verschiedenen Besatzungsmächten auf der Apenninenhalbinsel in Konflikt gekommen waren, lebten über die ganze Welt verteilt in gut organisierten italienischen Kolonien, die untereinander Beziehungen pflegten. Für den Informationsaustausch unter den Emigrantenkolonien sorgten vor allem die Zeitungen, die überall gegründet wurden. Garibaldi stand bald im Mittelpunkt der Presseberichte. 1834 nahm er an einem Aufstand im Piemont teil. Als dieser gescheitert war, wurde Garibaldi in Genua zum Tode verurteilt und floh nach Marseille. 1836 gelang ihm die Flucht nach Südamerika. Schon bei seiner Ankunft in Rio de Janeiro empfing ihn ein Haufen von Emigranten mit wehenden Fahnen und patriotischen Liedern. In Brasilien beteiligte er sich an der Farrapen-Revolution, erhielt von Uruguay 1842 ein Flottenkommando und stellte im Krieg gegen Argentinien eine kleine italienische Legion auf. 1847 beteiligte er sich an der Verteidigung Montevideos. Ermuntert von den Nachrichten über die Revolutionen in Paris, Berlin, Wien und Mailand, kehrte Garibaldi im Juni 1848 aus Amerika zurück und rief in Genua zum Kampf gegen Österreich auf. Nach kurzzeitigen Erfolgen musste Garibaldi erneut fliehen. Bis heute ist diese Flucht von Küste zu Küste das Kernstück der Risorgimento-Legende. Als man erfuhr, dass er sich nach Genua in Sicherheit gebracht hatte, ging ein Aufatmen durch die Weltpresse. 1854 kehrte Garibaldi nach Italien zurück. Im Jahr 1859 war er wieder auf dem Schlachtfeld, diesmal als sardischer Offizier gegen die Österreicher. 1860 brach er von seiner Insel zu seinem erfolgreichsten Unternehmen auf: David gegen Goliath. Der Feldzug durch Sizilien und den halben italienischen Stiefel bis nach Neapel und fast bis nach Rom ist in die Legende des Risorgimento als der „Zug der Tausend" eingegangen. Die Zeitgenossen haben sich die Siege des zusammengewürfelten Haufens unerfahrener Abenteurer gegen eine der modernsten Armeen des damaligen Europas nur mit dem direkten Eingreifen Gottes erklären können. Garibaldis größter Sieg war zugleich seine politische Niederlage. Vier Wochen lang herrschte er allein über den größten Flächenstaat der Halbinsel. Dann stoppte Viktor Emanuel an der Spitze der piemontesischen Armee Garibaldis Marsch auf Rom und nahm ihm die Macht aus der Hand. Garibaldi hat neben der Legende vom Risorgimento noch eine andere geschaffen, die über die Einigungsgeschichte Italiens weit hinausgeht. Er zog sich dann auch zurück und führte ein demonstrativ einfaches Leben auf Caprera. Caprera wurde zehn Jahre nach seinem Tode enteignet, zur Seefestung ausgebaut und war bis 1981 militärisches Sperrgebiet..

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Garibaldi, Giuseppe

Konvolut
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Giuseppe Garibaldi (1807–1882), Freiheitskämpfer (1807-1882). 17 tls. e. Briefe mit e. U. („J. Garibaldi“). Salto (Uruguay), 1845 und 1846. Zusammen 19½ SS. auf 22 Bll. Folio und 4°. Mit einer Beilage (s. u.). – Inhaltsreiche Korrespondenz aus Garibaldis Jahren in Südamerika. Der große italienische Freiheitskämpfer hatte 1834 an einem Aufstand in Piemont teilgenommen. Als dieser gescheitert und Garibaldi zum Tode verurteilt worden war, war ihm die Flucht nach Südamerika gelungen. Dort beteiligte er sich an Unruhen in Brasilien und in Uruguay, wo er die Flotte in den Krieg gegen Argentinien führte. Die vorliegenden Briefe sind allesamt an John Elliott Bingham (1785–1863), den Kapitän der HMS Acorn, gerichtet und umfassen aktuelle Lageberichte von Garibaldis „Nacional Squadron“ in Salto über u. a. Waffen- und Lebensmittellieferungen, die Lage der Streitkräfte, notwendige Unterstützung, Truppentransporte u. v. m. „Since I had last the pleasure we have received news of importance and as I am sure you will be anxious to know every thing in our favour I have the pleasure of as[s]uring[g] you that Urquisa has been obliged to retire from Corrientes. Yesterday we have had two of his men passed over to us from Entre Rios and they have informed us, that Urquisa with his army of five thousand and odd men marched up into the province of Corrientes as far as a place called Tranquera de Loreto, and from this place he has c[o]untermarched and two days ago was in the Puntas de Unqueri, he has maid [!] this c[o]untermarch with the greatest presipitation [!] having a great number of horses in his way besides some other of the best that the Correntinos took from them in Mocoreta [...]“ (a. d. Br. v. 10. März 1846). – 1848 sollte Garibaldi schließlich nach Europa zurückkehren, um am italienischen Unabhängigkeitskrieg gegen Österreich teilzunehmen, der ihn zum Nationalhelden werden ließ. – Beiliegend 85 meist ebenfalls an J. E. Bingham gerichtete Briefe (tls. in Spanisch und tls. in Englisch) von u. a. Manuel Ceferino Oribe y Viana (1792–1857), der von 1835 bis 1838 der 2. Präsident Uruguays gewesen war, sowie von anderen spanischen und englischen Offizieren wie Javier Gomensoro, Victoriano Camacho und Vicente Viña. Salto, Guabillu, Yaguari, Montevideo, Mercedes u. a., 1846 und 1846. Zusammen 96½ SS. auf 100 Bll. Meist Folio und 4°. – Weiters beiliegend vier Listen mit Namen von britischen Staatsangehörigen auf u. a. der Isla de Bisquino und in Mercedes sowie eine „Lista de los Franceses“ (zusammen 5¾ SS. auf 6 Bll. Folio). – Alles zusammen in einer zeitgenössischen, wohl von Bingham selbst beschrifteten Mappe. – Die meisten (vor allem die überformatigen) Schreiben sowie der Umschlag mit starken Gebrauchsspuren und angestaubt; Garibaldis Briefe in mehrheitlich gutem Zustand; alle Briefe am linken Rand alt auf Trägerpapier aufgezogen und mit diesem eingeheftet.


Garibaldi, Giuseppe

Eigenh. Brief mit U.
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An den Freiheitskämpfer Enrico Cairoli (1840-67), keine drei Wochen vor dessen Tod beim von Garibaldi geführten Angriff auf Rom: "Mio caro Enrico. Grazie grazie della bella medaglia di sangue che mi mandasti - tua madre - andrà superba di possedati - Ricciotti il tuo vecchio amico ti prega a venir qua: io ti dico altrettanto - credimi tuo per la vita / G. Garibaldi". - Gefaltet; leicht gebräunt; oben links alt in Bleistift numeriert "570".