Friedrich III. von der Pfalz

Kurfürst von der Pfalz, 1515-1576

Friedrich stand als Kurfürst im Reich in großem Ansehen und vertrat mit Nachdruck die protestantische Sache. Auf seine Initiative geht der Heidelberger Katechismus von 1563 zurück, der in der Pfalz den Katechismus Luthers ersetzte. Mit den Gegnern der habsburgisch-katholischen Partei in Europa stand er in Verbindung und reichte den kämpfenden Protestanten die Hand. Im Innern suchte er auf jede erdenkliche Weise die Heidelberger Universität zu fördern und sorgte unablässig für das Kirchen- und Schulwesen. So wie der erste Kritiker der Hexenverfolgung Johann Weyer lehnte er diese ab und untersagte die Tortur und Todesstrafe für angebliche Hexen.

Quelle:

Friedrich III., der Fromme

Kurfürst von der Pfalz (1515-1576). Brief mit eigenh. U. Heidelberg. 1½ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse (Faltbrief) und papiergedecktem Siegel.
3.500 € (32719/BN26557)

An seinen Sohn, den späteren Kurfürsten Ludwig VI., damals Statthalter der Oberpfalz in Amberg, mit Anweisungen "Inn der Chambischen sachen", d. i. der Streit mit Herzog Albrecht V. von Bayern um die Grenze zwischen dem (pfälzischen) Amt Cham und dem (bayerischen) Amt Kötzting: "[...] Wollen Unnß darauff verstehen, er, soviel an Ime ist [...] an trewem vleiß nichts erwinden lassenn werdt, unnd als eben dise tag unser freundlicher lieber vetter unnd bruder, herzog Albrecht p. hierunder anmhanung gethan, Wir auch sein L[iebden] darauf wider beantworttet [...]". - Der linke Rand leicht wasserrandig. Sehr selten.


Friedrich III., der Fromme

Kurfürst von der Pfalz (1515-1576). Schriftstück mit eigenh. U. ("Friedrich Pfalzgraf Churfürst") Heidelberg. ½ S. Folio.
2.500 € (942629/BN942629)

"Unser freundlich dienst auch was wir liebs und guts vermogen allezeit zuvor, erwürdigster besonder lieber freund und bruder. Wir haben zu E[uer] L[iebden] den ersamen, unsern fauth zu Bretheim hoffrichtern und rath Hartmann Hartmanni der Rechten Doctorn, Burggraven zu Alzey Christoff vonn Gottfart, auch ambtmann zu Lautern Friderich Cranzen von Scharpffstein und liebe getrewe, abgefertigt, bey deroselben unendlichst anpringens zuthun, inmassen dieselb von imen vernemenn werden, freundlich und bruderlich bittend sie wollen in erwegung der sachen wichtigkeit, so gmeine des heiligen Reichs, insonderheyt aber dieses unnsers Churfürsten Craisses, E.

L. unser und anderer stende wohlfarth berurt, sie unsere gesandten gutwilliglichen anhoren, und sich dermassen erweisen, wie unser bruderlichs vertrauen zu deroselben steht, und wir sind E. L. hinwiderumb freundliche dienst zuertzeigen geneigt, datum Haidelberg den 24. Juni ao etc. 68 Friderich von Gottes gnaden Pfaltzgrave bey Rhein, des heiligen Römischen Reichs Ertztruchsses und Churfürst Herzog in Beyern [...]"..

jetzt kaufen