Austrian neurologist, founder of psychoanalysis (1856-1939). Autograph letter signed. Wien. 4to. 1 1/4 pp. Gedr. Briefkopf „Berggasse 19“. Gebräunt.
28.000 €
(100659)
Eine sehr interessanter Brief an an seinen Kollegen Emil Oberholzer einen möglichen Patienten namens Dr. Blum [sehr wahrscheinlich der Schweizer Psychoanalytiker und Psychiater Dr. Ernst Blum], der sich Freuds Honorar nicht leisten kann. Freud schlägt vor, Blum an den Psychoanalytiker Otto Rank zu verweisen, und zwar „für die Hälfte meines Honorars“, merkt jedoch zugleich an, dass er selbst sein Honorar nicht senken könne, da er, wie er schreibt: „Ich kann das Honorar nicht herabsetzen denn ich muß die kurze Zeit die ich noch arbeitstätig bleibe verwenden, um mich aus der Kriegsverarmung zu erheben“ Dieser Brief liefert einen aufschlussreichen Einblick in Freuds ökonomische Lage nach dem Ersten Weltkrieg sowie in sein berufliches Netzwerk unter den frühen Psychoanalytikern. An den Schweizer Psychoanalytiker Emil Oberholzer (1883-1958): „Meine Korrespondenz mit Kollegen Dr.
Blum hat allerdings schon ein Ende gefunden als ich ihm antwortete, daß ich im Frühjahr wahrscheinlich Zeit finden würde u daß die Stunde 50Fr kostete Schrieb er, daß er sehr bedauere, soviel nicht leisten zu können. Da Sie sich so sehr für ihn einsetzen will ich gerne auf seinen Fall zurückkommen und weitere Möglichkeiten erörtern. Sagen Sie ihm doch daß er eine ganz ausgezeichnete Analyse bei Dr. Rank hier für die Hälfte haben kann. Vielleicht geht er darauf ein. Er soll sich dann und gleich mit R. in Verbindung setzen. Ich kann das Honorar nicht herabsetzen denn ich muß die kurze Zeit die ich noch arbeitstätig bleibe verwenden, um mich aus der Kriegsverarmung zu erheben und amerikanische und englische Ärzte strömen mir so reichlich zu, daß eine Verringerung des Honorars in einem Falle ein glattes Opfer für mich wäre. Leider kann ich mich jetzt nicht altruistischer benehmen zumal, da ich sehr ernstlich daran denke die Za[h]l meiner Arbeitsstunden meinem Alter entsprechend einzuschränken. Ihre Deckerinnerung möchte ich doch zu gerne für die Zeitsch. haben. Sie stehen auf ihrem Titelblatt u sind in ihrem Inneren so gar nicht vertreten. Der Fall wird auch hier unsere Deutschen Leser seinen vollen Wert haben. Für das englische Journal kann er ohne Weiteres von hier aus oder in London übersetzt werden. Also ich rechne darauf! […]“ - Begleitet von einem Schreiben des Sigmund Freud Archives (New York, 28.I.1970), in dem dem Vorbesitzer für die Bereitstellung einer Übersetzung gedankt wird..
Mediziner und Begründer der Psychoanalyse (1856-1939). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Wien. 8vo. 2 pp. Gedr. Briefkopf „Berggasse 10, Wien“. Klammerspuren.
15.000 €
(103034)
An den Arzt und Psychoanalytiker Paul Federn (1871-1950), die geplante Sanierung des Sanatoriums Tegel betreffend: „Anna hat bereits an Berggasse geschrieben daß man Anfragenden jedes Mal Ihre Adresse mitteilen soll. So ein Hausgehilfenintellekt findet den Ausweg doch nie selbst. Warum die Irländerin auf mich warten soll, weiß ich nicht. Ich habe gar nicht die Absicht, sie zu sehen, wie ich übhpt einzelne Interviews immer mehr als lästig empfinde. Wenn Jekes Aussicht hat, das für den Hausbau nötige Geld zu bekommen, braucht er meine Zustimmung nicht abzuwarten.
Ich weiß nicht an welche Quelle er denkt. Was es an Gönner der PA [Psychoanalyse] giebt, wird eben jetzt zur Sanirung des Teglers Sanatoriums angebettelt. Es soll eine Aktiengesellschaft gegründet werden, ich nehme Aktien für M 10000, Anna für 4000, Prinzessin Marie [d.i. Marie Bonaparte, Prinzessin von Griechenland (1882-1962), Übersetzerin der Werke Freuds] für 20000 usw. Mein Urteil, daß der Platz ungeeignet und zu klein ist, braucht Jekes nicht zu genieren. Erst wenn wir das Geld für den Bau haben, können wir ja hingehen u den Herren von Wien sagen: wir wollen bauen aber nicht dort. gebt uns einen besseren Grund. Daß sie sich in ihrer Gottähnlichkeit durch die geänderte politische Lage bedroht fühlen, schafft ja keine ungünstige Situation. Aber wird Jekels das Nötige aufbringen? […]“ - Freud schätzte den Schlesier Ludwig Jekels (1867-1954) als loyalen Schüler. Jeklels führte in den Jahren von 1897 bis 1914 sein eigenes Sanatorium in Bystra, wo er erfolgreich die Psychoanalyse praktizierte. Nach seiner Übersiedlung nach Wien und einer Analyse bei Freud wurde er Mitglied der Wiener psychoanalytischen Vereinigung. In den Jahren von 1909 bis 1924 übersetzte Jekels wichtige Arbeiten von Freud ins Polnische. Im Frühling und im Herbst (14. September - 26. Oktober) des Jahres 1929 reiste Freud, begleitet von seiner Tochter Anna, nach Berlin, um sich im Sanatorium Tegel einer Krebsbehandlung zu unterziehen. Im Frühling unterzeichnete Freud einen ,Aufruf zur Schaffung eines Fonds für die Psychoanalytische Klinik Schloß Tegel’..
Austrian neurologist, founder of psychoanalysis (1856-1939). Autograph letter signed „Freud“. Vienna. Oblong-8vo. 2 pp. Printed name and address „Prof. Dr. Freud Wien, IX, Berggasse 19“.
6.500 €
(106408)
Interesting letter concerning two etchings offered to Freud, whom he thanks while explaining why he cannot authorize their sale on the art market. Addressed to an unnamed female correspondent (“Geehrte Frau”), Freud acknowledges receipt of two graphic works and expresses his wish to retain them in his personal collection: “Gestatten Sie, daß ich ... die beiden Radierungen, interessante Zeugnisse Ihrer Kunst, in mein Eigentum übernehme.” (“Allow me to retain the two etchings, interesting testimonies to your art, as my property.”) He then declines a request to place the works on the market, citing commitments he has made to other artists: “Die Erlaubnis, sie in den Handel zu bringen kann ich Ihnen nicht geben, denn ich darf Verpflichtungen nicht verletzen, die ich gegen mehrere mir befreundete Künstler übernommen habe.” (“I cannot grant permission to place them in commerce, for I must not violate obligations I have undertaken towards several artists who are my friends.”) While his collection focused primarily on antiquities, he also maintained contacts with numerous contemporary artists and intellectuals.
The letter demonstrates the esteem in which his opinion was held within artistic circles and shows him acting with characteristic tact and fairness, balancing personal appreciation of the works with loyalty to artists whose interests he had previously agreed to support. A concise but attractive autograph letter documenting Freud’s relationship to the art world and his role as a respected cultural authority far beyond the field of psychoanalysis..
Mediziner und Begründer der Psychoanalyse (1856-1939). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Wien. 8vo. 1/2 p. Gefaltet.
5.000 €
(83318)
An den namentlich nicht genannten Paul Federn: „Ich bitte Sie den Brief dieser Patienten in Ihrer Funktion als mein Vertreter sachgemäß zu beantworten. […]“
Mediziner und Begründer der Psychoanalyse (1856-1939). Ms. Zeugnis mit eigenh. Unterschrift. Wien. Gr.-4to. 1 p. Gedr. Briefkopf „Wiener Psychoanalytische Vereinigung | Obmann: Prof. Dr. Freud“. Gefaltet. Klammerspuren.
7.500 €
(91801)
Zeugnis: „Herr Dr. ERNST PAUL HOFFMANN geb. am 23. Jänner 1891 in Radautz in der Bukowina, provoviert zum med. univ. Doctor an der Universität in Wien im Jahre 1914, hat sich, bald nach der Beendigung seines militärärztlichen Dienstes während der Kriegsjahr dem Studium der Psychoanalyse zugewndet und machte die von unserer Vereinigung vorgeschriebene Ausbildung in Kursen, Seminaren, Lehranalyse und praktischer Arbeit am Ambulatorium der Vereinigung mit. Er beendete den Unterrichtsgang im Jahre 1927.
Seit dem Jahre 1926 ist er Mitglied unserer Verinigung. Herr Dr. Hoffmann war von März 1933 bis Februar 1937 Assistent am Psychoanalytischen Ambulatorium in Wien. […]“ Hoffmann begann 1922 seine Lehranalyse bei Paul Federn und bei Eduard Hitschmann und arbeitete 1924 bis 1937 als Sekundararzt und Assistent am Psychoanalytischen Ambulatorium der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung, in die er 1926 als außerordentliches und 1931 als Vollmitglied aufgenommen wurde. 1936 hielt er die Vorlesung Einführung in die Psychoanalyse am Wiener Psychoanalytischen Lehrinstitut.Ab 1927 betrieb er eine private psychoanalytische Praxis im 6. Bezirk in Wien. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 emigrierte er mit seiner Familie nach Belgien. Dort war er Lehranalytiker der späteren Gründer der Association des Psychanalystes de Belgique (APB). Das Affidavit der American Psychological Association für die USA erhielt er erst, als die Deutschen 1940 Belgien überfielen. Diese inhaftierten ihn für mehrere Monate im Lager in Saint-Cyprien in Südfrankreich. Von dort wurde er in das Camp de Gurs überstellt. Eine Möglichkeit nach Kuba auszureisen, schlug er aus, da seine Familie noch in Belgien festhalten wurde. 1941 wurde er in das Lager Les Milles verlegt, aus dem er 1942 zu Freunden nach Marseille fliehen konnte. Diese brachten ihn über die Schweizer Grenze, wo er in einem Flüchtlingslager bei Lausanne untergebracht wurde. Hoffmann hatte sich in der Gefangenschaft ein Magenleiden zugezogen und verstarb im Dezember 1944 bei einer Operation..
Mediziner und Begründer der Psychoanalyse (1856-1939). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Wien. 8vo. 1 1/2 pp. Gedr. Briefkopf.
12.500 €
(92068)
An den Schriftsteller Hugo Salus (1866-1929): „Nehmen Sie unseren ergebensten Dank für die freundliche Aufnahme der ,Imago’, die ja der Sympathie sehr bedarf, um sich in der feindlichen Welt zu halten. Ihr Sonett zeigt doch auch wieder, daß die Psychoanalyse nicht immer phantasirt, sondern oft nur Geheimgehaltenes öffentlich gemacht hat. Seien Sie aber nicht ungehalten, wenn ich nicht sicher zusage, es in der Imago zu bringen, wo uns vorläufig die Einreihung dafür abgeht. Eher möchte ich es - mit Ihrer Zustimmung - dem Zentralblatt f[ür] Psychoanalyse überweisen, welches seit längerer Zeit den Bestätigungen unserer Aufstellungen in Dichtwerken Aufmerksamkeit schenkt.
Es ist wie Sie wissen, dieselbe Firma wie die Imago […]“.
Austrian neurologist and founder of psychoanalysis (1856-1939). Autograph letter signed „Freud“. Vienna. 8vo. 1 p. Printed letterhead „Berggasse 19“.
9.500 €
(94444)
To the French composer and sound engineer Erik Sarnette (1898-1993). „I will be very happy to be able to read your book Les Etapes de l’Histoire [The Stages of History]. Of my writings, I am sorry to say, only the Introdutory Lectures on Psychoanalysis and the small pamphlet La Psychanalyse have been made available in the French language, though Payot will have a number of other works translated over the course of the next few years. I regret that you did not wish a German book from me. […]“
Austrian neurologist and founder of psychoanalysis (1856-1939). Autograph letter signed „Freud“. Vienna. 8vo. 2 pp. Printed letterhead „Berggasse 19“.
28.000 €
(94445)
Rare English-language ALS signed "Freud," one page both sides, 5.25 x 8.25, personal letterhead, January 15, 1922. Handwritten letter to American journalist William Bayard Hale, in full: "I greatly enjoyed your book, ‘The Story of a Style.’ I had felt prejudiced against it by your publisher advertising it as a ‘psychoanalytic study’ of Woodrow Wilson, which designation you yourself disclaim. But there is the true spirit of psychoanalysis in it. You have indeed opened up a new field of analytic research and your first results however incomplete may be correct as far as I can judge them.
That kind of a higher and more scientific ‘graphologie’ is sure to find a broad application in literary criticism. By the article in the Rundschau I learned what kind of a man you are and what your former relations with Mr. Wilson had been. I fully sympathize with you but I think you should not describe your work as a cool scientific study of the man. There is a deep passion behind your investigation, it often betrays itself in your lines and it were a miracle if it did not so. You need not be ashamed of it, yet I cannot overcome my objection that what you have done is a bit of vivisection and that psychoanalysis should not be [used] practiced on a living individual. I therefore submit to you my wish that you should not publish my letter as a whole but should take out of it such passages as you deem convenient; you are invited to correct my grammatical errors and faulty impressions. And now let me add in a purely confidential way: I detest the man who is the object of your study. As far as a single individual can be responsible for the misery of this part of the world he surely is. With the expression of my sincere respect." In fine condition. Freud was deeply affected by World War I in which his sons fought for Austria and dissolved the Austro-Hungarian Empire; he came to hold a deep antipathy, as stated in our letter, towards President Woodrow Wilson. ‘The harsh realities of the negotiations at Versailles had converted Freud's limited and fleeting hopes for Wilson into furious dissatisfaction. Freud was not disposed to forgive the American messiah for letting him down…In 1921, he made some of his anger public, disparaging 'the American president's Fourteen Points' as 'fantastic promises' that had found too much credence.’ (Freud: A Life for Our Time, Peter Gay). Freud famously collaborated with American diplomat (and fellow Wilson hater) William Christian Bullitt on a psychoanalytical study of Wilson that was first published in Europe in the 1930s but did not appear in the U. S. until 1967. Freud and Bullitt attributed Wilson's diplomacy to religious fanaticism – a judgment that no historian has endorsed. Their book was greeted with uniformly hostile reviews, with British scholar A. J. P. Taylor asking, ‘How did anyone ever manage to take Freud seriously?’ The recipient, William Bayard Hale, was a Boston minister turned journalist who was a writer and editor, known for his keen political analysis on the pages of such high-profile publications as Cosmopolitan Magazine, the New York Times, and the Philadelphia Public Ledger. A friend and advisor to New Jersey Governor Woodrow Wilson, he penned his 1911 biography Woodrow Wilson: The Story of His Life. After Wilson's 1912 presidential victory, he sent Hale on a diplomatic mission to Mexico that culminated in America's interference in the Mexican Civil War several years later. Shortly thereafter, Hale fell out with Wilson and used his book, The Story of a Style, to harshly attack Wilson's character. Provenance: Ex Forbes Collection; Christie’s, New York, November 15, 2005, Lot 173..
Austrian neurologist and founder of psychoanalysis (1856-1939). Typed letter signed „Sigm.“ Vienna. 8vo. 1 1/2 pp. Printed stationery from Berggasse 19, Vienna.
5.000 €
(94479)
To his nephew Edward Bernays (1891-1995). In German with translation: „Thank you very much for your notification concerning the latest royalties, the confirmation for which I am now expecting from Haag. I have not received a letter in which you write your opinion on the use of my debt but I know now how it is to be done and I will inform you of my payments regularly. As the monthly payment to Aunt Mitzi has not arrived either here nor in Berlin and her needs can’t wait, I thought you would like it if I covered that payment as well.
Boni & Liveright have announced your new book to me but it has not arrived yet. Give my regards to your mother and tell her that Peter is really a lovely child. My warmest greetings to you and Doris as well.“.
physician, founder of psychoanalysis, (1856-1939). Typed Letter Signed, "freud". Vienna. 1 page. 8vo. On „Prof. Dr. Freud“ stationery.
8.500 €
(94488)
To the unnamed Austrian writer Arthur Schnitzler, "Esteemed Sir," in German, explaining that his work at the "magic mountain" leaves only the evenings to socialize and arranging a meeting after dinner. „I am very sorry that your recent visit to me was unsuccessful. My day in this magic mountain or cave is divided in such a way that I have only the evening for enjoyments. May I suggest that you honor me with a visit today, at 8 or 8:15 after dinner, to exchange ideas and have a cigar? Or give the bearer some other time?“ - Thomas Mann's novel, Magic Mountain, in which several themes are developed including the health of the mind and body, was published in 1924, two years prior to the writing of this letter.
- Die Neue Rundschau number 66,1955..
Mediziner und Begründer der Psychoanalyse (1856-1939). Portraitphotographie mit eigenh. U. ("Sigm. Freud"). Wohl Wien. 231:171 mm auf Trägerkarton (376:280 mm).
25.000 €
(85698/BN56362)
Das bekannte Freud-Portrait des österreichisch-ungarischen Photographen László Willinger in einem sehr schönen, tadellos erhaltenen Abzug. Willinger, dem 1933 in Deutschland die Arbeitserlaubnis entzogen war, arbeitete bis zu seiner eigenen Emigration 1939 zeitweise im Wiener Atelier seines Vaters Wilhelm. Das vorliegende Portrait entstand 1935. - Aus dem Besitz der Enkeltochter des österreichisch-amerikanischen Psychoanalytikers René Spitz, anschließend in belgischem Privatbesitz und von dort erworben. - Der Trägerkarton an zwei Stellen minimal fleckig und verso mit Spuren alter Montage, ansonsten sauber und frisch.
Mediziner und Begründer der Psychoanalyse (1856-1939). Eigenh. Brief mit U. ("Sigm. Freud"). Wohl London. 1½ SS. 8vo.
12.500 €
(91387/BN60442)
An einen "hochgeehrten Herrn Doktor" über die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, eine Besprechung zu verfassen: "Ein Unternehmen wie das, von dem Sie berichten, hat natürlich Anspruch auf mein stärkstes Interesse. Wenn Sie meinen, daß eine Besprechung darüber mit mir wünschenswert ist, müßte ich zu Ihrer Verfügung sein. Es trifft sich aber daß ich jetzt leidend u. nicht einmal Herr meiner Zeit bin, da ich eine ebenso anspruchsvolle wie ermüdende Behandlung unternommen habe (Röntgenbestra[h]lungen).
Ich getraue mich also nicht Ihnen jetzt einen Zeitpunkt für Ihren freundlichen Besuch anzugeben. Sollten Sie später Ihre Absicht wieder aufnehmen, so bin ich dann vielleicht in der Lage, Sie bei mir zu sehen [...]". - Freud war bereits 1923 nach seiner Gaumenoperation mit Röntgenstrahlen behandelt worden, weitere Behandlungen folgten 1930, 1931 und 1934. Ab Februar 1939 wurde er dann in London u. a. von Neville Finzi, einem der führenden Röntgenologen Großbritanniens, behandelt. Nach mehreren Sitzungen diagnostizierte im Mai der Oralchirurg George Exner, der u. a. in Wien bei dem Kieferchirurgen Hans Pichler studiert hatte, "erneute Krebsrezidive, hält eine Operation aber nicht mehr für angezeigt. Es wurde Radium mit Hilfe einer Prothese 2 Stunden pro Tag gegeben, daneben tiefe Röntgenbestrahlung. Die Geschwulst ist zurückgegangen, aber Metastasen sind aufgetreten". Im Juli und August bemerkte Freuds Leibarzt Max Schur verdächtige Läsionen in Freuds Mundhöhle und konnte Pichler, der Freuds Gaumenkrebs zwischen 1923 bis 1936 schon mehr als 30-mal operiert hatte, dazu überreden, persönlich nach London zu kommen und Freud zu untersuchen. Pichler traf am 7. September in London ein und stellte in einer gleich darauf anschließenden Untersuchung fest, daß operiert werden müsse. Die Operation am Tag darauf überstand Freud gut, den ganzen Monat jedoch sollte er nicht mehr erleben. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; stellenweise gering fleckig und mit zwei kleinen alt hinterlegten Einrissen im Mittelfalz..
Mediziner und Begründer der Psychoanalyse (1856-1939). Eigenh. Brief mit U. [Wien]. 2 SS. 8vo.
18.500 €
(95663/BN63305)
An den Psychoanalytiker und Mediziner Franz Alexander (1891-1964) über dessen vor Kurzem gegründetes Chicago Institute for Psychoanalysis, einen bösartigen Aufsatz von Bernard (Barney) Sachs und die Tätigkeit seines Sohnes Martin für den Internationalen Psychoanalytischen Verlag: "Schön von Ihnen, daß Sie mich über die Lebensanstrengungen Ihres jungen Instituts auf dem Laufenden halten. Noch schöner, daß Sie als junger und kräftiger Mann Ihren Optimismus festhalten und ihn als Motor einspannen der Ihre Arbeit treibt.
Nur meine ich noch immer er sollte sich die Aufnahme der Analyse in die Organisation einer Universität nicht zum Ziel setzen. Das ist derweil nicht erstrebenswert einmal später kann es von selbst kommen. Vor einigen Tagen hat mir B. Sachs seinen dummen und bösartigen Aufsatz The false claims of the Psychoanalyst geschickt. Eine Bemerkung darin ist wahr, daß wir im J. 1882 gleichzeitig in Meynert's Laboratorium gearbeitet haben. Er war damals rothaarig und sehr nett, heute wahrscheinlich beides nicht mehr. Sohn Martin hat bisher viel Erfolg mit der Sanirung des Verlags gehabt. Aber die Zukunft ist trüb. Was machen wir wenn die barbarische Hitlerei in Deutschland uns den Markt sperrt? So viele Analytiker als nur können verlassen jetzt das ungastliche Berlin […]". - Der aus Budapest gebürtige Alexander gilt als Vater der psychoanalytischen Psychosomatik und war Mitbegründer der psychoanalytischen Kriminologie. In den 1920er Jahren war er mit Berliner Psychoanalytischen Institut verbunden und hatte während dieser Zeit Freuds dritten Sohn Oliver analysiert..
Mediziner und Begründer der Psychoanalyse (1856-1939). Eigenh. Brief mit U. ("Freud"). Wien. 2 SS. 4to. Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
24.000 €
(95664/BN63306)
Sehr ausführlicher Brief an den Psychoanalytiker und Mediziner Franz Alexander (1891-1964) über seine Gesundheit und die Analyse des amerikanischen Neurologen Roy R. Grinker, Sr. (1900-93), der mehrere Jahre nach seiner Rückkehr in die USA das Institute for Psychosomatic and Psychiatric Research and Training am Michael Reese Hospital in Chicago begründen sollte: "Ich war durch Wochen recht krank, eine Herzthrombose, eine Woche Fieber nachher dann 9 Wochen Bettruhe, noch heute nicht ganz erholt und von jeder Muskelleistung abgehalten.
Seit einigen Tagen gebe ich wieder Stunden, fühle meine Leistungsfehigkeit in dieser Rücksicht nicht gestört. Die Affektion war allerdings keine spontane, sondern durch überstarke Adrenalininjektionen beim Anlaß von harmlosen Aetzungen im Mundgebiet provozirt. So tröstet man mich wenigstens […] Grinker hat schon 10 Stunden bei mir gehabt. Er interessirt mich sehr als Mensch u. Fall, er ist sehr intelligent, ein Streber, dazu bestimmt Erfolg zu haben. Ich war erstaunt zu hören daß er auch jüdisch ist, ich hatte ihn auf einen Antisemiten eingeschätzt. Was seine Analyse für das Schicksal der Analyse in Chicago bedeuten soll, kann ich nicht leicht erfassen. Er bringt alle Widerstände des akademischen Organikers mit. Ich rechne darauf, ihn durch seine persönliche Analyse von der Wahrheit unserer fundamentalen Behauptungen zu überzeugen, aber ihn dazu bringen, daß er die psychiatrische Welt mit analytischen Augen anschaut und damit trotz aller Gefahren für seine Universitäts Karriere öffentlich für die Analyse eintritt, soweit werde ich ihn wol nicht umwandeln können […]". - Der aus Budapest gebürtige Alexander gilt als Vater der psychoanalytischen Psychosomatik und war Mitbegründer der psychoanalytischen Kriminologie. In den 1920er Jahren war er mit Berliner Psychoanalytischen Institut verbunden und hatte während dieser Zeit Freuds dritten Sohn Oliver analysiert..
Austrian neurologist, founder of psychoanalysis (1856-1939). Autograph letter signed ("Freud"). Vienna. 4to. 1½ pp. On headed stationery.
22.000 €
(95665/BN63307)
In German to the American journalist and statesman Arthur Sweetser (1888-1968) on an alarming incident involving Sweetser's son, Harold, who is suffering from a "sinister illness" that recently caused him to have a seizure when playing with other children; and with thanks for the positive attitude Sweetser has nonetheless retained towards the psychoanalytic treatment his son had received: "Die unheimliche Erkrankung Ihres kleinen Harald, sein plötzliches Entführtwerden aus einem Kreis spielender Kinder [...] setzte sich zu einem erschreckenden und demütigenden Gesamtbild zusammen und wirkte auf uns wie eine Lähmung [...] Indem Sie aus der selbstverständlichen Pflege, die Harald hier fand soviel machten, nicht die Nutzlosigkeit der analytischen Arbeit betonten sondern das erfreuliche Bild festhielten, das sie geschaffen hatte [...], haben Sie das Dunkel verscheucht, der menschlichen Seele direkt zum Sieg über das brutale Schicksal verholfen [...]".
- Freud further acknowledges the receipt of a cheque for $1,000 to support the "Internationaler Psychoanalytischer Verlag", and thanks Sweetser for writing a letter to the Rockefeller Foundation in support of psychoanalysis. - Traces of rust near upper left corner. Otherwise in excellent condtion..
Mediziner und Begründer der Psychoanalyse (1856-1939). Eigenh. Brief mit U. ("Freud"). Berchtesgaden. 1½ SS. 8vo. Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
14.500 €
(95713/BN63442)
An den nicht namentlich genannten Psychoanalytiker und Schriftsteller Fritz Wittels, Freuds ersten Biographen, der im Jahr zuvor von Alvin Johnson, dem Mitbegründer der New Yorker New School for Social Research, eingeladen worden war, an der New School Vorlesungen über Psychoanalyse zu halten: "Ich meine gegen den Plan eines solchen Zentralblattes (offenbar englisch) lässt sich nichts Prinzipielles einwenden. Feigenbaum u. Lehrmann sind gute Leute. Aber Sie müssen auch in Betracht ziehen, daß Sie für das neue Organ kein neues Publikum finden werden und daß die Aufnahmsfähigkeit der analytisch interessierten Kreise auch drüben bald erreicht sein dürfte.
Ich höre gerne, daß Sie in Amerika guten Erfolg gehabt haben, viel geleistet haben und verstehe, daß Sie wiederkommen will [!]. Allerdings habe ich auch manch herbe Kritik über gewiße Züge Ihres Auftretens dort gehört, darunter daß Sie sich einerseits als meinen Abgesandten hinstellten anderseits recht indiskrete Dinge über mich erzählten. Ich meine Sie sollen wissen, was ich über Sie gehört habe [...]". - "Feigenbaum u. Lehrmann" sind Dorian Feigenbaum, der 1932 das "Zentralblatt" als "The Psychoanalytic Quarterly" gründen sollte, und Philip R. Lehrman, der im Vorjahr (1928) mit seiner aus Wien stammenden Frau Wanda Scheps und ihren beiden Kindern für ein Jahr zur psychoanalytischen Arbeit mit Freud nach Wien gereist war. Während seiner Aufenthalte produzierte er mit seiner Bell & Howell-Kamera zahlreiche Filme über Freud und seine Kollegen, die für die Geschichte der Psychoanalyse von großer Bedeutung sind. Fritz Wittels sollte 1932 in die USA übersiedeln, wo er Mitglied der New York Psychoanalytic Society, der American Psychoanalytic Association und der American Psychiatric Association wurde..
Mediziner und Begründer der Psychoanalyse (1856-1939). Eigenh. Brief mit U. Wien. 1½ SS. 8vo.
12.500 €
(98130/BN64045)
An einen namentlich nicht genannten Kollegen über zu kurze Analysen: "Ich bin im Allgemeinen gern bereit Kollegen, die sich für die Ausübung der PsA vorbereiten, zur Analyse zu übernehmen. Wenn Sie sich aber nur für 2-3 Monate frei machen können (erfahrungsgemäß setzt sich auch immer der kürzere Termin durch), so wird es fraglich ob diese Unternehmung die mit ihr verbundenen Opfer lohnen wird. Es bleibt ein Stückwerk, das oft recht unbefriedigende Ergebnisse liefert. Nach vielen Versuchen dieser Art habe ich mich entschlossen Analysen von so kurzer Dauer nicht mehr vorzunehmen.
Vielleicht haben Sie es leichter mit einer fraktionirten Analyse in Berlin woselbst Ihnen die Wa[h]l zwischen mehrere ausgezeichneten Analytikern frei steht [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; leicht unfrisch..
Mediziner und Begründer der Psychoanalyse (1856-1939). Ms. Brief mit eigenh. U. Wien. 2 SS. 4to.
12.000 €
(98131/BN64046)
Inhaltsreicher Brief an den namentlich nicht genannten Psychiater Gilbert Robin, der einen Vortrag über Freud gehalten hatte: "Ich habe die Niederschrift des Vortrags, den Sie über mich gehalten haben, erhalten und sage Ihnen dafür meinen Dank. Er ist sehr liebenswürdig gegen mich, an manchen Stellen vielleicht zu liebenswürdig. Den Hauptcharakter meines Lebens, nämlich dass es ohne auffällige äussere Schicksale verlief, haben Sie richtig erkannt. Gestatten Sie mir indes, einige Irrtümer zu berichtigen, die sich in Ihre Lebensbeschreibung eingeschlichen haben [...]".
Zu den folgenden acht Punkten, die Freud richtigstellt, zählen u. a. die lokale Anästhesie durch Kokain, seine Tätigkeit an der Salpêtrière, seine Tochter, seine Frau und deren Familie sowie "dass meine Kinder in der Schule infolge der Opposition gegen meine Lehren verspottet wurden. Ich darf Ihnen versichern, dass dies nicht wahr ist. Sie kennen Wien schlecht, wenn Sie annehmen, dass bei den Wienern ein rein intellektuelles Interesse solche Folgen haben könnte. Der Hauptcharakter des Wieners ist die Indifferenz und diese beherrscht wohl auch heute das Benehmen meiner Landsleute gegen meine Person [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf..
Mediziner und Begründer der Psychoanalyse (1856-1939). 3 eigenh. Briefkarten (davon 2 mit eh. U.). Grundlsee und Wien. Zusammen 3½ SS. auf 3 Bll. Qu.-8vo.
14.500 €
(98132/BN64047)
An den nicht namentlich genannten Sozialpädagogen Karl Frankenstein. 1) "Ich danke Ihnen sehr. Die Männer in Frankfurt scheinen wirklich liberal zu sein und Vorurteile bekämpfen zu wollen" (Grundlsee, 28. VIII. 1930). - 2) "Mit herzlichem Dank für ihre freundlichen Worte zum (angeblich) festlichen Anlaß des 75ten Geburtstages" ([Wien], 28. V. 1931). - 3) "Wenn Sie ein 'gründliches' Studium der Psychoanalyse beabsichtigen, werden Sie aus der Lektüre von leicht faßlichen Büchern wenig Gewinn haben.
Meine Vorlesungen z[ur] Einführung i[n] d[ie] Ps[ycho]A[nalyse] werden Ihnen wahrscheinlich zuviel sein. Ein ganz elementares Werk ist Zulliger's 'Unbewußtes Seelenleben' [...]" ([Wien], 26. I. 1936). Hans Zulligers "Unbewußtes Seelenleben. Die Psychoanalyse Freuds in ihren Hauptzügen" war erstmals 1924 in der Franckh'schen Verlagshandlung in Bern erschienen..
Mediziner und Begründer der Psychoanalyse (1856-1939). Eigenh. Brief mit U. Wien. 1 S. 8vo.
12.000 €
(98134/BN64050)
An einen nicht namentlich genannten "Herrn Doktor" über Kinderneurosen und ein Geleitwort, das er nicht schreiben werde: "Vielen Dank für Mitteilungen und Zusendung. Ich glaube nicht daß ich je geäußert habe, Kinderneurosen können vor Psychose schützen. Es ist gewiß auch nicht meine Ansicht. Was die gewünschte Vorrede betrifft - nach dem Geleitwort zum Poe-Buch der Prinzessin habe ich, als ähnliche Aufforderungen sich häuften, beschlossen, nichts dergleichen mehr von mir zu geben. Ich hoffe Sie werden nicht darauf bestehen, daß ich diesen Vorsatz breche [...]".
Marie Bonapartes Studie "Edgar Poe. Etude psychanalytique", zu der Freud das Vorwort geschrieben hatte, war zwei Jahre zuvor in Paris bei Denoel & Steele erschienen..
Austrian neurologist, founder of psychoanalysis (1856-1939). Portrait photograph signed ("Sigm. Freud"). No place. The image by Max Halberstadt, Hamburg, 300 x 231 mm, blindstamped at lower left corner. Signed at the lower right. Framed and glazed.
55.000 €
(98171/BN64178)
The photograph by Max Halberstadt (1882-1940) was taken in the previous year, at a sitting which also yielded one of the most famous images of Freud, standing and holding a cigar. Halberstadt was married to Freud's daughter Sophie who died in 1920, while pregnant with their third child. - In 1922 Freud was working on "The Ego and the Id" (published April 1923), the last of his major theoretical works, which suggested a new structural model of the mind.
verkauft
E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Sigmund Freud (1856–1939), Mediziner und Begründer der Psychoanalyse. E. Brief mit U. („Freud“). Wien, 16. Juni 1925. ¾ S. 8°. – Wohl an Arthur Schnitzler: „Montag 29 dM paßt mir sehr, es ist der letzte Tag, den ich vor dem Sommerurlaub in Wien zubringe. Ich kann Dich um 3h pM empfangen wenn Dir ein zerstörtes Zimmer nichts macht [...]“. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Sigmund Freud (1856–1939), Mediziner und Begründer der Psychoanalyse. E. Brief mit U. („Freud“). Wien, 10. Januar 1930. ¾ S. Gr.-8°. Mit einigen Beilagen (s. u.). – An die Schriftstellerin und Journalistin Helene Scheu-Riesz (1880–1970), die ihm am Tag zuvor einen Brief des amerikanischen Dichters Robert Haven Schauffler hatte zukommen lassen, der eine Frage enthielte, „die nur Sie selber beantworten können. Sein Buch hat auf mich einen so tiefen Eindruck gemacht, [...] und die Frage, inwieweit psychische Beeinflussung in einem bestimmten Sinn durch Dichtung möglich ist, beschäftigt mich sehr stark. Wollen Sie erlauben, dass Mr. Schauffler Ihnen sein Buch bringt? Er ist ein Mann von so ungewöhnlichen Qualitäten, dass nicht einmal Sie es bedauern werden, ihm ein Stückchen Ihrer kostbaren Einsamkeit geopfert zu haben [...]“ (ms. Brief v. 9. Januar 1930; hier als Durchschlag beiliegend). Freud nun schreibt ihr unterm 10. des Monats: „Ich gebe zu daß Herr Schauffler infolge Ihrer Empfehlung und seiner Beziehung zu G. St. Hall [d. i. der amerikanische Psychologe Granville Stanley Hall, 1844–1924] einen besonderen Anspruch darauf hat daß sein Wunsch etwas mit mir zu besprechen erfüllt werde. Aber mein großes Ruhebedürfnis – nicht der Wert meiner Zeit – steht dem im Wege [...]“. – Helene Scheu-Riesz wurde bekannt als Lyrikerin und Erzählerin für die Jugend, gab unter dem Titel „Sesam-Bücher“ in dem von ihr gegründeten gleichnamigen Verlag eine Klassiker Sammlung heraus und verfaßte Märchenbücher, Puppen- und Weihnachtsspiele; zudem war sie in der österreichischen Frauenbewegung und Kinderpädagogik tätig. 1934 in die USA emigrierend, lebte sie als Journalistin in New York und kehrte 1954 nach Wien zurück. Das erklärte Ziel der Gattin des sozialdemokratischen Politikers Robert Scheu war es, eine Universalbibliothek mit „guter“ Literatur für alle, insbesondere auch für ärmere Kinder zu schaffen. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
E. Postkarte mit U.
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Sigmund Freud (1856–1939), Mediziner und Begründer der Psychoanalyse. E. Postkarte mit U. („Freud“). [London], 14. Juni 1938. 2 SS. Qu.-8°. – Kurz nach seinem Eintreffen im Londoner Exil geschrieben und an einen gleichfalls emigrierten, namentlich nicht genannten Kollegen: „Dank für Ihre so freundliche Begrüßung! Ich werde mich sehr freuen, Sie zu sehen, nur daß es infolge meiner verschiedenen Infirmitäten nicht gut in Ihrem Hause sein kann. Man sagt mir, daß Sie sehr beschäftigt sind. Ich freue mich, daß Sie in der neuen Heimat den verdienten Erfolg gefunden haben und hoffe, Sie finden auch einmal Zeit für ein Plauderstündchen mit mir [...]“. – Der Briefkopf mit Freuds Namen und seiner Wiener Adresse und e. überschrieben mit seiner aktuellen, „39 Elsworthy Road, NW 3“. Freud war am 6. Juni in London eingetroffen und bezog zunächst ein gemietetes Haus an der Elsworthy Road, während sein Sohn Ernst und seine Haushälterin Paula Fichtl für ihn seinen Arbeitsraum in 20 Maresfield Gardens rekonstruierten.
E. Notiz mit U.
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Sigmund Freud (1856–1939), Mediziner und Begründer der Psychoanalyse. E. Notiz mit U. [Wien], 3. Januar 1930. 1 S. Qu.-kl.-8°. – „Mit herzlichem Dank und guten Neujahrswünschen | Freud“. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; alt auf Trägerkarton montiert und etwas fleckig bzw. gewellt.
Gehstock
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[Sigmund Freud]. A late 19th- / early 20th century Austrian malacca cane with curved, silvered-metal handle impressed with diamond-pattern decoration, stamed mark of ‚O’ within diamond-shaped cartouche (handle dented, a little tarnished, plating rubber, later rubber ferrule). Provenance: Sigmund Freud (by repute; by descent to Freud’s son) – Jean Martin Freud (1889-1967, to his partner, F. M. Freud; a gift from her to the vendor). A cane said to be Freud’s, formerly the property of Martin Freud, and his partner Margaret Freud. From the property of Margaret Freud, given by her to the vendor, neighbour and friend.
Autograph Letter Signed ("Freud").
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Letter to Dr. Dorian Feigenbaum, in full (translated): “I will be very pleased writing for you a preamble to your forthcoming publication. This introduction shall contain nothing more than remarks regarding the way this is studied in America and also a confirmation that the source for competent and pertinent information shall come from you and your team. I shall write this in German and it will be up to you making arrangements for translation.” In fine condition, with a paperclip impression to top edge. Upon meeting Otto Gross, the counterculture icon and maverick disciple of Freud, in the army during the First World War, Dorian Feigenbaum went on to be analyzed by and train under the controversial psychoanalyst. After six years working as a psychiatrist in Switzerland, he moved to Palestine, where he served as a psychiatric adviser to the government; from there he traveled to America and joined the New York Psychoanalytic Society. Despite Freud’s falling out with Feigenbaum’s mentor, he gladly accepted the doctor’s request to write an introduction for a special issue of The Medical Review of Reviews. When it was published in 1930, it appeared with Freud’s invigorating words, ending, ‘It is to be hoped that works of the kind that Dr. Feigenbaum intends to publish in his Review will be a powerful encouragement to the interest in psycho-analysis in America.’ An rare handwritten letter from field’s founding father, helping promote international interest in his colleagues’—and his own—work.
Autograph letter signed „Freud“.
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An excellent autograph letter signed by Sigmund Freud (“Freud”), 15th November 1929. Freud writes to a colleague, Dr. Dorian Feigenbaum. In full, “Dear Dr. Feigenbaum, here is the introduction, as promised. I am not sure, however, if I am indeed doing you a favour with it… It is very coarse and candid. Perhaps, in your opinion, an utterance like that may not be deemed acceptable for inclusion in your new publication in the U.S. Should you decide against making use of it, I shall certainly not be offended. If you do take the plunge, I urge you to carefully evaluate the wording, as much depends on the nuance. I am curious to learn what your decision will be. With friendly greetings, Freud”. - The article was indeed included in the publication, The Medical Review. In it, Freud wrote, in part, “It is to be hoped that works of the kind that Dr. Feigenbaum intends to publish in his Review will be a powerful encouragement to the interest in psycho-analysis in America.” In very fine condition.
Autograph letter signed „Freud“. On the verso an ALS (1 page) by his wife Martha Freud to the same recipient.
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A significant unpublished one-page autograph letter signed by Sigmund Freud, October 14th 1926. Freud comforts a woman who, it appears, is suffering from cancer; Freud himself had been suffering since 1923 from cancer of the jaw. To Marie Ferstel, “Dear woman, Please do not interpret my long silence as a lack of empathy on my part! I can absolutely identify with everything such an event engenders, I just find it very difficult to put my feelings into words, particularly as one who is no longer enjoying life in its fullness, and as one who certainly doesn’t count himself entirely among the living.” He goes on, “You perhaps are unable to fathom the degree to which this condition changes a person’s general outlook in regard to everything in this world. I am not trying to console you, and do not wish to disturb your legitimate grief, I only offer my heartfelt regards as your kin. Yours devotedly, Freud.” To the reverse is the last page of a letter from Freud’s wife, Martha, to the same recipient – the first page of Martha’s letter was undoubtedly written on an integral leaf that is no longer present. Martha Freud writes, in part, “I would love to learn, dear Hanna, how you are doing now, whether it is possible for you to work professionally, and whether you are still living by yourself in that large house… I have not visited Hamburg in exactly two years, but in our hearts we are close and enjoy our deep friendship despite the great distance between us. For today I remain with best wishes and a heartfelt embrace. Your loyal, Martha Freud.” In very fine condition. Freud wrote widely on the subject of death. Ahead of his death drive theory, set out in Beyond the Pleasure Principle (1920), Freud wrote in 1915, “It is indeed impossible to imagine our own death; and whenever we attempt to do so we can perceive that we are in fact still present as spectators. … At bottom no one believes in his own death … In the unconscious every one of us is convinced of his own immortality.” In the context of Freud’s own writings on the subject, one might then presume that Freud chooses his words carefully when describing himself as “(not) entirely among the living”. A moving insight into Freud’s thoughts on his own mortality that is unknown to scholars.
Autograph letter signed „Freud“.
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Freud writes to a South African psychoanalyst Dr. Wulf Sachs with a commendation for a series of lectures the latter intends to publish, describing them as ‘an instructive and valuable introduction into the science of psychoanalysis, which is so hard to depict’ (eine lehrreiche und wertvolle Einführung in die so schwer darstellbare Wissenschaft der Psychoanalyse), noting that this recommendation is available for publicity purposes. On Sachs’s reports of difficulties, Freud is not at all surprised – ‘Why should it be different in South Africa from elsewhere?’. He goes on to make a number of specific comments on the manuscript, particularly in regard to Sachs’s presentation of the anal stage (‘Daß ich den Analcharakter vor der Libidoentwickl[un]g beschreibe, ist nicht richtig’), and to the presentation of the Oedipus complex, noting that whilst childhood passions are as a general rule openly voiced, oedipal emotions tend to be unconscious only after their renewal during puberty (‘Ubw [i.e. Unbewusst] sind die Oedip.-Regungen zumeist bei ihrer Erneuerung in der Pubertätszeit’), adding a further note about the development of consciousness with a warning against drawing conclusions from brain anatomy, and concluding with warm wishes on the endeavours of Sachs and his colleagues. The pioneer of psychoanalysis in South Africa, Wulf Sachs began his training in 1929. His key work is Black Hamlet (1937), a ground-breaking psychoanalytical biography of a black Zimbabwean traditional healer named John Chavafambira (The Freud Encyclopedia (2002), p.13).
Eigenh. Briefkarte mit Unterschrift.
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„Nehmen Sie den Ausdruck wahrer innigen Teilnahme an Ihrem unersetzlichen Verlust entgegen - im Namen aller Meinigen [...]“. - Wohl an den Wiener Mediziner Josef von Halban. Dessen Frau, die bedeutende Sopranistin Selma Kurz-Halban, war am 10.5.1933 verstorben. Ihr von Fritz Wotruba auf dem Wiener Zentralfriedhof gestaltetes Grabdenkmal, eine „Grosse Liegende“, sollte 1934 eine heftige Kontroverse auslösen, da es neben dem Grab des Theologen und christlich-konservativen Bundeskanzlers Ignaz Seipel stand.
Typed Letter Signed, "freud".
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To an unnamed recipient, "Esteemed Sir," in German, explaining that his work at the "magic mountain" leaves only the evenings to socialize and arranging a meeting after dinner. „I am very sorry that your recent visit to me was unsuccessful. My day in this magic mountain or cave is divided in such a way that I have only the evening for enjoyments. May I suggest that you honor me with a visit today, at 8 or 8:15 after dinner, to exchange ideas and have a cigar? Or give the bearer some other time?“ - Thomas Mann's novel, Magic Mountain, in which several themes are developed including the health of the mind and body, was published in 1924, two years prior to the writing of this letter.
His personal visiting card.
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Freud’s personal visiting card with his first address in London. Freud was living at this address only for three months. - Visitenkarte mit Freuds erster Adresse in London. Freud wohnte nach seiner Emigration nur drei Monate in der Elsworthy Road, da der Mietvertrag nicht verlängert werden konnte. Beilage: Blatt mit Adresse: 20 Maresfield Gardens, London NW 3 mit Stempel: "Per pro Sigmund Freud". Hier handelt es sich um Freuds zweite Adresse in London. Das Haus, das von der Familie bis zum Tod von Anna Freud 1982 bewohnt wurde, ist heute Sitz des Freud Museums London.
2 Autograph letters signed.
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Very moving and intimate letters from Sigmund Freud to his sick former student Elis Révész a few days before her death and a condolences letter to her husband, Hungarian psychoanalyst Sandor Radó. Elie Révész was a Freud's student in the 1910s. Once she became psychoanalyst (of the so called "First generation"), she analysed Sandor Radó who she then married. When she got sick, Freud was informed by his friend and colleague Sandor Ferenczy and then send her a comforting letter: "I am writing to you with my sincere wishes for your speed and complete recovery (...) I am assuming your care is in the most experienced hands. Ferenczi, I am certain, will be keeping me informed". She died a couple of days after the letter arrived. Freud then sent a moving letter to the widower, single father, and prominent Hungarian psychoanalyst Sandor Rado: "I am totally devastated over that outcome (...) Please do accept the expressions of my most sincere sympathy. (...) while a student of mine, your wife had been particularly dear to me (...) I was always impressed by her conduct, her quick grasp of any situation (...) Who is taking care of your little daughter? That sweet darling at her tender age being robbed of her mother's protection left to cope in this cruel world." Sandor Radó decided to move to the United States shortly after the death of his wife, where he took part of creation of the psychoanalytic department of Columbia University.
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Ihr Freud“.
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An den „verehrten Freund“, seinen Wiener Kollegen, den österreichisch-britischer Historiker und Universitätsprofessor Alfred Francis Přibram (1859-1942) in Erwiderung einer Karte aus Gastein: „Ihre angedachte Absicht mich hier im Sept[enber] vor der Abreise nach Amerika zu besuchen möchte ich aber nachdrücklich unterstreichen. [...] Es geht mir considering my many ailments nicht schlecht und ich erfreue mich einer ungewohnten allerdings durch den Sept[em]bertermin begrenzten Untätigkeit.“ - Pribram, zu dessen Freundeskreis Sigmund Freud, Josef Redlich und Ludo Moritz Hartmann zählten, emigrierte 1939 nach England, wo er schon vorher akademisch tätig gewesen war. Zu seinen Schülern gehörte mit A. J. P. Taylor der bekannteste britische Historiker des 20. Jahrhunderts.
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Ihr Freud“.
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An den „verehrten Freund“, seinen Wiener Kollegen, den österreichisch-britischer Historiker und Universitätsprofessor Alfred Francis Přibram (1859-1942): „[…] Unter der Voraussetzung daß die Entscheidung bei Ihnen liegt bin ich aufgefordert worden Ihnen den jungen Mann dessen Gesuch Sie hiermit erhalten warm zu empfehlen. Ich thue es unbedenklich denn der Versuch einer ,Protektion’ scheint mir gerechtfertigt, wenn Sie dem […] zu Gute kommt. Ich kenne die Familie […] sehr gut […] Die Gemeinde Wien wird uns einen Bauplatz für ein PSA Institut schenken. Aber wir haben kein Geld für den Bau. Die Amerikaner haben Geld für jede Dummheit aber es wäre wirklich unlogisch zu erwarten, daß sie etwas für die Analyse gäben […]“ - Pribram, zu dessen Freundeskreis Sigmund Freud, Josef Redlich und Ludo Moritz Hartmann zählten, emigrierte 1939 nach England, wo er schon vorher akademisch tätig gewesen war. Zu seinen Schülern gehörte mit A. J. P. Taylor der bekannteste britische Historiker des 20. Jahrhunderts.
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Ihr Freud“.
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An den „verehrten Freund“, seinen Wiener Kollegen, den österreichisch-britischer Historiker und Universitätsprofessor Alfred Francis Přibram (1859-1942): „Die Post hat mir heute den Dank der Familie Balog gebracht den ich sofort an die richtige Adresse weiter befördere. Ich selbst habe unterdessen die Schwelle zwischen dem 72ten und dem 73ten Jahr überschritten merke aber nicht viel Unterschied. In der Hoffnung Sie im Sommer wiederzusehen […]“ - Pribram, zu dessen Freundeskreis Sigmund Freud, Josef Redlich und Ludo Moritz Hartmann zählten, emigrierte 1939 nach England, wo er schon vorher akademisch tätig gewesen war. Zu seinen Schülern gehörte mit A. J. P. Taylor der bekannteste britische Historiker des 20. Jahrhunderts.
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Ihr Freud“.
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Großer Brief an den „lieben verehrten Freund“, seinen Wiener Kollegen, den österreichisch-britischer Historiker und Universitätsprofessor Alfred Francis Přibram (1859-1942): „Dank für Ihr Lebenszeichen. Es entschädigt mich dafür, daß Sie Wien verlassen haben, ohne persönlich Abschied von mir zu nehmen (Ihren Brief habe ich erhalten). Es schmerzt mich sehr daß Sie leiden. Ich kann nicht hinzusetzen noch immer an Ihren Vorschlag zur Correktur der ,Weltordnung’ man sollte den Glauben an eine Wiedervereinigung nach dem Tode haben misfällt mir etwas. […] Vor einigen Monaten hätte ich das Bedürfnis gespürt ein öffentliches Unglaubensbekenntnis abzulegen. Warum eigentlich? Ich weiß es nicht. Die Frucht dieser Lesung war ein Büchlein die Zukunft einer Illusion das ich Ihnen vom Verlag schiken lasse. Nicht grade zum Trost, dazu ist es nicht angethan sondern weil ich freundschaftlich liebe und schätze. Ich gebe eben was ich habe. Ich halte noch ziemlich zusammen u. hoffe daß mein Mut und mein Trotz mich nicht vor meinem Ende verlassen werden. Was Sie von meinem Buch in Amerika schreiben läßt mich natürlich sehr kühl aber nicht darum weil ich gegen Lob abgestumpft bin. Ich bin es auch gegen Tadel, Geringschätzung u. Misverständnis. Eine der Haupteigenschaften des Amerikaners dieser total misratenen Kulturprodukte ist seine Respektlosigkeit Abkömmling seiner Urteilslosigkeit kann aber meine erscheinen auf einer amerik. Bühne einen Brief von Ihnen veranlassen sollte will ich es einnehmen. […]“ - Pribram, zu dessen Freundeskreis Sigmund Freud, Josef Redlich und Ludo Moritz Hartmann zählten, emigrierte 1939 nach England, wo er schon vorher akademisch tätig gewesen war. Zu seinen Schülern gehörte mit A. J. P. Taylor der bekannteste britische Historiker des 20. Jahrhunderts.
Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift „Freud“.
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An den „verehrten Freund“, seinen Wiener Kollegen, den österreichisch-britischer Historiker und Universitätsprofessor Alfred Francis Přibram (1859-1942): „Bedaure sehr etwas so Seltenes und Erfreuliches wie Ihren Besuch versäumt zu haben. Ich bringe hier den Monat Sept[ember] zu um einmal meine Kinder und Enkel in Muße zu sehen und verfolge aber noch eine andere Absicht. Ich hoffe, dass Sie mich nach meiner Rückkehr im Okt entschädigen werden […]“ - Pribram, zu dessen Freundeskreis Sigmund Freud, Josef Redlich und Ludo Moritz Hartmann zählten, emigrierte 1939 nach England, wo er schon vorher akademisch tätig gewesen war. Zu seinen Schülern gehörte mit A. J. P. Taylor der bekannteste britische Historiker des 20. Jahrhunderts.
Eigenhändige Briefkarte mit Unterschrift „Freud“.
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An den „verehrten Freund“, seinen Wiener Kollegen, den österreichisch-britischer Historiker und Universitätsprofessor Alfred Francis Přibram (1859-1942): „Ich bin eben vorgestern von Berlin zurückgekommen, hoffentlich wieder für einige Zeit besser leistungsfähig u habe mich über Ihren Gruß sehr gefreut. Daß Ihre Vorlesungen großen Erfolg haben, kann mich nicht sehr verwundern. Mehr überrascht bin ich, daß Sie die Interpret[ation] of Dr[eams]. lasen ein difficiles Buch, das ich seit vielen Jahren nicht angerührt habe. Leider muß ich grade jetzt eine achte Auflage davon machen u schiebe es vergeblich auf ob nur nicht das Schiksal […] gnädig sein will […]“ - Pribram, zu dessen Freundeskreis Sigmund Freud, Josef Redlich und Ludo Moritz Hartmann zählten, emigrierte 1939 nach England, wo er schon vorher akademisch tätig gewesen war. Zu seinen Schülern gehörte mit A. J. P. Taylor der bekannteste britische Historiker des 20. Jahrhunderts.
Albumblatt mit eigenh. Unterschrift unter montiertem Zeitschriftenbild.
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Namenszug „Sigm. Freud“ mit tlw. Datumsangabe und eigenh. Angabe seines Geburtstages „6. Mai 1856“ in Freuds Hand. - Selten in dieser Form.
Portraitdruck mit eigenh. Unterschrift „Sigm. Freud | 1932“.
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Porträtdruck nach Zeichnung von Ferdinand Schnutzer von 1926 zu Freuds 70. Geburtstag.
Autograph letter signed ("Freud").
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„Wir denken immer nur daran, wie wir uns gegen Nichtärzte welche analysiren wollen schützen können und vergaßen dabei, daß wir schutzlos gegen die nicht minder unwissenden und gewissenlosen Ärzte sind , die anlaysiren, ohne es gelernt zu haben“ A letter from Freud to Dr. Emil Oberholzer—his patient and colleague—regarding pressing professional matters "Honored, dear Colleague..." Freud begins. "The evaluation of the motives which constrained you in not to attend our congress in the Hague are, of course, entirely your business. I can only say that we badly missed you all, and that, because of your absence, the Swiss group, represented almost entirely by Dr. Pfister, was very obliging towards the Dutch and English groups..." The 6th International Psychoanalytical Congress took place in The Hague in September of 1920. It was there that Freud gave his paper "Supplements to the Theory of Dreams," and seemingly lobbied for the newly-formed International Journal of Psycho-Analysis to become the standard in the field, and had been relying on Oberholzer's support. The letter then goes on to discuss how German membership will be handled moving forward, and how experienced psychoanalysts must protect themselves and their reputations against "unscrupulous physicians who want to analyze without having learned." Oberholzer was an early proponent and practitioner of Freudian dream- and psychoanalysis. In 1913 he received personal analysis from Freud, and continued to be psychoanalyzed extensively in the Freudian manner over a period of several years. Along with his wife, Mira Ginzburg, and Oskar Pfister, a swiss pastor, he founded the Swiss Society for Psychoanalysis in 1919.
Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
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An Pierre Laroque (1907-1997) in Nantes, dem er für die Zusendung seines hier beiliegenden Buches bedankt: „Dank für die Zusendung Ihres ,Essai sur l’évolution du Moi’!“.
Gedr. Karte mit eigenh. Unterschrift „Prof. Freud“.
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Gedruckte Danksagungskarte zu Freuds 70. Geburtstag adressiert an Gabriele Gräfin von Wilczek. Rückseitig Montagerückstände auf der Karte und dem Briefkuvert.
Autograph Letter Signed, 'Sigm. Freud'.
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In blue ink on a personalised notecard, thanking the unknown recipient 'so much for your kind wishes. I am recovering slowly'. Freud arrived in London in June 1938 and after spending a short period in a flat at 39 Elsworthy Road in Primrose Hill (this address struck through on the notecard), he and his family moved in September to 20 Maresfield Gardens in Hampstead. He was to die of cancer the following September and the house is now the home of the Freud Museum.
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
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Großer Brief an den Psychoanalytiker Paul Federn (1871-1950): „Sehr stolz auf die zauberhafte Wirkung meines Mahnschreibens bitte ich mir zu bestätigen, daß ich mich bisher als der eifrigste Kämpfer für das Ansehen der Zentrale verhalten habe. Ich weiß warum ich das thue, u. ahne auch warum sich die Opposition innerhalb der PA [Psychoanalyse] gerade gegen die Vereinsbildung richtet. Von meinem Briefwechsel mit Bleuler werden Sie schon gehört haben. Ich glaube, daß unsere Beziehungen sonst ungeändert bleiben werden. Er wird fortfahren mich zu beschützen und zu kritisiren. Wahrlich der Mann war der richtige der Amtswesenz zu geben. Hoffentlich haben Sie zur Bearbeitung der kathol. Kirche ähnlich gute persönliche Legitimation. Wenn nicht Zensurrücksichten beim Verleger die Oberhand behalten, möchte ich Ihnen das graue wie neues Bändchen für die ,Schriften’ abnehmen. Meine abscheulichen Zahnschmerzen haben mir zwar den Abendbesuch in Ihrem Haus arg gestört erweisen sich aber machtlos gegen die purifizirte Erinnerung daran. Grüßen Sie mir Ihre liebe Frau herzlich u nehmen Sie selbst die besten Grüße von Ihrem Freud“
Eigenh. beschriftetes Kuvert.
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An seinen Kollegen Paul Federn adressiertes Kuvert „Herrn Dr. P. Federn | Wien VI | Köstlergasse 7“. Zwischen 1928 und 1930 reiste Sigmund Freud häufiger nach Berlin, wo er sich zur Anpassung einer Zahnprothese durch den Kieferchirurgen Professor Hermann Schröder in der Charité aufhielt.
Eigenh. Briefkuvert.
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Von Freud adressiertes Kuvert „Herrn Dr. P. Federn | Wien VI | Köstlergasse 7“. - Auf der Rückseite die Notiz eines Autographenhändlers in Bleistift „envelopes of Freud letters. I never sell letters to Feder[n] with their envelopes to avoid dicussions with Feder[n], although I am fully entitled to sell them.“




















