Theodor Fontane

Schriftsteller, 1819-1898

Fontane gilt als der herausragende Vertreter des poetischen Realismus in Deutschland. In seinen Romanen, die großenteils erst nach seinem 60. Lebensjahr entstanden, charakterisiert er die Figuren, indem er ihre Erscheinung, ihre Umgebung und vor allem ihre Redeweise aus einer kritisch-liebevollen Distanz genau beschreibt. Theodor Fontane schrieb neben literarischen Werken auch als Journalist (zumal für die Kreuzzeitung) und übersetzte 1842 Shakespeares Hamlet. Dazu kamen noch Dramen, Gedichte, Biografien, Kriegsbücher, Briefe, Tagebücher, Theaterkritiken, Zeitungsartikel und programmatische Schriften.

Quelle: Wikipedia

Fontane, Theodor

Schriftsteller (1819–1898). Eigenh. Widmungsgedicht mit U. Berlin. 1 S. 8vo.
4.000 € (22491)

Alt einmontiert auf dem vorderen Vorsatzblatt von „Frau Jenny Treibel oder ‚Wo sich Herz zum Herzen find’t’“ (3. Aufl., Berlin, F. Fontane & Co., 1893): „Gehen Sie nicht streng mit ins Gericht, | Weil’s eine Commerzienräthin-Geschicht’, | ‚Frau Jenny Treibel’, es fehlt der Connex, | Am Rheine wächst ein ander Gewächs | Th. Fontane [...]“. – Bei dem Adressaten des Blattes dürfte es sich um den Kommerzienrat und Weingutbesitzer Friedrich Feldheim handeln; was die Datierung angeht, so dürfte das Blatt ursprünglich einem Exemplar der ersten Auflage beigelegen haben, die mit der Jahresangabe 1893 erschien, nachdem erste Veröffentlichungen von Fortsetzungen im Jahr zuvor in der „Deutschen Rundschau“ erschienen waren.

– Kapitale und Ecken leicht berieben und angeplatzt, innen an den Rändern leicht gebräunt..

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Fontane, Theodor

Schriftsteller (1819-1898). 2 eigenh. Briefe mit Unterschrift sowie ein eigenh. beschriftetes Beiblatt. Berlin, Potsdamer Str. 134c. Gr.-8vo. Zus ca. 4 pp.
6.500 € (60670)

I. An den befreundeten Porträtisten Fedor Encke (1851-1926): "[...] Lassen Sie sich in Ihrem honey-moon durch uns begrüßen und beglückwünschen! Ich hatte das Datum nicht vergessen und wollte [...] ein Telegramm schicken, unterließ es aber in der Erwägung, daß Ihre Zeitangabe doch nicht ganz bestimmten gelautet hatte. Und ein Telegramm das so zu sagen gegenstandslos in der Luft hängen bleibt, ist immer ein mißlich Ding. Der Börsen-Courier brachte gestern eine freundliche Notiz, die ich beischließe, - nur das Zusammenspannen mit [Franz] Skarbina [Maler; 1849-1910], der noch dazu um sein K gekommen ist, scheint mir ganz verfehlt, es ist als ober ich [Ernst] Renz [Zirkusreiter; 1815-1892] mit Attila vergleiche, beide waren zu Pferde, - c'est tout [...]" - Der erwähnte Artikel gibt Auskunft zum Hintergrund dieses Briefes und liegt montiert auf einem Oktavblatt mit der eigenh.

Beschriftung "Vergessen beizulegen. | Th. F." bei: "Eine Künstlerheirath, die manchen unserer Leser interessiren dürfte, ist dieser Tage zu Gernsbach in Baden geschlossen worden; von dorther meldete Fedor Encke, der geschätzte Portrait- und Genremaler, neben Slarbina [so!] wohl derjenige jüngere Berliner, der am entschiedensten und erfolgreichsten bei den modernen pariser Künstlern [...] in die Schule gegangen, seine Eheschließung mit Frau Eva von Sanden [...] Das Fedor Encke auch nach seiner Verheirathung in der Reichshauptstadt weiter domiciliren werde, diesen Hinweis bietet der Katalog unserer diesjährigen akademischen Ausstellung [...]" - II. An denselben: "[...] Herzlichen Dank für Ihre liebenswürdigen Zeilen und mit meinem Danke meine besten Glückwünsche zum neuen Jahr. Lassen Sie mich hinzufügen, wie sehr wir uns des uns zugedachten Besuches freuen würden [...]" - Knickfalten. Gut erhalten. - Nicht im Briefverzeichnis; bisher unbekannt und ungedruckt..

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Fontane, Theodor

Schriftsteller (1819-1898). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. [Berlin]. 20.12.1849. 1 p. Kl.-8vo.
4.500 € (83160)

Früher Brief an seinen Tunnel-Freund Friedrich Eggers bei Übersendung eines Exemplars seines eben erscheinenden Gedichts „Von der schönen Rosamunde“. „[…] Meinem Versprechen gemäß schick ich Dir sofort ein Rosamunde-Exemplar für Frau Geh. R. Kugler. Im Buchhandel mag es wohl erst nach einigen Tagen, frühestens morgen zu haben sein […]“ Clara Kugler geb. Hitzig war mit dem Kunstwissenschaftler Franz Kugler (auch er ein Tunnel-Freund) verheiratet. Im September des Jahres hatte sich Fontane entschlossen, den Apothekerberuf aufzugeben und sein Geld als Schriftsteller zu verdienen. Aus der Sammlung Künzel. – Nicht im Briefverzeichnis.

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Fontane, Theodor

Schriftsteller (1819-1898). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Berlin. 9.11.1873. 3⁄4 p. Gr.-8to.
2.500 € (83161)

An einen Herrn, der um eine Zusendung gebeten hatte. „[…] Es freut mich Ihren Wunsch aus meinen eigenen Beständen erfüllen zu können […]“ - Briefverzeichnis Nr. 73/78; unveröffentlicht.

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Fontane, Theodor

Schriftsteller (1819-1898). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Berlin. 8vo. 1 p. Doppelblatt.
2.450 € (89383)

Unveröffentlichter Brief an einen namentlich nicht genannten Empfänger: „Absolut ,devisenlos’ wie ich in Wort u. That dieses Leben gegangen bin, kann ich Ihnen beim besten Willen nichts schicken. Es gereicht mir zum Trost, daß bei der großen Zahl von Devisenmännern das Eingeben nichts bedeutet. […]“

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Fontane, Theodor

Schriftsteller (1819-1898). Eigenh. Brief mit U. ("Th. Fontane"). Berlin. 16.01.1883. 2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
6.500 € (33587/BN28894)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ganz unzweifelhaft 'Duglas'. Man müßte sonst auch 'Artschibald', und in Linlithgow den Ton auf die Mittelsylbe legen. Denn der eigentliche Name ist Líthgow und Lin hat nur die Bedeutung von Little. Trotzdem sagen wir im Deutschen, lang kurz lang 'Linlithgow'. Mein Name ist französisch und wird demgemäß gesprochen, 'on' mit dem Nasal-Laut und dem Accent. Allerdings ist mein Ohr auch längst an die verschiedenen Germanisierungen gewöhnt: Fóntan, Fontáne, Fontané.

Letztere Form etwas lächerlich; die beiden andern sehr gewöhnlich, sogar gewöhnlicher als die correkte Aussprache [...]". - Nicht in der Briefausgabe. - Beide Blatt mit kleinen Einrissen in den Faltungen..

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Fontane, Theodor

Schriftsteller (1819-1898). "Bauernkrieg. Grumbachsche Händel etc.". Eigenh. Manuskript. O. O. u. D. ¾ SS. auf Doppelblatt. Folio. In Bleistift.
6.500 € (44242/BN30340)

Notizen über den Aufbewahrungsort von Erinnerungsstücken aus der Zeit Grumbachs und Münzers: "1. Das Beil mit dem Grumbach in Gotha geviertheilt wurde. (Veste Coburg) - 2. Das Schwert mit welchem Grumbachs Mitschuldige, darunter Kanzler Brück, enthauptet wurden. (Veste Coburg). - 3. Thomas Münzers Panzerhemd [...]". - Geschrieben auf einem Doppelblatt leicht vergilbten Konzeptpapiers. - In den uns bekannten Editionen von Fontanes Tagebüchern und Briefen findet sich kein Hinweis auf seine Beschäftigung mit dem Reichsritter Wilhelm von Grumbach und dessen Konflikten mit dem Bischof von Würzburg, Kaiser Ferdinand I.

und dem Kurfürsten von Sachsen. Der anfängliche Rechtsstreit Grumbachs mit dem Bischof war im Lauf von zwei Jahrzehnten zu einem das ganze Reich erschütternden Machtkampf diverser Parteien eskaliert, dem schließlich der zwar äußerst umtriebige und streitlustige, aber keineswegs allein schuldige Grumbach zum Opfer fiel. Nach seiner Gefangennahme wurde er am 18. April 1567 in Anwesenheit des Kurfürsten August von Sachsen auf dem Markt von Gotha bei legendigem Leibe gevierteilt. Sein Protektor, Herzog Johann Friedrich der Mittlere von Sachsen-Gotha, wurde 27 Jahre lang, bis an sein Lebensende, in Österreich inhaftiert. Dieses Michael-Kohlhaas-Thema auf historischer Grundlage mußte einen Autor wie Fontane reizen, um einen Charakter zu zeichnen, in dem sich Qualitäten und Schwächen in verhängnisvoller Weise mischen, bis das von ihm in Bewegung gesetzte Pendel von Tat und Vergeltung so weit ausschlägt, daß der Urheber selbst tödlich getroffen wird. Es ist zu bedauern, daß Fontane über Notizen der vorliegenden Art zu diesem Stoff, der vielleicht noch dankbarer gewesen wäre als "Die Likedeeler", nicht hinausgekommen ist..

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Fontane, Theodor

Schriftsteller (1819-1898). Eigenh. Albumblatt mit U. ("Th. Fontane"). Wernigerode. 22.08.1880. 1 S. Qu.-8vo.
3.500 € (942221/BN942221)

"Mit dem Wunsche, daß Ihre Sammlung wachsen und gedeihen möge, sende ich Ihnen dies Blatt aus der kleinen Harz-Stadt, in der ich diesen Sommer verbringe, zurück". - Fontane weilte wiederholt zur Sommerfrische in Wernigerode in Sachsen-Anhalt. An seine Frau schrieb er jenen Sommer über die Stadt: "Ich liebe diesen Ort so, dass ich, ich will nicht sagen hier sterben aber hier begraben sein möchte" (ein Wort, das er später in "Effi Briest" paraphrasieren sollte). Verso Sammlervermerk in roter Tinte: "Th. Fontane / Dichter u. Schriftsteller / 24. Aug. 1880 erh.".

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Fontane, Theodor

Schriftsteller (1819-1898). "Das Fischermädchen", "Der erste Schnee" und "Guter Rat". 3 eigenh. Gedichte. O. O. u. D. 12+12+16 Zeilen auf 1¾ SS. 8vo.
12.500 € (60947/BN44953)

"Und es klagen ihre Tränen: / Weit der Himmel, tief die See, / Doch noch weiter geht mein Sehnen, / Und noch tiefer ist mein Weh […]" (aus "Das Fischermädchen"). - Aus dem Besitz von Fontanes Sohn Friedrich, der das Blatt in einem von ihm beschriebenen Kuvert (beiliegend) einem Herrn Cohn zu Weihnachten 1904 zukommen ließ. - Obgleich undatiert, entstanden die drei Gedichte in den 1840er Jahren ("Guter Rat", 1849; "Das Fischermädchen", 1844; "Der erste Schnee", 1841) und wurden 1851 gedruckt; "Das Fischermädchen" und "Der erste Schnee" weichen in der Druckfassung etwas von dem hier geschriebenen Text ab (vgl.

Theodor Fontane: Sämtliche Werke XX, SS. 7, 15-16). - Mit kleinen Randläsuren..

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Fontane, Theodor

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Theodor Fontane (1819–1898), Schriftsteller. E. Brief mit U. Berlin, 25. November 1896. 1 S. Qu.-gr.-8°. – „Ihnen für Ihre zierlichen Verse bestens dankend, mein gnädigstes Fräulein, Ihr | Th. Fontane“. – Alt auf Trägerpapier montiert.


Fontane, Theodor

Eigenh. Albumblatt mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

„Ich habe meine Thorheit Gutes thun sehn, wenn Liebe meine Vernunft beherrschte. (Cromwellscher Spruch) | Th. Fontane“. – Papierbedingt leicht gebräunt und alt auf Trägerpapier montiert.


Fontane, Theodor

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Theodor Fontane (1819–1898), Schriftsteller. E. Brief mit U. („Th. Fontane“). Berlin, 1. Dezember 1895. 1 S. Gr.-8°. – An einen namentlich nicht genannten Adressaten: „Ergebensten Dank für Ihre geehrte Zuschrift; Ihrer darin ausgesprochenen freundlichen Aufforderung nachzukommen, bin ich leider außer Stande; mein hohes Alter hindert mich daran, noch mitzuhun [...]“.


Fontane, Theodor

Eigenhändige Randbemerkungen in: Otto Brahm. Henrik Ibsen. Ein Essay.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Theodor Fontane hatte sich schon nach 1870, als er Theaterkritiken für die „Vossische Zeitung“ verfaßte, auf die Seiten der Naturalisten geschlagen und die Stücke Ibsens und deren Aufführungen gelobt. Seine Auseinandersetzung mit dem großen Dramatiker verdeutlicht sich hier beispielhaft auf insg. 17 Seiten, davon acht mit Randbemerkungen, die anderen mit Randanstreichungen. – Unter verschiedenen Bemerkungen Fontanes gilt „sehr gut“ der Brahmschen Feststellung hinsichtlich Ibsens Schaffen: „[...] jedes Wort charakterisiert, Glied in Glied greift sicher ein und immer neue Schönheiten und Feinheiten enthüllen sich dem hingebenden Betrachter. Nichts ist bedeutungslos in dieser knappen Rede und Widerrede, diesem scheinbaren einfachen und bis zur Farblosigkeit natürlichen Dialog; und aus der Welt des Alltags und der Realität steigen wir unversehrt zu großen symbolischen Anschauungen empor [...]“. – Aus der Bibliothek von Theodor Fontane. – Der Umschlag etwas angestaubt und mit Randläsuren, ein großer Einriß am Rücken alt mit Tesafilm überklebt, der Rücken alt verstärkt; innen leicht fleckig und gebräunt, die Ränder tls. mit kleinen Läsuren, die Blätter mehrheitlich lose; vor dem Titelblatt findet sich ein kleiner ms. Zettel einmontiert: „Aus dem Besitz Theodor Fontanes, von dessen Hand auch die Bleistiftrandbemerkungen stammen. Geschenk von Frau Gertrud Schacht, geb. Mengel, Enkelin des Freundes Fontanes, Friedrich Witte in Rostock, Steglitz, 24. Mai 1959“.


Fontane, Theodor

Eigenh. Brief mit U. ("Th. Fontane").
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Umfangreicher Brief an Anna Catharina Mayer über das Problem des Duellierens in seiner "Effie Briest". "[...] Es ist nämlich eine wahre Geschichte, die sich hier zugetragen hat, nur in Ort und Namen alles transponirt. Das Duell fand in Bonn statt, nicht in dem räthselvollen Kessin, dem ich die Scenerie von Swinermünde gegeben habe; Crampas war ein Geheimrath, Instetten ist jetzt Oberst, Effie lebt noch, ganz in der Nähe von Berlin. Vielleicht läge sie lieber auf dem Rondel von Hohen-Kremmen [...]" - Elisabeth von Ardenne (geb. von Plotho) das Urbild von "Effie Briest" starb 1952 im Alter von 99 Jahren in Lindau am Bodensee. - Abgedruckt in Fontanes Werke, Schriften und Briefe, Abt. IV., Bd 4.


Fontane, Theodor

Porträtfotografie mit eigenhändigem Namenszug „Th. Fontane“ und Datum auf der Rückseite.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Aufnahme von J. C. Schaarwächter, Berlin. - Hübsches Brustbild im Halbprofil nach links.


Fontane, Theodor

E. Gedichtmanuskript mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Theodor Fontane (1819–1898). E. Gedichtmanuskript m. U. „Th. F.“, Dezember, 1869, 2 ½ Seiten gr.-8°. „Einem Kranken || (Zum 24. Dezemb. 1869)“. Sieben Dreizeiler; die ersten drei lauten: „Ueber Deine Schwelle | Gestatte den Gruß | Leichter, spielender Ritornelle! | Brennende Nessel, – | Wie lange noch kettet Dich | Der Krankheit Fessel! | Dunkle Verbenen, – | Die Nacht ist lang, | O, wie die Stunden sich dehnen.“ – Ursprüngliche Fassung des nach alter Überlieferung seiner Freundin Henriette v. Merckel für ihren kranken Bruder, Geheimrat v. Mühler, gewidmeten Gedichtes, das Theodor Storms „Frauen-Ritornellen“ nachgebildet ist. Die Strophen 1 bis 3 und 5 entsprechen dem Druck in Fontanes „Sämtlichen Werken“; 4, 6 und 7 weichen völlig ab und sind in dieser Form wohl ungedruckt. – Die letzte Strophe lautet hier: „Blühende Mandeln, – | Es kommt der Tag, | Und wir sehen Dich wieder wandeln!“


Fontane, Theodor

Eigenh. Brief mit U. ("Th. Fontane").
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An "Hochgeehrte Herren": "Ihnen für die Einladungskarte zum Festkommers am 18. herzlichst dankend, spreche ich zugleich mein Bedauern aus daran nicht Theil nehmen zu können. Kränklich und zu sehr 'alter Herr' reichen die Kräfte für solche Extra's nicht mehr aus [...]". - Leicht braunfleckig; von alter Sammlerhand in Bleistift bezeichnet.