Marie von Ebner-Eschenbach

Ebner-Eschenbach, Marie von

Schriftstellerin (1830-1916). 4 eigenh. Portraitpostkarten mit Unterschriften Wien. 90 : 140 mm.
1.500 € (106701)

I. „Teure verehrte Frau, Sie haben micht mit Ihren überreichen schönen Spen[den] beschämt u. beglückt. Sobald es mir möglich ist werde ich ausführlich danken heute nur den wärmsten herzlichsten Neujahrsgruß. […]“ (Eckchen leicht gekappt). - II. „“auf der Durchreise nur, statt wie ich gemeint hatte, zu längerem Aufenthalt, bin ich in Wien eingetroffen. In wenig Tagen dürfte ich wieder absegeln, entweder nach Mähren oder vielleicht nach Gastein. Jedenfalls teure Frau, erhalten Sie bald Nachricht von mir.

Heute wollte ich Ihnen nur innige Grüße, diese Karte u. das von Ihnen inspirierte Exlibris schicken. […]“ - III. „Mein Büchlein wandert heute zu Ihnen. Es wäre längst gekommen, wenn ich nicht leidend, u. infolge dessen recht faul gewesen wäre auch die kleinste Tätigkeitsäußerung war mir verleidet. […]“ - IV. Dies Karte ohne Namenszug: „Meine Nichte Marianne Kinsky ist auch die Urheberin dieses Bildchens. Eine Ecke meines Wohnzimmers in Zdisslawitz. Die Büste stellt meine Nichte Marie Kinsky vor, ist nicht sehr gelungen.“.

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Ebner-Eschenbach, Marie von

Eigenh. Brief mit Unterschrift.
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An einen Professor, dem sie zum Tod von dessen Mutter kondoliert. „[…] Daß Sie Ihre teure Mutter verloren, daß Sie in letzter Zeit so viel Trauriges erfahren haben, geht mir sehr nahe. Ihre Werke sind mir Freunde geworden, ich habe mich in Ihre Anschauungen hineingelebt, es wäre mir ein Glück, Sie der mein Dasein so sehr bereichert hat, dem ich so viel Dank schulde, froh u. zufrieden zu wissen […]“


Ebner-Eschenbach, Marie von

Eigenh. Brief mit Unterschrift.
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An eine Gräfin. „[…] Dieses Bild, wurde mir kürzlich aus München zugeschickt; es ist die Reproduction der letzten Photographie, die von mir gemacht wurde. Mit meinem Wesen sind nur die ,Iphorismen’ ins Englische übersetzt worden, und zwar vortrefflich, von Miss Annie Lee Wisler, die das Büchlein 83, in Philadelphia veröffentlicht hat. […]“


Ebner-Eschenbach, Marie von

Portraitpostkarte mit eigenh. Unterschrift.
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„Marie Ebner-Eschenbach tief beschämt daß Sie mir für die armseligen Zeilen danken, verehrte Frau!“ - Die Photographie zeigt die Schriftstellerin hinter Ihrem Schreibtisch sitzend.


Ebner-Eschenbach, Marie von

Eigenh. Postkarte mit Unterschrift „Eure Tante Marie“.
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An Baronin Thienen, geb. Gräfin Dubsky in Salzburg: „Glückseliges Neues Jahr, meine lieben Thienenkinder! Bitte inständig um eine kleine Nachricht über Papa. Ist er glücklich angelangt, wie befindet er sich? Hustet er noch? […]“


Ebner-Eschenbach, Marie von

Eigenh. Postkarte mit Unterschrift „Tante Marie“.
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An Baronin Thienen, geb. Gräfin Dubsky in Salzburg: „Innigsten Dank meine Helenkinder für die lieben Karten von unterweges. Wie viel Elche geschossen? Vedor u. ich fahren morgen nach Löschna. Ihr werdet nun wohl bald nach Villa Helene ziehen? Ich umarme Euch u. die lieben Kindlein, die mir so herzige Briefe geschrieben haben innigst. […]“


Ebner-Eschenbach, Marie von

Eigenh. Bildpostkarte mit Unterschrift „M.“.
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An Gräfin Christiane Thun-Salm in Wien: „ich ärgere mich sehr über mich; glaubte Dich schon abgereist, u. schickte meinen Brief nach Abbazia. Ist er Dir von dort zusandt worden? […]“ - Die Bildpostkarte zeigt das Schloß Löschna.


Ebner-Eschenbach, Marie von

1 gedr. Todesanzeige, 1 Telegramm und 2 Postkarten.
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Gedr. Todesanzeige der Freifrau von Ebner-Eschenbach; 1 Telegramm und 2 Postkarten Ebner-Eschenbach betreffend.


Ebner-Eschenbach, Marie von

1 eigenh. Brief mit Unterschrift und 2 Briefe mit Unterschrift.
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An die mit ihr befreundete Familie des Stuttgarter Verlagsbuchhändlers Adolf Spemann. Besonders ausführlich und inhaltlich reizvoll der Brief aus Rom vom Dezember 1898, das die damals 68-jährige Schriftstellerin nach eigener Aussage erstmals besucht. Eindringlich schildert sie ihre Eindrücke vom Leben auf der Piazza di Spagna und zeigt sich schockiert über den Umgang der Touristen mit den dortigen Straßenkindern: „[…] Die Fremden im Hôtel de Londres unterstützen nach Kräften den Hang dieser Kinder zum Müssiggang und zur Bettelei, werfen ihnen Soldis und Zuckerwerk aus den Fenstern zu, und freuen sich an den Balgereien, die dann entstehen. Sie können sich denken mit welchen Gefühlen ich alte Predicantin diesem Frevel zusehe […]“. Zugleich kontrastiert sie die sozialen Missstände mit ihrer Bewunderung für die Kunstschätze Roms: „[…] Überhaupt, überhaupt! Wie vieles gibt es hier, das uns, mit unserer deutschen Civilisation, schmerzt und empört. Freilich kenne ich keine zweite Stätte an der die Flucht vor dem Anblick unabwendbarer Übel einem so leicht gemacht würde. Im Vatican kann man stunden- und stundenlang alles Weltelend vergessen […]“. - Schönes Briefensemble mit lebendigen Reiseeindrücken und charakteristischen kulturkritischen Beobachtungen der großen österreichischen Erzählerin.


Ebner-Eschenbach, Marie von

Eigenh. Briefkarte mit Unterschrift.
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An Baronin Helen Thienen-Dubsky (1874-1956) in Aigen Glas bei Salzburg: „Mein teures Kind, ich danke auf das allerherzlichste für das mir gespendete […] Weihnachtsgeschenk, werde bei jedem aufflammenden Lichtlein, des Lichtes Eurer Liebe gedenken. Helenchen, bitte, sag mir - wie erreiche ich Herr Arthur Trebitsch [d.i. der österr. Schriftsteller und Philosoph, 1880-1927], dem ich für seinen ,Galilei’ zu danken habe. Im Kürschner steht er nicht. Bitte, seine Adresse! Unser Christbaum war köstlich. 250. Pers. der geladen[en], 300 kamen u. für alle reichte es noch. Und die glücklichen Gesichter! Und so brav die ganze Schar […]“ - Arthur Trebitschs Galileo Galilei erschien 1920 in Berlin.


Ebner-Eschenbach, Marie von

Brief mit eigenhändiger Unterschrift.
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An einen Herrn von Lindheim [verm. Alfred Ritter von Lindheim (1836-1913) über Ganghofer: „Mein treuer Freund, Doktor Julius Rodenberg, sagte mir vor Jahren: ,An dem, was Sie mir von nun an einsenden, übe ich keine Kritik mehr. Sie sind, für das was Sie schreiben, selbst verantwortlich’. So werden Sie, verehrter Herr von Lindheim, es vielleicht auch mit Ganghofer halten wollen.


Ebner-Eschenbach, Marie von

Briefkarte mit eigenhändiger Unterschrift.
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An einen Herrn von Lindheim [verm. Alfred Ritter von Lindheim (1836-1913) über Ganghofer: „Davon war ich im voraus überzeugt, daß sich Baronin Knorr mit einem schönen Gedichte einfinden würde. Haben Sie sich schon an Grafen Albrecht Wickenbrug gewendet? (Wieden, Hauptstr. Hotel Stadt Triest.) Wenn er uns einen Beitrag spendet, wird er der Huldigung für Carmen Sylva zur Zierde gereichen. […]“


Ebner-Eschenbach, Marie von

Eigenh. Albumblatt mit Unterschrift.
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„Marie Ebner-Eschenbach | bittet zu entschuldigen | daß sie dieses Kärtchen | so spät erst zurück sendet. […]“


Ebner-Eschenbach, Marie von

Portraitpostkarte mit eigenh. Unterschrift, Ortsangabe und Datum.
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Kniestück an ihrem Schreibtisch sitzend. Auf der Rückseite der gedruckte Text an den Vorstand der Deutschen Volksbücherei in Grulich „für Ihre liebenswürdigen u. gütigen Zeilen, danke ich Ihnen herzlich u. zeige Ihnen an, daß ich so eben meine Herren Verleger beauftragt habe, Ihnen, in meinem Namen, für die Volksbücherei in Grulich ein geb. Exemplar meiner gesamelten Werke zu übersenden. […^“


Ebner-Eschenbach, Marie von

Eigenh. Brief mit Unterschrift.
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An die österr. Schriftstellerin Marie Herzfeld (1855-1940) in Wien: „’Der erste Glückliche war der erste Beter.’ Es gibt auch Menschen, die ein leidenschaftliches Bedürfnis haben, zu danken. Merkwürdig was alles wir aus Amerika bekommen an Großartigem u. Seltsamen. Während Sie Mr Adams gewaltiges Buch bezwangen las ich ,In Harmonie mit dem Unendlichen’ von R. W. Trine. Es ist mir wohltuend gewesen. Überzeugend dürften diese Anschauungen freilich nur wirken, wenn man ihnen auf halbem Wege entgegen kommt, daß aber ein feiner u. gescheiter Mann sie hat, wirkt doch sehr erquickend. Seien Sie tausend Mal gegrüßt! Ich hoffe u. wünsche sehr, daß Sie einen guten Sommer verlebten u. daß mir im Spätherbste die gro0e Freude zuteil werden wird, Sie wiederzusehen. […]“ - Herzfeld nahm aktiv am literarischen und künstlerischen Leben an der Wende des 20. Jahrhunderts teil und stand mit Kollegen wie Marie von Ebner-Eschenbach, Karl Emil Franzos, Rainer Maria Rilke, Gustav Klimt und Hugo von Hofmannsthal in regem Austausch.


Ebner-Eschenbach, Marie von

Eigenh. Gedichtmanuskript „1908“ mit Unterschrift.
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Hübsches und sauber geschriebenes Gedichtmanuskript „1908“ (20 Zeilen) mit Unterschrift, beginnend: „Wir feiern dieses Jubeljahr | Nach unsrer Art und Weise, | Ein jeder bringt sein Schärflein dar | Zu dessen Ruhm und Preise. […]“ Das Gedicht schrieb die Dichterin 1908 aus Anlass des 60. Thronjubiläums des österreichischen Kaisers Franz Joseph I.


Ebner-Eschenbach, Marie von

Brief mit eigenh. Unterschrift.
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An einen namentlich nicht genannten Empfänger, knapp mehr als einen Monat vor Ihrem Tod: „Mein Neffe Victor Dubsky befindet sich im Augenblick in militärischer Dienstleistung in Bozen, ich schicke ihm sofort Ihr wertes Schreiben dahin. Ganz gewiß wird er für was in seinen Kräften steht, um die Lage des bedauernswürdigen Eheyares Studenj, zu verbessern. […]“


Ebner-Eschenbach, Marie von

2 eigenh. Briefe mit U. "Marie" und "Marie Ebner".
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An eine Freundin. - I. "[.] an manchen Tagen ist es für mich schon eine unlösbare Aufgabe einen Zettel zu schreiben [.]" Bittet um einen ausgiebigen Besuch. - II. Ebenfalls mit Besuchsbitte.


Ebner-Eschenbach, Marie von

Eigenh. Gedichtmanuskript „Das Sonett“ mit Unterschrift.
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Frühes Gedichtmanuskript „Das Sonett“ mit Unterschrift „Marie Ebner“ (der Zusatz „Eschenbach“ von fremder Hand). Das Gedicht „Das Sonett“ beginnend: „Kein anderer nach deiner Palme strebe, | Als den die Götter luden selbst zum Mahle, | Du edle Form, du makellose Schale, | So werth daß sie ein reiner Geist belebe! […]“. Dabei: vollständige Transkription des Gedichts sowie zwei Schreiben der Wiener Stadt- und Landesbibliothek aus dem Jahr 1997 die Echtheit des Autographs betreffend.


Ebner-Eschenbach, Marie von

Portraitpostkarte mit eigenh. Unterschrift.
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Altersportrait im Oval. Mit eigenh. Datierung und Ortsangabe.