Anton Bruckner

Komponist, 1824-1896

Erst spät im Leben von den Zeitgenossen als Komponist gewürdigt, gehörte Bruckner doch zu den wichtigsten und innovativsten Tonschöpfern seiner Zeit und hat durch seine Werke bis weit ins 20. Jahrhundert hinein großen Einfluss auf die Musikgeschichte ausgeübt. Seine bedeutendsten und wohl auch bekanntesten Kompositionen sind seine groß angelegten Sinfonien. Auch die Kirchenmusik hat er um wichtige Werke bereichert − unter anderem drei große Messen und das Te Deum. Als Organist wurde er vor allem für seine Improvisationen bewundert.

Quelle: Wikipedia

Bruckner, Anton

Komponist (1824–1896). Eigenh. Musikmanuskript (Fragment). O. O. u. D. 1 S. Gr. Hochformat, ca. 355:270 mm. 24zeilig.
14.000 € (47017)

Ein Blatt aus der Partitur-Niederschrift seiner 8. Sinfonie, c-Moll, 1. Fassung (1884–1887), 4. Satz. Notiert sind lediglich die Instrumentenbezeichnungen sowie in Noten der Takt 11 in der Klarinette und die Takte 11f. in den drei Trompeten (alle 3 in C). Am Unterrand eine Echtheitsbestätigung des Musiklehrers Karl Aigner: „Dr. Ant. Bruckners Handschrift. / St. Florian, 8. Septb. 1912. / Karl Aigner“. - Größere Randschäden, etwas gebräunt.

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Bruckner, Anton

Komponist (1824-1896). Eigenh. Brief mit U. (“Bruckner m[anu]p[ro]p[ria]“). O. O. u. D. 1 S. 8vo.
12.000 € (60379)

An einen „Edlen Freund“: “Ich bitte Sie sehr, um für sehr kurze Zeit die Bögen wo der 4/4 Tact beginnt: Allvater 3 mal bis in den Streichern Pausen beginnen. In Eile [...]“. - Gefaltet; dort leicht eingerissen.

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Bruckner, Anton

Komponist (1824-1896). Eigenh. Brief mit U. ("ABruckner"). Linz. 3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to.
25.000 € (72802/BN46859)

An seinen Freund Rudolf Weinwurm, Musikdirektor der Universität und Dirigent der Singakademie in Wien, dem er über die Uraufführung seiner Messe Nr. 1 d-moll im Alten Dom zu Linz berichtet sowie seine Hoffnung ausspricht, das Werk in Wien aufgeführt zu sehen: "Gratuliere zu Deinen glänzenden Erfolgen! Alles gelesen. | Liebster Freund Weinwurm! | Meine Messe wurde am 20. Nov. im Dom u[nd] am 18. Dez. als Concert spirituel im Redoutensaal aufgeführt durch Veranstaltung mehrerer Musikfreunde.

Daß letzteres so außerordentlich besucht, ja überfüllt war sei Dir als Beweis, wie in der Kirche angesprochen hat, was mich um so mehr wundert, da die Composition sehr ernst u[nd] sehr frei gehalten ist. Ich sende Dir 1 Blatt v[om] Abendbothen - u[nd] 1 von der Linzerzeitung, die Gamon [d. i. der Linzer Krtiker Franz Gamon] schreibt - er macht ein Langes u[nd] Breites - bringt erst nach langen Pausen wieder eine Nummer, so daß er leider jetzt noch nicht fertig ist [...] Ich wartete immer auf dieß Fertigwerden mit dem Schreiben an Dich; kann aber jetzt nimmer länger meinem liebsten u. wärmsten Freunde auf der Welt meine Mittheilungen verzögern. Erzherzog Josef besuchte auch mein Conzert [...] Ich lasse jetzt noch die Partitur rein schreiben. Glaubst Du nicht, daß ich selbe später Hanslik u[nd] Herbek durch Dich senden soll. Denn in der Kirche glaube ich fordert sie zu viel Proben; denn solche müßten selbst bei den tüchtigsten Musikern der Residenz sein. Und welcher Chorregent würde sich dieß gefallen lassen? Meine am besten wäre es, wenns Herbek für würdig fände, daß es einmal in einem Musikvereins-Conzerte als eine Abtheilung gebracht würde. (Oder Dessof?) wenns nicht ginge. - Oder Krenn - doch wer hörte sie dort? - Wie meinst Du. Ich hoffe Dich bald zu sprechen; denn ich will zur 9 Simphonie u[nd] zum Conzert der Phylharmoniker hinabreisen. Weiß nicht wann sie sein wird. Bitte Dich - schreib mirs [...]". - Mit der Messe gelang Bruckner der endgültige Durchbruch; die Aufführung war bei Kritikern und Publikum ein großer Erfolg. - In Wien wurde die Messe am 10. Februar 1867 unter Johann Herbeck mit Bruckner an der Orgel aufgeführt..

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Bruckner, Anton

Komponist (1824-1896). Visitenkarte mit eigenh. Namenszug und Datum verso. O. O. 1 S. Visitenkartkartenformat.
6.500 € (73004/BN47249)

"Dr ABruckner | 27. Mai 1892". - In Bleistift; etwas angestaubt und mit Knickfalte. Recto eine Klammerspur und bedruckt: "Prof. Anton Bruckner / Ehren-Doctor der Philosophie / der k. k. Universität in Wien / Ritter des Franz Josef-Ordens / k. k. Hoforganist".

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Bruckner, Anton

Komponist (1824-1896). Eigenh. Visitenkarte mit U. O. O. 7 Zeilen auf 2 SS. Visitkartenformat.
8.500 € (74372/BN48417)

An den österreichischen Schriftsteller Aurelius Polzer, dessen Gedicht "Das Deutsche Lied" von Bruckner zu einem Lied für Männerchor (WAB 63) vertont wurde: "Nehmen Sie herrlicher Dichter! meine große Bewunderung und herzlichsten Grüße entgegen! 23. 5. 1892. / Dr. ABruckner". - Am Kopf eine eh. Zeile des Empfängers: "Als er meine Strofe das Deutsche Lied vertonte".

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Bruckner, Anton

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Anton Bruckner (1833–1897), Komponist. E. Brief mit U. Linz, 30. Jänner 1861. 2 SS. 4°. – An seinen Freund, den Dirigenten, Komponisten und Musikpädagogen Rudolf Weinwurm (1835–1911): „Sei nicht ungehalten, wenn ich Dich wieder bitte, mir eine Wohnung zu miethen. Ich komme schon am Aschermittwoch (13. Februar), also künftigen Mittwoch über 8 Tage nach Wien. Ich meinte in der Stadt, aber nicht zu weit von der Mariahilfer-Hauptstraße; meine Wünsche wären: separ. Eingang, gutes Bett (voriges Jahr konnte ich mich kaum erwärmen,) namentlich mehrere Kopfpölster, gut heizbar, möglichst ruhig und vergiß nicht, was uns voriges Jahr fehlte [...] Lieber eine theuere aber gute Wohnung; ich bleibe wieder die ganze Fastenzeit in Wien. Du wirst lachen über so viele Bedingungen. Ich bitte Dich inständig miethe sogleich eine u. schreibe mir gütigst wohin die Adresse [...]“. – Rudolf Weinwurm, einer der wenigen vertrauten Freunde des Komponisten, war seit seiner Beteiligung an der Juristen-Liedertafel in Linz 1856 mit Bruckner befreundet. 1858 gründete er den Akademischen Gesangverein der Universität Wien und leitete ihn bis 1878, seit 1864 war er zudem Dirigent des Wiener Männergesangvereins, von 1865 bis 78 Dirigent der Wiener Singakademie und von 1866 bis 80 auch Chormeister des Wiener Männergesangvereins. Er selbst komponierte einige Bühnenwerke, Lieder und Chormusik und veröffentlichte u. a. eine „Methode des Gesangunterrichts“ (1876). – Mit kl. unbed. Randläsuren und einem von späterer Hand stammendem Vermerk in blauem Farbstift am linken oberen Rand der Recto-Seite. – Abgedruckt in: Anton Bruckner: Gesammelte Briefe. Neue Folge. Gesammelt und hrsg. v. Max Auer. Regensburg, Bosse, 1924 (=Deutsche Musikbücherei, Bd. 55), S. 36f., Nr. 16.


Bruckner, Anton

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Anton Bruckner (1824–1896), Komponist. E. Brief mit U. („Bruckner“). Wien, 21. Juni 1890. 2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8°. – An einen namentlich nicht genannten Adressaten über kleine Vorkommnisse im Stift St. Florian und in Bad Ischl: „Hl. Stiftsorganist Gruber [wohl der Organist und Brucknerschüler Joseph Gruber, 1855–1933] schrieb mir unlängst folgendes: ‚Hr. Chorregent Bayer [wohl Bruckners Freund, der Regens Chori Franz X. Bayer] in Steyr wird Ihnen ehestens eine freudige – Mittheilung (in gewisser Herzensangelegenheit –) machen.’ Auch ein Geistlicher vom Stifte St. Florian schrieb mir auf dieses anspielend. Ich ersuche höflichst um Aufklärung, denn ich kann mir gar nicht denken, was das heißen mag. In Florian genirt es mich sehr; bitte künftig nichts mehr von mir zu sprechen. Hat Ihre Frl. Sängerin den Bäckereimeister schon geheiratet? [...] [P. S.] Am 31. Juli muß ich in Ischl bei der h. Hochzeit die Orgel spielen. So der Wunsch von oben“. – Anton Bruckner (der sich selbst gelegentlich als „Organist des Kaisers“ bezeichnete) gab seit 1863 am Geburtstag des Kaisers und zu anderen feierlichen Anlässen in dessen Sommerresidenz Bad Ischl Orgelkonzerte, so auch anläßlich der Hochzeit von Erzherzogin Marie Valerie und Erzherzog Franz Salvator am 31. Juli 1890. – Mit kleineren Einrissen in den Faltungen.


Bruckner, Anton

Schriftstück m. e. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Anton Bruckner (1824-1896), Komponist. Schriftstück m. e. U. „ABruckner m[anu]p[ro]p[ria]“, Wien, „October 1889“, zwei Seiten gr.-Folio. Faltspuren. Leicht gebräunt. „Meldebogen für den außerordentlichen Hörer der k. k. Universität zu Wien“ für den Studenten Carl Speiser. Bruckner bestätigt, dass der Student wöchentlich 2 Stunden der Vorlesung „Harmonielehre“ besucht hat. – Dieses Schriftstück fällt in eine von Bruckners produktivsten Phasen. Zwischen 1876-78 und 1887-91 entstanden die meisten seiner Symphonien.


Bruckner, Anton

Visitenkarte m. e. Zusatz
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Anton Bruckner (1824-1896), Komponist. Gestochene Visitenkarte mit 6 e. Zeilen auf der Rückseite, o. O. u. D., eine Seite quer-Visitformat. Verso kleiner Leimfleck. „Anton Bruckner | k. k. Hoforganist | Lector an der k. k. Universität | Professor am Conservatorium“. „Gnädige Gönnerin | Muß leider sehr danken, da ich in der Hof-Kapelle bis gegen 5 Uhr Dienst zu machen habe. Handkuß!“.