Bertolt Brecht

Schriftsteller, 1898-1956

Brecht war einer der einflussreichsten deutschen Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts und begründete das epische bzw. dialektische Theater. Er und Erwin Piscator hatten in den 1920er-Jahren begonnen, mit neuen Formen des Theaters zu experimentieren, die weg von der Darstellung tragischer Einzelschicksale führten, weg von der klassischen Illusionsbühne und ihrer Scheinrealität. Ihr Ziel war die Darstellung der großen gesellschaftlichen Konflikte wie Krieg, Revolution, Ökonomie und soziale Ungerechtigkeit.

Quelle: Wikipedia

Brecht, Bertolt

Schriftsteller (1898-1956). "Maria". Gedichttyposkript (Durchschlag) mit eigenh. Korrekturen, Namenszug ("bertbrecht") und Datum. O. O. 1 S. Folio. Durchschlagpapier.
8.500 € (60807/BN44618)

"Maria | die nacht ihrer ersten geburt war | kalt gewesen | in späteren jahren aber | vergass sie gänzlich | den frost in den kummerbalken | ochsenpissegeruch und rauchenden ofen | und das würgen der nachgeburt gegen morgen zu | aber vor allem vergass sie die bittere scham | nicht allein zu sein | die den armen eigen ist | hautsächlich deshalb | ward es in späteren jahren zum fest bei dem | alles dabei war | das rohe geschwätz der hirten | verstummte | später | wurden aus ihnen könige in den geschichten | der wind der sehr kalt war | wurde zum engelsang | ja von dem loch im dach das den frost einliess blieb nur | der stern der hindurchsah | alles dies | kam vom gesicht ihres sohnes der leicht war | gesang liebte | arme zu sich lud | und | die gewohnheit hatte unter | königen zu leben | und einen stern über sich | zu sehen zur nachtzeit".

- Eines der bedeutendsten Gedichte aus Brechts früher Zeit, in dem er umdeutend die Weihnachtsgeschichte nach Lukas 2 erzählt. - Die Korrekturen in Bleistift, U. und Datum in Tinte (leicht verlaufen); leicht gebräunt, schwach stockfleckig und recht knittrig; kleine Randläsuren (rechter Rand mit Klebefilm hinterlegt)..

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Brecht, Bertolt

Schriftsteller (1898-1956). Eigenh. Brief mit U. ("bertolt"). [Wohl Berlin]. ¾ S. auf Doppelblatt. 8vo.
2.500 € (62323/BN45527)

An die namentlich nicht genannte Ruth Berlau: "liebe, | ich lag zu Bett um auszuruhn, als Ihering und 2 Andere kamen, mich zu einer Akademiesitzung (Zweig, Becher) zu holen [...] ich sehe nach 8 Uhr bei dir vorbei! | d | bertolt". - Der Journalist und Dramaturg Herbert Ihering war zu Beginn der 1950er Jahre Gründungsmitglied der Sektion Darstellende Kunst der Akademie der Künste Ost gewesen; Arnold Zweig war von 1950 bis 1953 Präsident der Deutschen Akademie der Künste, Johannes R. Becher wurde sein Nachfolger. - In Kugelschreiber auf bräunlichem Durchschlagpapier.

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Brecht, Bertolt

Schriftsteller (1898-1956). "Texte für Kanon". Typoskript (Durchschlag) mit zwei eigenh. Korrekturen. O. O. ¾ S. Folio.
4.500 € (72988/BN47233)

"Marx und Engels lebten in den finstersten und grausamsten Zeiten. Sie waren die heitersten und zuversichtlichsten Menschen". - Darunter der Vierzeiler "Du der du sitzend im Buge des Bootes …" aus den "Svendborger Gedichten" (Berliner und Frankfurter Ausgabe, Bd. 12, S. 81): "Du, der du sitzest im Buge des Bootes | Siehst du am unteren Ende das Leck | Wende lieber den Blick nicht weg | Denn du bist nicht aus dem Auge des Todes". - Der daran anschließende (1950 entstandene) Vierzeiler ist unter der Überschrift "Rätsel" ebendort (Bd.

15, S. 220) zu finden: "Was ist das: es ist weiss | Wie die Wolke dort am Himmel. | Und sieht hinten grad so gut wie vorn? | Toter Schimmel". - Auf Durchschlagpapier; etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren; die Überschrift mit rotem Farbband, die zwei Korrekturen mit rotem Kugelschreiber verändert aus: "Und sieht vorn so gut wie hinten?"..

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Brecht, Bertolt

Ms. Brief mit e. Initial
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Bertolt Brecht (1898–1956), Schriftsteller. Ms. Brief mit e. Initial („b“). Berlin, 17. September 1954. 1 S. Gr.-4°. – An den Bühnenbildner Caspar Neher (1897–1962): „Ich würde mich sehr freuen, wenn Du zu der deutschen Erstaufführung meines Stückes ‚DER KAUKASISCHE KREIDEKREIS’ ins Theater am Schiffbauerdamm am 27. oder 28. September, u. 19.00 Uhr, kommen könntest [...]“. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung).


Brecht, Bertolt

Eigenh. Albumblatt mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

„Liefere ab, mensch, für dein bestes, was du mit deinen Fehlern verdient hast“. – Auf etwas gebräuntem Transparentpapier.


Brecht, Bertolt

Eigenh. Widmung mit Datum und U. in: [Sinn u. Form. Beiträge zur Literatur. Hrsg. v. J. R. Becher u. P. Wiegler. Sonderheft Bertolt Brecht. Potsdam, Rütten & Loening, 1949].
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Die Widmung für den Schauspieler und Regisseur Leonard Steckel „in Erinnerung besonders der grossen Durchsprechprobe der Berliner Puntilaaufführung mit Dankbarkeit und Bewunderung“ am fliegenden Vorsatz. - Enthält: Kleines Organon für das Theater. Der kaukasische Kreidekreis. 13 Gedichte. Die Geschäfte des Herrn Julius Cäsar. Brecht-Bibliographie. Erstausgabe. WG2 48. – Papierbed. etwas gebräunt, tls. im Bug verstärkt, Deckel leicht aufgebogen und an den Ecken berieben. – Beiliegend I: B. B. Taschenpostille. Berlin, Aufbau Verlag, 1958. 50, (2) SS. Perkalinband. Kl.-8vo. – II: 15 Bll. Zeitungsausschnitte zu B. B. sowie das gedr. Programm einer Aufführung von Brechts „Leben des Galilei“ am Berliner Ensemble.