Walter Bondy

Bondy, Walter

Maler (1880–1940). Eigenh. Postkarte mit U. („WBondy“). [Berlin. 1 S. Qu.-8vo. Mit von fremder Hand stammender Adresse.
200 € (18403)

An den Verlag Bruno Cassirer: „Ich erlaube hiermit die Reproduction meines Bildes ‚Treibhaus’ [...]“. – Walter Bondy war Mitbegründer des deutschen Künstlerkreises der Matisse-Schule im Café du Dôme in Paris und von 1906 bis 1914 Mitglied der Berliner Sezession, danach der Freien Sezession Berlin; 1928 war er einer der Gründer der Zeitschrift „Kunstauktion“ (später „Weltkunst“). Nebenberuflich Kunsthändler für Ostasiatika, schuf Bondy als Maler anfangs Akte, Stilleben, Landschaften, „zunächst zeichnerisch aufgefaßt, seit seinem Parisaufenthalt koloristisch an Manet und Renoir orientiert; in späterer Zeit vorrangig Portraits, beeinflußt von der Neuen Sachlichkeit“ (AKL).

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ins Exil gehend, lebte Bondy in dem ihm seit Jahren vertrauten Sanary-sur-Mer, wo er und seine spätere (seit 1937) Ehefrau Camille zahlreiche Exilanten photographisch portraitierten. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Verlags Bruno Cassirer. – Mit kleinem redaktionellem Vermerk in blauem Farbstift..

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