Sebastian Binder

Binder, Sebastian

Sänger (1792-1845). Eigenh. Brief mit U. [Wien]. 3½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
600 € (33941/BN29612)

Launiger Brief an den Sänger Ludwig Cramolini (1804-1884) in Darmstadt: "Einen Jux will er sich machen! Neues Stück von Mons. Nestroy heute Freitag zum 2ten Mahl mit immensem Beifall wiederhohlt. | Also bis Darmstadt seid Ihr gekommen? nit übel! Die Tage von dem Einem, der Kompagnion vom andern; die Frau vom gar Anderen bestürmen mich mit Fragen und Briefen um Auskunft über die Westpolexpedition [...]". Erwähnt Goethe, Eduard Duller und Felsing und beschwert sich darüber, daß er keine Briefe erhalten habe.

Sodann zwei Notenzeilen auf den Text "Drei Geister lassen mir keine Ruh sie trinken mein eigenes Blut mir zu" aus dem "Lied eines Wahnsinnigen" von Joseph Christian von Zedlitz. "[...] Verkaufts den Wagen; die Rollen auf die Fußparthie sind leicht; nur der Zwirn! Der Zwirn! Ja, und was ists denn mit die Kaffeetassen? [...] Ich grüße Dich herzlich! wir und das ganze Publikum denken oft an Dich; bey der letzten Oper: Die Königin von Einem Tag hat man Dich schwer vermißt [...]". - Sebastian Binder war Chorsänger am Theater an der Wien und am Theater am Kärntnertor, bevor am Prager Operntheater seine Laufbahn als Solotenor begann. Seine glänzende Karriere führte ihn u. a. an die Hoftheater in Dresden und München; seit 1840 sang er an der Wiener Hofoper. - Etwas angestaubt, gebräunt und knittrig sowie mit kleinen Randläsuren..

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