Luigi Bartolini

Bartolini, Luigi

italienischer Künstler und Schriftsteller(1892-1963). 1 eigenh. Brief mit Unterschrift und 1 eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Rom. 4to. 1 p. 8vo. 1 1/2 pp. Die Postkarte gelocht. Alle Schreiben geklammert.
850 € (80393)

Briefwechsel zwischen Luigi Bartolini und P.A. Ade, dem Ausstellungsleiter des Münchner „Haus der Kunst“. Enthalten sind auch Durchschläge der Gegenbriefe von Ade an den „Illustre Maestro“. Der Briefwechsel behandelt Bartolinis Absage an der „Ausstellung italienischer Kunst von 1910 bis zur Gegenwart“ vom 7. Juni bis 15. September 1957 im Haus der Kunst. Bartolini war als Maler, Autor und Dichter tätig. Am bekanntesten ist seine Novelle Fahrraddiebe, die vom italienischen Regisseur Vittorio De Sica unter dem gleichen Titel verfilmt wurde.

Im Laufe seiner Karriere veröffentlichte Luigi Bartolini über 70 Bücher und zahlreiche kulturkritische Essays. Den Hauptteil seiner malerischen Werke bilden Radierungen. Bartolini wuchs in der Nähe von Ascona auf und zog 1907 nach Rom, wo er die Kunstakademie und die Academia di Spagna besuchte. 1909 erwarb er in Florenz das Diplom als Zeichenlehrer und vertiefte seine Kenntnisse über Jacques Callot, Giovanni Fattori und vor allem Rembrandt. 1914 entstanden erste Ölbilder; 1928 beteiligte er sich erstmals an der Biennale di Venezia und erhielt einen von der Tribuna ausgeschriebenen Preis für Lyrik. 1929 wurde seine Grafik in Mailand ausgestellt; 1932 erhielt er einen ersten Preis auf der Ausstellung Mostra dell'incisione Italiana. Als entschiedener Gegner des Faschismus war Bartolini zeitweise inhaftiert. 1942 wurde ihm auf der Biennale ein eigener Raum eingeräumt, wo er erneut einen ersten Preis für seine Radierungen erhielt. Seit 1950 war der bisherige deutsche Betriebsleiter des Offiziersclubs, Peter Ade (1913-2005), Geschäftsführer der Ausstellungsleitung und Direktor des Hauses der Kunst. Er organisierte Ausstellungen mit einem Schwerpunkt auf die Klassische Moderne, aber auch kulturhistorische Themen. Ade organisierte ab 1955 nach amerikanischem Vorbild einen Mäzenatenkreis des Hauses der Kunst aus Industrievertretern..

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