Ludolf Wienbarg

Wienbarg, Ludolf

Publizist und Schriftsteller (1802-1872). Eigenh. Widmung mit U. („Jahn“) auf einem Stahlstich. Kiel. 1 S. 8vo.
$ 1,397 / 1.200 € (10104)

Ludolf Wienbarg (1802-1872), Publizist, Schriftsteller. E. Widmung u. U. auf einem Stahlstich „Jahn“, Kiel, März 1825, 1 Seite 8°. „Zum Andenken an L. Wienbourg“ – Mit einer kleinen e. Zeichnung unterhalb des Porträts. – Während eines Aufenthalts in Hamburg 1830 lernte er Heinrich Heine kennen, an dem sich sein idyllisch-impressionistisches Reisebuch Holland in den Jahren 1831 und 1832 orientiert. 1834 habilitierte er sich in Kiel, wo er nur ein Semester lang Vorlesungen über Ästhetik und deutsche Literatur hielt, lebte dann in Frankfurt/Main, am Rhein, auf Helgoland und seit dem Ende der dreißiger Jahre meist in Hamburg.

Als Mitherausgeber der „Deutschen Revue“ war auch er 1835 vom Verbot der Schriften des Jungen Deutschland durch den Bundestag betroffen. Von 1840-42 war er Redakteur des „Deutschen Literaturblatts“. Er gilt als Programmatiker des Jungen Deutschland, der in den 24 Kieler Vorlesungen umfassenden Aesthetischen Feldzügen (1834) seine Idee von der Rolle der deutschen Literatur als Ersatz für die fehlende politische Einheit entwickelte..