Schriftsteller (1893-1939). Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift. Berlin. 4to. 1/2 p. Gedr. Briefkopf. Einriss in der Falte und leichte Randläsuren.
$ 349 / 300 €
(97282)
An Direktor Kremnitzer: „ich bin gern bereit, Ihnen Manuskripte ohne Vermittlung zu schicken. Bitte, lassen Sie mich wissen, was für Dinge Sie wollen. […]“
Schriftsteller (1893-1939). Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift. Berlin-Wilmersdorf. 4to. 1/2 p. Gedr. Briefkopf. Lochung am linken Rand.
$ 465 / 400 €
(97864)
An den Max Reichard Verlag in Freiburg: „für Ihre Einladung danke ich Ihnen. Vorerst bin ich leider nicht in der Lage, vertragliche Vereinbarungen mit einem neuen Bühnenvertrieb zu treffen. Aber ein Film-Manuskript (fertiges Drehbuch) könnte ich vergeben. Sind Sie daran interessiert? […]“
Schriftsteller (1893-1939). 3 ms. Postkarte mit eigenh. Unterschrift. Berlin. Quer-8vo. 3 pp. Alle Karten gelocht.
$ 930 / 800 €
(97865)
An den Max Reichardt Verlag in Berlin: „[…] leider sind die Manuskripte bisher nicht eingetroffen. Auch ,Zement’ nicht. Ich muss Sie darum bitten, den Termin meiner Entscheidung bis zum 1. März zu setzen. Meine Sekretärin schrieb mir, dass Sie das Filmmanuskript nicht finden kann. So wie ich wieder in Berlin bin, etwa am 8. März, gebe ich es Ihnen. […]“ - II. „heute kam das Manuskript von ,Zement’. Ich werde es gleich durchsehen dann den Roman lesen und Herrn Dr. Löwenstein spätestens Anfang März meine Ansicht mitteilen.
Allerdings möchte ich heute schon sagen, dass mich die Bearbeitung einer Rohübersetzung stärker interessiert, denn hier handelt es sich ja um die Bearbeitung einer Bearbeitung. […]“.
Schriftsteller (1893-1939). Ms. Vertrag mit eigenh. Unterschrift. Berlin. 4to. 2 pp. Lochung am linken Rand.
$ 465 / 400 €
(97866)
Vertrag zwischen Ernst Toller und dem Max Reichard Verlag in Freiburg, der das Aufführungsrecht und den Materialvertrieb des von ihm bearbeiteten Werkes ,Du sollst nicht lieben’ regelt.
Schriftsteller (1893-1939). Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift. Berlin. 4to. 1 p. Gedr. Briefkopf. Lochung am linken Rand.
$ 581 / 500 €
(97867)
An Ernst Pyhrr vom Max Reichardt Verlag in Berlin: „[…] Sie werden von Dr. Löwenstein gehört haben, was sich inzwischen zugetragen hat. Arbeit und Mühe, die ich hatte, sind vertan. Es kommt für mich nicht in Frage, die Rechtslage, oder vielmehr die fehlende Rechtslage auszunutzen und mit Herminia zur Mühlen zu konkurrieren. Ich habe also meine Bearbeitung zurückgezogen. Sie werden es darum begreifen, wenn ich bei den anderen Stücken keine Entscheidung treffe, bevor Sie mir nicht mitteilen, dass die Autoren mit der Vergebung der Rechte durch Sie einverstanden sind, und kein anderer deutscher Schriftsteller sich einmischen kann.
In diesem Fall bitte ich, mir die Rohübersetzung von "Feuerbrücke" und "Lenzgewätter" zu senden. Wie ich Herrn Dr. Löwenstein schon sagte, hatte ich durch das Hin und Her bei dem Stück von Bill Bjerloczerkowski eine Reihe von Auslagen (Telephone, Telegramme und ähnliches). Ich bitte Sie, mir den Betrag hierfür, 50 Mk, an meine Adresse zu senden. […]“.
Schriftsteller, Politiker und Revolutionär (1893-1939). Ms. Brief mit eigenh. U. und mehrzeiliger eh. Nachschrift. London. 29.06.1934. 1 S. Kl.-4to.
$ 756 / 650 €
(49465/BN33859)
An die Schriftstellerin Lisa Tetzner (1894-1963): "Verzeihen Sie, dass Sie solange auf Antwort warten mussten. Ich war monatelang krank. Mein Kinderbuch ist leider noch nicht fertig. Wenn ich es fertig habe, will ich Ihnen gern das Manuscript schicken, ich danke Ihnen für Ihr Interesse. [...]". - Leicht fleckig.
Schriftsteller, Dramatiker und Politiker (1893-1939). Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefüllter Formularteil mit Namenszug und eh. Brief mit U. Berlin-Grunewald. 2 SS. auf 2 Bll. Folio (219:280 mm). Davon ein Blatt mit dem montierten Abriss eines Albumblatts mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formularteil für biograph. Daten, aufgezogen auf ei.
$ 756 / 650 €
(85100/BN55646)
"Ich glaube, daß die herrschenden Köpfe Deutschlands nichts mit seiner Zukunft gemein haben, daß ihr Pathos einer Zeit angehört, die schon heute Vergangenheit ist [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Der Brief an die Redaktion der Anthologie: "Das Photo bekommen Sie beim Photographen Binder, Kurfürstendamm [...]" (4. X. 1928).
- Aufgrund der führenden Stellung Ernst Tollers in der Münchner Räterepublik nach russischem und ungarischem Vorbild wurde Toller nach Niederschlagung derselben des Hochverrats angeklagt. Durch die Zeugenaussage des Soziologen Max Weber konnte er der Todesstrafe entgehen und verfasste in der Haft mehrere Dramen wie z. B. "Masse Mensch" (1919), "Die Maschinenstürmer" (1921) und "Hinkemann" (1922). Der Anklang und die großen Erfolge, die Tollers Dramen während der Weimarer Republik auf den deutschen Bühnen erfuhren, erwirkten sogar eine Begnadigung, die Toller jedoch ausschlug. - Der Brief mit leichter Rostspur einer Büroklammer..






