dt. Dichter, war mit Annette v. Droste-Hülshoff befreundet (1814-1883). 9 eigenh. Briefe mit Unterschrift. Münster u. Sassenberg bei Warendorf. 12 pp. gr.-8vo und 3 pp. klein-4to auf meist Doppelblättern, kleinere Altersspuren.
$ 7,666 / 6.500 €
(62464)
An seinen Verleger Carl Rümpler in Hannover, u.a. seinen Roman „Die Geschworenen und ihr Richter“ betreffend sowie vornehmlich bezüglich der Herausgabe von Gedichten von Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) aus ihrem Nachlaß, „[…] Ich bin von den Erben der ausgezeichneten Dichterin Annette von Droste gebeten worden, die Herausgabe folgender Schriften derselben zu vermitteln: 1. Nachgelassener Gedichte, die an Schönheit und Bedeutung größtenteils den früher (bei Cotta) edirten übertreffen, namentlich klarer in der Form und allgemein ansprechender sind.
| 2. Einer Novelle: ,Die Judenbuche’ | 3. ,Westphälischer Schilderungen’ […] Die früheren bei Cotta erschienenen ,Gedichte’ von A. v. Droste haben sich jetzt ungefähr vergriffen, ihr ,Geistliches Jahr’ hat die zweite Auflage erlebt. - Es war natürlich, den Verlag auch dieses Buches Cotta anzubieten; Hr. Baron Droste, der Bruder der Dichterin, hat dies im Mai d.J. gethan, Cotta jedoch den Verlag wegen der Kriegszeiten abgelehnt, da er für den Augenblick jeden andern als politischen Verlag principiell aufgegeben ]“ (Münster, 29.7.1859). „[…] Wir haben uns endlich für den Titel: ,Letzte Gaben’ | Nachgelassene Blätter | von | Annette von Droste-Hülshoff | entschieden. Die Gedichte werden gewiß gut gehen - ein Münsterscher Buchhändler sammelt schon jetzt Subscribenten […]“ (Sassenberg, 16.9.1859); interessante Brieffolge..
Schriftsteller (1814-1883). Eigenh. Albumblatt mit U. Sassenberg. 29.06.1879. ¾ S. Qu.-8vo.
$ 531 / 450 €
(942878/BN942878)
"Weil Autographen ich schreiben muß / Und schwer ist es, an allen Tage / Hübsche und geistreiche Dinge sagen - / drum laß ich's bewenden bei freundlichem Gruß! [...]". - Mit kleinen Spuren alter Montage verso.
Anglist und Literatursoziologe (1878-1964). Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Leipzig. 1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).
$ 1,769 / 1.500 €
(85056/BN55600)
"Von einer Zukunft Deutschlands kann man letzten Endes so wenig sprechen, wie ich von einer Zukunft des Armes oder Beines an meinem Körper sprechen würde. Denn der Krieg und seine Folgen haben uns gelehrt, daß alle Völker nur Glieder eines Leibes sind. Wenn sich in ihm nicht die 'gesunden Säfte' sozialer und nationaler Gerechtigkeit, sondern die Krankheitsstoffe von Faschismus und Nationalismus durchsetzen, werden alle Glieder, darüber auch Deutschland, zu Grunde gehen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).
Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Levin Schücking wirkte bis Mitte der 1920er Jahre als Vorsitzender der "Schlesischen Abteilung der Deutschen Friedensgesellschaft" sowie bis in die 1930er als Mitglied der DDP. Er lehnte zahlreiche Rufe (nach Halle, Bern, Basel und Köln) ab und wurde schließlich 1925 Ordinarius in Leipzig (vgl. NDB XXIII, 633f.). - Mit feinen Ein- und kleinen Ausschnitten im Formularteil, leicht fingerfleckig..


