Friedrich von Schlichtegroll

Schlichtegroll, Friedrich von

Philologe, Numismatiker und Archäologe (1765-1822). Eigenh. Brief mit U. München. 2 SS. 8vo.
$ 2,250 / 2.000 € (940431/BN940431)

Kündigt einem "verehrtesten Freund" den Besuch des Archäologen Heinrich Carl Ernst von Köhler (1765-1838) an, des Aufsehers der Eremitage in St. Petersburg: "[...] Diese gegenwärtigen Zeilen sollen nur meinen verehrten Freund u. unsern gemeinschaftlichen Collegen, den Staatsrath v. Köhler aus Petersburg bey Ihnen einführen. Er ist unstreitig einer der größten jetzt lebenden Antiquare, u. durch seinen Platz, als Aufseher der Kais. Sammlungen in der Eremitage bey seinen gründlichen Studien begünstigt.

Er ist ein Freund v. Graf Karl Rechberg, u. Ihnen auch dadurch schon empfohlen. Was Sie bey s. kurzen Aufenthalt zur Befriedigung seiner Seh- u. Wißbegierde Beyhülfliches thun können, darum seyn Sie schönstens gebeten [...]". - Seit 1802 war Schlichtegroll herzoglicher Bibliothekar Ernsts II. von Sachsen-Gotha-Altenburg, wo ihm unter anderem die Aufsicht über das Münzkabinett oblag. Bereits 1807 wechselte er an die Bayerische Akademie der Wissenschaften, deren Präsidentschaft er 1812 übernahm. Aus dieser Zeit stammt der vorliegende Brief, in dem Schlichtegroll auch sein beträchtliches Arbeitspensum an der Akademie erwähnt: "[...] Das täglich zunehmende Uebermaas meiner Arbeiten, wobey es mir an Unterstützung im Mechanischen fehlt (indem unsre Akad., wie Sie wissen, zugleich eine halb-administrative Stelle ist, u. Berichte u. Rescripte kein Ende nehmen) entschuldigt mich bey billig Denkenden, die meine Lage kennen [...]". - Leicht gebräunt. Alte Numerierung "40" mit Rötelstift..

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