deutscher Industrieller und Kunst-Mäzen (1925-1996). Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift. Aachen. 4to. 1 p. Gelocht. Mit Eingangsstempel. Gedr. Briefkopf.
$ 142 / 120 €
(80620)
An das Haus der Kunst anlässlich der Max Ernst-Ausstellung 1979: „[…] ich habe mich bei Herrn Ruhrberg für die Ausleihe des Bildes ‚Rendevous des Amis’ von Max Ernst eingesetzt. Allerdings muss ich Ihnen sagen, dass das Bild bisher nie ausgeliehen wurde, auch nicht zur großen Max Ernst-Ausstellung in New York, da konservatorische Gründe dagegenstehen. […]“ Der Gegenbrief des Haus der Kunst liegt als Durchschlag bei. Max Ernst: „Das Rendezvous der Freunde“ (1922) ist ein Ölgemälde aus den frühen Jahren von Max Ernst und übt eine besondere Faszination aus.
17 Literaten und Maler sind hier, auf dem „Olymp“ der Künste, versammelt. Das großformatige Bild mit den Maßen 130 × 195 cm kam 1976 in den Bestand des Museum Ludwig in Köln. Ein im Jahr 1992 gedrehter gleichnamiger Film erzählt die Geschichte des Gemäldes. Die Retrospektive der Arbeiten von Max Ernst (1891-1976) war eine Kooperation des Haus der Kunst in München und der Nationalgalerie in Berlin. Die Bilder wurden von Februar bis April 1979 in München und anschließend, von Mai bis Juli 1979, in Berlin gezeigt. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel schrieb über die Ausstellung: „[…] Allein 335 Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen umfaßt die im Haus der Kunst gezeigte bislang größte Max-Ernst-Retrospektive (Versicherungswert: 140 Millionen Mark). Außerdem hat das Lenbachhaus eine zuvor in Zürich und Frankfurt präsentierte 259-Nummern-Schau "Frottagen, Collagen, Zeichnungen, Graphik, Bücher" aufgenommen*. Das, kann man wetten, kommt nie wieder zusammen. Nur diesmal noch, gleichsam als letzte Geste für den toten Künstler, haben viele Leihgeber ihren zunehmend kostbaren Besitz herausgegeben -- so vermutet Ernst-Intimus Werner Spies, der beide Ausstellungen organisiert und kommentiert hat. Einschlägig wichtige Museen (New York, Düsseldorf) bauen neu und werden ihre Kollektionen dann strenger zusammenhalten. Aber das weitaus meiste von Max Ernst ist gewöhnlich bei privaten Sammler-Freunden des Künstlers, vom Schauspieler David Niven bis zum Mater William Copley, unter Verschluß. […]“ Peter Ludwig war ein deutscher Industrieller und Kunst-Mäzen. Die Kunstsammlungen von Peter Ludwig sind heute auf mehrere Museen in fünf Ländern verteilt. Seine Witwe Irene errichtete die Peter und Irene Ludwig Stiftung, die aus der Ludwig Stiftung für Kunst und internationale Verständigung GmbH hervorging..
