deutscher Schachspieler, Mathematiker und Philosoph (1868-1941). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Cambridge. Gr.-8vo. 2 pp. Gedr. Hotelbriefkopf „Hotel Rider“.
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(94953)
An einen namentlich nicht genannten Professor: „Vor etwa einem Monat nahm ich mir die Freiheit, Ihnen eine Arbeit über die Theorie der Moduln und Ideale zu senden. Da ich keine Bestätigung der Ankunft erhalten habe, so fürchte ich, daß das M.S. verlorgen ging. Würden Sie vielleicht mir darüber freundlichst Nachricht geben? Ich bin sehr stolz auf die Arbeit, an der ich etwa 6 Jahre thätig war, und darum habe ich es mir nicht nehmen lassen wollen, Ihnen dieselbe als erstem zu senden. Denn Sie sind nicht blos ein freundlicher Berater gewesen in Zürich, als ich das Vergnügen hatte, Sie kennen zu lernen, sondern auch, ohne daß Sie es wissen, ein Lehrer, aus dessen Schriften ich viel gelernt habe, und den ich der Reichhaltigkeit und Tiefe seiner Gedanken wegen aufrichtig verehre. Mein Adresse ist jetzt c/o Manhatten Chess Club Carnegie Building New York City […]“ Lasker spielte zur Zeit des Briefes ein Schachturnier in Cambridge Springs, bei dem er den 2.
Platz belegte. - Sein Werk „Zur Theorie der Moduln und Ideale“ erschien 1905. Lasker war auch Mathematiker und Philosoph. 1900 wurde er an der Universität Erlangen über unendliche Reihen promoviert. Die von Max Noether betreute Dissertation trägt den Titel Ueber Reihen auf der Convergenzgrenze (26 Seiten). 1905 veröffentlichte er in der Zeitschrift Mathematische Annalen eine bedeutende mathematische Arbeit zur Theorie der Moduln und Ideale, die später von Emmy Noether weiterentwickelt wurde. Daraus entstammt der heute so genannte Satz von Lasker-Noether..
Schachweltmeister (1868-1941). Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. 04.10.1927. 1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).
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(84861/BN55401)
"Deutschlands Zukunft wird der Menschheit lieb und teuer sein, sofern die Deutschen entschlossen Werte der Zukunft zu schaffen trachten [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Der deutsche Schachspieler, Mathematiker und Philosoph Emanuel Lasker war (nach Wilhelm Steinitz) der zweite offizielle Schachweltmeister und zugleich der einzige deutsche Träger dieses Titels.
Er behauptete diese Position über einen Zeitraum von 27 Jahren (1894 bis 1921) und damit länger als jeder andere Schachweltmeister..

