Philologe und Archäologe (1765-1838). Eigenh. Brief mit U. St. Petersburg. 2 SS. 4to.
$ 379 / 320 €
(88423/BN58265)
An seinen Kollegen Eduard Gerhard (1795-1867), Archäologe am Königlichen Museum zu Berlin, über wissenschaftliche Aufsätze, Numismatik und Gräberfunde auf der Krim sowie die Erweiterung der Königlichen Sammlungen und erbauliche Gespräche mit dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen: "So wie meine vorher hier erschienenen Abhandlungen, habe ich die Ehre gehabt Ihnen & Herrn F. C. W. Vogel in Leipzig zwei meiner neuesten Abhandlungen, den Alektryonophor und den Mnaskyres, zu übersenden, welche Sie gewiß schon werden erhalten haben [...] Mit Vergnügen habe ich vernommen, daß Ihre tref[f]lichen Sammlungen für Kunst und Alterthum sich von Zeit zu Zeit erweitern und verschönern.
Ihre neue Schrift über die Gorgonenmaske auf alten Münzen habe ich mit großem Vergnügen gelesen [...] Eine nicht unbedeutende Anzahl von Thongefäßen größere u. kleinere mit rothen Figur[en] auf schwarz[em] Grunde [...] sind jetzt sehr häufig [...] um Kertsch in mehreren Gräbern gefunden worden, [z]ugleich mit einer Menge der schönsten goldenen und silbernen Gefäße mit und [o]hne Relief. Ueber alle diese sehr merkwürdigen und sehr schönen Dinge von Gold die mancherlei Aufschlüße über die Geschichte des Bosporus, die Lebensart in verschiedenen Zeiten der dortigen Völkerschaften geben werde ich sehr bald eine ausführliche Beschreibung herausgeben. Ich erwähnte oben die Bereicherungen und Verschönerungen Ihrer in neuerer Zeit so berühmt gewordenen Königl. Sammlungen. Ueber diese Gegenstände mehrmals zu sprechen hatte ich das Glück mit Sr. Kön. Hoheit dem Kronprinzen von Preussen, ein[em] höchst ausgezeichneten und liebenswürdigen Fürsten [...]"..
