Erzherzog von Österreich Johann

Johann, Erzherzog von Österreich

Erzherzog von Österreich (1782-1859). Eigenh. Brief mit U. Wien. 8vo. 3 pp.
$ 2,117 / 1.800 € (60460)

An seinen damals 8-Jährigen Sohn Franz von Meran (1839-1891): „[…] Dein recht schön und gut geschriebener Brief hat mich recht Erfreuet; er liefert mir den Beweis, daß du schon etwas Leisten kannst, wenn es dir Ernst ist. Sey fleissig, mache mir und deiner Mutter Freude. Hier ist eine entsetzliche Witterung kalt Regen, Koth man kann nciht aus dem Hause. […] Nun aber lieber Franzi denke ich daß Mondtags dein Namenstag ist, und leider bin ich nicht bey dir. Ich werde an diesem Tage an dich denken, und zu Gott, unserem Guten Vater, um das Bitten was ich seit deiner Geburt gebethen habe daß Er dich segne und zu einem tüchtigen Menschen werden lasse, daß du Ihm vor allem treu dienest nach Ihm deinen Nebenmenschen; Daß Er mir die Freude Erleben lassein dir das fortgepflanzet zu sehen was in meinem Herzen so Warm für Gott, Menschheit, Kaiser, Vaterland schlägt.

[…]“ - Auf dem Respektplatz eine kleine Skizze in Tinte v. Franz’ Hand(?). - Gebräunt und leichter Falteneinriss..

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Johann, Erzherzog von Österreich

Erzherzog von Österreich (1782-1859). Eigenh. Brieffragment. Düsseldorf. 8vo. 4 pp.
$ 2,353 / 2.000 € (60461)

An seine Frau Anna Plochl über seinen Aufenthalt in Düsseldorf und sein Treffen mit König Friedrich Wilhelm IV.: „[…] Ich bin glücklich in Düsseldorf angekommen. […] über die Fahrt, Gegenden etc. Schreibe ich dir nichts - alles mündlich - ich sah die herrlichen Weingärten im Rheingau sie machten mich traurig - denn ich überzeugte mich wie weit wir zurück sind blos im Vorüberfahren habe ich mehr Erfahren als jahrelang durch lesen; unsere Leute sind vorzüglich in Mahrburg voll Eigendünkel und wissen gar nichts.

[…] Am 2ten war ich um 6 Uhr auf der König (von Preußen) hatte mir zwey sehr brave Leute beygegeben als, Oberst Gf. Brüh. welcher früher bey uns dienste bey Bruder Karl im Hause war, den ich sehr gut kenne. […] um 3/4 auf 8 Uhr saß ich im Wagen und fuhr über die Rheinbrücke dann zu Pferde nach dem Lager bey Grimmlingshausen - dort sah ich einen Prinzen nach dem andern, endlich den König [Friedrich Wilhelm IV.] der mich herzlich Empfieng es wurde die Parade des 7. Armee Corps gehalten - alles dauerte bis 1/2 2 Uhr wo ich dann mit dem König und er Königin zu Wagen nach Düsseldorf zurückfuhr - bis 3 Uhr machte ich meine Besuche dann Speißte ich bey dem Könige um 5 Uhr war ich zu Hause und hatte Ruhe bis 8 Uhr da hieß es auf den Bürgerball gehen[…]“ - Briefpapier mit blindgeprägtem Wappen. - Der Brief in den Falten eingerissen. - 1842 wurde Erzherzog Johann von seinem Neffen, Kaiser Ferdinand, als Vertreter des österreichischen Kaiserstaates zu den preußischen Manövern an den Rhein entsendet und nahm als Gast des preußischen Königs und Vertreter Österreichs an der Grundsteinlegung zu den Ergänzungsbauten am Kölner Dom teil..

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Johann, Erzherzog von Österreich

Erzherzog von Österreich (1782-1859). Eigenh. Brief m. U. Frankfurt. 4to. 2 pp.
$ 2,353 / 2.000 € (60462)

Vermutlich an seinen Verwalter Brandhof aus Frankfurt: „[…] Alle Kisten welche gekommen sind, müssen in das Haus im ersten Stock wo die Bücher stehen gebracht werden damit dieselben trocken sind. Wudich ist hier und wird weitergehen. Er wird bey seiner Rückkunft die Nachricht bringen bis wann wir kommen. Der Zeitpunkt scheint sich sehr zu nähern, aber Bestimmtes läßt sich dermalen nicht sagen. […] Das Schmalz ist wohlbehalten angekommen. Die Ausweise behalten sie zurück, nur ist uns zu Schreiben, wie es mit dem Geld stehet und was sie für Neujahr und überhaupt brauchen.

Wir haben hier ziemlich Schnee und Kalt, 4 Tage erhielten wir keine Post aus Wien, weil alle Wege verschneit und verwehet sind, wie mag es, wenn der Schneefall so weit reichet, in Vordernberg aussehen. Nachdem Franzi [sein Sohn] den Krampfhusten gehabt, jezt ist er wieder wohl, erkrankte die Frau an einer heftigen Rippen und Herzfell Entzündung mit Seitenstechen ich hatte gewaltige Angst, Gott sey es gedanket und unserem Doktor er hob das Übel ohne Aderlaß ohne Blutegel noch sonst etwas blos mit seinen Kügerln […]“ - Falteneinrisse. - Mit einer vollständigen Transkription und Erläuterung zu Johanns Aufenthalt in Frankfurt. - Die Revolution von 1848 führte zur Wahl der Frankfurter Nationalversammlung, dem ersten gesamtdeutschen Parlament. Die Nationalversammlung übernahm vom Bundestag die Aufgabe, Deutschland eine Exekutive zu geben. Die Provisorische Zentralgewalt, die vorläufige deutsche Regierung, wurde am 28. Juni 1848 eingerichtet. Zum Staatsoberhaupt wählte die Nationalversammlung am Tag darauf Johann, der den Titel Reichsverweser erhielt. Eine Deputation der Nationalversammlung machte sich auf den Weg nach Wien, um Johann davon zu benachrichtigen. Anfang Juli nahm Johann die Ehre an, am 11. Juli zog er unter großem Jubel in Frankfurt ein. Johanns Wahl fand viel Zustimmung: Die Monarchisten stimmten zu, da er Fürst war, die Großdeutschen, da er Österreicher war, der Linken war er genehm, weil er als volkstümlich galt. Überhaupt war der Erzherzog ein Gegner Metternichs gewesen. Der Reichsverweser war provisorisches Oberhaupt des Deutschen Reiches, eines Staates, der noch in der Entstehung war. Die Rolle des Reichsverwesers war es, die Reichsminister zu ernennen und zu entlassen. Außerdem unterschrieb er die Reichsgesetze. Nach der gewaltsamen Niederschlagung der deutschen Revolution übertrug er am 20. Dezember 1849 seine Befugnisse der Bundeszentralkommission. Wikipedia..

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Johann, Erzherzog von Österreich

Erzherzog von Österreich, in der Revolutionszeit 1848/49 Reichsverweser, (1782-1859). 4 Briefe mit eigenh. Unterschrift „Johann mp.“. Innsbruck, Marburg und Vorderaberg. 5 Doppelblätter 4to und gr.-4to, davon 14 Seiten beschrieben. Papier brüchig und mit Sporflecken, der Brief von 1846 mit starken Randschäden; einige Risse und Randverstärkungen.
$ 2,941 / 2.500 € (61363)

Inhaltsreiche Briefe an den bernischen Staatsmann und Historiker Johann Anton von Tillier (1792-1854), dem er jeweils für die Zusendung von historischen Werken aus dessen Feder sowie für Mitteilungen über die Entwicklung in der Schweiz dankt. Johann erweist sich dabei als wohlinformierter Kenner der schweizerischen Verhältnisse. Immer wieder gibt er seinem Kummer Ausdruck über die wachsenden Spannungen in der Schweiz, die im Sonderbundskrieg kulminieren sollten, vor welchem Johann mit Nachdruck warnt. Innsbruck 10.VIII.1838: „[…] Die heutigen Wirren in der Schweiz werden, wie Ich hoffe, sich geben, dieselben sind nur vorübergehend, und dürfen Forschungen weder hindern noch entmuthigen.

Ihre Mir über die von der Schweiz handelnden neuen Werke gegebenen Andeutungen werde Ich benützen, und die bezeichneten Bücher Mir beischaffen und lesen. Mehrere derselben waren Mir bekannt, von einigen andren sind es Mir wenigstens die Namen der Schriftsteller, so Zellweger’s, dessen Eltern und Großeltern Ich sehr gut gekannt. Von den erwähnten Werken kenne Ich z.B. Kopp’s Schrift;“ – Joseph Eutich Kopp – „dessen Absicht ist allerdings löblich, aber die Sache hat auch eine Kehrseite. Es herrschen bei den Völkern allenthalben Sagen, Ueberlieferungen, besonders ist dies der Fall im Hochgebirge – Ich selbst kenne mehrere – diese lassen sich freilich nicht beweisen, und können eine scharfe Kritik nicht aushalten. Wenn aber auch durch ihren Fall die Geschichte nichts verliert, so ist es ganz etwas anders rücksichtlich des Volkes; fällt die Sache, so haben die Denkmäler keinen Werth mehr; fällt Tell’s Geschichte so ist der Brunnen in Altorf und der Platz wo der Meisterschuß geschah, Kapelle auf der Platte, jene in Küßnacht und das Haus in Bürglen nichts mehr – was hat dann Uri noch für Erinnerungen? Und werden nicht mehrere Sagen in der Schweiz welche im Volke leben, an welche dasselbe hänget, gleiches Schicksal haben? Allerdings bleiben die Thaten Arnold Winkelrieds, die der Männer bei St. Jakob, und noch viele der Schweizer Geschichten herrliche Erinnerungen, aber die andern Erinnerungen sind einmal da, Ich möchte sie nicht berühren, das Volk hängt einmal daran […]“ Marburg 3.XI.1840: „[…] Aus dem unerwartet friedlichen Ausgange der […] Krise in Wallis geht zur Genüghe hervor wie bald sich die Gemüther eines – wenn auch zuweilen durch Verschiedenheit der Ansichten und Interessen gespalteten, doch biederen und von Vaterlandsliebe beseelten Volkes – versöhnen […] Zu wünschen wäre es sehr, daß bald in der ganzen Schweiz eine aufrichtige Versöhnung der verschiedenen Parteien geschähe; ohne offenes Entgegenkommen von den Männern der verschiedensten Meinungen kann dieselbe nicht statt finden. Sollte vielleicht die jetzige bedenkliche Aufregung in der europäischen Politik für die Schweiz die leicht mögliche Folge haben die Gemüther durch Anregung der Vaterlandsliebe einander näher zu bringen und zu versöhnen, so dürfte dieselbe als für das Land sehr wohlthätig betrachtet werden […]“. Vorderaberg 18.X.1846: „[…] Den Verhandlungen der Tagsatzung habe ich mit großer Aufmerksamkeit gefolget. Ich klage keine Parthei an, und vertheidige keine, allein die Quelle alles Uebeln liegt in Ersten begangenen Unrechte und im schroffen Beharren auf demselben von der Einen Parthei, und von der anderen auf sture Forderungen die kaum zu erfüllen sind. Es gehet da wie im gewöhnlichen Leben, Eintracht kann nur auf Gerechtigkeit beruhen, ist diese nicht vorhanden so ist jene zerstöret […]“.

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Johann, Erzherzog von Österreich

Eigenh. Brief mit U.
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