Philologe (1729-1812). "Im Ansehen des künftigen Lebens". Eigenh. Notate. Göttingen. Qu.-8vo. 1 Seite.
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(98148/BN64132)
Flüchtig hingeworfene, teils schwer lesbare Überlegungen Heynes zur Natur des Menschen und zum Einsatz seiner Kräfte: "Es muß unsrer vernünftigen Natur angemessen seyn. Wir solten nicht [auf] andre Weise, sondern nur vollk[ommen] u[nd] glücks[elig] sey[n]. Unsre Kräfte sollen freyer an echter Stärke wirken. Unser Empfinden reiner starker seyn. Es kann nicht in bloser E[rkenntni?]ß bestehen, auch nicht in blosen Speculationen: ein Theil unsrer selbst blieb[e] unwirksam. Unsre Kentniß und Verstand muß e[in]en wesentl[ichen] Theil der künftigen Glücks[eligkeit] angehn".
- Heyne war ab 1763 Direktor des philologischen Seminars der 30 Jahre zuvor gegründeten Georg-August-Universität Göttingen, Bibliothekar der Göttinger Universitätsbibliothek und ab 1770 Sekretär der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Er reformierte alle drei Institutionen, verhalf der Universitätsbibliothek zu internationaler Signifikanz und machte die von der Akademie herausgegebenen "Gelehrten Anzeigen", welche noch heute halbjährig erscheinen, zu einer der angesehensten wissenschaftlichen Zeitschriften seiner Zeit. Als Erforscher der griechischen Mythologie und Übersetzer griechischer und römischer antiker Texte war er wesentlicher Mitbegründer der modernen Altertumswissenschaft..
