Samuel Friedrich Hassel

Hassel, Samuel Friedrich

Sänger (1798-1876). Eigenh. Brief mit U. Frankfurt. 05.06.1845. 2½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo.
$ 236 / 220 € (938870/BN938870)

An die Schauspielerin Louise Schönfeld-Neumann (1818-1905), Tochter des Schauspielerehepaars Karl Neumann und Amalie Haizinger, bezüglich des Wiener Burgtheaters: "Die Erinnerung an Ihr liebenswürdiges Benehmen gegen mich in früheren Jahren im elterlichen Hause, - die herzliche Freundlichkeit mit welcher Sie mich im verflossenen Jahre in Wien aufnahmen, giebt mir die Sicherheit mich in einer persönlichen Angelegenheit an Sie zu wenden, und die Hoffnung daß die würdige Tochter meiner wohlwollenden Freundin mit Nachsicht die Freyheit entschuldigen wird, die ich mir nehme indem ich Sie mit diesen Zeilen belästige.

Freunde in und außer Wien haben mich öfters versichern wollen, daß einem Komiker meiner Art es nicht unmöglich seyn dürfte ein Engagement am Burgtheater zu erhalten, und mir den freundlichen Wink gegeben, dies gelegentlich zu beachten. Das vor einiger Zeit sich verbreitende Gerücht dass H. Beckmann an der Burg engagiert werden solle, der nunmehr aber ein glänzendes Engagement an der Wien gefunden hat, hat mir diese Winke wieder in's Gedächtnis gebracht […]". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - Seit 1804 Chorsänger am Frankfurter Opernhaus, wurde Hassel 1815 als Bassist und Schauspieler Mitglied im Ensemble des Frankfurter Theaters, an das er nach vierjähriger Tätigkeit am Stadttheater in Mainz (1817-21) zurückkehrte. Als Sänger und Schauspieler in Lokalstücken war er in seiner Heimatstadt erfolgreich und sang u.a. den Grafen in der Uraufführung von Lortzings "Opernprobe" 1851..

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