Karl Fichtner

Fichtner, Karl

Schauspieler (1805-1873). Eigenh. Brief mit U. [Wien]. 04.02.1845. 3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
$ 123 / 120 € (938701/BN938701)

An Karl Remmark (1802-86), Direktor des Landestheaters in Graz: "Nachdem ich mich wegen dem 'deutschen Krieger' erkundigt habe, theile ich Ihnen mit: daß Bauernfeld dieses Stück keiner Bühne, ohne Ausnahme, zu den bisher üblichen Bedingungen überlassen wird. Ich hörte von einem Honorar von 10 bis 12 Ducaten. Wollen Sie mir nun gefälligst schreiben ob ich in der Sache einen Schritt für Sie thun soll oder ob Sie selbst sich an den Commissionär Bauernfelds', Hr Holding […] wenden wollen.

Letzteres halte ich für zweckmäßiger da Sie doch das Stück vielleicht zu leichteren Bedingungen erhalten können, denn unter uns gesagt, ich glaube nicht recht, daß von genanntem Honorar gar nichts nachgelassen werden sollte. Das Stück wird für jede Bühne ein Repertoire und Cassastück werden. Wir haben es seit 20ten December bereits 8 Mal gegeben und jedes Mal bei überfülltem Hause, so daß die Casse um 6 ½ Uhr geschloßen werden musste […]". - Fichtner wurde 1823 als Liebhaber an das Theater an der Wien engagiert und debütierte im folgenden Jahr unter Joseph Schreyvogel in Ifflands ‚Herbsttag' am Wiener Burgtheater, dem er bis zu seinem Bühnenabschied 1865 angehörte; seit 1841 war er auch als Regisseur tätig. Zunächst jugendlicher Liebhaber und Charakterschauspieler, "entwickelte sich Fichtner zu einem Salonhelden, der vor allem in den Gesellschaftsstücken Eduard von Bauernfelds große Erfolge feierte und wiederholt im Rahmen von Gastspielreisen in Berlin auftrat" (DBE)..

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