Jurist und Politiker (1808-1881). Eigenh. Manuskript m. U. und eigenh. Begleitzeilen m. U. auf dem Deckblatt. Heidelberg. Zus. 10 pp. gr.-4to. Leicht gebräunt, kleinere Randläsuren; das Deckblatt stärker lädiert.
$ 1,423 / 1.200 €
(83174)
Schluss seines für den in Paris erscheinenden „Dictionnaire général de la politique“ bestimmten Artikels „über das ‘Gesetz‘“ (pag. 9–17); beginnt: „Da die Autoritaet des Gesetzes zunaechst von seiner aeußern Erscheinung, d. Willensausdruck der Gesetzgebenden Gewalt, d. h. von der Form abhaengt, so ist es zweckmaeßig, die Fassung des Gesetzes & seine Verkündigung so einzurichten, daß darüber kein Zweifel sei. Deßhalb wird gewöhnlich in der Einleitung des Gesetzes, oder durch die Unterzeichnung desselben die Zustimmung der saemmtlichen Factoren der Gesetzgebenden Gewalt erwaehnt & überdem für Veröffentlichung desselben gesorgt […]“ – Reinschrift mit einigen Korrekturen.
Auf dem Deckblatt ein Vermerk des Herausgebers und Übersetzers Maurice Block. Beiliegend ein eigenh. Brief m. Unterschrift. (Heidelberg 1872) sowie sein gestochenes Portrait, beides in alter Sammlungsmappe montiert..
Jurist und Politiker (1808-1881). Eigenh. Albumblatt mit U. Heidelberg. 18.05.1881. 4 Zeilen. Kl.-8vo (113:119 mm). Alt auf Trägerpapier montiert (qu.-4to).
$ 415 / 350 €
(940655/BN940655)
"Im Bunde mit dem deutschen Reiche kann Österreich seine große Lebensaufgabe in Süd-Ost-Europa am sichersten u. vollkommensten erfüllen". - J. C. Bluntschli lehrte ab 1833 an der Universität Zürich, wo er 1844/45 auch als Rektor amtierte, und später in München und Heidelberg; 1868 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt; 1879 gehörte er zu den Gründern der Mannheimer Versicherung. - Auf blindgepr. monogr. Briefpapier; gering fleckig und mit kleiner Faltspur; das Trägerpapier mit Sammlernotiz recto in Tinte und verso in Blei und hellrot.
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E. Redemanuskript
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Johann Caspar Bluntschli (1808-1881), bedeutender Schweizer Jurist und Politiker, international berühmter Staats- und Völkerrechtler, lehrte in Zürich, München und Heidelberg. E. Redemanuskript, o. O. u. D. [1864], 12 Seiten Folio. Umfangreiches Manuskript einer kirchenpolitischen Ansprache, laut Bleistift-Vermerk (auf dem ersten Blatt) „gehalten auf der Durlacher Conferenz 1864“. Der Vortrag beginnt: „[...] Indem ich es übernommen habe, im Auftrage des Ausschusses den dritten, freilich den schwierigsten Antrag zu beleuchten & zu rechtfertigen, so hat das einen besonderen Grund. Die Männer nämlich, welche die gegenwärtige Versammlung nach Durlach berufen haben, unterscheiden sich auch dadurch von den Leitern der protestirenden Carlistenversammlung, daß sie sich nicht auf Geistliche ihrer Partei beschränkt, sondern auch die weltlichen Mitglieder der Kirche eingeladen haben. Aus demselben Grunde wünschten sie auch, daß neben den geistlichen Rednern ein Laie hier auftrete, & diesen Laien-Standpunkt werde ich in meinem Vortrage wahren [...]“. Es folgen ausführliche Erörterungen über das Verhältnis der verschiedenen christlichen Kirchen zueinander, auch in historischer Sicht, und speziell über Lehrfreiheit der protestantischen Kirche, für die sich Bluntschli energisch einsetzt. Der ganze Vortrag atmet einen souveränen, liberalen Geist, der sich über die Streitereien der diversen theologischen Richtungen erhabt. – Mit vielen Verbesserungen, Streichungen und Fingerspuren, die das Manuskript als für den unmittelbaren Rede-Gebrauch geschaffen kennzeichnen. – Es fehlt offenbar die Schlusspassage.

