Gottfried Benn

Arzt, Dichter und Essayist, 1886-1956

Gottfried Benn gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter der literarischen Moderne. Ein erstes Mal betrat er die literarische Szene als Expressionist mit seinen Morgue-Gedichten, die mit herkömmlichen poetischen Traditionen radikal brachen und in denen vor allem Eindrücke aus seiner Tätigkeit als Arzt starken Niederschlag fanden. Vom Nationalsozialismus, mit dem er zuerst sympathisiert hatte, wandte sich Benn wohl vor allem ab, weil er ihn schließlich als ähnlich antikulturell einschätzte wie den Kommunismus und Sozialismus. Gegen Ende hin war Benn ein weitberühmter, mit dem Büchner-Preis ausgezeichneter und stilbildender Dichter.

来源: Wikipedia

Benn, Gottfried

Dichter und Arzt (1886–1956). Eigenh. Brief mit U. [Berlin]. 1¾ SS. 8vo.
$ 3,534 / 3.000 € (11299)

Gottfried Benn (1886–1956), Dichter und Arzt. E. Brief mit U. [Berlin], 3. Oktober 1955. 1¾ Seiten 8°. – An den Publizisten Frank Maraun (d. i. Erwin Goelz, 1903–1981): „Sie haben nicht mehr bei mir angerufen seit Sie im blauen [?] Mantel mit braunem Hut unsere Wohnung verließen. Ich war besorgt darüber. Offenbar haben wir Sie enttäuscht u. Sie waren unzufrieden mit mir. Ich hätte Sie gerne noch manches gefragt. Banalitäten – aber, wenn ich einen Menschen gern habe, denke ich über ihn nach u.

über Einzelheiten seines Lebens. Z. B. heizen Sie in der Regenperiode? [...] Was trinken Sie abends, gar nichts oder Whisky, sind Sie Antialkoholiker? Ich weiß nicht, wie lange ein Brief von hier zu Ihnen hat. Also schließe ich gleich meine Geburtstagswünsche für den 30. X. an u. wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr. Nächsten September hoffe ich Sie wiederzusehn [...]“. – Der mit Benn seit langem befreundete Publizist hatte zu Benns 50. Geburtstag 1936 einen sehr enthusiastischen, „Heroischer Nihilismus“ überschriebenen Artikel in der „Berliner Börsenzeitung“ veröffentlicht. „Nach 1945 arbeitete er für die Stuttgarter Zeitung, begründet von einem Nazigegner. Seine Vergangenheit blieb zunächst im Dunkeln – die emphatischen Texte über kriegerische NS-Dokumentarfilme, auch seine Tätigkeit im Goebbels-Ministerium, wo er Autorenkurse leitete, und als ‚Nachwuchschef’ beim Reichsfilmintendanten, wo er u. a. Hildegard Knef entdeckte (‚Sie gefällt durch natürliche Anmut, hübsches Lachen und durch klaren, offenen Blick’). Erst 1963 erhob sich eine öffentliche Debatte, die den Umstrittenen von der Zeitung entfernte und ihm allein das Radio, für das er bereits seit 1948 arbeitete, beließ. Seine Sendungen waren modern, informativ, wertend, ihr Autor wollte den Hörer für die Kunst des Films gewinnen“ (http://osiris22.pi-consult.de/view.php3?show=5100007470728, Stand v. 9. XII. 2007). – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; leicht zerknittert..

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Benn, Gottfried

Schriftsteller (1886-1956). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift „G. Benn“. Stuttgart, Hotel Banzhaf. 1 p. 8vo. Mit Adresse. Kugelschreiber.
$ 2,592 / 2.200 € (83135)

An den Journalisten Fred Hildenbrandt (1892-1963 ) in Stuttgart über die Einladung vom Vortag: „bevor ich diese reizende Stadt verlasse, erlaube ich mir, Ihnen für die unterhaltende Stunde zu danken, gestern in Ihrem Haus, Ihnen und Ihrer verehrten Frau Gemahlin. Es nahten sich die schwankenden Gestalten aus dem alten Berlin u. siehe, sie waren alle schön und gut, sie waren unser Leben [...]“ - Benn paraphrasiert die Zueignung aus Goethes Faust "Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten".

- Frank Maraun verschaffte Benn den Kontakt zum Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart, der im Lauf der Jahre 30 Tonaufnahmen mit Benn machte. So kam Benn am 15. April 1952 auf der Rückreise von Meran nach Stuttgart, wohin ihn der Rundfunk zu einer Hörspiel-Konferenz ins Studio Villa Berg eingeladen hatte. An der Konferenz nahmen u. a. auch Heinrich Böll, Wolfdietrich Schnurre, Wolfgang Weyrauch und Max Bense teil. Vormittags am 18. April fuhr er weiter nach München. - Minimal gebräunt, oberer Rand mit schmalem Abschnitt..

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Benn, Gottfried

Schriftsteller (1886-1956). Eigenh. Brief mit Unterschrift. „Benn“. Berlin-Schöneberg. 2 pp. Kl.-8vo. Mit Briefkopf „Dr. med. | Gottfried Benn“. Kartonblatt.
$ 2,945 / 2.500 € (83136)

An Emerich Reeck in Frankfurt am Main: „[...] nach Göttingen werde ich sofort höflich abschreiben. Ich reise so ungern u[nd]. meinem Ruf kann es nur dienen, wenn ich nicht persönlich erscheine, ich bleibe immer eine verlegene u[nd]. peinliche Figur, wenn ich vor Publikum trete. Ich habe mich gefreut, wieder von Ihnen zu hören was machen die Leiden usw? Was Sie von der E[lse] L[asker] Sch[üler] schreiben, ist interessant - 1869! [...]" - Kugelschreiberfarbe verblasst zu einem hellen Grau.

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Benn, Gottfried

Schriftsteller (1886-1956). Eigenh. Brief mit Unterschrift „G. B.“. Berlin-Schöneberg. Kl.-8vo. 1 p., auf einem Rezeptvordruck mit gedrucktem Briefkopf „Dr. G. Benn [...] Zu sprechen: nur nach Vereinbarung“.
$ 1,885 / 1.600 € (83223)

An die Freundinnen Alice Schuster und Else C. Kraus: „[...] Liebe Buschis, wir sitzen zu Euern Füssen u. lauschen Cchen. Bitte, ruft mich an, wenn Ihr Zeit habt zwecks Wiedersehn [...]“. - „Cchen“ war ein Kosename für die Pianistin Else C. Kraus (1890-1979). Benn war mit den „Buschis“, der Pianistin Else C. Kraus und der Sängerin Alice Schuster (1893-1982) seit einem Kostümfest in der Berliner Kunsthochschule für Musik 1926 befreundet. 1934 geriet die Schönberg-Interpretin Kraus in Konflikt mit den Nationalsozialisten, sie verlor ihre Professorinnenstelle.

Seit 1949 wohnten die beiden Frauen in „Haus Wylerberg“ im deutsch-niederländischgen Grenzgebiet. Am 2. Juni 1955 kam es zum Wiedersehen mit Gottfried Benn. Else C. Kraus konzertierte in Berlin mit der Symphonie Nr. VI von Tschaikowsky und der Burleske von Strauss, Alice Schuster assistierte. Das Ehepaar Benn saß im Publikum, danach schrieb Benn diesen Brief. - Etwas knittrig. - Vgl. H. Sigurd Brieler, Gottfried Benn und die Buschis. Mitteilungen der Gottfried-Benn-Gesellschaft, Jg. 7, Heft 13 (2020), S. 27ff..

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Benn, Gottfried

Eigenh. Brief mit U. ("Benn").
Autograph ist nicht mehr verfügbar

To an unnamed addressee, sending a contract and the letter of one Dr. Michael. - The great German poet, essayist, and physician was nominated for the Nobel Prize for Literature five times, but never received it. - On headed paper.