Alfred von Bary

Bary, Alfred von

Sänger und Neurologe (1873-1926). Eigenh. Brief mit U. Dresden. 25.04.1906. 3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo.
$ 148 / 150 € (938424/BN938424)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "während ich meinen Osterurlaub in Bayreuth zubrachte und eifrig im Tristan schwelgte, gelangte an meine Dresdner Adresse ein Brief, veranlasst von der Sekretärin des deutschen Schulvereins in Graz. Ich wurde um die Mitwirkung in einem Konzert im November gebeten; vorausgesetzt daß mich meine Generaldirektion freilässt bin ich sehr gerne bereit dem deutschen Schulverein, soweit ich es kann, zu nützen! Bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie auf eine Dresdner Pianistin aufmerksam machen […].

Die Dame, Frau Gipser, ist bereits wiederholt erfolgreich in Berlin aufgetreten! Da ich die Dame wegen ihrer künstlerischen und intellectuellen Eigenschaften sehr hochschätze, wäre es mir persönlich ein großes Vergnügen gemeinsam mit Frau Gipser an dem geplanten Conzert teilzunehmen. Ich hoffe, sehr verehrter Herr Doctor, gelegentlich meines Gastspieles in Prag, das Weitere mit Ihnen mündlich besprechen zu können […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Nach dem Studium der Medizin und der Naturwissenschaften in Leipzig und München war Bary bis 1901 als Assistenzarzt an der Leipziger Universitätsklinik beschäftigt. Nebenbei bildete er seine baritonale Tenorstimme aus und gehörte 1902-12 als Heldentenor dem Ensemble der Dresdner Hofoper an. 1912 wurde er an der Münchner Hofoper engagiert; 1918 kehrte er zu seinem Arztberuf zurück. Seit 1904 trat Bary bei den Bayreuther Festspielen in den großen Heldenrollen auf. - Bei der genannten Pianistin handelt es sich um Else Gipser (1875-1925), eine Schülerin Theodor Leschetizkys in Wien und Rudolf Breithaupts in Berlin..

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